FKP Restaurations: Ideen und Fragen

  • Hallo zusammen!


    Nun fängt die Arbeit an meiner 30x40cm Russenkamera an.


    Das Format ist ein Traum, die Basis der Kamera halbwegs brauchbar, die Idee uralt,
    aber die Umsetzung ist kathastrophal - erinnert mich an meine alte Dnepr :wink:
    Als ich gestern Abend nämlich mal mit dem 500W Scheinwerfer reingeleuchtet habe hatte ich nämlich eine St.Martins-Laterne :wink:


    Meine erste Frage:


    Ich weiß nicht mehr wer,
    aber irgendeiner hat mir mal etwas erzählt von sprühbarem Balgengummi zum Abdichten poröser verhärteter Balgen auf Stoffbasis.
    Wenn es so etwas wirklich gibt wäre für meine russische Holzkiste wahrscheinlich das Bequemste zum Abdichten.


    Die Anschlüsse besonders dort won der Balgen lieblos an die Zwischenstandarte geklebt war hatten die größten Ritzen.
    Dort klafften die Öffnungen des verhärteten Materials richtig auseinander.
    Mit der großen schwarzen Silikonspritze habe ich die Anschlüsse abgedichtet und nun ist es lediglich der Stoff, der noch porös ist.
    Auch am Anschlußring für's Objektiv kam Licht rein.
    Ich habe den Ring abgeschraubt und auf der Rückseite mit Silikon eingeschmiert und wieder draufgeschraubt - fertig+dicht.
    Eine weitere Lichteinfallquelle sind die verschiebbaren Holzplatten der Frontstandarte, dort sind die Filzstreifen platt, hart und unterdimensioniert.


    Nochmal zurück zum Balgen:


    Ich habe mal nachgelesen unter den Suchworten "Balgen falten", falls ich mir wirklich die Arbeit machen würde einen ganz neuen Balgen zu machen.
    Die Größe des Balgens käme meinem beschränkten handwerklichen Geschick schon ein Stück entgegen,
    aber bevor ich wild und allzu unüberlegt loslege hätte ich gerne ein paar Kontruktionsvorschläge von denen,
    die so etwas schon einmal erfolgreich gemacht haben.


    Desweiteren kam mir die Idee aus der Kamera auch einen Horizontalvergrößerer zu machen.
    Meine Idee ist die dann das Mattscheibenrückteil durch einen wechselbaren Rahmen zu ersetzen,
    in dem eine klare Glasscheibe statt der Mattscheibe wäre
    und dahinter eine Kaltlich-Flächenleuchte (damit ich die Kiste nicht abfackle).
    Ich habe aber noch keine Vorstellungen wie das genau werden soll
    und bin dankbar für jede Anregung :D


    Grüsse, Horst.

  • Hallo Stefan!


    Danke für die Bilder - 2.8MB wäre für mich kein Problem gewesen,
    aber so nützen sie vielleicht auch sonst noch jemandem :D
    Ich habe bereits einen Schreiner gefunden, der sauber arbeitet und Interesse daran hat auch mal an einer Kamera zu arbeiten.
    Sobald wir soweit sind gibt es neue Bilder von der veränderten Kamera.
    Das Wichtigste wird zuerst mal der Klappmechanismus sein, damit die Kamera transportabel wird.
    Ausserdem werde ich an den Beschlägen der hinteren Standarte etwas ändern müssen,
    denn so wie sie ist muß man die Standarte zuerst wieder gerade stellen bei Tilts um den Schieber ziehen zu können...
    Es geht zwar aber man kann auch das Klavier zum Stuhl tragen :wink:


    Gruß, Horst.

  • So, nun bin ich gespannt:


    Die FKP hat nun ein 520er Apo-Ronar verpasst bekommen
    und am Wochenende gibt es die ersten Tests.
    Mit dem Rodenstock Objektiv sieht die ganze Sache schon wertiger aus
    und ich bin sehr gespannt wie die Negative aussehen werden...
    Ich halte Euch auf dem Laufenden.


    Gruß, Horst.

  • Im Autozubehör gibt es schwarze Dichtmassen zum Einkleben von Autoscheiben. Das lässt sich mit Nitro-Verdünnung beliebig dünnflüssig einstellen und mit dem Pinsel verstreichen. Wird von Stoff und Pappe begierig aufgesogen. Muss halt nur eine Sorte sein, die nach dem Härten gummielastisch bleibt.
    (Ich habe so mal eine Lautprecher-Sicke wieder luftdicht gekriegt.)


    Mit Baumarkt-Silikon klappt das nicht, das lässt sich nicht verdünnen. Notfalls aber schwarzes Acryl mit Wasser? Keine Ahnung, ob das nicht zu steif wird.


    Grüsse

  • Hi Uli!


    Danke für die Idee, ich werde dem mal nachgehen.
    Genau an sowas dachte ich, irgendeine Art elastischer Kunststoff in schwarz um damit den porösen Stoff quasi lichtdicht zu imprägnieren.


    Gruß, Horst.

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