Vergrößerungsobjektiv 8 x 10 inch

  • Die optimale Leistung erreichen die Prozesslinsen in der Regel bei f/22. Aber ich würde einfach mal bei den meistbenutzten Maßstäben eine Blendenreihe machen, und schauen, ob die Vignettierung und Schärfe vielleicht schon ab f/11 oder f/16 nicht mehr sichtbar besser werden. Ich benutze diese Objektive bisher wie gesagt nur für die Aufnahme, und da sind viele auch schon bei Offenblende sehr scharf.
    Wenn es aber nicht auf möglichst kurze Belichtungszeiten ankommt, bist du mit f/22 auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

  • ...und wie sieht es umgekehrt aus? Ich meine ein Vergrößerungsobjektiv in Retro als Aufnahmeobjektiv z.B. für Portrait?
    Ich habe gerade ein 210-er Vergrößerungsobjektiv (Meoptar Heliar-Design) für kleines Geld ersteigert. Kann ich mir Hoffnung machen, dass es in der Verwendung für 4/5 brauchbar ist?


    VG, Rainer

  • Hochwertige Vergrösserungsobjektive gab es ja tatsächlich auch im Verschluss, zur Verwendung als Makroobjektiv an der Kamera.
    Nachdem ich hier einmal den Tip bekam, z.B. ein 150er Componon S in einen Copal zu zwingen, machte ich dies, und fortan auch scharfe Makros.
    Wegen des symmetrischen Aufbaus verzichte ich da auch auf eine Retrostellung..


    Zuvor hatte ich (bei Makro) mit meinem 210er Schneider Xenar
    ,welches mir verdächtig baugleich mit dem Vergrösserungsopjektiv Meopta Belar aussieht, schlechte Erfahrungen gemacht, also würde ich vermuten, dass auch ein Meoptar bei Makro nicht viel Schärfe zu bieten hat.


    Als normale Optik und auch bei Portraits wirds aber sicher gut funktionieren, wenn nicht sogar angenehme Überraschungen bieten, behaupte ich frech; hier schlägt sich mein Belar auch bestens, sofern man auf den milden Charakter und Überstrahlungen bei manchen Lichtverhältnissen steht.
    Also beste Vorraussetzungen für gehaltvolle Portraits :)


    Retrostrellung halte ich, ausser im Makrobereich, gar nicht für förderlich, im Gegenteil bleibt man ja bis in den Nahbereich noch in dem angedachten Masstab des Vergrösserungsobjektives.
    Aber wer weiss - auch Retrostellungen, oder nur halbe Objektive, bergen mitunter Feinstes :)


    VG,
    Ritchie

  • Danke für deine Beruhigungs-Pille, Richie!


    Das Componon S ist symmetrisch aufgebaut. Das Belar (Tessar) und das Meoptar (Heliar) sind es als solche nach meinem bescheidenen Verständnis nicht.
    Interessante Seite zu Ostblocklinsen: http://www.arnecroell.com/eastern-bloc-new.pdf


    Egal, "Versuch macht kluuuch"! Es sind ja gerade die positiv angewendeten Fehler, die in der Fotografie Spaß da außergewöhnlichen Bild-Charakter machen, oder?


    VG, Rainer

  • Habe das 210-er Meopar (Heliar, Vergrößerungs-Objektiv) jetzt mal mit Gegenlichtblende auf ca.2,5m mit offener Blende 4,5 als Aufnahme-Objektiv für 4/5 "missbraucht" und bin begeistert. Wo ich die Schärfe einstellte, ist es sehr scharf. Nicht die brutale Kantenschärfe eines Tessars oder ähnlich scharfe Linsen für die graphische Anwendung aber auch nicht ganz so weich wie meine alten Heliare sondern mit dem Schärfe-Charakter wie ich ihn vom alten Symmar oder von Sonnaren her kenne und mag.
    Morgen soll hier die Sonne scheinen. Dann wage ich mal den Härte-Test weiter abgeblendet auf unendlich und berichte.


    Egal wie, für Portrait im Nahbereich ist es super und für mein Empfinden sogar besser als mein schwerer Glasklotz Aero-Ektar, den ich bei dieser Abbildungs-Größe auch auf 4,5 abblende.
    ...und als 300mm für 8/10 soll es das Meopar auch geben...



    HG, rainer

  • Fein, dass Du Erfolg hattest.


    Ja, halte das Meoptar mal in die Sonne - und zeig doch bitte mal ein paar Bilderchen.
    Ich brauche einen triftigen Grund, meine 13x18/5x7 Holzkamera fertig zu restaurieren :)
    Derweil werd ich mal wieder mit dem Meoptar und der Globica in die Portraitdistanz gehen, eine gute Anregung hier...


    Viel Spass,
    Ritchie

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