• Chamonix 210mm, Fomapan 200, Rodinal 1+50



    es ist ebenfalls eines aus den Anfängen mit der 5x4" Kamera,
    was mir bei diesen Test wichtig war, wie bekomme ich die Augen scharf.
    Ursel war da sicher etwas angespannt, weil ich sagte sie solle auf keinen Fall den Kopf bewegen und brav in das Objektiv schauen.


    Ach so, die Aufnahme entstand auf dem Balkon mit blick in den dunkeln Raum.
    Also normales Tageslicht.


    Negativ auf dem Leuchtpult abfotografiert und in LR angepasst (was mir leichter fällt wie im Labor, aber daran arbeite ich derzeit)

    insta....


    Getting photographs is not the most important thing. For me it’s the act of photographing. It’s enlightening, therapeutic and satisfying, because the very process forces me to connect with the world…

    (Michael Kenna)

  • Ursel war da sicher etwas angespannt, weil ich sagte sie solle auf keinen Fall den Kopf bewegen und brav in das Objektiv schauen.

    Das sollte man der, zu fotografierenden Person immer sagen. Wenn man fotografiert wird, gibt es nichts zu lachen.


    Der "etwas angespannte" Gesichtsausdruck verleiht dem Portrait das gewisse Etwas.



    Schärfe auf dem Bild ist eine technische Sache. Licht Reflexe und deren Form in der Augen können jedes auch so gut Scharfes Bild in die Knie zwingen.

    geo! Was meinst Du damit?


    Ich finde die Reflexe in den Augen nicht störend. Sie zeigen die Welt vor dem Balkon.

  • Das sollte man der, zu fotografierenden Person immer sagen. Wenn man fotografiert wird, gibt es nichts zu lachen.
    Der "etwas angespannte" Gesichtsausdruck verleiht dem Portrait das gewisse Etwas.



    geo! Was meinst Du damit?
    Ich finde die Reflexe in den Augen nicht störend. Sie zeigen die Welt vor dem Balkon.


    Hm. Wie soll ich das jetzt richtig zum Ausdruck bringen?
    Ok. Ich werde jetzt kein Bild beurteilen oder sonnst was Kritisieren und versuche neutral zu bleiben.


    Also neutral:
    Quadratische, Dreieckige, Längliche oder Hochgezogene, besonders Große, Lichtreflexe in den Menschlichen Augen machen die Gesichts Auszüge auf den Portraits unnatürlich. Nach meiner Meinung ist die Arbeit mit den Augen überhaupt die Königsklasse.

  • Gelungen. Ich würde den zweiten Reflex im linken Auge (vom Betrachter aus gesehen) wegstempeln und dem anderen Auge anpassen. Die Lichter im Auge sollten gleich sein.


    Ansonsten, was die Präsentation betrifft: Zuviel Weißraum untenrum. ;-) Maximal ein doppelter Abstand zu den anderen Rändern ist bei Hochformat für den Betrachter angenehmer. Meine Erfahrung.


    Sharif

  • Gelungen. Ich würde den zweiten Reflex im linken Auge (vom Betrachter aus gesehen) wegstempeln und dem anderen Auge anpassen. Die Lichter im Auge sollten gleich sein.


    Ansonsten, was die Präsentation betrifft: Zuviel Weißraum untenrum. ;-) Maximal ein doppelter Abstand zu den anderen Rändern ist bei Hochformat für den Betrachter angenehmer. Meine Erfahrung.


    Sharif

    na ja. Das mit dem wegståmpeln oder setzen ist auch nicht so Ohne. An dieser Aufgabe sind schon einige erfahrene Bildretuschore gescheitert.

  • Hallo,


    der Kritiker ist dein bester Freund, denn er bringt dich weiter.


    Ich habe das Bild unter den Gesichtspunkten der Augenreflexe noch nicht betrachtet.
    Aber ja, ich würde es genauso wieder machen.
    Die Reflexe sind eine natürliche Wiedergabe der Gegebenheiten.


    Für mich war es zu allererst wichtig mit dem 210mm Objektiv und der GF ein vernünftiges Bild schaffen zu können.
    Dies ist im Vergleich zu elektrischen Welt doch recht schwierig und braucht Übung.
    Mir gefallen die Tonwerte sehr gut, das tiefe Schwarz und die wunderbare Wiedergabe der blonden Haare.


