Erfahrungswerte zu Entwicklern für Foma Vario

  • Hui... da muss man aber mit dem elektrischen Kontakt aufpassen.... :)


    Party birne:
    Amazon-Link


    Rezension aus Deutschland vom 17. Juni 2020
    Toll für Party und Dunkelkammer
    Die nackte Birne ist als Dunkelkammerbeleuchtung nutzbar. Mit Ilford Multigrade V 1M konnte ich jedenfalls keine Verschleierung erkennen (Test nach Ilford-Vorgabe). Mir reicht dabei eine Birne als Arbeitslicht.


    Hört sich gut an.
    Bei dem Preis teste ich auch mal.


    Gruss
    Leo

  • Allerdings versilbert das nach recht kurzer Zeit, und auch sonst

    Wo Du das schreibst... ich erinnere mich daran, daß damals (TM) bei dem Foma-Vario-Papieren der Effekt in den dichten Schwärzen auftrat, daß die auf einmal "grau" erschienen und die Oberfläche an den Stellen nicht mehr "RC-glänzend" sondern eher matt war.


    Meinst Du das mit "versilbern"?
    Wie kommt dieser Effekt zu Stande und was kann man dagegen tun?


    Gruß
    Leo

  • Ja, "Aussilbern" heißt das wohl korrekt, was ich meinte.
    Uwe Pilz hatte das vor etlichen Jahren ebenfalls mal beobachtet.


    Prinzipiell wäre ich zuerst geneigt, den Fehler in mangelhafter Labortätigkeit zu suchen, statt den Hersteller zu verdächtigen.
    Ungenügende Fixage, mangelhafte Wäsche vielleicht?


    Aber der Uwe pfuscht eigentlich nicht, und einem Kumpel von mir, Aragon hier - ebenso ein akribischer Handwerker mit geringer Fehlerneigung - ist das Aussilbern ebenfalls unterlaufen.
    Da hatte ich dann spaßeshalber mal Bilder gebleicht und bearbeitet, um zu schauen, ob man Rückschlüsse aufs Fixieren, "kaputtes" Bildsilber o.Ä. ziehen kann.


    Also mein Dagegentun, auch weil mir das Fomaspeed eh nicht mehr genügte und ich PE auch gar nicht mag, war der Wechsel auf Fomas Barytpapiere.
    Zum Üben und Einsteigen oder Testen kriegts von mir aber immer noch den Daumen hoch; ich hätte mir mein Rumaasen anders auch nicht leisten können/wollen, und hab für solche Zwecke auch noch ein paar Röllchen festgraduiertes Speed auf Eis.

  • Zum Thema "aussilbern":


    Wollstein schrieb dazu 2004


    · Blooming

    Was Sie ansprechen, ist der so genannte Blooming-Effekt: An Stellen
    hoher Silberdichte scheint, von der Seite gesehen, ein Belag auf der
    Papieroberfläche zu liegen. M.W. tritt der Effekt ausschließlich oder
    zumindest hauptsächlich bei glänzendem Papier auf. Er kommt - diese
    Erklärung habe ich einmal gehört - dadurch zu Stande, dass an Stellen
    hoher Dichte Silberfädchen wie kleine Härchen durch die Oberfläche
    dringen. Der Effekt ist natürlich unerwünscht, und die Papierhersteller
    versuchen etwas dagegen zu unternehmen. Aber auch bei Papieren, wo der
    Effekt stark auftritt, lässt er sich durch Warmtrocknung mit einem
    IR-Durchlauftrockner beseitigen. Dadurch wird die Papieroberfläche
    weich, und die Fädchen versinken oder legen sich flach (vereinfacht
    gesprochen).


    Interessant.

  • Mit dem Aussilbern ist nicht das Blooming gemeint. Das Aussilbern ist tatsächlich eine Spezialität des Foma-Papiers. Foma benutzt als Träger ein Papier, das für Farbpapier üblich ist. In der Plastikfolie der Oberseite wird Titanoxid eingearbeitet. Damit erhält man eine rein weiße Oberfläche. Titanoxid zersetzt sich im UV-Licht und dabei wird radikaler Sauerstoff frei. Der liefert dann die Energie für Oxydationsvorgänge in der Schicht. Dabei entsteht kolloidales Silber. Das kann relativ leicht in der Schicht umher wandern Im schräg einfallenden Licht ist das gut zu sehen.


