• Official Post

    Die genannten Anbieter (Whitewall etc) drucken alle mit Pigment-/Inkjet-Druckern auf Papier, zum Teil halt auf Papier mit einer Baryt-Oberfläche. Das kommt einem echten Silbergelatine-Print schon recht nahe, ist aber nicht dasselbe.


    Einige wenige Anbieter Printen mit Hilfe von Laserdruckern auf klassisches Silbergelatine-Papier und entwickeln dann klassisch in Chemie. Hierzu zählt z. B. dieses Unternehmen:
    https://digitalsilverimaging.com/dsi-digital-silver-prints/


    In Europa existieren nur noch wenige echte Labore, die auch Fachvergrösserungen von 8x10” im rein analogen Prozess herstellen können. Bei JOBO geht das z.B. noch:
    http://www.joboartisan.com/labor-service


    Grüße
    Andreas

  • Wunderbar. Genau danach hatte ich gesucht.

  • Ich hab ein 8x10" Negativ, korrekt, das kann ich im Zweifel scannen, wenn ich niemanden finde, der es direkt davon vergrößern kann.
    Blow-Up in München will für 40x50 knapp 100€, das ist schon ziemlich viel.


    100 euro empfindest du als viel? hast du mal einen profi-abzug analog auf baryt inklusive unsichtbarer retusche selbst erstellt? bei mir würde es noch teurer, viel teurer :D ist halt großformat, in jeglicher hinsicht.


    denn genau für solche settings (profi-abzug analog auf baryt inkl. retusche) sind GF-kameras ja (auch) da, ansonsten könnte man gleich eine digitale KB-vollformat-kamera nehmen, die können bis 40x50-printgröße auch sehr gute resultate liefern. wenn auch nicht zwingend in der qualität eines abzugs vom 8x10-format. ich würde es mir an deiner stelle einfach mal gönnen: hau den hunni raus, danach bist du schlauer. kann ja sein es fixt dich an und in zukunft willst du selber abzüge herstellen, weil dich die qualität eines solchen prints umbläst und du nie wieder etwas anderes in der hand haben möchtest.

    dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
    likes? lieber nicht. unnötig.

  • Ich hab ein 8x10" Negativ, korrekt, das kann ich im Zweifel scannen, wenn ich niemanden finde, der es direkt davon vergrößern kann.
    Blow-Up in München will für 40x50 knapp 100€, das ist schon ziemlich viel.


    Ja. Das ist viel Geld.
    Aber:
    Beim vergrößern von 8x10 Zoll Negativen ist man schon in dem unteren Bereich der Königsklasse. Dem entsprechend auch die Preise. Dafür werden Geräte in den anderen Dimensionen benötigt mit entsprechend anderen als sonnst Anschaffung und Unterhaltungskosten. Und so ein Barytabzug passiert nicht auf Knopfdruck. Im Gegenteil. Dahinter steckt ne Menge Handarbeit und Zeit.

  • In Europa existieren nur noch wenige echte Labore,


    Europa weiß ich nicht, aber in Deutschland gibts schon noch Einige.


    Ich hab hier noch eine Mustermappe, eine ehemalige Auftragsarbeit für ein Unternehmen, vom bei Jobo verlinkten Oliver Rolf rumliegen, die nicht nur in der Bildqualität, sondern auch in der Aufmachung hervorragend kommt.
    http://www.platinumoliverrolf.de/


    Wenns um Qualität geht, wäre Oliver mein erster Ansprechpartner, und in echt guckt der auch nicht so verkniffen wie der Fachmann von Jobo :D

  • Europa weiß ich nicht, aber in Deutschland gibts schon noch Einige.


    Ich hab hier noch eine Mustermappe, eine ehemalige Auftragsarbeit für ein Unternehmen, vom bei Jobo verlinkten Oliver Rolf rumliegen, die nicht nur in der Bildqualität, sondern auch in der Aufmachung hervorragend kommt.
    http://www.platinumoliverrolf.de/


    Wenns um Qualität geht, wäre Oliver mein erster Ansprechpartner, und in echt guckt der auch nicht so verkniffen wie der Fachmann von Jobo :D

    Cool, danke. Den hab ich gestern schon angeschrieben.

  • Meister Görner ist zwar in Rente gegangen, aber die Hütte brummt wohl nach wie vor.
    Görner hatte das Dresdner Foto-Archiv betreut, und die sehr nette und erfahrene Laborantin wurde nicht nur vom alten Görner, sondern wird auch von mir gelobt - ich meine, Sie ist noch dabei.
    Die Preise haben allerdings angezogen nach dem Wechsel, da fehlt mir jetzt auch der aktuelle Überblick.
    Einfach mal gucken.

  • Bilder vom verblichenen Meister Heidersberger kann man noch abziehen lassen; auf Nachfrage wurden mir da 2 - oder waren es 3?? - Labore genannt, welche diese hochwertigen Arbeiten übernehmen.


    Also ich finde, es gibt noch ein ausreichendes Angebot, bis hin zum Edelprinter.