    Gäbe es einen neuen Ansatz, dann würde ich unbedingt weicher Ausarbeiten, also eventuell kürzer entwickeln oder einen anderen Film wählen.


    Insgesamt ist so was für beide, also für den vor und den hinter der Kamera, kein leichtes Unterfangen.


    Aber es macht viel Spaß und der Weg zum fertigen Bild ist es der für mich diese Art zu fotografieren fasziniert.


    Mit dieser Erfahrung betrachtet man Bilder anderer, oder auch alter Meister mit viel größerer Achtung vor dem Ergebnis.


    Ich glaube nicht einmal, dass es die Perfektion braucht, kein Makeup oder eine Beauty Retusche, oder was auch immer heute angewendet wird.

    insta....


    Getting photographs is not the most important thing. For me it’s the act of photographing. It’s enlightening, therapeutic and satisfying, because the very process forces me to connect with the world…

    (Michael Kenna)

  • Ich bleibe weiter neutral und ohne Kritik.
    Ein Portrait ist immer ein Spagat zwischen der technischen Ausführung und Ästhetik. Vor allem bei den Weiblichen Portraits sind die Augen auf den Bildern entscheidend, denn Die Frauen sind schon von Natur aus weniger aggressiver als die Männer. Da wird schon automatisch oder instinktiv von dem Betrachter eine Wärme erwartet. Man arbeitet hier mit einem visuellen Medium und wie bei jedem visuellen Medium ist es immer ein Bündel von Bildung, kultureller oder religiösen Erziehung, persönlichen Wahrnehmung, technischer Umsetzung und viele anderen Parameter die geschickt eingesetzt werden müssen um den Betrachter zufrieden zu stellen.
    Was ich damit sagen will:
    Es nicht immer sinnvoll ein riesen Fenster in einem Menschlichen Auge abbilden zu Lassen um das Fenster geht es in einem Portrait nicht, denn das was man in den Augen sieht (vor allem wen die sehr scharf auf dem Bild abgebildet sind) wird automatisch von dem Gehirn auf das komplette Bild übertragen.

  • Ich bleibe weiter neutral und ohne Kritik.
    .. Vor allem bei den Weiblichen Portraits sind die Augen auf den Bildern entscheidend, denn Die Frauen sind schon von Natur aus weniger aggressiver als die Männer. Da wird schon automatisch oder instinktiv von dem Betrachter eine Wärme erwartet. ..

    ..eine etwas pauschale Behauptung .. ^^


    whatever, gutes Portrait.
    prinzipiell denke ich dass bei einem etwas strengerem Gesichtsausdruck des Modells ( warum auch immer) eine optische Frontalität das wahrschl verstärkt..

  • der Kritiker ist dein bester Freund, denn er bringt dich weiter.

    Sich in guter Kritik üben ist schwieriger als gute Fotografien zu machen.



    Hm. Wie soll ich das jetzt richtig zum Ausdruck bringen?
    Ok. Ich werde jetzt kein Bild beurteilen oder sonnst was Kritisieren und versuche neutral zu bleiben.


    Also neutral:
    Quadratische, Dreieckige, Längliche oder Hochgezogene, besonders Große, Lichtreflexe in den Menschlichen Augen machen die Gesichts Auszüge auf den Portraits unnatürlich. Nach meiner Meinung ist die Arbeit mit den Augen überhaupt die Königsklasse.

    Neutral ist gut.


    Die Augen reflektieren nun mal das Licht um sie herum. Je nach der Umgebung und Lichtquelle sehen die Lichtreflexe in den Augen entsprechend aus. Das kann man nicht immer auswählen. Vor allem bei natürlicher Beleuchtung.
    Zweifellos gibt es Portraits zu sehen, wo die Lichtreflexe in den Augen unvorteilhaft aussehen.

    Ich bleibe weiter neutral und ohne Kritik.
    Ein Portrait ist immer ein Spagat zwischen der technischen Ausführung und Ästhetik. Vor allem bei den Weiblichen Portraits sind die Augen auf den Bildern entscheidend, denn Die Frauen sind schon von Natur aus weniger aggressiver als die Männer. Da wird schon automatisch oder instinktiv von dem Betrachter eine Wärme erwartet. Man arbeitet hier mit einem visuellen Medium und wie bei jedem visuellen Medium ist es immer ein Bündel von Bildung, kultureller oder religiösen Erziehung, persönlichen Wahrnehmung, technischer Umsetzung und viele anderen Parameter die geschickt eingesetzt werden müssen um den Betrachter zufrieden zu stellen.
    Was ich damit sagen will:
    Es nicht immer sinnvoll ein riesen Fenster in einem Menschlichen Auge abbilden zu Lassen um das Fenster geht es in einem Portrait nicht, denn das was man in den Augen sieht (vor allem wen die sehr scharf auf dem Bild abgebildet sind) wird automatisch von dem Gehirn auf das komplette Bild übertragen.

