Fuji als Rückteil?

  • Ich habe mir ein Fujifilm 50s zugelegt, ob solch ein Teil wohl als intelligentes Rückteil für digital mit Verschluß durchgehen könnte. Die habe ich zunächst an meine Linhof Technikardan 6x9 adaptiert. Da ist aber Pflicht, längere Brennweiten zu nutzen. Na gut, also zunächst Stills/Tabletop ausprobiert. Da ist mir eine Abschattung aufgefallen, die bei stäkerem Hoch-Shift der kameratragenden Standarte auftritt. Irgendwann werden die Ecken rund wegen des runden Adapters - das war klar, denn man fotografiert ja durch eine Röhre. Aber es gibt eine Abschattung parallel zum oberen Bildrand, die überraschend scharf abgebildet ist. Das kann nur von einer Kante innerhalb der Kamera kommen.
    Ich habe eine Zeichnung gemacht, in der der Sensor hinter dem großen Bajonett steht und davor der Adapter (die Rundung tritt in der Zeichnung nicht auf). Danach sollte eigentlich ab einem Auszug von 120mm die maximale Verstellung von 50mm hoch möglich sein.Die schrägen Strichellinien zeigen den Rand des Lichtes, da vom Objektiv noch auf den Sensor fallen kann, einmal mit und einmal ohne Adapter. Ich hatte zunächst angenommen, durch eine Lösung ohne Adapter und dicke Kamera wäre das Problem behoben.





    Hier ist beim Blick in die kamera die Kante zu sehen


  • So, ich habe das ausprobiert. An der Technikardan TK23 läßt sich das Fuji-Gehäuse nicht um 180 Grad drehen. Da stößt der L-Bügel der Standarte mit dem Griff am Gehäuse zusammen (bei einem anderen Modell sollte das gehen, ist nur sehr umständlich in der Bedienung). Ich habe eine Hochformataufnahme gemacht, bei der es tatsächlich nur zur Abschattung durch den tunnelförmigen Adapter kommt. Hochverstellung der hinteren Standarte um 50mm (maximale Verstellung, die die kamera zuläßt). - Sironar N 135mm - Bl16


  • Hallo Diesch,
    Hast du probiert die vordere Standarte zu verschieben? Vielleicht ist das nicht der Adapter, sondern der Balgen, der auf dem Weg steht. Wie sieht es aus mit einem Objektiv mit einer längeren Brennweite?


    Stehen auch die Standarten absolut parallel und mittig auf der Achse. Bei 135 mm Brennweite ist der Lichtkegel auch nicht überwältig groß und da noch der Adapter auf dem Weg,

  • Objektiv mit einer längeren Brennweite

    Hier waren es 135mm, ich habe auch mit 150mm probiert. Länger sollte die Brennweite für diesen Einsatzzweck nicht sein.
    Die parallele Abschattung ist deutlich schärfer als die runde vom Adapter. Sie muß also näher am Sensor erfolgen als der Adapter sich befindet. In der Kamera ist reichlich "Luft".

  • Wen das loch zu klein ist muß das ganze von der Logik her an allen 4 Ecken Abschattungen geben.
    Ich kann mir das Phänomen nur das Kippen erklären. Wenn die exakte Mitte des Objektivs nicht die exakte Mitte des Chips trifft.

  • Hochverstellung der hinteren Standarte um 50mm


    Dann bleibt nach dem letzten Versuch nur noch die Gegenprobe: Hochverstellung der Frontstandarte im Querformat.
    In der Summe sieht das bis hierher nach eingeschränkter Nutzung der Fuji an einer Bank aus.
    Ob das "intelligent" ist, weiß ich nicht :)


    Ist es nicht schnuppe, wenn die Kante in die runde Vignettierung reinragt, welche eh gerade geschnitten werden müßte?


    VG,
    Ritchie

  • Mit einer anderen Lösung z.B. von Cambo Actus entfallen wohl die runden Abschattungen, die Kante bleibt, es sei denn, das Kameragehäuse wird um 180° verdreht angebracht.
    50mm Verstellung ist bei dem Aufnahmeformat sehr viel.

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