• Bei Kleinbild- und Rollfilm nehme ich den Film zwischen Mittel- und Zeigefinger und streife ihn vorsichtig ab. Hatte damit noch nie Probleme. Filmabstreifer halte ich für bedenklich, denn es ist nie garantiert, dass der Druck zu fest ist oder durch Schmutz Kratzer entstehen.
    Eigentlich braucht es das Abstreifen nicht, wenn in destilliertem Wasser mit etwas Mirasol zum Schluss für ca. 1 Minute gebadet wird. Bei Planfilm ein Muss, den ich grundsätzlich in Ruhe lasse.

  • Hallo Schwarzweißseher,
    der beste Filmabstreifer ist gar keiner! Wie PeterPlan schon schreibt, den Film am besten nach der Wässerung mit Netzmittel baden, anschließend in möglichst staubfreier Umgebung abtropfen und trocknen lassen.
    Gruß
    Hugo

    "Mehr Licht!" (angeblich die letzten Worte des berühmten hessischen Dichters J.W.Goethe)

  • Hallo, Schwarzweißseher!


    Es ist schon ein Weilchen her, aber ich möchte den Neinsagern meine Erfahrung entgegenstellen und die lautet: Man kann gut abstreifen, wenn man es richtig macht.


    Ich habe Kilometer von Kinefilm, viele Roll- und Planfilme von anhängenden Wassertropfen befreit mit Viskose-Schwammtüchern. Auch Schafleder habe ich benutzt, was gut, jedoch teuer ist. Also, Schwammtuch nach dem Kauf nur für diesen Zweck benutzen, gut auswaschen und bei einiger Verschmutzung wegwerfen. Am besten sind natürlich weiße Stücke, auf denen man Rückstände farbrichtig sieht. Je nach Filmmaterial und Bearbeitung bleibt ein wenig Silberschlamm oder sonst etwas hängen, bei manchen Filmen gar nichts. Feuchtes Schwammtuch ein oder zwei Mal falten und den Film mit geringstem Druck durchziehen. Planfilm oder Platte auf ein feuchtes Schwammtuch legen, ein zweites darauf, überall aufdrücken und wegrollen.



    Es gibt keine Kratzer.

  • Hallo,


    Ja, von dem Netzmittel bin ich inzwischen auch schon wieder ab.
    Viskose-Tuch hört sich gut an.


    Ich habe jetzt mal Zewa probiert. was eigentlich auch ganz gut funktioniert.
    Das Problem bei Rollfilm ist halt, dass mir eine dritte Hand fehlt. Wenn man das Zewa knickt und dann den Film durchzieht, kriege ich das irgendwie nicht in einem reibungslosen Durchzug hin. Das stockt und klemmt schon mal und dann muss ich neu ansetzen und schon wird es nicht mehr so schön. Hm, vielleicht sollte ich das Viskosetuch mal probieren...


    Grüße Schwarzweißseher

  • Ich benutze seit vielen Jahren eine solche Abstreifzange mit Gummilippen


    https://de.wikipedia.org/wiki/…e:Filmabstreiferzange.jpg


    Die spüle ich gründlich, bevor ich sie einsetze, damit keine harten Anhaftungen an den Gummilippen bleiben (falls die da irgendwie hin gekommen sind); die Gummilippen selbst sind dann richtig naß. Das wiederhole ich vor jedem Abstreifen, auch wenn gleich nacheinander Blätter oder Streifen abzustreifen sind. Bloß kein Netzmittel, das macht die Filme klebrig solange sie nicht trocken sind und der Raumstaub bleibt dann sehr gut haften.


    Nach dem Einsatz der Abstreifzange ist die grobe Nässe vom Film und der Trocknungsvorgang geht schneller.
    Noch nie habe ich Kratzer auf dem Film gehabt, weder auf Planfilmen, noch auf Rollfilmen oder KB.

  • .. das problem bei mir und dem filmabstreifer waren nicht die anhaftungen, sondern die gummilippen.
    gummi wird relativ schnell spröde.
    selbst wenn man sie "neu" gekauft hat, weiss man nicht, wie alt sie in wirklichkeit sind.


    wenn man dann einen statz filme mit diesem ding verdorben hat, kommt das nicht mehr in frage ..


    bei netzmitteln darf man natürlich nicht zu viel von demselben nehmen - weniger ist da mehr,
    staub bei mir kein vermehrtes problem - im gegenteil, das netzmittel macht die filme schneller trocken.

  • Bei Kleinbild-und Rollfilmen nehme ich auch keinen Filmabstreifer, sondern eine Salatschleuder mit Kurbel. Der letzte Spülgang ist immer mit Agepon (Netzmittel) versetztes Wasser, dann die einzelne Filmspirale mit geeignetem Gegengewicht in die Salatschleuder und kräftig kurbeln. Natürlich so, dass die Filmkanten nach außen, also in Richtung Fliehkraft zeigen. Bei mehreren gleichschweren Filmspiralen braucht man kein Gegengewicht, da muss man die Spulen nur gleichmäßig verteilen. Seit ich diese Methode benutze, habe ich keine Trocknungsflecken mehr und natürlich auch keine Kratzer von verschmutzten Filmabstreifern.

  • Ich streife die 35mm und MF Filme zwischen meinem Zeigefinger und Mittelfinger ab oder nehme ein Hirschleder das ich vorher nass gemacht und dann ausgewrungen habe und streife es zwischen 2 Teilen davon ab!
    Filmabstreifer geben gerne Telefondrähte wenn der Weichmacher draussen ist und das ist er meist schnell!

    " You push the button and we do the rest."
    Kodak Werbespruch!
    Today
    "You push the button and the pixels do the rest"

  • Ich streife die 35mm und MF Filme zwischen meinem Zeigefinger und Mittelfinger ab oder nehme ein Hirschleder das ich vorher nass gemacht und dann ausgewrungen habe und streife es zwischen 2 Teilen davon ab!
    Filmabstreifer geben gerne Telefondrähte wenn der Weichmacher draussen ist und das ist er meist schnell!

    Die Methode kann ich nur bestätigen!
    Ich habe selber meine Rollfilme und Kleinbildfilme mit Filmabstreifern abgestreift, allerdings entstehen nach einiger Zeit Streifen über die Negative.
    Das Ledertuch kann ich daher wärmstens empfehlen. (Bloß sollte dies Staubfrei sein.) :thumbup:


    LG
    Justin

    Quote from Freeman Patterson

    Es gibt nur eine Regel in der Fotografie : Entwickle niemals einen Film in Hünchensuppe.

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