    Das Blooming betrifft alle SW-Papiere. Aber bei dem glänzenden PE-Papier fällt es besonders deutlich auf. Es sind auch keine Fäden die dort heraushängen. Die Silberfäden sind so fein, dass sie abbrechen würden, wenn man darüber streicht. Es sind ganze Körner, die aus der Oberfläche ein wenig herausstehen. Beim Barytpapier ist es praktisch nicht zu sehen.


    Viele Grüße
    Renate

  • Man lernt nie aus.


    Der von mir damals beobachtete - oben beschriebene - Effekt trat direkt nach der Trockung auf.


    Das Aussilbern ist - sowie ich Dich verstanden habe - ein Effekt unter UV-Einfluss, der erst über die Zeit auftritt.
    Also kann das nicht die Ursache gewesen sein.
    Nur zum Verständnis: Schwärze im S/W Material ist AgO, daß sich dann mit dem Radikal O zu O2 und Ag elementar, also grau, zersetzt?


    Blooming wären dann also "zu große" Silberkristalle oder Körner.
    Gibt es hier bekannte Zusammenhänge mit Temperatur, Zeit oder Entwicklerarten oder -konzentrationen?
    (Irgendwie müssen sich die Kristalle ja "klein" züchten lassen? :)


    Gruß
    Leo


    p.s. Renate: Ich bin übrigens ganz in Deiner Nähe, bei Billerbeck.

  • Singleforum? ?( Was ist das? ?(
    :) - So war das nicht gemeint. Wirklich nicht. Nein und so auch nicht. :!:
    Man freut sich halt, wenn man weiss, daß in der Nähe noch jemand ist, der die Interessen teilt. :)


    Blooming:
    Nein so hat sie das nicht geschrieben, so habe ich das verstanden.


    Das Netz gibt dazu nix her und das Blooming bei Wikipedia war ja wohl nicht gmeint.


    Hat jemand eine Quelle dazu?

  • Nochmal etwas präziser formuliert:


    Die Schwärze in der Schicht wird vom elementarem Silber erzeugt. Das Silber liegt in mehr oder weniger großen Körnern zusammengeballt vor. Der Sauerstoff kommt aus dem Titandioxid, dass in der PE-Schicht eingebaut ist. Das Titandioxid zerfällt unter Einwirkung von UV-Licht in Titan und Sauerstoff. Mit Hilfe des Sauerstoffs wird das elementare Silber in kleinen Mengen in Ionen verwandelt. Diese Ionen können frei in der Gelatineschicht wandern. An anderer Stelle kann das Silberion wieder ein Elektron aufnehmen und wird wieder zum elementaren Silber. An der Stelle sieht man dann das Aussilbern.


    Agfa Sistan kann die Silberionen abfangen und unsichtbar machen. Selentoner schützt ebenfalls das Silber vor Oxidation.

  • Guten Abend,


    Dunkelkammer steht.


    Der Tip mit dem Adotol konstant war richtig gut, das Zeug tut es erstmal sehr zufriedenstellend.


    Habe noch Berge von altem Papier durchgetestet.
    Agfa-, variabler Contrast = schwer verschleiert, => Tonne
    MG IV, noch mit DM-Preisschild, läuft, noch nicht gestestet, wie weich das jetzt ist
    Agfa Festgradationen, teilweise noch Packungen aus den 80ern, läuft, etwas weicher, kein Schleier
    Labaphot, auch variabler Kontrast, läuft... eine fast volle Packung 50x60 RC-Papier :)


    Alte Entwicklerkonzentrate:
    Alle Tetenal-Flaschen, auch nicht angebrochene, alle Flaschen mit Unterdruck: Keine Entwickluingswirkung mehr
    Aber der Ilford Multigrade Entwickler, angebrochen, 80% voll: Läuft gut


    Duka-Licht:
    https://www.amazon.de/gp/product/B072BKKN38/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o01_s00?ie=UTF8&psc=1
    Bei indirekter Beleuchtung bis zu mahr als 5 min für die meisten Papiere sicher.
    Bei direkter Einstrahlung nach etwa 2-3 min Schleier sichtbar.
    Und die Dinger sind wirklich hell!


    Mensch, ist das schön, wieder eine Dunkelkammer zu haben!


    Bald sind die letzten Aufräumarbeiten abgeschlossen, Mitte Oktober noch eine Trockenpresse und eine Osram-Dukalampe und dann schauen wir mal.



    Danke für Eure Tips!
    Gruß
    Leo

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!