C-41 Entwicklung von 4x5"-Planfilm

  • C41 ist mir in der 30°C Prozessvariante lieber. Da ist es dann mit den Zeiten nicht ganz so heikel, Zeit für Aus- un Eingießen etc. Mit 38°C spielt das zwangsläufig mehr Rolle. Mit der Maschine ist das natürlich anders.

    So anders ist das nicht. Die Maschine ersetzt nur das Kippen von Hand und ist bei Planfilmen

    in der Jobodose mit 270 ml beim Rotieren bequemer als das Kippen von Hand mit ca 1000 ml Chemie.

    Es geht aber auch, wenn man eine kleine el.beheizte Wärmewanne benutzt. Hauptsache die Temperatur stimmt, die Zeiten werden eingehalten, wobei es auf + - 15 Sek nicht ankommt, und die Chemiei nicht überlagert ist.

    Die 30°Variante geht auch, und wendet sich an Leute, die lieber weniger "Stress" haben wollen.


    Ich kann auf ca 400 Kb-und Rollfilme zurückblicken die ich alle mit Kippmethode im Warmwasserbad entwickelt habe ohne eine einzige Fehlentwicklung. (Viele waren Portraits deren Abzüge ich verkauft habe als Wochenendprofi ) Erst mit den Planfilmen habe ich bei mir das Rotieren eingeführt, auf Jobo und zwar ohne Lift, weil der alles verkompliziert. Was nicht da ist, geht auch nicht kaputt.


    aragon

    Wo kämen wir hin,
    wenn jeder sagte, wo kämen wir hin
    und keiner ginge, um zu sehen
    wohin wir kämen,
    wenn wir gingen.

  • "weniger Stress" war genau der Punkt.


    Bei mir steht nicht nur die Chemie im Wasserbad, auch die Dose mit den Filmen. So lässt sich ganz bequem mit 2 Fingern rotieren.

    Natürlich steht die die Dose beim Kippen auch im Wasserbad. Bei Verwendung der Maschine

    rotiert sie im Wasserbad und die Chemieflaschen stehen auch im Wasserbad, rotieren aber nicht. Ich selbst rotiere auch nicht 8) Nach ca 15 Min hängt der Film im Trockenschrank.


    aragon

  • Lieber Ralph und Kollegen,

    Wie viele 4x5 Planfilme schafft ihr denn z.B. mit einem Tetenal C41 Kit mit 2,5l? Kann es ein, dass das Pro Liter nur 4 Negative sind, oder muss man nach der Entwicklung von z.B. 4 Negativen längere Zeiten verwenden?

    In den Anleitungen steht ja nur bis zu 120er Film was dabei...würde mich über eure Erfahrungswerte freuen!

    Vielen Dank

    Ronald

  • Sagen wir mal so: Wenn Du die Filme in einer Jobo Expert 3010 entwickelst, dann brauchst Du (bei voller Bestückung mit 10 Blatt) nur 330ml Entwickler (also 33ml pro Blatt).

    Diese Menge an Entwicklersubstanz reicht definitiv aus, bzw. ist empirisch belegt.

    Wohlgemerkt bei C41(und E6).


    Da benutzt man den Entwickler als OneShot und entsorgt ihn danach.

    Nebeneffekt: Die Zeiten bleiben gleich 8)


    Im Endeffekt ergeben sich so 30 Filme pro Liter.


    Das Bleichbad ist übrigens noch ergiebiger (wenn man es zwischendurch richtig mit Sauerstoff durchsprudelt)

  • Wie viele 4x5 Planfilme schafft ihr denn z.B. mit einem Tetenal C41 Kit mit 2,5l? Kann es ein, dass das Pro Liter nur 4 Negative sind, oder muss man nach der Entwicklung von z.B. 4 Negativen längere Zeiten verwenden?

    In den Anleitungen steht ja nur bis zu 120er Film was dabei...würde mich über eure Erfahrungswerte freuen!

    Das Ganze funktioniert ja im Wesentlichen über die zu entwickelnde Filmfläche.

    Nehmen wir also mal einen 120er Rollfilm mit einer Länge von etwa 750mm und einer Breite von 61,5mm

    750mmx61,5mm ==> 46125mm²


    Dem stellen wir jetzt mal ein Blatt 4x5" mit den üblichen Abmessungen 102x127mm gegenüber

    102mmx127mm ==> 12954mm²


    D.h. Ein Rollfilm entspricht flächenmäßig etwa 3,5 Blatt Planfilm, wir rechnen aber seeeeeehr konservativ mit glatten 3 Blatt ;-)

    Die Tetenal-Chemie (1 Liter) wird ja für 12-16 Rollfilme angegeben, damit landest Du entsprechend bei lockeren 36 Blatt Planfilm. Bei 2,5 Liter bist Du dann entsprechend bei 90 Blatt...


    Bei mir sind es dann idR 6-7 Entwicklungsgänge in der mittelgroßen Paterson Dose mit 1 Liter Chemie und je entweder 2 Rollfilme, 6 Blatt 4x5", 6 Blatt 9x12cm oder 4 Blatt 13x18cm

  • Vielen Dank!

    Das Ganze funktioniert ja im Wesentlichen über die zu entwickelnde Filmfläche.


    ...


    Bei mir sind es dann idR 6-7 Entwicklungsgänge in der mittelgroßen Paterson Dose mit 1 Liter Chemie und je entweder 2 Rollfilme, 6 Blatt 4x5", 6 Blatt 9x12cm oder 4 Blatt 13x18cm

    Alles klar, Danke! Ich bin ja auf die 4 Planfilme wegen der Fläche gekommen (aufgerundet), nur hat mein Hirn wohl gestern Abend nicht mehr mitgewollt und ich hab in meiner XLS Tipperei die Filmanzahl falsch berücksichtigt und mit der Anzahl Bilder/Film vermischt... das HomeOffice saugt mir wohl die Birne leer...


    Danke auch für die Erfahrungen mit der Anzahl an Entwicklungsgängen. Paterson + Mod54 kommt auch bei mir zum Einsatz, verwendest du dabei die von Tetenal empfohlenen Kipprhythmen?

  • Danke auch für die Erfahrungen mit der Anzahl an Entwicklungsgängen. Paterson + Mod54 kommt auch bei mir zum Einsatz, verwendest du dabei die von Tetenal empfohlenen Kipprhythmen?

    Wusste gar nicht, dass Tetenal da etwas hinsichtlich Kipprhythmen empfiehlt ;-)

    Bei mir ist's idR die 30° C Entwicklung, erste Minute langsamer Dauerkipp, danach alle 30s einmal Dose auf den Kopf stellen und wieder zurück. Zeitangaben/Verlängerung gemäß Beipackzettel, Zwischenwässerung/Stoppen mit (temperiertem) Leitungswasser.

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