Enlarger enlignment, Schärfe Ebene einstellen

  • Eine Wasserwaage kostet nicht nur weniger und kann daher dauerhaft installiert bleiben, sofern man mehrere davon hat.

    Die Wasserwaage erfordert, dass es eine feste Bezugsebene gibt, die absolut waagerecht ist. Bei festehenden Grundplatten muss also schon die Grundplatte waagerecht sein. Hast Du mal einen Vergrösserer einstellen wollen, bei dem die Grundplatte verstellbar ist (z.B. für Verzerrungen)? Das lässt sich nur mit einer Wasserwaage nicht wirklich machen, weil es da 3 Ebenen gibt, die planparallel eingestellt werden müssen. Das Prinzip mit dem Laser funktioniert unabhängig von der Grundausrichtung des Vergrösserers: Du könntest ihn auch auf einen Abhang stellen.

    Grüsse
    Andreas

  • Nun ja, mit dem Gyro der elektronischen Wasserwaage kann man ja die Abweichung von der Achse der Erdbeschleunigung berechnen. Die Erdbeschleunigung mit ihrer Richtungsbindung zu Erdmittelpunkt wäre da ja schon mal als physikalisches Bezugssystem verhanden. (In der Schule bauen sie Self Balancing Robots, so Segway-Geräte, die einfach nur in der Gegend herumstehen, auf zwei Rädern, indem sie vor- und zurück balancieren, mit Stepper-Motörlein. Die kriegen ihre Daten vom Gyro, die dann in die Bewegung der Stepper einfließen.)


    Klar, könnte man zur Erdbeschleunigung jetzt noch Sonne und Mond und die Höhe der Aufstellung (Totes Meer, Mount Everest, aber da trage ich den L138 jetzt nicht hin ...) in die Rechnung einbeziehen, vermutlich auch Einsteins Relativitätstheorie. Aber für den Hausgebrauch reicht der Fahrstuhl zum Erdmittelpunkt.


    Das weitere Vorgehen beim Vergrößerer erklärt sich dann von selbst: erst wird die Inklination beim Aufstarten des Microcontrollers gemessen, und dieser erste Wert wird dann als Referenz gesetzt. Alle weiteren Messungen, wenn man will bis zu 1024 pro Sekunde, werden dann gegen diesen Referenzwert gerechnet, wodurch sich die Abweichung ergibt. Das Gerät eicht sich sozusagen von selbst, egal, ob ich es gerade oder schief montiere. Man kann den Gyro mit Heißklebeleim außen an den Vergrößerer kleben und den Microcontroller herabhängen lassen.


    Das eigentliche Problem ist, dem Gerät eine Trägheit einzubauen. Denn es reagiert so fein, dass es schon ausschlägt, wenn ich gerade jetzt beim Schreiben in die Tasten haue. Wenn das Notebook was zu schaffen hat oder die CD ausliest, wackelt es auch, und entsprechend zittern die Werte / Ausschläge, im Bild das "z", das sich nach links oder rechts bewegt, in 0.1° Intervallen. In der ersten Reihe stehen die Zahlen.


    Wenn Du jetzt wie am L138 nach einer Entzerrung wieder in die Normallage willst, bestimmst Du ja mit der Verstellung des Grundbrettes zwei Neigungswinkel: den von Dir weg in den Raum, nennen wir ihn y, und den von links nach rechts, nennen wir ihn z. Beide Neigungswinkel sollen im parallel ausgerichteten Gerät 0 sein.


    Eine Wasserwaage kann sie ananzeigen; es kommt auf den Bau der Waage an, vgl. https://www.aliexpress.com/item/1005001752635793.html - dieses Exemplar hat 60mm Durchmesser und eine Skalierung.


