Papier für Kontaktkopien

  • Früher gab es für Kontaktkopien das Chlorsilberpapier, das war einmal.


    Welches Papier ist heute noch zu empfehlen um gute Kontaktkopien zu erhalten?


    Der Markt für Fotopaiere ist schon recht überschaubar, wollte jetzt erst einmal mit einen kartonstarken MG Barytpapier anfangen, vielleicht hat aber jemand von Euch schon Erfahrungen mit dem einen oder anderen Papier machen können.

  • Welches Papier ist heute noch zu empfehlen um gute Kontaktkopien zu erhalten?


    Worum geht es dir denn, bei einer "guten Kontaktkopie"?



    wollte jetzt erst einmal mit einen kartonstarken MG Barytpapier anfangen


    Nach Jahren der Fomabrombenutzung werd ich mir mal wieder ne Rolle Fomatone Warmtone hinlegen; ich bin diesmal nur noch nicht sicher ob halbglänzend oder Vollglanz - da muß ich erst noch meine beiden Probepackungen wegbelichten.

    Foma Papier, für mich seit jeher ein gutes Preisleistungsverhältnis, und mir stets vollkommen ausreichend.


    Leider swirlt das Rollenpapier wie eine Feder, da bietet sich zur Entspannung ein Umrollen in die andere Richtung an.

    Bei Kontakten ist das Aufbäumen freilich wurscht (Glasplatte).

    Sonst hätte ich nichts zu bemängeln.


    Gibt es die POP-Papiere von Lodima noch?

    Dann wäre das für Dich womöglich eine Recherche wert..

  • Ich kann es jetzt nicht sagen was da was ist, da ich keinen aktuellen Vergleich habe, aber zu seiner Zeit war das Unibrom und Bromporträt (ich schreibe es einfach so) um einige Schritte dem Foma und Forte voraus. Und ich denke das die Russen bis jetzt noch das Barytpapier mit dem Formalin behandeln.

  • Auskopierpapiere hatten nur Chlorsilber Halogenide, die sind deutlich umempfindlicher als die heutigen Chlorbromsilber Papiere.

    Denke das man heute einfach ausprobieren muss welches an besten funktioniert, die Belichtungszeiten sind aber sehr kurz und lassen sich nicht so optimal steuern als wenn es ein sehr langsames Papier wäre.

    Habe halt gedacht das hier schon einige Erfahrungen mit Kontaktkopien gemacht haben.


    Die ursprünglichen Auskopierpapiere erzeugten schon während der Belichtung ein schwach sichtbares Bild dadurch da sich das Halogenid reduzierte zu reinem Silber, dadurch konnten sie enorme Kontraste bewältigen weil dort wo bereits das reine Silber durchkam nahm die weitere Schwärzung ab.

    Sehr ähnlich ist es bei Cyanotypien zu beobachten.

    Diese Papiere gibt es aber wohl schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

  • Habe halt gedacht das hier schon einige Erfahrungen mit Kontaktkopien gemacht haben.

    Jaja- deswegen fragte ich auch, was für Dich ein "guter Kontakt" sei.

    Für mich ist ein guter Kontakt zunächst mal Jener mit gutem Kontakt.

    Ich sehe jedenfalls keine Probleme beim Kontakten; aber letztlich fehlt mir der Vergleich zu den guten alten Papieren.


    Zuviel an Licht kann man abdunkeln, Splitgrade usw geht mit VC/MG auch.

    Die ursprünglichen Auskopierpapiere erzeugten schon während der Belichtung ein schwach sichtbares Bild dadurch da sich das Halogenid reduzierte zu reinem Silber, dadurch konnten sie enorme Kontraste bewältigen weil dort wo bereits das reine Silber durchkam nahm die weitere Schwärzung ab.


    Eine mögliche Form der "Automaskierung" wäre, das blanke Papier vor dem Belichten in den Entwickler zu werfen.

    Das gibt allerdings ein eher stark sichtbares Bild während der Belichtung :)

    Und es ist ein schmieriger Job..

  • Da gibt es noch das Unibrom oder Bromporträt von Slavich. Ist aber eine Seltenheit bei uns (warum auch immer).

