S/W Negativentwicklung Jobo CPE-2 & 4x5 - der richtige Dreh fehlt

  • Der Ilford ID-11 muß die andere Bezeichnung für den Kodak D-76 sein.
    Bei meinen früheren Entwicklungen in der Schleuder Maschine, habe ich bei dem Fomapan 100 und dem D-76 1/1, 6-6,5 Minuten gebraucht anstatt den auf dem Datenblatt empfohlenen 10 Minuten.
    Die Entwicklungszeit ist in diesem Fall gebunden an die dreh Geschwindigkeit der Trommel.


    „- zu viel Entwickler für fünf Negative drin gehabt (1:3 Verdünnung anstelle der genutzten 1:1 nehmen)“
    So was gibt es nicht.


    Und bei 1/3 Verdünnung ID – 11/D- 76 wird man für 5 x 4x5 Filme 1,5 Liter fertig Lösung (auch für Rotation) brauchen um die 5 Filme richtig zu entwickeln können.

    • Official Post

    Und bei 1/3 Verdünnung ID – 11/D- 76 wird man für 5 x 4x5 Filme 1,5 Liter fertig Lösung (auch für Rotation) brauchen um die 5 Filme richtig zu entwickeln können.

    Das ist schlicht falsch, siehe meine Erläuterung zu notwendigen Entwicklermengen weiter oben:


    S/W Negativentwicklung Jobo CPE-2 & 4x5 - der richtige Dreh fehlt


    5 Filme 4x5" benötigen mindestens 500ml ID-11 1:3.

  • Das ist schlicht falsch, siehe meine Erläuterung zu notwendigen Entwicklermengen weiter oben:
    S/W Negativentwicklung Jobo CPE-2 & 4x5 - der richtige Dreh fehlt


    5 Filme 4x5" benötigen mindestens 500ml ID-11 1:3.


    Ich mache mal ne Rechnung;


    1000 ml Stock Lösung = 20 Filme 4x5


    1 Film 4x5 = 50 ml


    5 Filme 4x5 = 250 ml


    Bei 1/1 Verdünnung 250 ml + 250 ml Wasser = 500 ml


    Bei 1/2 Verdünnung 250 ml + 500 ml Wasser = 750 ml


    Bei Bei 1/3 Verdünnung 250 ml + 750 ml Wasser = 1000 ml



    PS:


    Zugebeben. Du hast mich erwischt. Ich habe mich verrechnet.
    1500 ml ist eine Verdünnung von 1/5 und in der hätte man auch 5 Filme entwickeln können.

  • Vielen Dank für die vielen Antworten!


    Ich muss noch mal einhaken bei der folgenden Aussage von Geo:


    „- zu viel Entwickler für fünf Negative drin gehabt (1:3 Verdünnung anstelle der genutzten 1:1 nehmen)“
    So was gibt es nicht."


    Der Grund für eine Überentwicklung kann also nicht gewesen sein, dass ich bei 1:1 (anstelle der möglichen 12 Negative) nur 5 Negative entwickelt habe.
    Die weniger enthaltenen Negative können nicht "zu viel" Entwickler abbekommen haben.


    Dann reduzieren sich die Fehlerquellen auf:
    - Negativ zu dicht, da zu lange entwickelt (= ergo: Mehr als "nur" minus 15% Entwicklungszeit reduzieren)
    - Negativ zu stark belichtet (= ich denke, dass es nicht daran liegt)


    Als nächstes werde ich - mit den gleich belichteten Negativen - die Kipp-Entwicklung machen.
    Dann kann ich die Überbelichtung ausschließen.


    Viele Grüße,
    Mario


    PS: Ich habe bisher HP5 immer mit Iso 200 belichtet, da mir (nach dem Test der alten Entwickler/ Film Kombi) die Ergebnisse deutlich besser gefielen als bei Iso400.

