• Meine erste Frage ist wieviel Leistung braucht man für die Belichtung.

    Belichter selbstbauen?

    Ich habe das damals mit der lieben Sonne gemacht. Das Verfahren ist so gutmütig, dass das für den Anfang absolut ausreicht - Du brauchst nur einen Kontaktrahmen, der sich hälftig öffnen lässt, sodass Du den Fortschritt der Belichtung beurteilen kannst. Belichtet habe ich immer mit diffusem Sonnenlicht, etwa im Schatten einer Hauswand.


    Das hört sich zwar irgendwie improvisiert an, aber die Ergebnisse waren für mich damals ausreichend reproduzierbar - die Belichtungszeiten sind ausreichend lang, sodass leichte Abweichungen von der "optimalen Lichtmenge" nicht ins Gewicht fallen. Meine Belichtungszeiten lagen so im Bereich von 15-30 min - je nach Bewölkung, Negativdichte, etc.


    An deiner Stelle würde ich mich so erstmal an das Verfahren herantasten. Dann merkst Du, was dir vielleicht fehlt, und baust dir einen Belichter - oder kaufst dir einen dieser Gesichtsbräuner. Ein Gerät, von dem ich bis dahin nicht wusste, dass es existiert und offenbar gekauft wird :lol:


    Ob die Sonnen-Variante auch in der dunklen Jahreszeit funzt, habe ich allerdings nicht ausprobiert...



    Hat hier jemand eventuell ein paar Tips für den Anfang.

    Ich fand bei kleinen Kontakten die sehr starke Struktur vieler Papiere eher störend, bei größeren "guckt sich das weg".


    Beim Auftrag würde ich, wenn Du auf den gepinselten Rand verzichten kannst, zwecks höherer Gleichmäßigkeit zum Auftrag per Glasrolle raten.


    Und das Positiv verliert im Wasserbad deutlich an Dichte - Du willst also vor dem Wasserbad eher im Bereich einer (scheinbaren) Überbelichtung landen.



    Hey, jetzt bekomm ich da auch wieder Lust drauf!



    Ergänzung: "Stainende" Filmentwickler (z.B. Pyro, Tanol etc.) erlauben dir, direkt vom Original-Negativ zu printen. Find ich irgendwie ganz nett, da braucht es keinen Umweg durch die EDV.

  • Am einfachsten ist es mit einem Gesichtsbräuner. Die gibt es günstig in der Bucht. Ich hab den dann einfach auf zwei Kanthölzern über dem Kontaktrahmen platziert. Du brauchst ca. 20 Minuten. Die Krux beim Van Dyke ist der Fixierer. Du musst de recht hoch verdünnen ca. 1:20 und den Print nur kurz fixieren, sonst löst sich das Bild wieder auf. Der dient eher dazu den Prozess zu stoppen als zu fixieren.


    Kontakrahmen kannst du einfach aus einem Bilderrahmen machen der sich leicht öffnen lässt. Rückwand 1/3 absägen und mit Tape wieder zusammen kleben. Dann kannst du die Rückwand klappen zum nachschauen.


    Zum Beschichten kann man auch einen gekröpften gläsernen Rührstab nehmen


    Gruss Sven.

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