Hawidere aus Wien

  • Hallo Forianer und -innen!


    Ich möchte in die GF-Fotografie einsteigen und versuchen, zusammen mit diesem Forum, meinen Weg zu finden. Der ist nämlich noch nicht festgelegt, mehr dazu später.
    Knipsen tu ich schon länger, von Experimenten zur Schulzeit abgesehen, anfangs rein digital.
    Einer geborgten Oly C1400 folge meine eigene Coolpix 950, eine Kamera, die ich heute noch gerne für IR-Bilder einsetze. Über mehrere Umwege wurde es irgendwann eine Canon Eos 300D, die aber auch wieder verstaubte, weil bei div. Wanderungen kleine Kompaktknipsen halt viel praktischer waren. Heute ärgere ich mich oft über die verschenke Qualität ... was solls.
    Als bei der 300D nach einigen Jahren "endlich" der Verschluß defekt war, fiel die Entscheidung ... in eine Nische - ich wurde Pentaxianer. Eine K5-II mit 18-135er Kit wurde zu meiner ständigen Begleitung und das bei jeder Gelegenheit und bei jedem Wetter.
    Ich kann nicht sagen, was schlußendlich den Ausschlag gab, vielleicht war es die Technik des Systems, oder es war einfach die richtige Zeit, aber mit der Pentax began ich zu Fotografieren, statt nur zu knipsen.
    Linsen kamen hinzu, Blitze, Lichtformer, Filter, Workshops, ... und ich bekam meine ersten G.A.S. Anfälle. Ein Fieber, dem ich auch heute immer wieder erliege ...
    Ein Youtube-Video verschlimmerte die Situation drastisch, als ich zusehen mußte (*hmmm*) wie ein vielleicht 16 Jahriges Mädchen "I will show you how to change the Film in my camera" ins Mikro piepste und eine TLR aus der Handtasche zauberte (Yashica D, wenn ich nicht irre). Baff nahm ich zur Kenntnis, das es das heute noch gibt und dann, naja, was soll ich Euch sagen (Google, eBay, ....) hatte ich bald auch so ein Ding am Schreibtisch stehen. Eine Yashica MAT 124 (non-G, weil mehr BlinkBlink) wurde es und mit der habe ich heute noch Spaß (besonders nach dem "flocken").
    Ein paar Mal im Jahr treffe ich mich mit jenem Freund, wer mich damals zur 950er motivierte und natürlich zeigte ich ihm bei nächster Gelegenheit mein neues/altes Schätzschen - seine Reaktion war Richtungsweisend .... "ah, eine Yashica MAT. Hab ich auch. Und das ganze Entwicklungszeugs dazu im Keller. Willst Du es haben?" Tapfer widerstand ich die ersten beiden Sekunden und hatte bald darauf das komplette Laborequipment in meiner Wohnung stehen. Und es ist eine kleine Wohnung ...
    Vergrößerer (Kondenser, wenn ich nicht irre), Ilford Multigrade II in Mengen inkl. Filter, Schalen, Dosen (Peterson), Trichter, Mesuren, Thermometer, ... na Ihr kennt das ja *g*
    Passend zum Papier (und auch zu den Filmen, die ich sehr schätze) kaufte ich die Chemie. Ilford LC29, Rapid Fixer und was man halt sonst noch zum Leben braucht. Und ein kleiner Umbau des Badezimmers war auch nötig *g*.
    Und tatsächlich waren die Vergrößerungen von einer Labor-Ausarbeitung nur duch den minimal wärmeren Farbton des Papiers zu unterscheiden. Ziemlich geil.
    Parallel dazu hielten die ersten KB-Analogen einzug. Pentax LX, ME Super, Bessamatic, Yashica FX(irgendwas), inziwschen auch eine Zenith 12cd, usw.
    Bald erfolgte auch der Schritt zur Farbchemie, allerdings nur für die Negative, der weitere Prozess war dann digital. Dazu verwende ich einen Epson V550, für KB einen Pakon 135 oder auch gerne ein Leuchtpult und die DSLR.
    Ein Workshop brachte mich dann in Kontakt mit einer Sinar P2 (glaub ich) und 4x5 GROßFORMAT. "Leider geil", wie man heute sagt.
    Es ging um Produktfotografie und standesgemäß lichtete ich natürlich meine Leica M3 ab (wenn man sich auf die Analogen beschränkt, ist L.G.A.S. nicht soooo schlimm. Naja ...).
    Natürlich habe ich die Filme selbst entwickelt (extra den guten Ilford DDX gekauft). Schalenentwicklung ... die Temperaturstabilität wärend der Entwicklung wird definiv überbewertet (*ggg*).
    Die Negative habe ich dann vom Leuchtpult abfotografiert. Mit APS-C. Ja, ja, ja, ... fürchterlich, grausam, wie kann man nur ....
    Aber da sind wir auch schon bei einem Problem ...