    Ist ja aus Russland, kann ja nur schlecht sein, bei den heutigen antirussischen Dispositionen. Wahrscheinlich brauchen sie das Papier dort, um Kra'walnij damit zu vergiften. Zynismus beseite: Das ist geniales Papier geo und wirklich bedauerlich, dass so etwas hier nicht ankommt, genauso wie das Wissen, um die Arbeiten aus der genialen Fotoszene in Russland.

  • Ist ja aus Russland, kann ja nur schlecht sein, bei den heutigen antirussischen Dispositionen. Wahrscheinlich brauchen sie das Papier dort, um Kra'walnij damit zu vergiften. Zynismus beseite: Das ist geniales Papier geo und wirklich bedauerlich, dass so etwas hier nicht ankommt, genauso wie das Wissen, um die Arbeiten aus der genialen Fotoszene in Russland.

    Klar doch! Aus dem wird sogar das Kampf Gas Novichock hergestellt mit dem alle Putins (wen schon dann schon) Opponenten vergiftet werden!!! Die Überproduktion geht um die Röhre für die Nord Stream Pipe Line zu wickeln.

  • Ok, danke Euch beiden - das Unibrom festgradfuiert gibt es also noch.

    Wo ist der Vorteil, z.B. gegenüber dem Fomabrom?

    Foma wäre etwas preiswerter, und die belieferten mich stets zuverläsig.


    Welche Vorteile bietet das Unibrom beim Kontakten?

    Ich rede jetzt von reinem Baryt Papier. Das PE „Berözka“ war schon damals Scheiße und als Scheiße ist es höchstwahrscheinlich auch geblieben (Ist immer und bleibt so wen man Scheiße kopiert).


    Jetzt zu deiner Frage.


    Das Unibrom oder das Bromporträt (für die Linguisten. Wie das Wort richtig geschrieben wird ist sogar mir bekannt) lässt sich auch ohne zusätzliches härten heiß behandeln. Ist auch gegen die mechanischen Beschädigungen weniger empfindlich. Ist auch wesentlicher resistenter für das Duka Licht. Und mit dem Silber Gehalt hat man da auch nicht gegeizt. Ob das alles so geblieben ist werde ich meine Hand jetzt nicht ins Feuer legen. Wegen meines miserablen Charakters werde ich demnächst mir eine Schachtel besorgen und austesten ob man möglicher weise auch nicht da den „Barbaren“ beigebracht hat wie man das Gute Papier macht.


    Auf jeden Fall auf diesem Papier hatte ich Kontakt Abzüge und genau so viele Projektionen gemacht das die Finger fast immer braun von dem Metol waren.

  • Ich habe mir das Papier in den späten 1990ern einmal von einem russischen Kollegen mitbringen lassen, weil ich von seinen Portfolios mit diesem Papier stets von den Socken war. Für ihn war alles hier, unbezahlbar.

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob es nicht in der UdSSR mehrere Slavich Produktionsstätten gab und die entsprechenden Qualitätsvarianten damit einhergegangen sind.

    In jedem Fall ist es ein wunderbares klassisches Barytpapier mit satten Schwarztönen gewesen. Hier ist die russische Seite: http://tdslavich.ru/content/fo…gi-unibrom-i-bromportret/ mit einem umfänglicheren Angebot als die litauische. (s. oben)

    Das Stimmt. Es gab unterschiedliche Produktionsstätten. Eine war in der Ukraine (die größte in ganz Europa) in der Stadt Schostka. Aber auch da hat die „Treue Hand“ fleißig mitgeholfen das da kein Stein mehr übrig bleibt.

  • Über die Produktionsstätten wie über die Zuverlässigkeit als "Partner" krieg ich Details raus.


    Ansonsten war Meister Moersch dem Slavich wohl auch mal sehr zugeneigt, dann aber nicht mehr??, wobei ich den Grund nicht mehr weiß.

    Könnte an abgesunkener Lithfähigkeit gelegen haben..


    Und mit dem Silber Gehalt hat man da auch nicht gegeizt


    Das ist bei den Firmen, die den Technologiesprung hin zu weniger Rohstoff nicht ganz geschafft haben, auch nötig, aus meiner Sicht aber durchaus auch mal von Vorteil ("Anmutung"/Ästhetik).

  • slavich: sogar noch in mehr als nur einer festgradation lieferbar! diesbezüglich haut ja ilford immer mehr in´sack...und dabei noch 2,5fach günstiger. das schreit nach: teste mich!


    danke für den tipp!

    dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
    likes? lieber nicht. unnötig.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!