SELF-PUBLISHING; PHOTOBOOK: BLURB und ALTERNATIVEN - WELCHE QUALITÄT?

  • ich bräuchte für einen kunden relativ schnell ein portfolio und habe überlegt, das von blurb oder einem ähnlichen dienstleister in buchform machen zu lassen. preis spielt keine rolle, wichtig ist allein die maximal mögliche druckqualität, und zwar die der fotografien und die der schrift.


    hat jemand aus dem forum erfahrung damit? welches papier bietet die beste qualität? welche bindung wird ihrem nahmen auch gerecht? sind das alles nur klebebindungen oder gehts auch stabiler?


    ich habe vor zwei jahren für mich mal das CANON HD PHOTOBOOK getestet und war schwer enttäuscht. die bilder hatten alle einen farbstich (lila/magenta), die schärfe war - verglichen mit meinen eigenen prints - miserabel und feine grauwerte z.b. in den himmelspartien hatten rasterstufen. wofür das "HD" steht, ist mir schleierhaft. "Humbug&Dreck"?


    jemand tipps dazu?

    dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
    likes? lieber nicht. unnötig.

  • Hallo Renros,


    Blurb hat so weit ich weiss kein Softproofing.


    Saaldigital (https://www.saal-digital.de/) fand ich nicht schlecht und Fuji ( http://fujifilm-fotoservicepro.eu/). Beide lassen pdf-Upload zu und bei beiden bekommst du icc-Profile für das Softproofing. Die Sachen dich bei den beiden bestellt hatte kamen dann auch einsprechend farbtreu zurück. Saal hat auch gleich Datei-Vorlagen für Indesign zu download, damit man die Datei auch mit den richtigen Parametern anlegt.


    Einzig die Formatauswahl ist bei Blub schöner, weil eben kein DIN-Formate.


    Gruss Sven.

  • Meine Bestellungen mache ich auf diesem Papier


    Querformat groß (33 x 28 cm) , 118 Seiten Standard-Vorsatzpapier mittelgrau Mohawk proPhoto Perlglanz


    https://www.blurb.de/b/9970119-minas-de-carbon-en-asturias


    Das ist ein Papier, das nahezu rasterfrei ist. Ich finde die Abbildung mit diesem papier sehr gut. Eine kleine Abweichung vom vollständigen Neutralgrau ist wohl wegen des unbunten Drucks unvermeidbar.

    Schöne Publikation. Genau mein Geschmack. Danke für den link.


    Mit "unbunter Druck" meinst du, dass du keine Graustufenbilder in den Druck gibst, sondern die Graustufen mit allen Farbkanälen simulierst, oder?
    Ist das Digital- bzw. Tintenstrahldruck oder Offset? Werden die Bilder von dir im RGB- oder CMYK-Farbraum eingebunden?

  • Mit "unbunter Druck" meinst du, dass du keine Graustufenbilder in den Druck gibst, sondern die Graustufen mit allen Farbkanälen simulierst, oder?
    Ist das Digital- bzw. Tintenstrahldruck oder Offset? Werden die Bilder von dir im RGB- oder CMYK-Farbraum eingebunden?

    Unbunter Druck heißt, dass SW aus Farben gemischt wird.


    Ich liefere die Bilder in RGB - das Ganze läuft entweder über das Blurb-eigene Buchprogramm BookWright.

  • danke. wie sieht die schrift im druck aus? am bildschirm passt das ja immer ganz gut, aber final auf dem papier macht es wohl einen großen unterschied, ob das ganze ein inkjet oder eine ausbelichtung ist, oder?


    welches verfahren nutzt blurb eigentlich? injket (wohl eher nicht, oder?), digitaldruck oder ausbelichtung?


    allen anderen ebenso: danke fürs feedback.

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  • Man muß da unterscheiden Digitaldruck oder Offsetdruck. Bei dem Offsetdruck nimmt man das Kunstdruck Papier mit der nachträglicher Lackierung für bessere Brillanz und Kontraste. Die Lackierung oder Kaschierung lässt sich auch bei dem Digitaldruck durchführen.


