Color-Negativ-Filmentwicklung

  • Guten Abend,


    für nächstes Jahr plane ich, zusätzlich zu meinen digital erstellten Bildern auch wieder analog und - erstmals - mit Großformat zu fotografieren.
    Meine Frage: Ist die Entwicklung von Color-Negativfilmen wie dem Kodak Ektar (4x5'') mit Problemen bezüglich der Verfügbarkeit geeigneter Labore verbunden?
    Ich möchte die Filme danach einscannen (lassen?) und wie gewohnt digital weiterverarbeiten.
    Eine mögliche Kamera wäre die Toyo Field 45 AII mit einer 5.6/150 mm-Optik von Rodenstock oder Schneider.
    (Aktuell fotografiere ich mit einer digitalen Nikon-Kleinbildkamera und 24 bzw. 45 mm PC-E-Objektiven, vorher hatte ich eine Olympus OM-4, und ich habe Filme in SW selbst entwickelt und auf Ilford Multigrade vergrößert.)


    Vielen Dank für Antworten aller Art,


    Matthias

  • Hallo, Matthias,


    Labore, die noch Planfilme entwickeln, gibt es durchaus noch, und Dienstleister für den "Scan danach" ebenfalls.
    Früher ist man einfach ins nächstliegende Labor geschlappt, heute muss man ggf. die Post in Anspruch nehmen, weil es in der Nähe nichts mehr gibt. Kein Problem.


    Ich hoffe doch sehr, dass Du infiziert wirst und auch wieder SW selberverarbeitest :-)
    Vergrösserer in 4x5" sind bezahlbar und gar nicht soo gross - gemessen an 5x7" oder 8x10" :-)


    Ansonsten viel Spass in unserem Forum,
    Ritchie

  • Wie versendet man belichteten Planfilm? - In der Kassette in der Filmschachtel oder wie macht ihr das?
    Dia-Film täte mich schon mal reizen, mit Studio 13 soll ja auch noch ein Spezialist für die Entwicklung vorhanden sein - aber wie versendet man richtig?


  • Hallo Ritchie,


    danke für die Information, Farbfilme möchte ich auf keinen Fall selbst entwickeln. Man kann ja nie etwas ausschliessen, aber geplant hatte ich es
    bisher nicht, überhaupt jemals noch mit Laborflüssigkeiten zu hantieren.
    Aber das 4x5''-Format reizt mich seit ich erstmals den Bildband "East Coast - West Coast" von Alfred Seiland gesehen habe.


    Gruß,


    Matthias

  • ""Ich schneide mir zwei Stücke Pappe rundum 1cm größer zu als das Filmformat, packe die Filme dazwischen und schlage das ganze in Alufolie ein.""


    Nicht das der Laborant noch denkt, das sei sein Pausenbrot :-)


    Ja, Michael, Filmpackungen sind gut geeignet, zwischen Pappe hab ich auch schon versendet, aber dafür die Dias in die schwarzen originalen Filmtüten gepackt.
    Zurück kommen die aus meinem Labor dann auch einfach in einer flachen Briefpappe
    ( natürlich jeweils in Klarsichthüllen).


    ""Farbfilme möchte ich auf keinen Fall selbst entwickeln""


    Ich meinte auch eher S/W, wo Du das doch früher auch selbst gemacht hast...
    Oder wird S/W in GF für Dich keine Option sein?


    Gruss,
    Ritchie

  • ich würde auf jeden Fall selber C41 machen, und das mache ich jetzt seit 3 Wochen wieder, selbst ohne CP Jobo Maschine ist das möglich ohne Dunkelkammer, ich habe auch keine Dunkelkammer, lege halt abends oder nachts die Filme in userem Hauswirtschaftraum ein und entwickle dann später. Das C41 Frabentwicklerbad arbeitet 3.15 Minuten bei 38 Grad in der Dose und dann Bleichfixierbad 6 Minuten, das geht schneller und genauer und reproduzierbarer wie SW. wenn genaue Emüfehlungen zu Gerätschaften und Arbeitsweise, dann gebe ich Tips, wir haben früher E6 selber im ATL bis 13x18 gemacht, da war man noch richtiger Lichtbildner :mrgreen::mrgreen::mrgreen::mrgreen: Gruss Linse
    http://www.flickr.com/photos/28184865@N05/10532596445/
    http://www.flickr.com/photos/28184865@N05/10901318003/

  • Quote from "bequalm"


    ""Farbfilme möchte ich auf keinen Fall selbst entwickeln""


    Ich meinte auch eher S/W, wo Du das doch früher auch selbst gemacht hast...
    Oder wird S/W in GF für Dich keine Option sein?


    S/W ist für mich keine wirkliche Option mehr, da ich auf jeden Fall hybrid verarbeiten will.


    Matthias


    P.S.: Ist diese Seite wirklich nur noch über die Schweizer Notadresse http://forum.grossf.wz10.dataway.ch erreichbar?

  • Ich würde vermutlich schon länger nicht mehr analog fotografieren, wenn ich nicht meine Negative, ob SW oder Farbe selbst entwickeln würde.
    In die Großformatfotografie einzusteigen, um die Negative irgendwohin zu schicken, davon würde ich abraten. Ich finde Großformat und Selbstverarbeitung gehört irgendwie zusammen.
    Ganz abgesehen davon könnte ich mir da wahnsinnige Entwicklungskosten vorstellen.
    Grüße
    Reinhard

  • Ich bin auch ein Freund des Selberentwickelns.


