Vergrösserungsrahmen 50x60

  • Moin,


    Ich will in den nächsten Tagen einen befreundeten Schlosser damit beauftragen mir einen Vergrösserungsrahmen 50x60 herzustellen.

    Soll in der Bauart so ähnlich wie der DUNCO werden.

    Da der Kollege sich mit solchen Arbeiten sein Taschengeld verdient und es effektiver ist mehr als ein Teil herzustellen, wenn die Maschinen einmal eingerichtet sind:


    Hat noch jemand Interesse an einem solchen Selbstbau-Rahmen?

    Herstellungs-Preis soll hinterher bei 100€ liegen.


    Gruss

    Leo

  • Ich freue mich über das rege Interesse. :)


    Ich hatte bisher folgende Überlegungen:


    Grundplatte aus Siebdruckplatte ungefähr 5 mm oder ähnlichem, darunter zwei bis vier Holz-Leisten (ca. 1,5 cm im quadratischen Querschnitt), verklebt oder verschraubt, für die Auflage und als Versteifung für die doch recht dünne Platte.


    Darauf einen winkligen(!) Metallrahmen (z.B. 2x3 cm Vierkant-Profil Stahl, hochkant) mit einer Scharniermechanik, die hinreichend präzise sein muss. (mehr oder weniger spielfrei). Evtl. zusätzlich konische Passstifte im Rahmen und Grundbrett um einen möglichst reprodizierbaren Sitz zu gewährleisten, dann dürfte das Scharnier auch Spiel haben.)

    Das Problem bei diesem Riesenrahmen ist die Stabilität. Normalerweise würde man Eckbleche einsetzen, dann wird er aber, wenn die Maskenbänder das Papier vollständig frei geben sollen, entsprechend größer.

    An den Rahmen 4 frei verschiebbare Maskenbänder aus Metallblech. Klemmung jedes Maskenbandes auf beiden Seiten, damit nichts dem Zufall überlassen bleibt.

    Auf der Grundplatte ein Blech 0.5 oder 0,8 mm dick in Winkelform als fixer Anschlag, schön lang ( so ca. 80 % der jeweiligen Länge), damit Einsatz des Rahmens in Horizontalvergörsserungen möglich. Position so, dass 2 Maskenbänder vollständig darüber gehen (theoretisch für Randlos).


    Aufklebbare cm-Skalen auf den Bändern, dem Rahmen und dem Winkel.

    Gibt es hier: Skalenbandmasse bei Amazon


    Zu lösende Aufgaben:

    - Scharniermechanik, evtl. Gasdruckfeder ??? (mal sehen was es da billiges gibt, sonst Strebe ähnlich wie Motorhaube)

    [Da habe ich verschiedene Idee, schlecht zubeschreiben, hoffe aber da auf meinen Schlosser, dass der was Fertiges hat.]

    - Evtl. Passtifte, konisch

    - Befestigung der Maskenbänder mit Klemmung, ohne das sie sich wölben, wenn man die Klemmschrauben anzieht

    [Derzeitige Überlegung: U-Profil von oben über den Rahmen auf das Band setzen und anpunkten,

    oben 6mm Gewinde einschneiden oder Mutter aufschweissen, Schraube mit Flügelmutter.]

    - Befestigung der Maskenbänder an der Klemmung ohne die glatte Oberfläche zu verformen (Kleben?)

    [Gefahr von Verzug bei Anpunkten... mal sehen was mein Schlosser sagt]

    - Dicke und Breite der Maskenbänder, hinreichend steif, aber nicht zu dick (0,8 oder 1 mm ?), hinreichend breit (ca. 5 cm oder 8 oder 10 cm?)

    [Tendiere im Moment zu 0.8 mm und 8 cm, muss das aber mal in der Hand haben...]


    Damit wird das Ding groß. Wenn man von 52x62 cm Papier ausgeht, 10 cm je Seite für die Maskenbänder, je Seite 4 cm für den Rahmen plus 1 cm Überstand rechnet, dann wird das so etwa 67 x 77 cm. Auf der Scharnierseite (ich hätte es gerne auf der langen Seite) kommen evtl. noch ein paar cm dazu, also eher 67 x 80 cm.

    Bei 10 cm Bändern wird es je Seite noch 10 cm mehr, noch mehr wenn man Eckbleche einsetzt, dann noch grösser.


