13x18 oder 5x7 - was nutzt ihr für das "mittlere" Format

  • Hallo zusammen,


    Obwohl ich ursprünglich auf ein Sinar System aus war ( weil ich ein solches, allerdings nur in 4x5, schon vor etwa 10 Jahren schon mal ausprobieren durfte ) kam es, wie bekanntlich oft im Leben, anders. Ich wurde bei einer Horseman 5x7 schwach. Ich muß sagen ich bin sehr beeindruckt von dem Teil, denn auch wenn kosmetisch nicht alles eine 1 ist bewegt sich das Teil sehr gut, und die große Scheibe ist schon beeindruckend ;). Nun stehen zwei weitere Anschaffungen an : ein Stativ und Filmkasetten. Bei letzteren gibt es die Auswahl zwischen 13x18cm und 5''x7''. Da beide ja auf der Kamera benutzt werden können wolte ich fragen : welches der beiden benutzt ihr ? Gibt es Gründe für das eine oder andere oder war es eher Zufall, Verfügung der Filmhalter / einer bestimmten Emulsion in dem Format was den Ausschlag gab ?


    Gruß, Stefan

  • Zufall bei mir. Ich bin vor 6 Jahren zu einer Technika III 13x18 mit internationalen Rückteil gekommen und zeitnah hat ein Fotolagerist ums Eck quasi passende und günstige Kassetten angeboten. 20 Stück in wie ich erst später feststellte 13x18. Die Beschriftung der Kassetten ist mehr als irreführend. Unwissend habe ich Fomapan 320 in 5x7 gekauft, bin aber dabei nicht unzufrieden. Der Film hat in der Führung zwar horizontal Spiel, ist mir bisher aber nicht rausgerutscht. Ich habe das im Licht mit einem Planfilm angesehen, passt soweit. Die nächste Charge werde ich mir dann einen passenden 13x18 Film kaufen, so tot wie oft geredet sind diese Formate ja doch nicht.


    Gruß

    Stefan

  • Ich nutze 13x18, obwohl ich eigentlich 5x7 – aufgrund der besseren Preislage bei Ilford-Filmmaterial – bevorzugen würde. Zum einen, da meine 13x18-Technika leider nur ein Blechkassetten-Rückteil hat (diese gibt es nur in 13x18). Zum anderen, da internationale Kassetten in 5x7 auf dem dt. Markt recht selten auftauchen.

  • Für Negativ-Film 13x18, für Direktpositivpapier 5x7 .

    Hängt damit zusammen, dass ich zuerst 13x18 Kassetten bekommen habe und mir dann einiges an abgelaufenem C41 Filmmaterial in 13x18 "zugelaufen" ist und ich dementsprechend meine Filmspule für die mittelgroße Paterson Dose darauf ausgelegt habe. Und da Foma nach wie vor auch die "europäischen" Formate zu einem guten Preis bedient, habe ich auch immer eine Schachtel Fomapan 200 als "Brot- und Butter-Film" in 13x18 hier.

  • Stefan Lungu

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  • Hi Stefan,


    wegen der leicht besseren Verfügbarkeit von Filmen würde ich Dir empfehlen, Kassetten im Format 5x7" zu suchen. Sie tauchen zwar seltener auf, aber unmöglich sollte es nicht sein, etwas zu finden. Im Format 5x7" gibt es auch Sonderbestellungen von Kodak-Filmen (Tri-X, T-Max 100, T-Max 400, Portra, Ektachrome), für 13x18cm liefert Kodak nichts. Ilford erstellte (zumindest bis vor kurzem) noch beide Formate bei den ULF-Aktionen.

    https://www.ilfordphoto.com/ulf2020


    Ich habe sowohl Kassetten im Format 5x7" als auch in 13x18cm. Der Vorteil ist, dass ich jedweden Film nutzen kann - ich hatte des öfteren (preiswert bis kostenlos) alten Film zum Testen erhalten, der hier in Deutschland oft noch im Format 13x18cm in Kühlschränken ablagerte.


    Grüße

    Andreas

  • Ich würde jetzt auch nicht mehr bei 13x18 einsteigen. Ich hatte noch nie Probleme mit rausgefallenen Filmen.

    Aber es gibt sicher unglückliche Kombinationen von Toleranzen bei Filmen und Kassetten.

    Alle 13x18 Kassetten die ich habe (Lisco, Fidelity, Linhof) kommen damit klar. Am sichersten sitzt der

    Film in den Linhof`s mit Andruckplatte, sind aber auch dicker.

