Wie belichtet ihr Iford FP4+ bei N?

  • Bonjour,


    wir sind gerade von unserer 33.ten Tour-de-France zurückgekommen und entwickeln unsere ersten Negative. Der Ilford FP4+ ist mit 125 ASA angegeben. 25 ASA haben wir fürs Marketing abgezogen, also mit 100 ASA belichtet. Leider fehlt an manchen Stellen ein Hauch in den Schatten, wenn wir in ID11 1+3 entwickeln. Nun überlegen wir gerade, ob wir den FP4+ vielleicht bei 80 ASA ansetzen sollten.


    Welche "wahre" Filmempfindlichkeit habt ihr für den FP4+ festgestellt? Gibst es grobe Erfahrungswerte in unsere Richtung?


    Salut,


    vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sagt: machmal üss nen ÜberbelüchTIGER och nüch schlöcht!)

  • ZappaunddkleineTiger hat geschrieben:
    > Bonjour,


    > Welche "wahre" Filmempfindlichkeit habt ihr für den FP4+
    > festgestellt? Gibst es grobe Erfahrungswerte in unsere Richtung?
    >
    > Salut


    Das ist abhängig von deiner Entwicklungsweise sprich Dauer, Temperatur und Bewegung.
    Ist der Film densitometrisch eingemessen, ist es auch völlig egal welche ASA du ansetzt.
    Dann hast du die totale Kontrolle :|
    ID11 kenne ich leider nicht und nach den Tabellen die es im Internetz gibt würde ich mich auch nicht richten.


    Xtol
    Für den FP4+ ergeben sich als Entwicklungszeit für XTOL 1+2 und 125 ASA somit 11,5 Minuten. D.h., die erste Testentwicklung wird mit 11 Minuten bei 20 °C durchgeführt.
    Quelle: http://www.fotografie-in-schwa…-planfilme-eintesten.html


    GRuss

  • ZappaunddkleineTiger hat geschrieben:
    > 25 ASA haben wir fürs Marketing abgezogen, also mit 100 ASA
    > belichtet. Leider fehlt an manchen Stellen ein Hauch in den Schatten, wenn
    > wir in ID11 1+3 entwickeln. Nun überlegen wir gerade, ob wir den FP4+
    > vielleicht bei 80 ASA ansetzen sollten.
    Wenn der unterbelichtet ist, hilft da die Entwicklung auch nicht weiter. Wo nix ist, ist nix.
    Ich belichte den auf EI 80 und entwickel mit D76 1+1 bei 20° für 10'. Das funktioniert normalerweise ganz gut. Neulich hatte ich in der Leica einen, den hab ich wegen des krassen Kontrasts (Mittagssonne) mit EI64 belichtet und weil ich kein D76 Stammlösung mehr hatte, mit HC1110, 1+31 für 6'45" entwickelt. Das ist grad so gut gegangen. EI50 wäre besser gewesen. Das hat vermutlich gute Gründe, weshalb Ilford dafür auch Zeiten ausweist.

  • ZappaunddkleineTiger hat geschrieben:
    > Der Ilford FP4+ ist mit 125 ASA angegeben. 25 ASA haben wir fürs
    > Marketing abgezogen, also mit 100 ASA belichtet. Leider fehlt an manchen Stellen
    > ein Hauch in den Schatten, wenn wir in ID11 1+3 entwickeln. Nun überlegen wir gerade,
    > ob wir den FP4+ vielleicht bei 80 ASA ansetzen sollten.
    >
    > Welche "wahre" Filmempfindlichkeit habt ihr für den FP4+ festgestellt? Gibst es grobe
    > Erfahrungswerte in unsere Richtung?


    Hmmm, ich belichte und entwickele FP4 immer nach der von Ilford vorgegebenen Norm (Datenblätter für Filme resp. Entwickler), ebenfalls in Ilford ID11 1+3 bei Planfim (Combiplan-Tank), bei KB und Rollfilm 1+1. Keine Probleme, mache ich seit Jahren so.
    Belichtungsmessung allerdings /auf die Schatten, die noch volle Zeichnung zeigen sollen/, also mit Zone III belegen.


    Gruß
    Wolf

    Gruß
    Wolf


    You're only as good as your last job. Today's great shot is what keeps the work coming in.
    Gary Perweiler

  • Bonjour,


    vielen Dank für die Antworten.


