GF-Einsteiger aus Köln

  • Hallo liebe Freunde der Großformatfotografie,


    ich heiße Michael, bin 41 Jahre alt und komme aus Köln. Auch wenn ich beruflich ausnahmslos digital fotografiere, schlägt mein Herz analog. Privat greife ich nur zu analogen Kameras, wobei ich mich bis dato auf die KB- und MF-Fotografie beschränkt habe. Mein bevorzugtes Jagdgebiet ist hier die Portait-, Akt- und Reportagefotografie. Seit vielen Jahren betreibe ich, zum Leidwesen meiner Frau, eine kleine Badezimmer-Duka und restauriere und repariere manuelle Kameras und Objektive, wobei ich mich auf die Minoltas mit SR-Bajonett und das Mamiya RB-System spezialisiert habe. Vor wenigen Wochen ist mir eine ziemlich heruntergekommene Voigtländer Avus in die Hände, die ich nun liebevoll aufgepäppelt habe - und ja, ich versuche mich an der Fotografie mit Glasnegativen. Dies alles und die malerischen Portraits einiger GF-Fotografen hat bei mir das GF-Feuer entfacht.


    Somit bin ich als blutiger GF-Anfänger für jeden Tipp und jede Hilfe dankbar. Vielleicht findet sich ja hier ein GF-Fotograf aus Köln und Umgebung, bei dem ich nicht nur einen ersten Einblick erhalte, sondern mit dem ich auch das ein oder andere Projekt umsetzen kann.


    Auch bin ich für jeden Tipp dankbar, welche Kamera ich mir für den möglichst preiswerten Einstieg zulegen könnte, wobei ich mich auf die gebräuchlichsten Filmformate (also wohl 4x5 oder 8x10) beschränken würde. Einsatzgebiet ist auch hier die Portraitfotografie, (erstmal) nur SW bei Selbstentwicklung, nur analoge Kontaktprints und Negativscan mittels Flachbrett-Scanner.



    Hat jemand einen Vorschlag für mich?


    Viele Grüße aus Köln
    Michael

  • Hallo Michael


    Dein bevorzugter fotografischer Bereich deckt sich mit meinem, ausser die Reportage. Da ist das Grossformat aber wohl kaum geeignet.


    Ich arbeite mit einer Sinar. Mit diesem Kamerasystem bin ich sehr zufrieden. Die modulare Konstruktion lässt beinahe alle Optionen zu. So kann man sich das Kamerasystem nach und nach den eigenen Bedürfnissen anpassen. Als grossen Vorteil erachte ich den Hinterlinsenverschluss, der es zulässt Objektive ohne eingebauten, oder mit defektem Verschluss zu verwenden. Zudem sind die Preise für die Sinar auf dem Gebrauchtmarkt sehr erschwinglich geworden, um nicht zu sagen die Sinar wird einem beinahe hinterher geworfen. Das Angebot für Sinar Kameras und Zubehör ist momentan so gross, dass es kein Problem ist auch Ersatzteile zu finden. Das ist ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt. Bei einem "exotischen" Kameramodell kann es schwierig sein Ersatz zu finden, sollte jemals etwas kaputt gehen.


    Ich denke aber, für die Portraitfotografie sind die vielfältigen technischen Finessen einer Sinar nicht zwingend erforderlich und es lässt sich mit jeder anderen Grossformatkamera gut arbeiten.


    Freundliche Grüsse, stephan

  • Hallo,


    ich bin aus der Umgebung, habe zwar Kameras aber (noch) keine Erfahrung. Ich wäre sehr interessiert an den Glasnegativen - also Berichte gerne über jegliche Erfolge und eventuelle lokale Bezugsquellen.
    Nicht ganz in der kann man Nassplatten kennen lernen. In Wuppertal hat Thomas Stelzmann ein Studio mit extrem Großformat und bietet auch Workshops dazu an. In Köln selber gibt es Czens und in Düsseldorf Bilzer, falls du mal Hilfe bei der Reparatur brauchst.


    Vielleicht trifft man sich ja mal...
    Jan

  • Zuerst einmal:
    Ein herzliches Willkommen bei uns!


    Zur Kamera: Die Auswahl ist ja als extrem zu bezeichnen. Für unterwegs (bezahlbar) schaue mal nach einer Plaubel Peco Junior 10x15. Die hat ein Rückteil für 9/12 Blechkassetten und ein internationales Rückteil 4x5"
    Im Atelier würde ich eine Plaubel Peco Profia vorschlagen. DAS Arbeitstier in vielen Ateliers, sehr robust. Oder eine Linhof Kardan Bi, die "grande dame" der Großbildkameras. Oder (aber teurer) eine Linhof Technika.


    Natürlich kann man auch alles andere nehmen, aber das wären meine Lieblinge. Ich selbst arbeite damit, am liebsten jedoch mit der Linhof Master GTL, die allerdings auch heute noch nicht für kleines Geld zu bekommen ist.


    Unterwegs nehme ich grundsätzlich seit 40 Jahren die Plaubel Peco Junior, davon habe ich 3 komplette Sets in Koffern (gebe aber keine her, da immernoch in Betrieb.


    Gruß
    Winfried

  • Dies alles und die malerischen Portraits einiger GF-Fotografen hat bei mir das GF-Feuer entfacht.



    Hat jemand einen Vorschlag für mich?


    Tachchen, GF-Feuer - schön zu lesen :)
    Nennst Du mal Namen der bevorzugten Fotographen, damit ggf. zielgerichteter empfohlen werden kann?
    Nach meinen erfahrungen spieltz die Kamera zunächst keine Rolle für "malerische Portraits", und die Linse zwar schon, aber auch noch eher untergeordnet im Vergleich zu der Ausarbeitung.


    Ich würde mich daher auf altes Wissen um Entwicklung, Ausarbeitung und Handhabung der jeweiligen Optik stützen; das erklärt so Einiges, warum man z.B. mit einem Universal Heliar oder 178er Ektar nicht zwangsläufig zum gewünschten Ergebnis gelangt.


    Viel Spaß,
    Ritchie

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