  • Also zum einen ist es so:

    13x18cm ist 13x18cm - ist ein deutsches Filmformat
    5x7 inch ist 12,7 x 17,78cm - ist ein amerikanisches Filmformat
    1 inch = 2,54 cm

    Das immer weniger Filmhersteller 13x18cm konfektionieren ist es zweifelsohne eine Überlegung direkt auf 5x7 zu fotografieren.
    Der Königsweg ist sicherlich, 13x18 als auch 5x7 Kassetten zu haben. Welches Du nutzt hängt auch davon ab, welchen Film Du belichten möchtest.
    Wenn Dir ein Fomapan z.B. ausreicht, könntest auch 13x18 nehmen.

    Die zwei schönsten Geräusche der Welt sind: Ein Verschluss der sich öffnet und wieder schließt.

  • 13x18 oder 9x12 ist nicht nur das Deutsche Filmformat. Es ist ein Filmformat des gesamten Europäischen Kontinents (mit einer Ausnahme). Gewesen!


    Ich beobachte diese Thematick schon übe seit langem, aber eine vernünftige Erklärung habe ich bis jetzt nicht gefunden: Es gibt in fülle und hülle in diesem Format (9x12, 13x18) Kameras, Kassetten…., aber von dem Verbraucher Material auf dem Europäischen Markt (auch von den Deutschen) wir das Amerikanisches Maß durchgepresst. Wozu? Weswegen? Ist der Filmschnitt zu kompliziert?


    "Kunde ist König" In der Realität!

  • Wozu? Weswegen? Ist der Filmschnitt zu kompliziert?

    Nein, der Filmschnitt ist nicht kompliziert, aber die nachgefragten Mengen sind zu gering, als dass es sich für die Hersteller lohnt, alle Größen jederzeit zur Verfügung zu stellen. Die wenig verlangten Größen (z.B. 13x18 cm) werden dann nur auf Anfrage hergestellt und wenn Mindestmengen erreicht sind (siehe Kodak und Ilford Sonderbestellungen).

  • aber von dem Verbraucher Material auf dem Europäischen Markt (auch von den Deutschen) wir das Amerikanisches Maß durchgepresst. Wozu? Weswegen? Ist der Filmschnitt zu kompliziert?

    Die amerikanischen Maße haben oftmals ein besseres Seitenverhältnis bei Fotopapieren.

    Ich empfinde die Inch Maße etwas quadratischer als die länglicheren cm Maße

    Die zwei schönsten Geräusche der Welt sind: Ein Verschluss der sich öffnet und wieder schließt.

  • Nein, der Filmschnitt ist nicht kompliziert, aber die nachgefragten Mengen sind zu gering, als dass es sich für die Hersteller lohnt, alle Größen jederzeit zur Verfügung zu stellen. Die wenig verlangten Größen (z.B. 13x18 cm) werden dann nur auf Anfrage hergestellt und wenn Mindestmengen erreicht sind (siehe Kodak und Ilford Sonderbestellungen).

    Das Angebot regelt die Nachfrage! Hier scheint es nicht der Fall zu sein. Auch das die Nachfrage für das metrische Filmmaterial zu gering sei, fehlt mir auch schwer zu glauben. Die letzte ULF Aktion von ilford ist der beste Beweis dafür. Alles ist ausverkauft bis auf den letzten Bogen. Meiner Meinung werden irgendwelche „Sonder“ Aktionen nicht die Lage bessern, sondern werden immer weiter zu den Hamster Einkäufen führen weil, der Gedanke „das kann die Letzte sein“ schon fest im Gehirn eingepflanzt ist. Eine bewußte Ausdünnung der angebotenen Ware führt immer zu einer immensen Preissteigerung.

  • Das Angebot regelt die Nachfrage! Hier scheint es nicht der Fall zu sein. Auch das die Nachfrage für das metrische Filmmaterial zu gering sei, fehlt mir auch schwer zu glauben. Die letzte ULF Aktion von ilford ist der beste Beweis dafür. Alles ist ausverkauft bis auf den letzten Bogen. Meiner Meinung werden irgendwelche „Sonder“ Aktionen nicht die Lage bessern, sondern werden immer weiter zu den Hamster Einkäufen führen weil, der Gedanke „das kann die Letzte sein“ schon fest im Gehirn eingepflanzt ist. Eine bewußte Ausdünnung der angebotenen Ware führt immer zu einer immensen Preissteigerung.

    Ich behaupte jetzt mal, obwohl ich keine Statistik an der Hand habe, dass die Nachfrage nach 5x7 global deutlich höher ist, weil der Verbrauch in den USA deutlich höher ist in Europa. Das war in der Vergangenheit so und dürfte auch immer noch so sein, da die USA immer wesentlich filmafiner ist. Und klar sie haben Inch Maße.