    Der Microcontroller mit dem Gyro zeigt beide Winkel numerisch an. Ich kann wie bei einer Sinar P den y-Wert vom Mikrokontroller/Gyro am Objektiv übernehmen und das Grundbrett so lange in zwei separate Richtungen bewegen, bis der daran befestigte zweite Gyro genau die Werte vom Objektivträger anzeigt. Dasselbe kann man mit der Negativbühne machen.


    Man könnte dann sogar den Winkel für das Grundbrett ins Negative verkehren und den gefundenen Wert in die Verstellung der Negativbühne übertragen, bei waagerechter Objektivplatine. Mit numerischen Angaben wird eben alles kontrollierbar. Auch die Verstellung.


    Bei Vergrößerer spielt Scheimpflug eine andere Rolle als bei der Aufnahmekamera. Dort braucht man nicht nur den Sonderfall Parallelität, oder allgemeiner: die Perspektive, wie beim Vergrößerer, sondern unter Umständen Tiefenschärfe.


    Ich habe das jetzt nicht selber erfunden, sondern nur auf gängige Methoden aus dem Netz zurückgegriffen. Das ist kein Voodoo - so macht man das heute in Handys, XBoxen, Drohnen, Robotern, Interkontinentalraketen usw. Im Anhang der Code.


    Natürlich kann man da auch noch eine ganze Menge verfeinern - aber die Perspektive, im Bereich der Fachfotografie auf solche Sachen zurückgreifen zu können, wo doch die analoge Welt mit Entwicklung der Digitalen eine verlorene Zeit zu sein scheint, klingt für mich verlockend.


    Z.B.: ergänzte man eine solche Ausrichtungselektronik (3 x Gyro, 3 x Microcontroller, insgesamt max. 20 Euro) mit einem weiteren Microcontroller mit Infrarot- oder Ultraschall-Abstandssensor/Lidar für Drohnen, könnte man beim Vergrößern exakt die Belichtungszeit ausrechnen, die bei einer Änderung des Vergrößerungsmaßstabes anfällt. - Der L54 hat sowas mechanisch eingebaut, als Faktorenskala, was wiederum Rechnerei nach sich zieht. Der L138 und viele andere Vergrößerer aber haben das nicht. Mutatis mutandis wäre das auch auf Makroaufnahmen übertragbar (Balgenauszug).

  • [...] Das mit den Vorteilen der Laserlösung ist mir jedoch nicht einsichtig. Ich sehe da nur Nachteile. [....]

    Das Lasergerät kann nur eines: eine senkrechte Ausrichtung analog anzeigen, und das noch in einer problematischen Weise, per Laser. Da wird die Ausrichtung erst recht zu einer heiklen Sache. [...]

    Hmm, vielleicht reden wir hier ein wenig aneinander vorbei. Vielleicht ist ein wenig unklar, wie das mit dem Laser funktioniert. Vielleicht hat Dich das zitierte "ist doch Murks" veraergert.


    Der Laser ist so ausgerichtet, dass er den Lichtstrahl exakt senkrecht auf die Bezugsflaeche, auf der er steht nach oben schickt. Zugegeben, diese Orthogonalitaet selber einzurichten ist nicht so einfach. Aber sollte eigentlich nur einmal noetig sein. Mit dem fertigen Werkzeug guckt man nur nach dem reflektierten Strahl der einzurichtenden Ebene. Trifft dieser wieder exakt die Austrittsoeffnung, dann ist die reflektierende Flaeche parallel zur Standflaeche ausgerichtet. Die Genauigkeit kann man, wenn man will selber ausrechnen. Normale Libellen oder Wasserwaagen sind von der Winkelgenauigkeit jedenfalls kaum machbar. Falls gewuenscht kann ich das ja mal ausrechnen, bin gerade nur zu faul dazu.


    Bei Wasserwaagen muss jede einzelne ziemlich exakt sein und man muss jede Ebene einzeln exakt einstellen. Beim Laser muss man "nur" relativ zueinander einstellen. Vielleicht ist das Ausrichten mit Wasserwaage auch nicht so schwer, aber wirklich praktisch stelle ich mir das nicht vor.