    Man kann aber bei Photostudio 13 offenbar relativ günstig (z.B. rund 2 EUR pro 4x5"-Dia) entwickeln lassen,
    wie es ein Bekannter von mir tut...
    selber kommt man halt circa auf 30-40 Cent zzgl Arbeitszeit zzgl Maschinenanschaffungskosten ...
    http://www.photostudio13.de/products/entwickeln.html


    Grüße,
    Martin

  • Hallo Martin,
    Dia im Großformat werde ich nicht machen, sondern nur Farbnegativ und Schwarzweiss.
    Farbnegativ-Entwicklung ist ja sehr simpel, noch einfacher als Schwarzweiss, da man nicht , wie bei SW, überlegen muss, wie man seinen Film entwickeln soll.


    Aber abgesehen davon, dass zu Deinen 2 Euro pro Blatt ja auch noch Versandkosten und ganz sicher auch noch die Mehrwertsteuer dazu kommen, wäre mir das alles nichts.


    Was Photostudio 13 angeht (habe ich jetzt aus Neugier mal nachgesehen) finde ich es schon seltsam, dass man sich die Preislisten anfordern muss und sie nicht gleich einsehen kann.


    Grüße
    Reinhard

  • ""um die Negative irgendwohin zu schicken, davon würde ich abraten.""


    Da gibt es nichts abzuraten, denke ich.
    Oder hättest Du einen triftigen Grund für diese Aussage?


    Wer ( Color oder Dia ) nicht entwickeln kann oder möchte, hat hier eine gut nutzbare Option.
    Be S/W sehe ich das auch anders.


    Ich zahle für die paar Dias , die ich im GF ab und an schiesse, zwischen 2.- und 2,70 , zzgl. Versand.
    Das fällt bei meinen Mengen nicht ins Gewicht, und ich brauche mich nicht mit abgeranzten Chemikalien herumzuärgern.


    Gruss,
    Ritchie

  • Hallo,
    bei GF-Dia kann ich verstehen, dass viele das nicht selber machen wollen, weil man da um einen Prozessor wohl nicht herum kommt. Und bei denen, die auch keine SW Filme selbst entwickeln, ist es natürlich klar, dass sie das bei C41 erst recht nicht machen wollen.
    Aber ich habe schon immer SW selbst entwickelt und da bot es sich irgendwann an, Farbe C41 auch selbst zu machen. Und da ich ein Bad ohne Fenster habe, mit einem Platz für den Prozessor auf der Duschablage, habe ich mir einen Jobo CPE 2 plus zugelegt und dann feststellen müssen, dass die Farbnegativentwicklung noch einfacher ist, als SW. (Seit einiger Zeit benutze ich Rollei Digibase von Maco, bei dieser Chemie kann man alles in Einzelflaschen kaufen).
    Meine SW Filme laufen seitdem ebenfalls nur noch in dem Prozessor.
    Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich sehr viel fotografiere, und dass sich der Aufwand, wenn man nur gelegentlich fotografiert natürlich nicht lohnt. Ich würde bei meinem Filmaufkommen wohl arm werden, wenn das ein Dienstleister für mich machen würde.
    Grüße
    Reinhard

  • Ihr macht mich nachdenklich!
    SW - bade ich selber mit immer besseren Ergebnissen nach 30 Jahren Pause.
    Mit C41 liebäugel ich schon länger als mit SW - vorallem nach dem ich gesehen habe wie ein Bekannter es mit Wasserbad für die Chemie und normaler Entwicklungsdose ohne Prozessor macht.
    Eine Jobo CP... wäre ein Traum wenn die Dinger nicht so schweineteuer oder kaputt oder beides wären.
    Im Bekanntenkreis sind gerade erst wieder 2 in der bucht auf die Nases gefallen.
    Weil Dia im Großformat würde ich wenn dann schon gerne selber machen - aber das wird wohl noch ein weiter Weg.

  • Quote from "MichaelRelguag"

    Mit C41 liebäugel ich schon länger als mit SW - vorallem nach dem ich gesehen habe wie ein Bekannter es mit Wasserbad für die Chemie und normaler Entwicklungsdose ohne Prozessor macht.


    Ich hab oft genug C41 und E6 von Hand entwickelt, wenn's mal schnell gehen mußte und ich keine Lust hatte ins Fachlabor zu fahren (was mein normales Procedere war). Geht beides ohne Probleme (Jobo 1500 Dosen und Combiplan-Tank), zumal man C41 auch bei Raumtemperatur oder besser bei 24°C entwickeln kann.

    Gruß
    Wolf


    You're only as good as your last job. Today's great shot is what keeps the work coming in.
    Gary Perweiler

  • Moment!!!
    Verstehe ich dich jetzt richtig - bei 24° C Chemie Temperatur?
    Das würde die Sache ja extrem vereinfachen!

  • Hallo Michael,
    nicht ganz, aber fast korrekt.
    Es kommt auch darauf an, welche Chemie.
    Mit Tetenal C41 kann man auch bei 30°C entwickeln
    Mit Rollei Digibase C41 bei 25°C
    Wenn Du in der Kippdose entwickeln willst, beträgt die Farbentwicklungszeit beim Rollei Digibase 6 Minuten-
    Bei Tetenal C41 sind es bei 30°C 8 Minuten.
    Verlängerungszeit nach 4 Filmen
    (ich habe das in der Kippdose aber noch nie gemacht)


    Wenn man hin und wieder mal einen Film entwickelt, ist das mit der Kippdose und mit dem Mantelbad im Eimer oder so, wohl in Ordnung, sonst aber würde ich empfehlen, eine JOBO CPE 2 zuzulegen.
    Grüße
    Reinhard

  • Super!
    Für ein paar Versuche mit KB und 120er Film werd ich es mal mit der Dose probieren.
    Sollte sich wer von seinem Jobo Prozessor trennen wollen und dabei einen vernünftigen Preis aufrufen, darf er sich gerne bei mir melden.

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