Im Prinzip ähnlich ...

  • thomas_schertel Fotografierst Du auch mit der Atom oder ist sie mehr ein Sammlerstück?


    Ich habe 10 von den Neusilber-Kassetten (No. 64) dazu aus 3 verschiendenen Quellen. Ich habe die alle mal durchgemessen und es scheint so zu sein, dass die jeweils unterschiedliche Soll-Werte des Auflage-Maßes haben, also in dem Fall die Distanz vom Auflagebereich im Rückteil bis zur Glasplatte. Die einen scheinen 0,8mm, die anderen 1mm und die weiteren 1,2mm als Maß zu haben. Ich will mal versuchen das anzugleichen … mir fehlt auch ein Rückteil, das muss ich mir noch basteln.


    Auf Deinem Bild sind die 726er Kassetten zu sehen. Haben die eine flache Auflage für die Glasplatten innen, oder kleine gebogene Auflagen im Blech? Die 64er Kassetten mit vermutetem Auflagemaß von 1,2mm habe diese. Ich würde ja gerne wissen welche Kassetten zu welchem Modell gehörten, aber das wird sich wohl heutzutage nicht mehr zweifelsfrei feststellen lassen.


  • Ich habe leider nur 5 Kassetten, Typ 726.

    Die haben so kleine gebogene Federn. Ich kann sie jetzt nicht zeigen, weil Film drin ist. Ich habe ihn mit dünnen Blechen unterlegt. Seit gestern hab ich auch noch die horizontale Version. ich bin auf die Bilder gespannt. Wahrscheinlich darf man wegen der Anlagemaße keine Wunder erwarten

    Ich habe einen Nachdruck des ICA-Kataligs. Dort ist für beide Modelle die 726 vorgesehen. Die Neusilberkassette hat die Nummer 64.

    Wie hst Du gemessen?

  • Hab Dank Thomas! Warst Du der Käufer der das eine Gebot bei ebay kurz vor Schluss getätigt hatte? Ich hatte auch überlegt, aber hoffe doch noch auf ein Modell mit dem 4,5er Tessar ;)


    Hier ist eine 726er (fälschlicherweise als 736 angegegen) etwas teuer zu haben: https://www.ebay.de/itm/114651413369 Die Federn sind doch sicher die Andruckfedern, welche die Platte fixieren? Oder liegt die Platte auch auf solchen Federn auf? Ich kenne das so ähnlich von vergleichbaren größeren Blechkassetten.


    An Katalogen habe ich 1912, 1919, 1922, 1925 und 1927 digital aus dem Netz. Kann ich gerne bei Bedarf senden. Das ist sehr interessant was sich da so über die Jahre verändert hat und was nicht.



    Gemessen habe ich mit einer kleinen Brücke aus MDF, auf der habe ich den Messschieber auf einer gerade Fläche genullt und dann an den Kassetten, mit eingelegter Glasplatte, gemessen. Jeweils in den 4 Ecken. Dann das Ganze gemittelt und versucht schlau draus zu werden … Jetzt habe ich gerade nochmal mit einer losen Mattscheiben und Distanzstücken geschaut und bei Unendlich-Einstellung müsste das nötige Auflagemaß scheinbar 1,5mm betragen. Das passt natürlich zu keiner der 64er Kassetten (0,8–1,2mm), aber vielleicht sind die auch einfach über die Jahre ausgenudelt.


    Ich werde mal versuchen ob ich die an das vermeintliche Idealmaß bekomme. Ist ja alles biegsam, man könnte wohl auch zwischen Plattenauflage und Auflagefläche der Kassette selbst evtl. Distanzbleche einschieben, da ist ein wenig Lücke dazwischen.


    Hast Du je ein Rückteil für deine beide Atome? Da wäre es mal interessant bei beiden die Distanz zwischen Auflagefläche (also die, die auf der erhöhten Umrandung der Kamera selbst aufliegt) und Mattscheibe zu messen.


    Viele Grüße,


    Alexander

  • Eine Packfilmkassette hast Du aber auch! Da müsste man mal erforschen wie die damals zusammengefaltet wurden, dann könnte man sich so ein Pack unter Umständen zurechtbasteln. Aber sicher nicht ganz Trivial.


    Ich hab mich gefreut zu lesen dass Du auch mit der Atom fotografierst. Meine jetzige habe ich von einem Sammler. Und irgendwie tun mir die Kameras leid, wenn sie nur noch angeschaut werden. Ja … ich weiß … meine stehen auch mehr rum als dass ich sie nutze, aber ich mache es doch immer wieder ;)

  • ich wurde über Facebook auf das Ebayangebot aufmerksam und war der einzige Bieter. Lt. Beschreibung stimmten die Zeiten nicht. Ich konnte den Verschluss reonigen und eine Fefer wieder einhängen. Jetut geht alles. Das Tessar wäre wohl besser, als das Hekla in meiner Kamera. Sie ist wohl von 1919/20. Ich fotografiere mit allen meinen Kameras. Nur bei den Bocen habe ich es aufgegeben.

  • Jetzt habe ich mal am Mattscheibenrahmen herumgemessen. Beide sind leich, die Mattscheibe ist 1,5 mm vom Rahmen entfernt (grüner Pfeil).

    In der Kamera ist wohl die Bezugsfläche der innere, leicht erhöhte Rahmen. In den Ksssetten sollte das dann die umlaufende Rille sein und nicht das hochgebördelte Blech.

  • Auch im Prinzip ähnlich, oder.?


    6,5x9 zu 12x20




    Grüße

    Ralf


    P.s.: Einen Filmpack selbst zu bauen, halte ich für unmöglich. Der Planfilm hat eine lange Papierfahne und wird nach dem Belichten nach unten umgelenkt und ganz nach hinten gezogen. Dann kann man den Papierstreifen abreißen und im vorderen Bereich steht der nächste Planfilm zur Belichtung bereit. Ich hatte noch einen angefangenen Pack, kann ich jedoch gerade nicht finden. . .

  • Jetzt habe ich mal am Mattscheibenrahmen herumgemessen. Beide sind leich, die Mattscheibe ist 1,5 mm vom Rahmen entfernt (grüner Pfeil).

    Danke großartig, das hilft mir unheimlich weiter! Das ist netterweise auch genau das was ich beim Testen ermittelt habe, die Bestätigung ist sehr gut. Ist nur verrückt, dass die Kassetten alle recht weit davon entfernt sind. Dann werde ich mich mal daran machen das zu ändern und ein wenig Blech biegen.


    Ersatz für die fehlende Einstellscheibe ist in der Mache:


  • P.s.: Einen Filmpack selbst zu bauen, halte ich für unmöglich. Der Planfilm hat eine lange Papierfahne und wird nach dem Belichten nach unten umgelenkt und ganz nach hinten gezogen. Dann kann man den Papierstreifen abreißen und im vorderen Bereich steht der nächste Planfilm zur Belichtung bereit. Ich hatte noch einen angefangenen Pack, kann ich jedoch gerade nicht finden. . .

    Einfach ist es sicherlich nicht. Ich hab leider auch keinerlei Material zum »Reverse-Engineeren«. Habe auch keine Quellen dazu im Netz auftun können. Möglich müsste es ja schon sein, aber der Aufwand rechtfertigt vermutlich nicht das Ergebnis.



    Quote

    We choose to reverse-engineer a filmpack in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard, because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to postpone, and one which …

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