    Eine Ausrichtungsorgie verlangt das Wasserwaagenprinzip aber eher nicht. Man befestigt die Gyros oder die analogen Wasserwaagen wie z.B. diese Sinar-Wasserwaagen dauerhaft an den entscheidenden Stellen. Du würdest von der Arbeit mit einer Sinar P ja auch nicht sagen, das wäre eine "Ausrichtungsorgie".

    Das geht von der eigentlichen Fragestellung ein wenig weg. Aber das bleibt interessanterweise ein aehnliches Problem. Ich habe bislang keine Sinar P benutzt. Aber ich benutze fuer das Ausrichten der Kamera eine "Praezisionswasserwaage". Eine Orgie ist das nicht, ich gebe mir aber auch nur mit der Rueckstandarte so richtig viel Muehe. Aber selbst wenn die Libellen an meiner Kamera genau waeren, ich kann nicht genau genug ablesen. Und die Parallelitaet der Standarten zu testen ist wirklich nicht so trivial, diese Herausforderung stellt mir meine Unterwegs-Fachkamera haeufiger.. Aber leider ist das auch nicht das eigentliche Thema.

    Unpraktikabel dürfte der Laser sein, wenn es um Boden- und Wandprojektionen geht. Ich stelle es mir einfach schwierig vor, den Laser an der Wand zu befestigen, ...

    Es ist unpraktischer bei der Wandprojektion, ja. Das habe ich nicht erwaehnt, bzw. bei der Antwort nicht bedacht. Bei der Bodenprojektion ist es allerdings genauso einfach oder schwierig wie beim "normalen" Tischvergroesserer. Ich brauche den Laser nur zu sehen, meine Finger sind mit der Einstellung beschaeftigt.


    Gruesse,

    Christoph

    When you change the way you look at things, the things you look at change. — Max Planck

  • Wenn man einen Laser der Klasse 1 kauft, ist das für die Augen ungefährlich solange man nicht absichtlich für eine lange Zeit in den Strahl sieht. Der Liedschlussreflex reicht aus, um die Augen nicht zu gefährden. Für die Messungen ist Klasse 1 immer noch hell genug.


    Ich bin gerade dabei, das Tool aus Way Beyond Monochrome für den 3d-Drucker und einem Laser von Reichelt anzupassen. Bis zur Fertigstellung wird es aber noch ein bisschen dauern, da mir ein paar andere Projekte wichtiger sind.


    Viele Grüße

    Renate

  • Wenn man einen Laser der Klasse 1 kauft, ist das für die Augen ungefährlich solange man nicht absichtlich für eine lange Zeit in den Strahl sieht. Der Liedschlussreflex reicht aus, um die Augen nicht zu gefährden. Für die Messungen ist Klasse 1 immer noch hell genug.

    Ich persönlich habe da ja Probleme mit sowas. Wenn ich auf einen Laserpunkt schaue, um ihn auf den Nullpunkt eines Koordinatenkreuzes einzustellen, schaue ich da vermutlich länger drauf, als gut wäre. So richtig auf's Korn fokussieren wird mir nach so einer Justage dann vermutlich auch nicht mehr gelingen für die nächsten drei Tage ...


    Zum Technischen: man könnte ein kleines Röhrchen an dem Versalab Parallel befestigen, in das der Laser idealerweise reinleuchtet. Das schirmt nach außen ab. Wenn man keinen Läser sieht, ist alles in Ordnung. Das Prinzip hats bei den mörderischen Laserharfen aus China, https://i.pinimg.com/originals…b6b36d0c16df441c8cbce.jpg - dort stecken die Leute einfach schwarze Schrumpfschläuche auf die Lichtsensoren.