  • Moin.


    a) sehr gelungenes Bild!
    b) Abzug vom 8x10" Negativ sollte doch eigentlich nicht so schwer sein, oder? Und 16x20" ist nun wirklich nicht viel.


    Und warum Baryt? Ich verstehe ja so manches Interesse, aber bei 40x50 wird's aus eigener Erfahrung so langsam kritisch fuer Baryt. In der "normalen" Heimentwicklung hoere ich bei 30x40 mit Baryt auf. Bei Baryt wuerde ich mehrere Versuche brauchen, um einen richtig guten Abzug zu bekommen. Hochglanz ist fuer mich nicht drin -- ist aber bei Baryt eh die Koenigsdisziplin, die ich mittlerweile nicht mehr anstrebe.


    Wenn Du nicht in Muenchen wohnen wuerdest, dann wuerde ich Dich einfach mit ins Labor nehmen und den Abzug selber machen lassen. Gibt's denn niemanden, den Du persoenlich kennst? Oder ein Mietlabor?


    Gruesse,
    Christoph

    When you change the way you look at things, the things you look at change. — Max Planck

  • aber bei 40x50 wird's aus eigener Erfahrung so langsam kritisch fuer Baryt.


    warum?


    ich finde, je größer das format, um so klarer kann man den "fotografisch-darstellerischen" vorsprung von baryt gegenüber PE erkennen.


    Hochglanz ist fuer mich nicht drin -- ist aber bei Baryt eh die Koenigsdisziplin, die ich mittlerweile nicht mehr anstrebe.


    ich habe die erfahrung gemacht, das es im künstlerisch-kreativen bereich (und genau da wird am meisten auf baryt gearbeitet, aus diversen gründen) nur selten auf hochglanz ankommt. im gegenteil: wegen der besseren "ausstellbarkeit" von nicht-hochglänzenden abzügen werden diese sogar bevorzugt. das hängt auch damit zusammen, das gerade im bereich der schatten eine bessere tonale differenzierung wahrgenommen werden kann. man blickt quasi tiefer in das bild hinein, hat einen "räumlicheren" eindruck. ein effekt, den man zum beispiel auch bei inkjet-print sehr gut beobachten kann: matte papiere bieten eine "haptischere" optik als hochglanzpapiere. für die spricht eigentlich nur eins: der effekt einer eingebildeten größeren schärfe und eines "irgendwie" gesteigerten kontrasts. aber das sollte bei einer GF-vorlage eigentlich kein thema mehr sein, da ist diesbezüglich genug reserve vorhanden.


    und zudem wäre hochglanz nicht nur das einzige kriterium was für baryt und gegen PE spricht, da gibt´s noch mehr.


    wer den unterschied zwischen einem hochwertigen baryt- und einem PE-abzug vom selben negativ mal gesehen hat, zieht eindeutig baryt vor. ich kann michaelbecks wunsch deswegen auch sehr gut verstehen.


    ja, baryt macht mehr mühe und ist teurer als PE, das stimmt. aber als GFler ist man das ja eh gewohnt. man hat sich das ja so ausgesucht.

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    Edited once, last by In den Duenen ().

  • Blow-Up in München will für 40x50 knapp 100€, das ist schon ziemlich viel.

    Das schmerzt nur einmal kurz, danach hast dein Leben lang Freude daran! Und aufziehen und einrahmen, wird noch teurer. Oder kannst du das selbst! Mit Passpartout wird es dann so, wie es das Bild verdient!

    " You push the button and we do the rest."
    Kodak Werbespruch!
    Today
    "You push the button and the pixels do the rest"

  • Ich vermute; man setzt auf das Mattpapier weil die Retusche auf dem Hochglanz Papier gar nicht so ohne ist. Und es gibt auch wenige die wissen was da genau zu tun ist.

  • Ich vermute; man setzt auf das Mattpapier weil die Retusche auf dem Hochglanz Papier gar nicht so ohne ist. Und es gibt auch wenige die wissen was da genau zu tun ist.


    du musst da nicht vermuten: die gründe warum man eher auf matt als auf hochglanz setzt, hatte ich ja genannt. das hat nichts mit einer retusche zu tun. wenn nur eine wirklich unsichtbare retusche in frage kommt, arbeitet man mit mikro-pigmenten die in die emulsion diffundieren. und denen ist egal, ob matt oder hochglanz. ich habe früher beides gemacht: matt und hochglanz, bei der retusche war das wurscht.


    da diese speziellen farben nur noch von einem einzigen hersteller in den usa produziert werden, sind sie halt immer weniger verbreitet. obendrein ist die retusche mit ihnen unfassbar zeitaufwendig, weil man additiv arbeitet. also weichen retuschewillige auf die komplett untauglichen tetenanl-stifte aus (die es auch nur noch auf dm gebrauchtmarkt gibt), oder sie verwenden auftragende farben. was man dann aber im lichttest sieht, weil diese farben lackartig AUF der emulsion liegen bleiben. und die fallen dann bei einem hochglanzabzug häufig weniger auf, da die retuschefarben selbst nach trocknung auch eine glänzende oberfläche hinterlassen.

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