Frage zu riesigen Abzügen

  • Hallo,


    in meiner zukünftigen neuen Duka möchte ich papiermässig gern mal über den Meter hinausschiessen; 1m x 1,50 m würd ich gerne mal machen, einfach weil ich das schon immer wollte.
    Inzwischen frage ich mich, wie früher wirklich grosse Abzüge erstellt wurden.
    Heute ist die max. Verfügbarkeit auf der Rolle 127cm.
    Oder gibt es die Möglichkeit der Spezialbestellung?


    Gab es denn früher breiteres Material ?
    Oder wurden einfach mehrere Blatt "tapeziert" ?


    Danke,
    Ritchie

  • Moin,


    früher gab es von Ilford noch breitere Rollen, etwas über 2m glaube ich.
    Sonst muß man wohl tapezieren.
    Auch wenn breiter gegossen wird (wobei ich keine Ahnung hab wie breit gegossen wird/wurde bei den Großen) wird es schwierig mit dem Verpacken, Versenden usw. Der Markt dürfte auch sehr klein sein ;)


    Gruß Peter

  • Quote from "artowski"

    Tapezieren ist schon nicht falsch.


    Sind mehrere Bahnen nötig, ist verzugsfreies Trägermaterial und Parallelität erste Pflicht, will man sich späteren Ärger ersparen.
    Beste Grüsse
    Hermann

  • Das Video kannte ich, mir siehts da nach 127x200cm aus.
    Die Hand-Fuss-Wischmob-Entwicklung würde ich mir aber nicht antun :)


    Verfügbar ist momentan Papier bis 127 cm, damals gab es also mindestens 2 m Breite, darüberhinaus wurden für grössere Abzüge mehrere Bahnen Papier belichtet und als Bild zusammengefügt, sofern ich richtig verstanden habe.
    Wurde für Grosses jenseits von 2 oder 3 Metern nicht auch auf Fotoleinen o.ä. belichtet?


    Gruss,
    Ritchie

  • Quote from "bequalm"

    Verfügbar ist momentan Papier bis 127 cm, damals gab es also mindestens 2 m Breite, darüberhinaus wurden für grössere Abzüge mehrere Bahnen Papier belichtet und als Bild zusammengefügt, sofern ich richtig verstanden habe.


    Alles was ich kenne wurde so gemacht, aber ich kenne ja nicht Alles ;)
    Diese Riesenabzüge sind mir auch nur für Messen o.ä. bekannt. Da ging es drum 1 Teil sehr schnell zu bekommen, der Preis interessierte da weniger! Bei größerer Auflage wurde eh gedruckt und tapeziert.
    Bei "normalen" oder "künstlerischen" analogen Fotos habe ich bisher immer nur Größen bis ca 120x150 gesehen, mehr nicht. Aber auch das nicht oft ;)
    Geprintet habe ich schon häufiger größere Sachen gesehen, aber oft durfte man nicht näher als 2m ran, sonst sah man Pixel und die Tapezierung.... Wie macht Gursky das eigentlich, der hat oft Bilder jenseits der 2m an der kurzen Seite. Gibt es Drucker über 2m oder tapeziert er? Ich hab zwar schon Sachen von Ihm original gesehen, aber ich glaube es war nichts ganz großes dabei und danach hätte ich bestimmt geschaut ;)


    Quote from "bequalm"

    Wurde für Grosses jenseits von 2 oder 3 Metern nicht auch auf Fotoleinen o.ä. belichtet?


    Schließe ich nicht aus aber stelle ich mir schwierig vor. Du bräuchtset ja eine entsprechende DuKa und auch eine Vakuumplatte in der Größe...wäre ein Projekt für die Rente ;)

  • Hallo, Peter,


    ""...wäre ein Projekt für die Rente ;-)""


    ich weiss ja nicht, was ich als Rentner mal treiben werde, aber ich glaube, mir persönlich reicht auch später die derzeit verfügbare max. Papiergrösse :)
    Aber manchmal frage ich mich halt - mensch, wie wurde das damals gemacht...
    Und über den Meter will ich schon noch hinaus, wenn meine neue Duka hier mal fertig werden sollte...