    Bleiben flecken oder Rußpunkte in der Netzhaut für immer, hat's die Retina an dieser Stelle beschädigt. Ich bin aber ein "gebranntes Kind". Neulich hatte ich links eine Glaskörperablösung im linken Auge. Passiert den meisten normalkurzsichtigen und zugleich altersweitsichtigen Männern in meinem Alter, vor allem wenn sie zu lange auf Händies fokussieren ... Da entstanden Tausende rußige Punkte, Glaskörperreste auf der Netzhaut, wie die Augenärztin meinte. Zum Glück gingen die nach einigen Wochen weg. Dann das zweite Auge, aber auch das verlief glücklich.

    Nur so als Anhaltspunkt. Kann ja nicht schaden, etwas aufzupassen. Man braucht die Augen ja zum Fotografieren und mehr noch für die Schönheit dieser Welt. Auch noch in der zweiten Lebenshälfte ...

  • Ich persönlich habe da ja Probleme mit sowas. Wenn ich auf einen Laserpunkt schaue, um ihn auf den Nullpunkt eines Koordinatenkreuzes einzustellen, schaue ich da vermutlich länger drauf, als gut wäre.

    Das dürfte tatsächlich ein "persönliches Problem" sein, die gängigen Empfehlungen sind da entspannter:


    Laserklasse 1: Zur Klasse 1 gehören solche Laser, die auch bei dauernder Bestrahlung unter den maximal zulässigen Bestrahlungswerten liegen. Laser der Klasse 1 sind ungefährlich (augensicher) und benötigen unabhängig von der emittierten Wellenlänge außer der entsprechenden Kennzeichnung auf dem Gerät keinerlei weitere Maßnahmen.

    Quelle: https://www.i-med.ac.at/stst_s…zum-Umgang-mit-Lasern.pdf

    ...oder auch hier: https://www.bfs.de/DE/themen/o…/schutz/schutz-laser.html

  • Oh je, da wirfst Du mich jetzt mit Referenzen zu.


    Und machst mir ein "persönliches Problem" draus. Dabei wollte ich Leute wie Dich nur davor warnen, zu feste in den Laser zu starren oder auf Laserpunkte. Ich meinte es nur gut.


    Aber eigentlich, so im Grunde genommen, hast Du überhaupt keine Ahnung: das Versalab-Parallel-Teil hat Laserklasse 2, nicht 1. Der Hersteller der Dinger warnt selber davor, zu lange auf den Punkt zu schauen. Hättest Du mal was mit Lasern gebaut, z.B. die von mir erwähnte Laserharfe, wüsstest Du, wovon die Leute reden. Ich habe hier selber noch ein paar Klasse-1-Laser rumliegen, die ich nicht mehr benutze, weil ich mich zum Thema informiert habe, u.a. hier: https://www.suva.ch/de-CH/mate…ionen/achtung-laserstrahl Oftmals kann man Laser durch normale Leuchtdioden ersetzen. Das müsste auch im Falle des Justage eines Vergrößerers gehen.


    Geht man nach dem Gesetze, müssten auf dem Versalab-Teil mehrere Aufkleber (nicht nur einer) befestigt sein, die den Gebrauch und die Gefahren spezifizieren. Außerdem müsste jemand den Benutzer einweisen. In Klasse 2 darf man auch nicht in den Laser schauen, wobei in Klasse 1 bereits Irritationen des Sehvermögens einsetzen, was ich beschrieben habe, am Beispiel des nachfolgenden Kornscharfstellens.


    Es mag ja sein, dass das Versalab-Teil besonders bequem funktioniert, und wer es hat, ist sicherlich stolz auf die Anschaffung. Wenngleich mit 235 USD für "a small phenolic box roughly 3” x 4” x 1.5” with a metal lid and a switch on one end. The bulk of the inside of the box is filled with the rigid solid aluminum laser mount. Also in the box is a holder for the two AA batteries that power the laser (one set included)." Hier gibt es das für 2,30 USD https://www.aliexpress.com/item/4000015205568.html, https://www.aliexpress.com/item/32918477366.html - ein Hundertstel des Preises, und erst noch mit Fadenkreuz ...