    Ein möglicher Ansatz für ein fotografisches Portrait kann sein, die Erwartungen allfälliger Betrachter zu hintertreiben und in Frage zu stellen. Damit will ich nicht sagen, dass Deine Ausführungen falsch sind. Es sind durchaus berechtigte und grundsätzliche gestalterische Überlegungen. Jedoch kommt es auch auf die Absichten des Urhebers eines Portraits drauf an. Und manchmal schlicht auf die vorhandene Lichtquelle.

    Ich würde den zweiten Reflex im linken Auge (vom Betrachter aus gesehen) wegstempeln und dem anderen Auge anpassen.

    Retusche in den Augen ist sehr, sehr schwierig zu bewerkstelligen. Da dürfte es bedeutend einfacher sein, das Portrait mit einer anderen Lichtquelle zu wiederholen.



    Bitte betrachtet meine Ausführungen nicht als erhabene Meinung. Es handelt sich hier um ein Thema, mit dem ich mich schon seit langer Zeit auseinandersetze und so einige Gedanken darüber gemacht habe.


    Jedenfalls finde ich das "Ursel"- Portrait sehr gut und kann Martin's Ansatz für das Portrait vollumfänglich nachvollziehen. Es ist zweifellos richtig, manchmal auf ein Foto zu verzichten. Das kann der Welt ein schlechtes Foto ersparen. Ebenso ist es richtig, manchmal ein Foto trotzdem zu machen. Gerade ein Menschenbild, ein Portrait. Auch wenn das Foto dann nicht in höchster Vollkommenheit erstrahlt, zeigt es doch einen Moment im Leben eines Menschen. Jeder Moment ist vergänglich nicht wiederholbar.


    Was ich noch hoffe und mir auch sicher bin: dass Ursel Freude an ihrem Portrait hat.


    Freundliche Grüsse, stephan

  • Starke Aufnahme.
    Ich würde das Dekolleté etwas abdunkeln/nachbelichten, damit es nicht vom Gesicht ablenkt.
    Am Augenreflex würd ich nix machen.
    Der ist rechts halt anders, weil das Haar die Spiegelung teilweise abdeckt.
    Das könnte sonst unnatürlich wirken.

  • Sich in guter Kritik üben ist schwieriger als gute Fotografien zu machen.

    Sich in guter Kritik üben ist schwieriger als gute Fotografien zu machen.


    Wohl wahr.
    Der Kritiker ist auch nur dann dein Freund, wenn die Kritik konstruktiv ist und nicht nur der Selbsterhebung dient.
    Kritisieren um des Kritisierens willen schließt das eher aus, würde ich meinen.

  • Je nach der Umgebung und Lichtquelle sehen die Lichtreflexe in den Augen entsprechend aus. Das kann man nicht immer auswählen. Vor allem bei natürlicher Beleuchtung.


    Da erwarte ich hier aber deutlich mehr als diese schicksalsergebene Aussage; schließlich bietet eine gut gepackte Werkzeugkiste reichlich Möglichkeiten gegen Reflexionen.


    Wir reden über ein gutes Portrait, aber auch über die Augen; jene sind kein Fenster vom Balkon, sondern ein Fenster zur Seele.
    Da also könnte man noch was bewegen, wenn man denn wollte.

  • Zum Thema Augenreflexe:


    Ein Blick auf Portraits bei natürlichem Licht von Richard Avedon (der von vielen für einen bedeutenden Fotografen gehalten wird) - Wie hat der das gemacht? Ich finde einen Blick auf Avedons Portraits auch in sofern ganz hilfreich, als er auch - wie hier bei Ursel - eine recht gleichmäßige Gesichtsausleuchtung bevorzugt.


    https://www.nytimes.com/2016/0…edon-unsigned-prints.html


    https://www.moma.org/collection/works/128625 (bei diesem Foto ist die ganze Umgebung in den Augen zu sehen)

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