    Gruss,
    Ritchie

  • Hallo,


    also früher war es wohl üblich die großen Prints einfach auf einer Folie oder Unterlage auf dem Fussboden mit Pinsel oder Quast zu entwickeln. Wässern ging dann in der Badewanne. Sollte dann das Baryth für Austellungen auf Spanplatten auf gezogen werden, hat man es einfach in nassem Zustand auf die Spanplatte tapeziert. Das Papier hat sich dann beim Trocknen glattgezogen. Ausprobiert habe ich das aber noch nicht.


    Gruss Sven.

  • Hallo,


    ich kenne noch Fotolabore mit gemauerten und gefließten Beckentischen für derartige Großvergrößerungen in Leipzig für Messebilder, selbst habe ich in einem Labor arbeiten können, in dem selbstgebaute PVC-Wannen-Tische von 1,40m auf 2,00m reichlich vorhanden waren (ca 70 Liter Entwickler). Vergrößert haben wir seinerzeit mit Eigenbau-Horizontalvergrößerer ( 2 KW Lichtwurflampe, Vierfachkondensor aus Zeiss SEG, umwechselbar gegen Ulbrichtsche Kugel, ebenfalls aus SEG mit ca 2500 W), Ansaugwand 2,5 x 4 Meter...


    ging fast so bequem wie ein 7x10-Abzug....


    Aufgezogen haben wir nass auf imprtierte Eganas-Aluplatten bzw. trocken auf Alu- oder PVC-Platten, die mit Latex-Bindemittel zweifach eingestrichen waren (stautrocken). Die Bilder wurden mit einem Leinentuch und einem guten Schneiderbügeleisen aufgebügelt.


    VG Thomas

    Der Fotograf zum Maler: Geiles Bild - mit welchem Pinsel gemalt?

  • Hallo, Thomas,


    das bringt Licht ins Dunkel, danke !
    Wie eigentlich immer, ein Satz von dir, und 3 Sachen dazugelernt - Lichtwurflampe, Ansaugwand,Zeiss SEG..


    Ein Monstrum, und sicher extrem faszinierend, dieser Zeiss.
    Hattet ihr den auch für Luftbildentzerrung im Einsatz?


    Gruss,
    Ritchie

  • Hallo Ritchie,


    ich verantwortete in dem Maschinenbaubetrieb, in dem ich damals beschäftigt war, ja eigentlich den Vorrichtungsbau. Durch unseren fotografischen Familienbetrieb mütterlicherseits war ich allerdings schon damals in Sachen Industrie- und Werbefotografie "vorbelastet". Wir hatten auch 2 Werksfotografen, einer war Reprofachmann, der andere stammte aus der Porträit-Ecke. So wurde ich öfter auch mal auf Baustellen geschickt, um mit der 13/18 Magnola Aufnahmen von neuen Anlagen für die Messen zu machen. Die habe ich dann auch selbst vergrößert. Ein SEG hatten wir nicht, da war nicht ranzukommen, außerdem hätten wir nie die über 650 KG Gußeisen in die 4. Etage des Verwaltungsgebäudes bekommen. Aber dank guter Beziehungen konnten wir die benötigten Teile bei Zeiss bekommen (Jena ist ja nicht weit weg). Dort habe ich auch die SEG´s in verschiedenen Varianten gesehen, aber nie selbst damit gearbeitet.
    Leider hatte ich nach der "Wende" keinen Platz, um die Technik vor der Verschrottung zu bewahren, selbst ein SEG, welches mir damals angeboten wurde, musste ich dankend ablehnen, leider...
    Heute habe ich lediglich Vergrößerer bis 8x10" von Homrich horizontal und vertikal.


    VG Thomas

    Der Fotograf zum Maler: Geiles Bild - mit welchem Pinsel gemalt?

  • Hallo Andi,


    ja klar, nur nicht mehr so oft...
    Wenn Du mal zu Bernd kommst (nach Aga, nicht Eisenach), sind es nur noch 20 kleine Meter bis zu mir. Ich hatte Bernd ja schon ein paar Bilder von der Verkabelung gemacht, haben sie Dir geholfen? Sonst ruf mich doch einfach an.


    VG Thomas

    Der Fotograf zum Maler: Geiles Bild - mit welchem Pinsel gemalt?

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