Fleischmann, H0, Diesellok, Baureihe 260

  • Am letzten, mit Regen verhangenen und Corona schwangeren Sonntag,

    habe ich meine Toyo Grossformat-Kamera genommen,

    von Fotodiox den Stitch-Adapter,

    das 120mm Rodenstock Makro-Objektiv

    und als Back die EOS »R«,

    um meine alte H0-Diesellok, eine BR 260 von Fleischmann abzulichten.


    So entstanden 6 Aufnahmen mit je 1/4 sek. bei Blende 45,

    die mir vom Photoshop habe zusammenrechnen [Stitchen] lassen.

    Blende 45 brauche ich hier, damit auch die hinteren Puffer der Lok

    noch scharf abgebildet werden.


    Ausgeleuchtet worden ist mit 2 Foto-LED-Leuchten.


    Warum das Ganze?


    Mit der Toyo kann ich bis zu 20° Tilten,

    mit meinem 50mm Makro TS-E von Canon, nur bis 7,5°.


    So brauche ich nicht zu Stacken und man kann Umfeld und Hintergrund

    u.U. mit einbeziehen.


    Konzentriertes Einarbeiten erfordert allerdings das Fokussieren.

    Zuhilfe kommt einem da die Lupenfunktion [5-10-fach] der »R«.


    Ich bin noch auf der Suche nach einem guten Tutorial zum Thema

    Fokussierung GF in Zusammenhang mit dem Tilten.


    * * *


    Achtung, die Datei ist 16.295 * 7.625 Pixel und 17.127KB groß ...


    Diesellok BR 260, H0, Fleischmann


    mfg hans

  • Hans Harms

    Changed the title of the thread from “Fleischmann, H0, Diesellok, Baureihe 261” to “Fleischmann, H0, Diesellok, Baureihe 260”.
  • Mir gefällt's.

    Präzise Schärfeführung und gute Materialwiedergabe.

    Der Freistelleffekt ist sehr stark.

    Ich würde es noch mehr mögen, wenn das Objekt etwas mehr ins Umfeld eingebunden wäre.

    Z.B. mit mehr Tiefenschärfe. Aber das ist Geschmackssache.

  • Ich finde die Aufnahme an sich gut gelungen. Sie würde sich in einem Sammlerkatalog gut machen.


    Drei kleine Anmerkungen würde ich allerdings machen wollen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau:

    1. Mein Blick wandert immer wieder auf den Spalt im Gleis und das hell glänzende Verbindungsstück darunter. Vielleicht wäre ein ununterbrochenes Gleisstück hier besser.

    2. Das spiegelnde Fenster lenkt den Blick auch sehr auf sich, genauso wie die ausfressenden Lichter an den Geländern (nennt man das so?). Könnte hier evtl. ein Polfilter Abhilfe schaffen?

    3. Gleis und Gleisbett sehen im rechten Bildbereich seltsam aus, fast wie Verwacklungsunschärfe oder Überschärfung. Zudem ist das Gleis in diesem Bereich sehr fusselig/staubig, was die ansonsten recht klare, saubere Aufnahme stört.


    Wie gesagt, sehr schöne Aufnahme.


    LG aus Dresden

    Paul

  • Mir gefällt's.

    Präzise Schärfeführung und gute Materialwiedergabe.

    Der Freistelleffekt ist sehr stark.

    Ich würde es noch mehr mögen, wenn das Objekt etwas mehr ins Umfeld eingebunden wäre.

    Z.B. mit mehr Tiefenschärfe. Aber das ist Geschmackssache.

    Moin!

    Danke!

    Ich habe mit der Tiltfunktion gearbeitet, bin ran an das Motiv und habe bis 45 abgeblendet.

    Mehr Schärfentiefe würde .U. bedeuten weniger Brennweite [keine 120mm], weg vom Motiv und

    im Nachhinein einen Ausschnitt bilden.


    Werde aber mal daran arbeiten. ;):thumbup:


    mfg hans

  • Meine Meinung - rein technisch (als ob ich das Foto für einen Katalog in Auftrag gegeben hätte):

    Für die erreichte Schärfe ist die Datei zu groß.