    Nachtrag: siehste, das bringt einen erst recht auf dumme Gedanken: diese kleinen Laserdioden aus Messing sind ja nur 1 cm lang. Man könnte ein Loch in den Vergrößeringsrahmen bohren, die Laserdiode mit der Austrittsöffnung nach oben mit Heißklebi einleimen und die Batterien im Vergrößerungsrahmenbrett versorgen. Eine Knopfzelle CR3230 aus dem IKEA würde ja reichen. Dazu noch einen Schalter und fertig wäre eine stationäre Justagevorrichtung mit Laser. Oben an die Objektivplatine installiert man dann ebenfalls mit Heißklebi einen waagerecht ausgerichteten Minispiegel ...

  • Und machst mir ein "persönliches Problem" draus.

    Das war ein Zitat von Dir, Dein Posting #26 fängt so an.

    hast Du überhaupt keine Ahnung: das Versalab-Parallel-Teil hat Laserklasse 2, nicht 1.

    Du hast Dich selbst per Zitat auf Renate und einen "Klasse 1" Laser bezogen, von Versalab war da keine Rede.

    Ich meinte es nur gut.

    Glaube ich Dir, war so aber schwer für mich rauszulesen.

  • Du hast Dich selbst per Zitat auf Renate und einen "Klasse 1" Laser bezogen, von Versalab war da keine Rede.

    Das erste Lasergerät, das in diesem Thread ins Spiel gebracht wurde, war der "Parallel" von Versalab.


    Die Laser, die man so zu kaufen kriegt, sind nicht immer korrekt gekennzeichnet. Manchmal gehen die bis Klasse 3, und das für wenig Geld, siehe die genannten Beispiele. Man muss halt achtgeben, gerade wenn man fotografiert und auf sein Augenlicht angewiesen ist. In der Suva-Broschüre wird man auch finden, dass Augenschäden gerne verkannt oder gar ignoriert werden, und dass im fortgeschrittenen Nachhinein bemerkbare bzw. bemerkte Schäden oft nicht mehr auf Lasereinstrahlung zurückgeführt werden (können). Was ich so von Renate mitgekriegt habe, ist die eher technikaffin, und da denke ich, sie weiß was sie tut.


    So, das reicht mit der Klugscheiserei meinerseits jetzt. - Nee, nicht wirklich.


    Eigentlich ist das ganze Thema etwas, sagen wir, "theoretisch", finde ich. Ich habe jetzt die drei Gyrosensoren installiert und alles miteinander verglichen. Viel herausgekommen ist da nichts. Aber das ist immer so, wenn die Gerätschaft, in diesem Falle ein Laborator, einigermaßen solid ist. Denn dann hat es meistens wenig Fehler, und alles läuft unauffällig (ein bißchen so wie Mamiya-RZ-Objektive, bei denen man nur selten dicke Abbildungsfehler findet). Bei meinem alten Kornmonster, dem Klatt Primos 6x6 ist das etwas feingliedriger, aber der hat immerhin mechanischen Autofokus.