    Ja Wolf - wir haben die Schatten auf Zone 3 gelegt, möglicherweise hingt der Belichtungsmesser ein wenig - oder der Verschluss von einem Objektiv ist ein wenig schneller…, vielleicht lässt es sich mit dem Gossen und dem 7,5° Spotvorsatz doch nicht so genau messen, vielleicht liegt es auch am Messen selbst… es ist in den Fällen wo es nicht ganz passt immer ein wenig schwieriges Licht gewesen, aber alle Aufnahmen sind durchweg noch gut brauchbar, es ging uns auch ein wenig ums Feintunig und um die Erfahrungen anderer…, wir werden bei den nächsten Aufnahmen mal zwei Belichtungen machen, davon eine mit einer halben Blende mehr, dann schauen wir uns das Ganze noch einmal an.


    Salut,


    vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sagt: wönna mal üm Lotto jewünnt schenkta dem Zappi einen öchten Spotbelüchtungsmösser - bestümmt!)

  • ZappaunddkleineTiger hat geschrieben:


    > Ja Wolf - wir haben die Schatten auf Zone 3 gelegt, möglicherweise hingt
    > der Belichtungsmesser ein wenig - oder der Verschluss von einem Objektiv
    > ist ein wenig schneller…, vielleicht lässt es sich mit dem Gossen und dem
    > 7,5° Spotvorsatz doch nicht so genau messen, vielleicht liegt es auch am
    > Messen selbst… es ist in den Fällen wo es nicht ganz passt immer ein wenig
    > schwieriges Licht gewesen,...


    Kennst Du niemanden in Deinem Umfeld, der ebenfalls einen Handbelichtungsmesser hat oder hast Du noch eine gute SLR für Film (analoge Kamera deshalb, weil die ASA-Werte für digitale anders bestimmt werden und nicht auf dem Fußpunkt der Gradationskurve eines Normfilmes beruhen)? Dann hättest Du eine Referenz für den Beli. Andererseits glaube ich nicht an einen Fehler des Gossen-Belichtungsmessers. Die gehen gewöhnlich sehr genau (Du kannst den m.W. übrigens auch einschicken und feinjustieren lassen. Ich weiß nur nicht, was das kostet.)
    Da Du aber schreibst, daß die Fehler nur bei sehr knffeligem Licht auftauchen, sehe ich die Probleme eher da. Bis Du einen "richtigen" Spotbelichtungsmesser hast, falls möglich, einfach näher rangehen oder ggf. auch auf Lichtmessung umschalten. Eine weitere Alternative wäre, eine Digitalkamera als Spotmeter zu mißbrauchen, die Du dafür aber zuerst anhand Deines Handbelichtungsmesser eichen müßtest (wie gesagt, andere Bezugsgröße für die ASA).

    Gruß
    Wolf


    You're only as good as your last job. Today's great shot is what keeps the work coming in.
    Gary Perweiler

  • Bonjour Wolf,


    ja - das mit dem näher herangehen haben wir auch gemach, aber bei der nächsten Fototour mit Frank, er hat einen Spotbelichtungsmesser, werden wir auch mal vergleichen. Ansonsten machen wir dieses Wochenende mal ausnahmsweise eine Zeitaufnahme und schauen mal was es gibt. Wie gesagt, die Negative sind ja alle nicht schaurig geworden, wir hättens nur noch feiner. Ansonsten gilt eben: bei kritischem Licht ein wenig mehr belichten…


    Übrigens mögen wir deine Tipps sehr - hören sich immer nach praktischer Erfahrung, statt nach esoterischen "habe-ich-mal-gelesen" an...


    Salut,


    vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sagt: ör könnt ja och müt der Taschenlampe ünne dunklen Öcken leuchten!!!)

  • Moin Zappa, moin kleiner Tiger,
    das können wir gerne machen! Unsere nächste Tour ist ohnehin überfällig.


    Übrigens kann auch Streulicht eine große Rolle bei der Messung auf die Schatten spielen. Dafür habe ich mir aus schwarzem Karton mal eine kleine Streulichtblende für den Spotbeli gebastelt. Danach waren die Schatten gleich besser durchzeichnet.


    Herzliche Grüße
    Frank

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