  • Ich lade alle Die die in einem Liter D-76/ID-11/Fomadon P 40-60 Bögen 4x5 Film Entwickeln wollen, zu einem Experiment ein. Kodak gibt zu dem D-76 2700 cm2 mögliche Film Entwicklung. Ilford das Doppelte. Wie kann das sein????
    Aber jetzt zum Experiment.
    Mein Auto braucht 60 L Diesel bei idealen Bedingungen für 1000 km. Auch in den Tank passen nur 60 Liter rein. Aus der Rechnung braucht das Auto für 100 km Autofahrt 6 Liter Diesel. Jetzt fülle ich den Tank mit 1/3 = 15 L Diesel und 2/3 = 45 L Wasser, die Reihenfolge ist egal Diesel ist leichter als Wasser und wird oben schwimmen. Damit man mit der Füllung auch fahren kann muß ich noch die Kraftstoffpumpe durch eine Schwimmpumpe ersetzen. So jetzt ist das Auto fahrbereit. Wie weit kann ich mit dem vollen Tank fahren?


    Und nicht vergessen bitte. Es Ist aber eine Strecke von 1000km zu fahren.

    • Official Post

    Aber jetzt zum Experiment.


    Mein Auto braucht 60 L Diesel bei idealen Bedingungen für 1000 km. Auch in den Tank passen nur 60 Liter rein. Aus der Rechnung braucht das Auto für 100 km Autofahrt 6 Liter Diesel. Jetzt fülle ich den Tank mit 1/3 = 15 L Diesel und 2/3 = 45 L Wasser, die Reihenfolge ist egal Diesel ist leichter als Wasser und wird oben schwimmen. Damit man mit der Füllung auch fahren kann muß ich noch die Kraftstoffpumpe durch eine Schwimmpumpe ersetzen. So jetzt ist das Auto fahrbereit. Wie weit kann ich mit dem vollen Tank fahren?

    Stelle Deine Fragen und Gedankenexperimente doch bitte in dem passenden Forum:
    https://www.motor-talk.de


    LG Andreas

  • Durch eine Scheibe habe ich nicht fotografiert. Ich mache jetzt noch mal ein Belichtungen, damit ich doppelbelichtungen ausschliessen kann.


    Viele Grüsse,
    Mario

  • Falls auf Nennempfindlichkeit belichten und auf die Temperaturen achten nichts hilft weiß ich leider auch nicht mehr weiter. Bei Pull-Entwicklung muss ja auch ein bisschen an der Entwicklungszeit verändert werden.


    Eine Doppelbelichtung würdest du doch merken? Gerade bei so einem Testsetup? Seltsam. Naja, alle Parameter wurden hier ja jetzt wirklich aufgeführt, so viele sind es ja nicht bei SW-Entwicklung. Einer davon passt bei dir nicht, und der augenscheinlichste ist eben, dass du von der Nennempfindlichkeit abweichst. Temperaturen spielen auch noch eine Rolle, alle Zeiten sind per Default @ 20°, ansonsten Anpassung nach Datenblatt als Anfangspunkt.


    Viel Erfolg!

    • ""Da spiegelt sich wohl das Mobiltelefon, dass beim Abfotografieren des Negativs auf der Leuchtplatte verwendet wurde.""


    Ach so.
    Dann ist das gezeigte Negativ aber, ebenso wie die nicht zum Negativ passenden Positive, auch nicht wirklich aussagekräftig für eine Fernhilfe??
    Außerdem meine ich da auch noch einen Geist zu sehen..


    Ich resumiere noch mal meine Gedanken zu wahrscheinlichen Fehlerquellen:


    Falsche Belichtung, und zwar nicht an den Motivkontrast angepaßt; dito dann für dieEntwicklung.


    Wir haben dunkle Schatten im Motiv, laut Angabe Zone II bis III, sowie im vorliegenden Positiv sichtbar helle Lichter, also eher runde 7 EV Kontrast; das darf bei der Aufnahme, spätestens aber bei der Entwicklung zur Kompensierung einer reichlichen Belichtung zugunsten der Schatten und freundlicher Mitten, berücksichtigt werden.


    Darüberhinaus würde ich hinsichtlich der hohen Dichten im Negativ sichergehen, und mit einer Bottel frischen Fixierers weiterarbeiten.
    So dicht wie hier sind meine Röntgenfilme, nach Sicht entwickelt, nur vor der Fixierung ( oder nach einem Mißgeschick), danach aber nicht mehr, sofern der Fix richtig funktionierte.


