Wie entwickelt Ihr 5x7 bzw. 13x18 Planfilme?

  • Man sehe es mir nach - ich bin möglicherweise zu dumm zum Suchen. Zum Thema habe ich allerdings nichts finden können. Doch zur Sache:


    Meine Plaubel wird demnächst für den Einsatz von 13x18 bzw. 5x7 Filmen bereit sein. Nun überlege ich natürlich wie man die Filme mit möglichst wenig Chemieeinsatz und Aufwand ordentlich entwickelt bekommt. In die Planfilmhalter von Jobo passen die ja nun nicht mehr. Gut, Schalenentwicklung wäre eine Version, aber das ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Es gibt wohl die Möglichkeit die großen Papiertrommeln von Jobo zu verwenden. Ich hätte da noch eine Jobo Drum 2840 und für die Rotationsentwicklung einen CPE2-Prozessor. Kann man damit etwas anfangen? ?(

  • Wenn du dich im Bereich 13x18/5x7 bewegen willst, dan hört hier der Begriff „möglichst wenig Chemieeinsatz“ auf.

    Einspruch. Mit dem oben genannten Drum und dem Prozessor (bei mir ein CPA2) entwickle ich 2 Blatt mit 400ml Flüssigkeit. Bei Moersch Tanol (1+1+100) sind dann insgesamt 8ml Entwicklerlösung (A+B) drinne.


    Also für 120er Rollfilme brauche ich mehr.

  • Das hört sich doch schon mal gut an. Vorrätig habe ich Rodinal und Ilford Rapid Fixer. Das hat bisher immer recht gut funktioniert und ich würde auch gerne dabei bleiben. Verschiedene Chemie wird nur alt und erfordert immer Umdenken ... Darin liegt die Gefahr begraben, dass man was verwechselt und das Ergebnis mitunter unwiederbringlich dahin ist.


    Wenn du dich im Bereich 13x18/5x7 bewegen willst, dan hört hier der Begriff „möglichst wenig Chemieeinsatz“ auf.

    Im relativen Sinne aber nicht. Klar man braucht mehr als bei einem Rollfilm aber es sollte effizient und der Umwelt zuträglich sein. Was nicht verbraucht wird schadet auch bei der Entsorgung nicht.


    Was ich mich aber trotzdem noch frage ist wie man die Planfilme in der Drum fixiert bzw. trennt. Einfach so mit der Emulsionsseite nach innen wird nur mit einem Blatt funktionieren. Bei zwei ist die Gefahr praktisch 100 Prozent, dass die Filme aufeinander zu liegen kommen und verkleben. Wie also vorgehen?

    • Official Post

    Im relativen Sinne aber nicht. Klar man braucht mehr als bei einem Rollfilm aber es sollte effizient und der Umwelt zuträglich sein.

    Ein Rollfilm 120 entspricht ganz grob (Faustregel) vier Planfilmen im Format 4x5", drei Planfilmen im Format 5x7" und einem Planfilm im Format 8x10". Man braucht für einen Planfilm im Format 5x7" also nur etwa 1/3 der Entwicklermenge im Vergleich zu einem Rollfilm.

  • Nun das denke ich doch auch, dass das ökonomisch gehen muss. Wie gesagt, ich würde gerne meine Jobo Drum verwenden und Rotationsentwicklung dürfte das Mittel der Wahl sein, da hier deutlich weniger verbraucht wird. Bleibt noch immer die Frage wie man zumindest zwei Blatt ordentlich in der Drum entwickeln kann ohne, dass die verkleben ?(

  • auch ich entwickle 13x18 in der Papiertrommel 2830 in CPE2 mit Lift.
    Es passen 4 Filme rein.


    Erfahrung:
    500 ml reichen. (Evtl. Auch weniger, aber Chemie-Konzentrat Mindestmengen beachten... 4 x 13x18 ist schon Fläche....)


    Zuviel Wasserbad führt zum Aufschwimmen der Trommel, dann hat es "hinten" zu wenig Chemie. (So blöd kann auch nur ich sein...)
    Hohe Geschwindigkeit.


    Clipse:
    Die mit Steg sollte man auf jeden Fall verwenden, um die Filme "oben" daran zu hindern über oder unter die "unteren" zu rutschen.
    Ob man die Clipse ohne Stege verwendet?
    Bisher hält der Foma 13x18 auch ohne.
    Mit Clipsen hatte ich das Gefühl, dass die "Hinterspülung" nicht so Klasse war, weil die Filme zu stramm in der Trommel saßen.


    Ich denke immer noch über den Tageslichtschale ähnlich Stearman 8x10 nach...oder sowas wie den Paterson Orbiter.
    Aber eins nach dem anderen. :)

  • Bis ich passenden Abstandhalter für meine Dose fand, habe ich bis zu 4 Stück 5x7 auf einmal entwickelt, indem ich die Dosenwand vorher naß gemacht habe. Da haben die Filme dann ganz gut gehalten. Mit sehr geringen Verlusten durch Überlappung. Wobei der Erfolg dieser Methode sehr direkt mit dem Trägermaterial der Filme zusammenhängt: Je labbriger, desto besser.