    Die Schärfe erfasst nicht die Breite der Lok; der Schornstein (mitten auf dem Dach) ist sehr unscharf, die hintere Dachkante natürlich noch mehr. (da hilft eventuell, die Schärfe etwas nach hinten zu verlegen)

    Die roten nicht glatten Geländerteile (hinten) zeigen helle Auslöschungen - das sollte bei der Farbe und der nicht glatten Overfläche nicht sein.

  • Moin!

    zu 1: Werde eine Gleis ohne Verbinder verwenden

    zu 2: Ja, das Licht in den Fenstern und Geländern ist ein Problem

    zu 3: Fussel und Staub werden vor der Aufnahme beseitigt,

    sammeln sich aber ebenso schnell wieder an.


    Danke!


    mfg hans

  • Meine Meinung - rein technisch (als ob ich das Foto für einen Katalog in Auftrag gegeben hätte):

    Für die erreichte Schärfe ist die Datei zu groß.

    Die Schärfe erfasst nicht die Breite der Lok; der Schornstein (mitten auf dem Dach) ist sehr unscharf, die hintere Dachkante natürlich noch mehr. (da hilft eventuell, die Schärfe etwas nach hinten zu verlegen)

    Die roten nicht glatten Geländerteile (hinten) zeigen helle Auslöschungen - das sollte bei der Farbe und der nicht glatten Overfläche nicht sein.

    Moin!

    Ja, für diese Größe erscheint die Datei zu unscharf.

    War mit Blende 45. Daher meine Frage nach einer evtl. Beugung.

    Schärfentiefe ist in der Tat unzureichend.

    Ich bin auf der Suche nach einer Alternative zu Focus-Bracketing und /-Stacking.


    Ich arbeite an den hier aufgezeigten Punkten! :thumbup:


    mfg hans

  • Beugung mindert etwas die Auflösung und macht das Bild "weicher". Dem kann man aber mit dem Kontrastregler entgegenwirken.

    Wohin hast du die Schärfe gelegt? Das Fenster nach vorn ist an der hinteren Kante schon nicht mehr scharf - genau wie der aufgemalte Blitz.

    Hast du versucht, die Schärfe auf die Kante des Fensters zu legen (also weiter nach hinten als bei dem gezeigten Foto)?

    Ein Schuss reicht da erst einmal völlig aus - und so schließt du auch aus, dass es zu einer Verlagerung durch den Stitchadater kommt. Besser ist übrigens ein Adapter, der gegen das internationale Rckteil ausgetauscht wird. So kommt man ein paar Millimeter mit der Kamera weiter nach vorn. Die Datei, die die Kamera erzeugt, scheint mir schon bei einer Aufnahme allemal groß genug.

  • Wohin hast du die Schärfe gelegt? Das Fenster nach vorn ist an der hinteren Kante schon nicht mehr scharf - genau wie der aufgemalte Blitz.

    [...]

    Moin!

    Die Schärfe habe ich auf das Fahrwerk gelegt, dem schwarzen Streifen mit der gelben Schrift zwischen dem rotem Gehäuse und de Rädern gelegt.

    Werde weiterhin testen, vor allem auch beim Legen der Schärfe.


    mfg hans

  • Moin!

    Ich möchte die Lok nicht parallel zur Aufnahmeebene aufstellen,

    sondern mehr oder weniger diagonal.

    Trotzdem möchte ich sie von vorn bis hinten scharf abbilden.


    Ich arbeite auch mit Focus-Bracketing und Stacking

    Um dem evtl. aus dem Wege zu gehen, möchte ich mit meiner GF Tilten und Shiften.


    Wie stelle ich das mit GF an?


    Ich stelle die Lok schrägt zur Aufnahmeebene auf,

    lege die Schärfe mit der Tilt-/Swing-Funktion parallel zur Lok und blende stark ab,

    damit die Lok in voller Tiefe/Breite, bis zu den hinteren Puffern, scharf abgebildet wird.


