Direktpositivpapier - Mitmachthread, Erfahrungen, ...

  • jetzt wo ich weis, dass mein Beli scheinbar korrekt funktioniert, wie kann es sein, dass er selbst bei ISO 1 die Belichtungszeiten 2-3EV's zu dunkel einschätzt?


    Worauf belichtest Du denn inzwischen, auf Schatten/Mitten/Lichter?
    Und Du darfst den im Vergleich zu Film bescheidenen Kopierumfang des Papieres nicht vergessen.
    Du musst die Lichter kontrollieren/messen; die Schatten sind ja sozusagen schon da:-)
    Die kann man aber über die Beleuchtung ( geringeren Kontrast zaubern) und beim Entwickeln noch ganz gut steuern.


    Bei Belichtungszeiten 1min würde ich zudem vorher zwingend wissen wollen, ob sich da der Schwarzschild bemerkbar macht; der würde ein unnatürlich dunkles Bild bereits erklären.


    Sehr unglücklich ist nebenbei das volle Angrätzen mit Licht, dazu aus so dichter Entfernung; da liegt der hintere Kamerateil aufgrund des Lichtabfalles (Quadratgesetz) gleich mal dunkler, und der Kontrast fällt von vornherein härter aus.


    Ich würde für Tests das Licht zurückschieben, und beim nächsten Test den gleichen Lichtaufbau/Motivabstand wählen.
    Testen mit wiederholbaren Ergebnissen, und darauf zielt ein Test ja letztlich ab, geht nur, wenn alle Parameter gleich bleiben und nur ein Aspekt geändert wird.
    Wenn z..B. klar ist, wie das Papier auf 5 EV (Blenden) Motivkontast) reagiert, kann man sich schwachen und hohen Motvkontrast vornehmen.
    Solche Kenntnisse braucht man dann draußen, wo man ja mit vorherrschendem Kontrast leben, und gezielt gegensteuern muß.


    Du solltest also auch den Kontrastumfang des Motives ausmessen, wenn Du Kontrolle haben willst.
    Ohne zu testen kann ich Dir sagen, dass Du bei wechselndem Motivkontrast unschöne Ergebnisse bekommst - das Papier ist kein Film, der nach oben und unten reichlich Reserven bietet, die man sich beim vergrößern nach Belieben rausziehen kann.


    Aber sieht das doch gar nicht mal so schlecht aus (der Scan)?
    Mal abgesehen von der ungleichen Ausleuchtung, da wird schwarz eben hier schwarz, dort fast weiß, finde ich da nix zu dunkel.
    Jetzt müsste man natürlich darüber reden (können), welchen Bereich Du gemessen hast, und als zu dunkel empfindest...

  • würde ich einen eignen Thread empfehlen.


    Den empfehle ich dir inzwischen auch; deine bald täglichen Einwände und Kritiken an Forenten könntest du gut in einem thread bündeln.


    Hier soll es doch um die Weitergabe der Erfahrungen damit gehen

    Eben.
    Trag mal was thematisch Sinnvolles bei, anstatt hier nur den großen Empfehler und dort den Hobbypsychologen darzustellen.




    ritchie, du schelm! du wirst doch nicht vom GF-glauben abfallen?

    Keineswegs, aber ich habe inzwischen den Grund für wiederkehrende Mißverständnisse gefunden:
    GF heißt gar nicht Groß-Format, sondern Geiles Format :)


    So, alter Fuchs, und nun erzähl mir bitte mal, wie man othochromatische S/W - Positive kontrastmildernd farbfiltert; als ich vor 25 Jahren mal ein paar Scala 200 in die KB warf, hatte ich noch so gar keine Ahnung und auch nicht gefiltert (was aber trotzdem sehr gut aussah).


    Tuts hier, wie beim Negativ, der Gelbfilter?
    Ich hab da echte einen Hänger im Verständnis...

  • Hallo Richi


    Als Hobbypsychologe frag ich mich was dir Ralph spiegelt das dich zu so überzogenen Antworten hinreist.


    “1. SPIEGELGESETZ


    Alles, was mich am Anderen stört, ärgert, aufregt und in Wut geraten lässt und ich anders haben will habe ich selbst in mir.


    Alles, was ich am Anderen kritisiere und bekämpfe oder verändern will,
    kritisiere, bekämpfe oder unterdrücke ich in Wahrheit in mir
    und hätte es gerne anders.


    LG
    Adi

  • Hallo Adolf, alte Hütte :)


    Edgar, sorry für diesen Verlauf.
    Ich hab keine Lust auf die überall reingrätschende Pappnase, dafür ist mir meine Zeit, und die investiere ich reichlich in alle meine Beiträge, echt zu schade.
    Ich bin dann hier raus, Euch viel Spaß noch mit dem Papier.