  • Noch eine Anmerkung zum Entwickler: Rodinal mag längere Ruhephasen in der Entwicklung zur Ausbildung des Kanteneffekts, diese Ruhephasen fehlen notwendigerweise bei Rotation. Das bedeutet nicht, dass man nicht per Rotation entwickeln könnte – nur bietet Rodinal dabei kaum positive Eigenschaften. Die Schärfe geht zurück, bei verwaschenem, aber nicht eben feinem Korn. Es gibt Entwickler, die Rotation besser vertragen, etwa D76/ID11, XTOL oder div. Pyro-Derivate.

  • Hm, das ist gut zu wissen. Muss ich mir merken. Bisher habe ich Rodinal nie bei der Rotation verwendet. Roll- und Planfilme hab ich bisher nur als Standdesinfektion ausgeführt.Danke für den Tipp!


    Welche Stege sind denn empfehlenswert? Leon und Ralph haben es ja schon angesprochen - solche für Papier? Und wie legt man die Filme dann richtig in die Trommel ein? Entschuldigung für meine unbedarften Fragen ...

  • Hallo,


    ich gehen den gegenteiligen Weg und verwende Kindermann 13,5 (10) Liter Tanks. Der Entwickler ist der A03, der regelmäßig regeneriert wir, der letzte Neuansatz bei mir datiert vom August 2014 und war auch nur erforderlich, weil ein Lehrling versehentlich Fixierbad in den Tank gegossen hatte. Also so 20 Jahre + x sind realitätsnah. Damit ist dieser Entwickler seeeeehhhhr günstig. Die Filme 13x18, 4x5" und 9x12 cm stecke ich in selbstgebaute Sammelkörbe zu je 18 Filmen. Damit hält sich auch der zeitliche Aufwand in Grenzen.


    MfG Thomas

  • einfach in 4 Schalen, bei Dunkelheit und einem Schacht über der Handy Stoppapp,
    man hat dabei auch ein gutes Gefühl im Stoppbad....

    insta....


    Getting photographs is not the most important thing. For me it’s the act of photographing. It’s enlightening, therapeutic and satisfying, because the very process forces me to connect with the world…

    (Michael Kenna)

  • Welche Stege sind denn empfehlenswert? Leon und Ralph haben es ja schon angesprochen - solche für Papier? Und wie legt man die Filme dann richtig in die Trommel ein? Entschuldigung für meine unbedarften Fragen ...

    Ja, im Prinzip werden die Planfilme wie Papier eingelegt, aber am besten mit den Halteklammern, sonst kann es Chaos in der Trommel geben, wenn die Filme ihren Halt verlieren und frei durcheinanderschwimmen.
    Man sollte aber beachten, dass viele Filme (wie die von mir benutzten Farbfilme) auf der Rückseite eine opakte "lichthofschutzschicht" haben, die erst bei der Entwicklung weggewaschen wird und dann den Film wirklich transparent macht. Deshalb versuche ich, die Filme nicht auf der Trommel "festzukleben" , sondern zwischen den Klammern etwas Spiel zu geben, damit Wasser oder Fixierbar (diese wässern die LHSchicht aus) auch an die Rückseite der Filme kommen können. Dies unterscheidet die Filmentwicklung von der Papierentwicklung.


    Viel Erfolg
    Rainer

  • Von Jobo gab es flexible Planfilmhalter, mit Noppen drauf, damit die Filme Abstand halten.
    Die Halter stecke ich mit 4x5" Planfilmen in eine Jobodose.


    Die Jobodose wiederumpasst erstaulicherweise in meine Unitub- Entwicklungsmaschine; Jene entwickelt ansonsten meine metrischen Maße 9x12 / 13x18cm.


    Rodinal gab mir miese Ergebnisse in der Rotation, zumindest beim Fomapan 100 - bei mir also Rodinal nur noch in der Schale, für meine Xrayfilme.


    Für meine großen Negative 30x40cm wollte ich längst mal ein mehrteiliges, schlankes Tanksystem bauen, und standentwickeln, tja...

  • Puuh, langsam schwirrt mir der Kopf :S Mit Halter, nur in die Dose Planfilmhalter, Abstandshalter, Rotation oder Nichtrotation .... Ein echtes Patentrezept gibt es wohl nicht. Ich probiere es jetzt mal mit der Jobo 2840, Papierhaltern (mal sehen was es da gibt) und ID 11 bei Rotationsentwicklung. Etwas zu sehen wird es ja dann geben 8|

  • Nichts Besonderes.
    Und es schwebt immer noch, das ist ja nicht vom Tisch.


    Einfach nur schlanke Tanks für möglichstwenig Volumen/Verbrauch halt, welche aufgrund ihrer Kippneigung dann irgendein Sockelchen kriegen.


    Prinzip Hängeentwicklung, der Film wandert von Bad zu Bad.
    Entwicklungsrahmen liegen dank meiner Tierärztin bereits hier.

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