Wie friert ihr eure Filme ein ?

  • hallo,
    vieleicht ist die Frage blöd, aber wie macht ihr das ?
    Ich hab jetzt soviel Filmmaterial gekauft, das reicht für zwei Jahre...
    Legt man die Filmschachtel einfach so in die Truhe , oder muß man da wegen Feuchtigkeit vorsorge treffen ,
    so vielleicht mit Plastiktüte und Silicagel ?
    Wobei Illford für den Delta nur kühlen empfiehlt statt einfrieren ?
    Aber im Kühlschrank ist es ja noch eher feucht , als in der Truhe...
    Viele Grüsse Alex

  • Ilford-Filme (bei mir HP5+, 4"x5")sind bereits in Folientasche und 3 Kartonteilen sehr gut originalverpackt, die lege ich immer direkt so wie sie sind in den Gefrierschrank. Wichtig ist es, diese Originalverpackung vor der Verwendung erst zu öffnen, wenn sie wieder die normale Umgebungstemperatur außerhalb des Kühl-/Gefrierschranks angenommen hat, sonst kondensiert die Luftfeuchtigkeit auf der kalten Oberfläche. Ich nehme die Packung deshalb immer mindestens 24 Stunden vorher raus.

  • Nicht alle Planfilme sind 100%-ig wasserdicht verpackt, es gibt Hersteller, die offene Kunststoffverpackungen immern Inneren der Schachteln verwenden. Hier und auch bei bereits angebrochenen Verpackungen muss man weitere Massnahmen treffen.


    Wilhelm Research hat eine gute Anleitung zum Verpacken fotografischer Materialien für das Einfrieren erstellt. Im Wesentlichen werden dort doppelte Ziplock-Beutel mit feuchtigkeitsaufnehmenden Materialien verwendet.


    Ich friere meine Filme auf diese Art ein, die Verpackung schützt auch vor versehentlicher Beschädigung der Umkartons bei Stromausfall und Tauwasser.


    http://www.wilhelm-research.co…/CMI_Paper_2003_07_31.pdf



    Grüsse
    Andreas

  • Mein Material liegt in profanen Plastiktüten in der Tiefkühltruhe.Einfach damit man sie von der Fertigpizza unterscheiden kann.


    Ich habe dort Material gelagert, dass bereits mehr als 10 Jahre auf Eis liegt. Ich habe letztens erst mit Velia best before 2007 gearbeitet. Ohne Probleme.


    Wichtig ist dass du den Film 24 Stunden vor Gebrauch raus nimmst, damit er sich akklimatisieren kann und kein Problem mit Kondenswasser bekommst.


    Gruss Sven.

  • Und wie macht ihr das mit geladenen Planfilmmagazinen, die bei einer Fototour nicht belichtet wurden und wo man weiss, dass man sie die nächsten drei Monate nicht benutzen wird? Ich würde sie gerne zur Überbrückung zumindest in den Kühlschrank legen.
    Geht das einfach so oder ist besonderer Schutz notwendig?
    Viele Grüße
    Claus

  • Mein Material liegt in profanen Plastiktüten in der Tiefkühltruhe.Einfach damit man sie von der Fertigpizza unterscheiden kann.

    Nicht dass Du die Planfilme in den Pizzaofen schiebst ?(


    Gruß
    Hugo

    "Mehr Licht!" (angeblich die letzten Worte des berühmten hessischen Dichters J.W.Goethe)

  • hast du eine Ahnung wie lang die Pizza entwickelt werden muss, damit die Salami noch Zeichnung hat?

    Das Entwickeln hängt naturgemäß wesentlich davon ab, wie die Pizza eingewickelt worden ist! Bei Wagner kann man sich da ziemlich auf die Herstellerangabe verlassen, bei No-Name-Pizzas empfiehlt es sich, eher ein wenig mehr zu entwickeln, als auf der Packung steht. Das kann bis zu N+3 gemacht werden, wobei man via Sichtkontrolle die Schwärzung der Salami überwachen sollte. Die Schleiergefahr durch die Backofenlampe kann vernachlässigt werden. Probestreifen mit reiner Backofenlampenbelichtung zeigten auch bei Zeiten von über 24 Stunden keinerlei Schwärzung.


    Zur Vertiefung empfohlen:
    Entwicklung von Tiefkühlpizzen

    https://www.dlg.org/de/lebensm…-sensorik/tiefkuehlpizzen

  • Und wie macht ihr das mit geladenen Planfilmmagazinen, die bei einer Fototour nicht belichtet wurden und wo man weiss, dass man sie die nächsten drei Monate nicht benutzen wird?


    Da hab ich einen festen Vorsatz, der vorsieht, die Filme alsbald zu verknipsen.


    Ich konnte mir aber nie vorstellen, meine geladenen Filme 3 Monate lang nicht zu verballern; daher gerät dieser Vorsatz auch schon mal nach 3-6 Monaten , und somit auch die Filme, in Vergessenheit.


    So ein Film ist aber kein Digitalchip, der Film kann sowas ab.
    Ergo habe ich nach 12 Monaten nur zu checken, ob ich die Filme belichtet hatte oder nicht - sowas vergißt man nämlich auch ganz gerne :D


    In Kürze gesagt, wäre eine solide Beschriftungsstrategie der sicherste Schutz gegen verranzten oder verhauenen Film.


    Bei weiteren Unsicherheiten ließe sich in den Tiefen dieses Forums nachlesen, wie Profifotografen einst Ihr Filmmaterial bei Nomaden in der Wüste/Steppe vorab bunkerten und im Sande vergruben, um nach etlichen Monaten zu testen, ob Sie die Grabesstätte vergessen haben die geplante Aufgabe erledigen konnten.
    Ein Kühlschrank kam in dieser Story meines Wissens nicht vor.

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