    VG,
    Ritchie

  • Worauf belichtest Du denn inzwischen, auf Schatten/Mitten/Lichter?

    auf mitten und die helleren bereiche, aber nicht auf die highlights. mein gezeigtes bild ist mir nicht zu dunkel. ich habe auf die oberseite des objektivs gemessen.


    Sehr unglücklich ist nebenbei das volle Angrätzen mit Licht, dazu aus so dichter Entfernung;

    da hast du natürlich recht, das hatte ich so nicht bedacht. aufgrund dessen ist auch die schrift an der vorderseite des objektivs überbelichtet, weil näher am licht. leider habe ich auch nur mein fahrradlicht als helle lichtquelle auch auf die distanz :(



    ich verstehe aber leider immernoch nicht, weshalb ich die belichtungszeiten immer wieder multiplizieren muss, wenn doch mein Beli genau funktioniert... leider wird hier auch soviel themenfremder quark abgelassen, dass ich da wohl auch keine antwort drauf finden werde und es einfach so hinnehme.

  • "ich verstehe aber leider immernoch nicht, weshalb ich die belichtungszeiten immer wieder multiplizieren muss, wenn doch mein Beli genau funktioniert."


    Kann es sein, daß hier eine Art Schwarzschild zuschlägt? Du belichtet ja immerhin 30 Sekunden.

  • Dein Balgenauszug ist so lang, dass du bei einem Ma?tab von 1:1 angekommen sein müsstest. Der Balgen schluck dann so viel Licht, dass du 2 Blenden dazugeben musst.


    Verlängerungsfaktor Auszug


    Bei einem Maßstab von 1:1 bist du, wenn dein Balgenauszug das doppelte der Brennweite beträgt. Bei 300mm Brennweite also 600mm Balgenauzug.


    Für den Schwarzschildeffekt bei (normalem) Fotopapier sollten 30 Sek. zu wenig sein.


    Gruss Sven.

  • Vielleicht liegt es ja auch am Profisix bzw. dem Spotaufsatz mit 1 Grad.
    Du hast bei 25 ASA/ISO und einem Spotmesswinkelwinkel von 1 Grad eine Anfangsempfindlichkeit von 1 LW!
    Die - 5 oder was das Teil kann, gelten nicht, wenn der Spotaufsatz drauf ist.
    Hinten auf dem Spotaufsatz ist eine Tabelle drauf. Da ist das erklärt.


    Wie misst du denn überhaupt im Nahbereich? Das Dingen kann ja nur einen Meter oder so.
    Ich habe mir Zeiss Protare geholt, und schraube die davor, so kann ich ganz nah ran.

  • danke für die vielen kommentare und ideen.



    Du belichtet ja immerhin 30 Sekunden

    in diesem fall waren es sogar 60, aber sonst, bei tageslicht beispielsweise, habe ich das selbe phänomen auch bei belichtungszeiten von nahe einer sekunde.

    Verlängerungsfaktor Auszug

    ist mir bewusst. der ist in der belichtungszeit schon mit drin, bzw war es auch bei der anderen auf foma100, wo auch alles richtig war


    Vielleicht liegt es ja auch am Profisix bzw. dem Spotaufsatz mit 1 Grad.

    auch ohne aufsatz und auch bei tageslicht habe ich das selbe problem.


    ist auch alles nicht so wild. bis vor kurzem dachte ich, es liegt am alten beli, habe immer je nach licht multipliziert und kam mit der zeit zu immer mehr brauchbaren ergebnissen. dass ich jetzt aber den Foma100 ohne diese rechnereien behandeln muss, verwirrt mich nur sehr.

  • Am Sonntag hatte ich im Mannheimer Hafen auch ein paar Blatt Direktpositivpapier (Harman) dabei.
    Vorweg ein Dankeschön an

    • @bequalm für die Dokumentation seiner Testreihe und Denkanstösse
    • @gentoo für seine Tipps zur Belichtungsmessung vor Ort
    • @Peter Volkmar für seine Hinweise in Richtung Entwicklung / warme Vorwässerung

    Beide Bilder mit meiner 13x18 Holzkamera, Eigenbau-Rückteil für internationale Kassetten, Sinaron-S 210mm f/5.6, Harman DPP ohne Vorbelichtung.


    #1:


    Spotbelichtungsmessung auf die Rückseite des Brückenhäuschens ==> Zone 7, Annahme ISO 3



    #2:


    Spotbelichtungsmessung auf den Balken des Prellbocks ==> Zone 7, Annahme ISO 3


    Entwicklung:
    3 min vorwässerung in 40°C warmem Wasser, 2 min Entwicklung in Compard Print WA, Verdünnung 1+14, stoppen, 5 min fixieren


    Speziell das zweite Bild macht mir Hoffnung, dass ich das DPP "in den Griff bekomme" :)

  • ich verstehe aber leider immernoch nicht, weshalb ich die belichtungszeiten immer wieder multiplizieren muss, wenn doch mein Beli genau funktioniert... leider wird hier auch soviel themenfremder quark abgelassen, dass ich da wohl auch keine antwort drauf finden werde und es einfach so hinnehme.