    Bei den PostScript Schriften wird es ohne RIP etwas problematisch. Und eine PostScript Schrift besteht aus zwei Hälften, eine Hälfte ist nur für die Darstellung auf dem Screen zuständig und auf den Drucker wird die andere Hälfte geschickt. Bei den truetype fonts ist muß das annlich sein.

  • Offsetdruck würde mich wundern. Das ist bei den kleinen Auflagen sehr teuer oder eben nicht wirtschaftlich. Oder da würden wie bei den Online-Schnelldruckereien viele unterschiedliche Werke auf einem Druckbogen zusammenfinden, was sich dann bei Bildbänden qualitativ auswirkt, weil der Drucker auf unterschiedliche Werke nur schlecht einheitlich optimieren kann.

    Ich tippe daher auf Digitaldruck. Da sind in den letzten 5 Jahren qualitativ ungeheure Fortschritte gemacht worden und – wie Geo schon schreibt – sind da inzwischen auch Veredelungen kein Problem mehr.

  • Ich muß noch was bezüglich Schriften ergänzen.

    Bei dem defekten oder fehlenden Druckersatz (Schrift) wird bei der Printausgabe auch kein Fehler gemeldet, wobei auf dem Monitor alles so aussieht wie es soll. Das merkt man erst bei dem geripten PostScript auf dem RIP oder PDF. Wird der Fehler ignoriert ist der gesamte Druckauftrag im Eimer.

  • wie empfindest du denn die bindung? hält das gut? oder muss man mit vorzeitigen "haarausfall" rechnen?

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  • Was empfiehlst du stattdessen?

    Ich nehme an das es nur ein Exemplar für die Präsentation geben wird:


    Bei den Fotografien, Gemälden oder sonstigen Kunstobjekten ist es besser wen jedes Objekt auf einem separaten Bogen einseitig bedruckt wird. Auch das Papier muss recht schwer sein. Es muss auch die Möglichkeit gegeben werden die Bögen aus der Mappe auf die einfachste Art aus der Mappe rauszunehmen. So gibt man dem Betrachter die Möglichkeit das Bedruckte auf unterschiedliche Arten zu betrachten (einzeln in der Hand oder Mappe, legt / stellt eins oder mehrere auf den Tisch). Auf diese Art überlast man die Betrachtungsentscheidung dem Betrachter. Das ist ein psychologischer Aspekt der der nicht zu unterschätzen ist.


    Auch bei der Mappe selber sind keine da keine Grenzen gesetzt. Die kann mit Leder mit Prägung bezogen werden, die kann auch aus simplen veredeltem Sperrholz sein, Druck, Metall… da gibt es wirklich keine Grenzen. Es muß nur in einem Konzept mit dem Inhalt stehen.


    PS:

    Um so ein Projekt zu konzipieren, ohne jedes einzelnes Detail über das Vorhaben wissen ist immer …..

  • Blurb bietet eine sehr gute Qualität durch den Druck mit hochwertigen HP Indigo Druckmaschinen. Diese verwenden ein thermisches Offset-Druckverfahren. Die hochwertigen Papiere bei Blurb (ab der "Premium"-Qualität) sind für hochwertige Fotodrucke sehr geeignet. Vielleicht lässt Du einfach mal ein kleines Testbuch mit wenigen Seiten in kleinem Format drucken, um Dir die Qualität anzusehen?


    Es gibt natürlich auch andere Anbieter, die auf einem anderen Niveau insbesondere bei der "Verpackung" arbeiten: aufwändige Cover, Schutzhüllen, Bindungen, etc. Diese Anbieter bedienen vor allem Hochzeits- und Portraitfotografen, wo sich über das Äussere noch mal zusätzlich Geld verdienen lässt. Als Beispiele für solche High-End-Anbieter siehe


    Queensberry https://www.queensberry.com

    Asuka https://asukabook.com


    Beste Grüsse

    Andreas

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