    Und jetzt beginnt der Teil, zu dem ich Eure Hilfe benötige:
    Ich würde mich gerne intensiver mit GF beschäftigen. Machen will ich damit eigentlich alles, was mit GF halt so geht. Landschaft, Architektur, Portaits, Produkte, in SW und Farbe (wenns leicht geht).
    GF kann ich nicht vergrößern (kleine Wohnung ...). Also gehe ich entweder digial weiter (neuer Scanner) oder ich nehme 8x11" und mache Kontaktkopien (Vergrößerungen dann halt im Labor). Die lassen sich, auf Grund der Größe, auch schon gut herzeigen / ausstellen.
    Daher erscheint mir 8x11 als das bessere Format. Allerdings: Alles wird größer, schwerer, teurer. Und ich würde sowieso auch digital arbeiten wollen, ein neuer Scanner ware daher jedenfalls nötig.


    Dann wäre aber auch 4x5 interessant. Kleiner, leichter, (billiger), deutlich mehr Auswahl an Zeugs. Ich hab sogar schon eine Jobo-Dose mit Einsatz für 4x5.
    Gebrauchte 4x5 gibt's zu vernünftigen Preisen, irgendwie gefällt mir aber auch die neue Intrepid 4x5 sehr gut (die haben aber auch 8x11 mehr oder weniger zum Freundschaftspreis).
    Ist 4x5 als Großformat-Kleinbild *duck* irgendwo kompromisbehaftet?
    Ist 8x11 für irgendwas besonders geeignet oder ungeeignet?
    Ist 5x7 ein Thema?


    Mir geht es um den besonderen Look der GF-Bilder. Schwer beschreibbbar, was ich da meine ...
    Es ist die Art der Unschärfe bei Portaits .... aber nicht nur. Es ist .... anders.
    Es ist der Verstellbarkeit der Kameras.
    Oder geht das mit einer EOS 6D mit einem 50er f:1/1.2 und meintewegen einem T/S Glaserl genauso gut ........ ?


    Vielleicht könnt Ihr mich ja ... erleuchten *g*



    Mit Gruß & Dank
    Stefan

  • Hallo Stefan


    Coolpix 950 hatte ich vor vielen Jahren auch mal, war glaub meine 2. DIgitale!
    4x5 scheint mir für den Anfang richtiger, bis man etwas Erfahrung hat! Denn Film in 8x10 inch geht ganz schön ins Geld!
    Der analoge Look ist wirklich kaum zu erreichen Digital, man kommt sehr nah ran, aber das i Tüpfelchen dürfte verloren gehen Digital!
    Ich denke aber sowieso sollte man es eher aus Spass an der Sache machen, denn wegen was anderem!


    FG Armin

    " You push the button and we do the rest."
    Kodak Werbespruch!
    Today
    "You push the button and the pixels do the rest"

  • Hallo Armin!


    Hmmm, ja, ich schätze, Du hast recht.
    Ich werde am Anfang so manches Blatt verschießen (später sicher auch). Da tuts bei 4x5 nicht ganz so weh.
    Und der Trend geht eh hin zur Zweit-Fackkamera ... *gg*


    Somit habe ich auch gleich die Intrepid bestellt und mache mich mal auf die Suche nach einem Objektiv. Träume schon von Copolden in verschiedenen Größen.... ;)



    Gruß
    Stefan

  • hast du dir schon überlegt für den anfang einmal mit 6x9 auf rollfilm zu beginnen?
    die verfügbarkeit von rollfilm ist gut, die artenvielfalt gross, eine fachkamera für das format 6x9 ist leichter transportabel und zur not kann man 120-er film in jedem besseren labor entwickeln lassen.

    lg,
    martin
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    ...schliesslich is mei linhof auch nur a mensch!

  • Hallo Martin!


    6x9 ist schon ein etwas spezielles Format. Habe kürzlich erst, in einem eher seltenem Anfall von Willensstärke, einer Texas-Leica widerstanden *g*
    Ich arbeite sehr gerne mit 6x6 (TLR) und verarbeite die Filme auch selbst, aber jetzt ist es Zeit für GF. Wie eingangs schon erwähnt, wäre mir 8x10 lieber, aber 4x5 ist halt vernünftiger .... hmm.
    Eine 6x9 Fachkamera hatte ich gar nicht in Betracht gezogen ... schaumamal. Es gibt ja auch Rollfilmrückteile für 4x5 Kameras.
    Es gibt überhaupt so viel Zeugs .... *ggg*



    Gruß
    Stefan

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