    Also ich meine, einen gravierenden Fehler in Deinem Vorgehen entdeckt zu haben.
    Beim Kamerabild schriebst Du:


    "" 360mm bei f5,6.
    Balgenauszug aber knapp 800mm - also effektive Blende von ca 11.
    bei Blende 11 gab mir der Mastersix 30sek für ISO 1.
    x2 = 1min -> ergebnis:"" 60sec ""



    Ich fand die Rechnerei mit eff. Blende schon immer unheimlich, kann und will das auch nicht nachvollziehen; aber hier fällt mir prinzipiell schon mal auf, dass Du zwar auszugsbedingt vierfach mehr Licht brauchst, aber die Blende schließt??


    Pass uff, ich rechne mal zurück, und dann noch mal neu vom Anfang ausgehend:
    Deine f11/30sec bedeutet f5,6/15sec.
    Dazu den Balgenkorekturfaktor "4x " für Maßstab 1:1, also 2 Blendenwerte, jedoch über die Zeit gehend, ergibt bei mir:


    60Sekunden.


    Das ist jener Wert, den Du durch Falschberechnung plus 2-facher Multiplikation ZUFÄLLIG ermittelt hast. Alles klar?



    Jetzt wäre für weitere Schwankungen im Ergebnis nur noch festzustellen, worauf Du die 1/15sec gemessen hast, bzw as Du draussen so mißt, wo Du ja mit Deiner "Technik" sogar 3x korrigieren mußt.


    Wenn ich f5,6/15sec messe, bedeutet das, dass ich den gemessenen Punkt beim Bild dann in der Zone 5 haben werde.
    Mittleres Grau.


    Da ich aber selten auf Grau messe ( hierzu wäre mal über eine Graukarte nachzudenken1), muss ich meine Meßwerte in die gewünschte "Zone" verschieben.


    Auf die Lichter gemessen, sagen wir zum Beispiel eine Zone 6 (also ein helleres Grau) unkorrigiert angemessen, wäre das Bild ohne Korrektur des gemessenen Wertes natürlich - zu dunkel.
    Der Beli sagt ja bei jedem Meßpunkt "is grau hier , also Zone 5"..


    Simpel gesprochen wird eben ausgehend von der Messung über-, oder unterblichtet, um zu e gewünschten Tonwerten zu kommen.
    Da führen sicher einige Wege nach Rom, aber Deiner ist mir ziemlich suspekt :)


    VG,
    Ritchie

  • aber die Blende schließt

    nope. das hast du falsch verstanden.


    an der linse habe ich nach wie vor f5,6 eingestellt. beim auszug auf 800mm ist die effektive brennweite nicht mehr 360mm (wenn unendlich fukussiert) sondern eben 800mm. die blende 5,6 (bedenke das die f-nummer immer ein verhältnis aus öffnung und brennweite ist) beziehen sich aber nur auf die 360mm. wenn ich mir die tatsächliche öffnung in mm ausrechne (64,28mm) und das auf die 800mm anwende, komme ich darauf, dass die linse dann effektiv nur noch f11 ist. Für meine beiden linsen habe ich dafür auch ein diagramm gemacht, was mir je nach auszug die effektive blende anzeigt. da muss ich nix mit größenmaßstäben rechen etc sondern kann einfach meine errechnete blende im beli benutzen und komme auf belichtungszeiten, bei denen der balgenauszug und den dadurch entstehenden lichtverlust schon mit berücksichtigt worden sind. und all das funktioniert prima mit dem Foma100, aber nicht mit dem DPP


    ich habe aber nun auch eine neue erkenntnis (ungeachtet dessen). bei 2 Bildern der orchidee die ich mit DPP gemacht habe, sind beide zu dunkel geworden (eins mit 40s, das andere mit 65s)... trotz der 25s längeren belichtungszeit sind die Bilder kaum von einander zu unterscheiden. ich nehme also an, dass der Schwarzschildeffekt hier wirklich sehr stark ist.

  • Ich habe aber nun auch eine neue erkenntnis...
    ich nehme also an, dass der Schwarzschildeffekt hier wirklich sehr stark istI


    Das der SS-Faktor bei deinen Zeiten eine Rolle spielen könnte, sprach ich bereits in Post 61 an.


    beim auszug auf 800mm ist die effektive brennweite nicht mehr 360mm (wenn unendlich fukussiert) sondern eben 800mm.


    Efektive Brennweite?
    Mit Faktor X (Rotlichtanteil, Blaulichtanteil) multiplizieren?
    Na, Du wirst das schon machen.

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