    Meine hier gezeigte Datei ist leider nicht optimal scharf.

    Was mache ich falsch, bzw. muss bei/mit GF ich ändern?


    mfg hans

  • Hmh ..., ich frage mich die ganze Zeit beim Lesen, von was für Unschärfen hier die Rede ist. Fing schon fast an, an meinem eigenen Qualitätsanspruch zu zweifeln. :shock:

    Wenn ich mir das Bild in voller Ausdehnung auf den 24-Zoller hole, sehe ich eine Wiedergabe der gesamten Lokseite, die so scharf ist, dass die Minibeschriftung am Chassis in voller Ausdehnung lesbar und die Oberflächenstruktur vom Puffer rechts bis zum Geländer links scharf abgebildet ist. Da bietet allein der Screenshot schon mehr, als man bei einem Ganzseiter im Märklin-Katalog drucktechnisch wiedergeben kann. Das würde sogar noch für ein A1-Poster reichen. So viel zum praktischen Nutzen. :)


    Jetzt sehe ich aber erst, dass die von Hans abgelegte Bilddatei beim Download sehr viel größer ist: Jaaaaa, ... in voller Schönheit und fast 4,50 Länge in Plakatdruckauflösung sehe ich bei der Lok dann auch Unschärfen. Und auch da dürfte die Offsetrosette eher das limitierende Moment darstellen als die Bildschärfe. Somit verstehe ich die Intention hier weniger praxisorientiert, sondern mehr als Fingerübung, um ein akademisches Optimum herauszuarbeiten. Und dann kann ich euch hier auch wieder folgen ... ;)

  • [...] Somit verstehe ich die Intention hier weniger praxisorientiert, sondern mehr als Fingerübung, um ein akademisches Optimum herauszuarbeiten.

    [...]

    Moin!

    Es geht mir darum Fingerübungen vorzunehmen, um auszuloten,

    wie man durch Routine/Praxis, auch in der hier gezeigt Größe, ein optimales Ergebnis erreicht.

    Und das Ganze mit einer verstellbaren Kamera, als Alternative zum Focus-Bracketing.


    @all: Bedankt für´s Anschauen und beraten!


    Ich würde hier gern weitere Ergebnisse zeigen.


    mfg hans

  • Ich habe gerade mal probiert: ein Modellauto mit den gleichen Maßen wie die Lok in Länge (12cm) und Breite.

    Trotz Objektivschwenken und Abblenden auf 32 (mehr ging nicht) ist das nicht so scharf, wie ich es gern hätte.

    Technik: Fujifikm GFX50s mit adaptiertem Canon TS-E 90mm


    https://www.dropbox.com/s/emyh…jch/Nicht_scharf.jpg?dl=0


    Ich habe die Offenbledschärfe nach hinten wandern lassen und dann jeweils abgeblendet das Foto gemacht. Wenn die jenseitigen Außenspiegel allählich in die Schärfe kommen, sind die Radkappen vorn schon zu weit aus der Schärfe heraus.

  • [...]


    Ich habe die Offenbledschärfe nach hinten wandern lassen und dann jeweils abgeblendet das Foto gemacht. Wenn die jenseitigen Außenspiegel allählich in die Schärfe kommen, sind die Radkappen vorn schon zu weit aus der Schärfe heraus.

    Moin!

    Frage von der gestalterischen Seite her:

    Wenn man die Schärfe jetzt parallel, auf die Räder vorne und hinteren rechts legt, sollte der hintere Scheinwerfer dann auch noch scharf sein?!


    mfg hans

  • Als Übung meinetwegen, aber ein gewisser Schärfeverlauf macht so ein Motiv ja auch natürlich.

    Ich würd bei sowas eher drauf achten, dass vorn kein Rot reflektiert (sieht man besonders in den Stufen) und der zweite Scheinwerfer ebenfalls ein bisschen Licht bekommt.

    Das einzige was die Scale-Optik dann noch stört ist die Rauheit der Oberfläche aber dafür kannst du ja nix ;-)

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