    Ein andere Grund dürfte sein, das Zollmaße wirtschaftlicher zu schneiden sind wenn die Rollen auch auf Zollbasis hergestellt werden. Du findest ja selbst bei Fotopapieren kaum noch metrische Maße. Auf den zweiten Blick stellt sich immer heraus, dass die cm Nachkommastellen haben, während die Zollmaße bis auf den 1/2" glatt sind.


    Gruss Sven.

  • Ich behaupte jetzt mal, obwohl ich keine Statistik an der Hand habe, dass die Nachfrage nach 5x7 global deutlich höher ist, weil der Verbrauch in den USA deutlich höher ist in Europa. Das war in der Vergangenheit so und dürfte auch immer noch so sein, da die USA immer wesentlich filmafiner ist. Und klar sie haben Inch Maße.


    Ein andere Grund dürfte sein, das Zollmaße wirtschaftlicher zu schneiden sind wenn die Rollen auch auf Zollbasis hergestellt werden. Du findest ja selbst bei Fotopapieren kaum noch metrische Maße. Auf den zweiten Blick stellt sich immer heraus, dass die cm Nachkommastellen haben, während die Zollmaße bis auf den 1/2" glatt sind.


    Gruss Sven.

    Ein sehr interessanter Gedanke. Der würde auch die „nicht so große Verbreitung“ selbst den 5x7 Kameras erklären.

  • Ich kenne auch kein 13x18 Fotopapier. 5x7 war halt 13x18 hat nie einer nachgemessen oder drüber nachgedacht.

    Jedenfals in den 80er/90ern.

    Sehe ich auch so, wir hatten damals immer bei Agfa direkt bestellt. Da kam der RSX 100 immer kistenweise in 13x18 :love:

    Damals in den 80-90gern . . .

    Die zwei schönsten Geräusche der Welt sind: Ein Verschluss der sich öffnet und wieder schließt.

  • 5x7 und 13x18 sind nicht mehr so verbreitet, weil die Leute aus guten Gründen auf 4x5 und 8x10 gegangen sind. Die Mitte ist weder Fisch noch Fleisch.


    Alte Hasen aus dem Forum möchten mich korrigieren, aber 13x18 war ja lange ein Standard-Format für Architektur- oder Industriefotografen. Irgendwann ab den 70ern wurden die kleineren Formate durch bessere Filmtechnik verbreiteter. Dann reichte 9x12 bzw. 4x5 halt aus für die erforderliche Qualität, zumal es günstiger war.


    Heutzutage haben wir ja fast nur noch einen Liebhabermarkt. 4x5 bietet eigentlich alles, was man erstmal braucht. Wenn man es größer möchte, geht man dann gleich auf 8x10 als Einstieg in die Welt der großen "ULF" Formate. Die Zollmaße haben sich durchgesetzt, vor allem weil die größte Szene sicherlich in den USA ist und Kodak und Ilford nativ in Zoll messen. Das alles macht es nicht einfach für die alten metrischen Format 13x18 oder noch extremer 10x15.

  • Die Mitte ist weder Fisch noch Fleisch.


    Das sehe ich entschieden anders, und seit meinem Erstkauf vor rund 30 Jahren erachte ich 13x18 bzw. 5x7 noch immer als mein Idealformat.

    Für mich persönlich ist das ein echtes, und mich glücklich machendes, Großformat-Format ( Attong, sehr subjektive Sichtweise); im Vergleich zu 8x10" aber ist alles noch halbwegs bezahlbar und tragbar.

    Mit einem 4x5 Rückteil und nur sehr wenigen weiteren Optiken kann ich zwischen den Formaten switchen und habe einen sehr ordentlichen Optikfuhrpark aufgrund möglicher Doppelnutzung meiner 5x7 Objektive.


    5x7" ist auch ein gutes Sprungbrett zum ULF, wozu 8x10 allerdings noch gar nicht gehört.



    Wenn man es größer möchte, geht man dann gleich auf 8x10


    Wer ist denn "man" - der obige Herr Fleischnochfisch ??

    Ich jedenfalls wollte es größer, und ging gleich auf 30x40, da war mir 8x10 echt zu klein :-)

  • Alte Hasen aus dem Forum möchten mich korrigieren, aber 13x18 war ja lange ein Standard-Format für Architektur- oder Industriefotografen. Irgendwann ab den 70ern wurden die kleineren Formate durch bessere Filmtechnik verbreiteter. Dann reichte 9x12 bzw. 4x5 halt aus für die erforderliche Qualität, zumal es günstiger war.

    Das dicke Plus bei 13X18cm liegt für mich im Weitwinkelbereich. Daher auch derEinsatz bei Architektur- oder Industriefotografen.

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