    Wenn ich den Durst anschaue, so ist der so gebaut, dass das Wichtigste mit Nullrasten justiert ist und es allenthalben Gradskalen gibt. Kommt hinzu das Abblenden, und der schwere Vergrößerungsrahmen ist auch platt. Meistens vergrößere ich selber ohne Ver- bzw Entzerrung, verstelle also lediglich die Höhe und den Fokus. progressive Unschärfe über einen ganzen Bildverlauf ergibt sich vor allem dann, wenn ich das letzte Negativ eines sich wölbenden Filmstreifens nicht richtig in die Negativbühne eingelegt habe oder das 4x5-Negativ sich wider Erwarten im 4x5-Rahmen windschief verkantet. Auch wenn ich die Feststellschrauben der Objektivverstellung nicht richtig zuziehe oder ein Objektiv nicht richtig in die Platine eingeschraubt habe. Manchmal könnte auch etwas unter den Vergrößerungsrahmen, ein Stück Pappe, oder der Dunkelkammerflachmann mit Tullamore Dew ... aber das bemerkt man ja am Anfang noch. Der Kondensor könnte schief sitzen, die Negativbühne schlecht fixiert sein, Durst-Negativbühnen haben kleine Einstellschrauben, um die horizontale Lage zu beeinflussen, der Objektivrevolver könnte einen Schlag abbekommen haben, als er runterfiel, das Objektiv könnte nach einer hingestümperten DIY-CLA falsch zusammengesetzt worden sein. Das Bild selber könnte unscharf sein, weil ohne Lupe eingestellt, das Papier kann sich wölben, die Blende kann zu groß sein, die Lampe kann dejustiert sein, der Schärfekeil der optischen Fokussierung (Durst) könnte verzogen sein und so weiter.


    Parallelität in der Ausrichtung von Negativbühne, Objektiv und Vergrößerungsbrett wäre da für mich eher etwas von den letzten Aspekten, die ich in Betracht zöge.


    War aber ein interessanter Thread, der mich schön zum Spielen anregte. Danke!!!

  • Das was ich in meinem ersten Post beschrieben habe, ist der Inhalt der Laserschutzbelehrung, die ich mir einmal im Jahr anhören muss. Dabei habe ich eigentlich noch übertrieben, denn die Aussage gilt für einen Laser der Klasse 2. Solange man den Laserstrahl bei Klasse 1 und 2 nicht direkt ins Auge lenkt, passiert nichts. Ein diffus gestreuter Laserstrahl der Klasse 1 und 2 kann das Auge nicht zerstören. Der Spaß beginnt erst mit einem Laser der Klasse 4. Die schneiden nicht nur Holz und Metall, sondern auch das Auge.


    Übrigens, LEDs wie sie immer häufiger zur Beleuchtung von Vergrößerern genommen werden sind intensiver und gefährlicher für das Auge als sichtbare Laser der Klasse 1. Besonders die blauen LEDs sind sehr energiereich.


    Viele Grüße

    Renate

  • Quote from @aksak_maboul

    Das eigentliche Problem ist, dem Gerät eine Trägheit einzubauen. Denn es reagiert so fein, dass es schon ausschlägt, wenn ich gerade jetzt beim Schreiben in die Tasten haue. Wenn das Notebook was zu schaffen hat oder die CD ausliest, wackelt es auch, und entsprechend zittern die Werte / Ausschläge, im Bild das "z", das sich nach links oder rechts bewegt, in 0.1° Intervallen. In der ersten Reihe stehen die Zahlen.

    Hallo aksak,

    Das einfachste wäre wohl die letzten x-Werte zu speichern und den Mittelwert zu nehmen.

    Mal abgesehen von der möglichen Sicherheitsthematik:

    Die Ausrichtung mittels Lagesensoren hört sich für mich praktikabler und schneller umzusetzen an. Mal sehen wie schief das alles bei mir ist :D

    MfG,

    Michi

  • Für diesen Zweck habe ich einen Film auf die Millimeter Folie gelegt und mit dem Skalpell auf der Schicht ein Rechteck, ein Kreuz und zwei Diagonalen eingeritzt. Danach in der höchst Stellung des Kopfes die Vorlage auf das Grundbrett projiziert, mit dem Kornscharfsteller auf dem Kreuz scharfgestellt und anschließend die Diagonalen an dem äußerem Rechteck abgemessen. Danach mit einer kleiner Wasserwaage Den Vergrößerer Kopf und die Objektiv Bühne etwas ins Wasser gerückt noch ein ein Paar male die Diagonale nachgemessen. Und gut war es.

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