    Das Rumgeeiere mit für jeden Test andere Entwickler würde ich erst mal abstellen, obwohl ich selbst eigentlich auch gerne mit div. Entwicklern rumeiere :)


    Fazit >> Simpel den Film eintesten, Thomas' "schwarze Socke, weißes Hemd"-Prinzip reicht für den Anfang.


    So ein Blatt 8x10" kann man wunderbar zerstückeln (Probestreifen), da sollte nach einem, spätestens 2 Blatt die Basis für Belichtung und Entwicklung auf Normalkontrast stehen, auf der man dann Kontrastmanipulationen aufbauen kann ( N, N+1, N-1... ).

  • Das ist nicht Geschmackssache das ist genau richtig so. Vorwässern 1 Min reicht aus. Stufe 2 ist auch ok und die Flügel in der Spirale sind sehr wichtig für die korrekte Verwirbelung der Chemie.


    saludos
    aragon

    Wo kämen wir hin,
    wenn jeder sagte, wo kämen wir hin
    und keiner ginge, um zu sehen
    wohin wir kämen,
    wenn wir gingen.

  • Hi,
    Ich habe als Spielerei und Fingerübung stöchiometrisch durchgerechnet, wieviel Filmfläche man in D76 durchentwickeln können sollte:


    c(AgBr)=13*10-4g/cm² (Silbergehalt im Film) (?)[Junge/Hübner 1989] ...Heute wohl eher weniger
    A(Film4x5“)=130cm²
    M(AgBr)=188g/mol
    M(Hydrochinon)=110g/mol


    Rezept D76
    m(Metol)= 2,0g
    >m(Hydrochinon(Hc. abgekürzt))= 5,0g
    m(Wasserfreies Natriumsulfit)= 100g
    m(Borax)= 2,0g
    auf 1L Wasser


    ß(Hc.)=5g/L


    Einsatz bei 1/3 und 600mL
    V(D76)=1/3*600=200mL



    1mol Hydrochinon +2mol Ag+→ 2mol Ag + 1 mol Benzochinon
    Für komplett außentwickelten Film:


    2*n(AgBr)=n(Hydrochinon) |n=m/M
    2*m(AgBr)/M(AgBr)=m(Hydrochinon)/M(Hydrochinon) |mAgBr=A*c(AgBr) |m(Hc.)=ß(Hc.)*V(D76)
    2*A(Film)*c(AgBr)/M(AgBr)=ß(Hc.)*V(D76)/M(Hc.)
    A(Film)=ß(Hc.)*V(D76)*M(AgBr)/[2*M(AgBr)*c(Hc.)]
    A(Film)=5g/L*0,200L*188g/mol/[2*110g/mol*13*10-4g/cm³]=657cm²



    bei 20% AgBr-Umsatz:
    A(20%)=A(100%)/0,2=657cm²=3285cm² (ca.25 4x5"Filme)


    ...an der Entwicklermenge wird es also kaum liegen. da Setzt du ja nur 1/5 der Fläche einsetzt. Da sollte sich der Entwickler kaum erschöpfen und damit in der Konzentration (bzw. nur um 1/5) absinken.
    MfG Michi

  • schlimm, schlimm, schlimm.


    Ich musste feststellen, dass das Filmmaterial defekt war und das darin die Ursache für die vielen Fehlversuche lag. Ärgerlich. Als ich zusätzlich das gleiche Negativ auch mit Kippen entwickelt habe, ist es aufgefallen. Nichtsdestotrotz habe ich durch das viele Probieren und die Tipps im Forum einiges gelernt.


    Und mit neuen Filmmaterial hat die Entwicklung mit der CPE2 prima geklappt.


    Viele Grüße
    Mario

  • Dein Ernst 😨 klingt nach einen schlechten Scherz, kürzt du jetzt die Zeit oder nicht?

  • Also ich hab beim durchlesen auf jeden Fall was gelernt, danke Euch allen.


    Auch wenn der Fehler beim Filmmaterial lag, Lol, toller Schluss!!👍🏻😆😆


    Was mir mir aber immer wieder bei lesen in diesem Forum auffällt, ist ein zickiger Umgangston. Oder fehlt mir der entsprechende Humor?


    Lg bruno

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