schattige Bank im Grünen

  • Hallo


    leider komme ich kaum dazu GF-Fotos zu machen, hier etwas zu lesen oder auch zu schreiben. die Kinder, die Arbeit und nicht zuletzt auch der 3D Drucker und alles was man damit so zu lernen hat halten mich gut auf trapp.


    vor kurzem bin ich aber mal mit einem alten bekannten raus gegangen und wollte euch das Ergebnis nicht vorenthalten:



    DPP, 415mm, f3.6, ca 1s, 4xND


    hierzu passend ein making-of Bild meines Kumpels mit 6x4.5 und ektachrome


  • Hallo
    Es würde mich interessieren, was die Überlegung hinter diesem Foto war.
    Ich finde das Bild auf seine Art bemerkenswert, weil die Schärfe so knapp ist, dass nur die Armlehne der Bank scharf ist.


    Das Bild erinnert mich am eine Aufnahme eines Modelles.
    Gruss Reinhard

  • Sehr schön.
    Die offene Blende, die lange Belichtungszeit, die schräge Schärfenebene - das war wohl alles auf eine bewusste Unschärfensteuerung ausgelegt.
    Die Verlagerung der Schärfenebene schafft so eine Puppenstuben-Perspektive, die das ganze Bild noch verträumter, filmhafter wirken lässt.

  • Danke für die vielen Kommentare!

    Es würde mich interessieren, was die Überlegung hinter diesem Foto war.

    Ich mache ganz gern Fotos wo ich nur wenige Dinge dem Betrachter richtig gezeigt werden. Der Rest soll nur der Atmosphäre dienen und der Stimmung Beitragen oder nur einen Rahmen bilden. Wie im Titel erwähnt geht es mir nur um ein Ruiges Plätchen im Grünen - die Bank. das Grün ist schon nur noch mehr oder weniger zu erahnen. Andere Details erschließen sich gar nicht mehr - z.B. wo genau sich diese Bank befinden könnte. Das weis dann nur ich - und da ich den schönen Ort kenne und es nur dieses eine Bild davon so gibt (ist ja DPP), ist das für alle anderen auch Unwichtig meines Erachtens. Es geht also sehr vordergründig um die Stimmung und ganz viel soll offen gelassen werden. Das soll dem Betrachter auch die Chance geben, sich die Bank an seinem/ihrem Lieblingsort vorstellen zu können. Das ist genau der Grund weshalb ich die Großformatfotografie nutze. Ich kann nicht nur Dinge stärker in die Unschärfe rücken, als das mit kleineren Formaten technisch/optisch möglich wäre, sondern kann auch darüber hinaus diese Schärfe noch genauer herausarbeiten. in diesem Fall hätte ich es aufgrund der enorm kleinen Schärfentiefe ungünstig gefunden auch nur einen kleinen Teil der Lehne Scharf zu haben, deshalb auch Vordergründig die Verstellung. darüber hinaus war auch der Plan den Bereich vor der Bank etwas sichtbarer zu bekommen, damit man auch etwas von der Natur erahnen kann. leider ist das Bild bis zum Bildrand hin unten links dadurch auch recht scharf. Eine weitere Verstellung hätte aber wiederum die Bankseite unterhalb der Lehne unscharf gemacht, sodass ich diesen Kompromiss letztenendes doch eingegangen bin.

    die das ganze Bild noch verträumter

    und genau diese verträumte Stimmung wollte ich erziehlen, denn auf einer Bank im Grünen soll man ja seine Gedanken scheifen lassen, genießen.



    Dieses Bild erscheint mir auch ein schönes Beispiel dafür zu sein, wie man auch in der Landschaftsfotografie Akzente setzen kann, die so nur mit einer verstellbaren Kamera erreichbar sind.

    und du bringst es auf den Punkt! Ich sehe ganz oft Bilder die mit Großformat aufgenommen wurden mit der akltiven Entscheidung alle Details Scharf abbilden zu wollen. Ist man jedoch nicht an den irren auflösungsvermögen von Großformat Negativen interessiert, kann ich mir das Heutzutage nur mit der Liebe zur Technik und zur technisch sauberen Arbeit erklären. Bilder wie meins sehe ich selbst recht selten von anderen- obwohl es sie natürlich durchaus gibt - und deshalb mache ich wenn es sich anbietet genau das Gegenteil zu den meißten und lasse Details Bewusst verschwinden.

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