    Also für alle Formate, welliges Baryt und Horizontaleinsatz gedacht.


    Wenn Ihr Ideen, Anforderungen oder Materialvorschläge habt, dann her damit. Noch habe ich den Kumpel nicht besucht.

  • Moin Leo,


    ich möchte mal vages Interesse signalisieren. Dein Preis ist sehr ambitioniert. Ein paar Details die mir spontan durch denKopf gehen:


    Beim genannten Preis müssen sicher Kompromisse gemacht werden. Da bin ich etwas skeptisch und würde im Zweifel nicht an Details sparen, wenn man eh schon den Aufwand betreibt. Wer billig baut, baut zweimal. Vor allem das Einhalten der Rechtwinkeligkeit dürfte nicht trivial sein. Da sind bisher fast alle dran gescheitert - bis auf Versamask (s.u.).


    Ich würde das Hauptaugenmerk auf große Formate legen. Also lieber auf gutes Handling bei kleineren Formaten verzichten als Kompromisse bei den großen Formaten zu machen. So gesehen könnte man überlegen, ob es wirklich vier Maskenbänder sein müssen. Weniger Bänder = höhere Stabilität bei vermutlich weniger Aufwand und Kosten.


    Gasdruckfedern würde ich nicht nehmen. Wenn du 100 Euro als Preis anpeilst, dürften da nur die billigsten Teile rein die der Markt hergibt und du hast dennoch 10% deines Budgets verbraten. Schau dir mal die Lösung von Kienzle an, oder die mit der Feder von den RRB. Es gibt auch im Möbelbau einfache mechanische Klappenstützen, mit so einer Lösung wäre das Teil noch einhändig zu bedienen.


    Und wenn ich schon mal im Brainstorming-Modus bin, warum nicht das alte Versamask-Prinzip aufgreifen? Sehr wenig Mechanik, einfach zu konstruieren und niemals Probleme mit rechten Winkeln.

  • Für die kleinen Formate bis 30x40 sind die Rahmen ja auch bezahlbar und ich nehme an, jeder hat bereits einen.

    Mein Augenmerk liegt auf den Formaten 30x40 bis 50x60. Sonst würde ich die Maskenbänder breiter vorsehen.


    Mit den Gasdruckfedern könntest Du Recht haben. Noch habe ich kein Gefühl für das Gewicht des anzuhebenden Rahmens. Die Alternative wären dann tatsächlich Stützen. Gerade mal gesurft... preislich, wenn sich geeignete finden, kann das so um die 8 bis 15€ zzgl. Versand liegen.


    Das Problem mit dem Versamask-System ist aus meiner Sicht (eventuell aber auch aus Unkenntnis, da ich das System nicht aus eigener Anschauung kenne) ist die mangelnde Flexibilität in der Randgestaltung und die Zentrierung der Maske auf dem Papier.


    Bei der von mir vorgeschlagenen Lösung würde ich mit den Maskenbändern über dem Anschlag mit Hilfe der cm-Skalen den gewünschten Rand einstellen, ein Papier bei Rotlicht falsch herum einlegen, den Rand der "Anschlagsmasken" anzeichnen, das Papier um 180° drehen und die anderen beiden Bänder nach der Anzeichnung einstellen. Evtl. die Masse für spätere Verwendung notieren. Das funktioniert mit meinen vorhandenen Rahmen sehr genau.

    Es gibt halt Bilder für die man aus verschiedensten Gründen einen breiten oder manchmal einen schmalen Rand wünscht.


    Für die Winkligkeit des Rahmens könnten sehr einfach und mit sehr hoher Genuaigkeit die Passstifte zwischen Rahmen und Grundplatte sorgen.

    (OK, die muss man ja auch erstmal sauber gesetzt bekommen.)

    Selbst wenn der Rahmen nicht absolut formstabil wäre, wäre sicher gestellt, dass er auf der Grundplatte winklig liegt.

    Vorausgesetzt man klebt die Skalen sorgfältig, sollte damit eine hinreichend genaue Winkligkeit und Präzision erreicht werden können.


    Wie hoch wären die tolerablen Abweichungen?

  • Ich freue mich über das rege Interesse. :)


    [...]

    Das Problem bei diesem Riesenrahmen ist die Stabilität. Normalerweise würde man Eckbleche einsetzen, dann wird er aber, wenn die Maskenbänder das Papier vollständig frei geben sollen, entsprechend größer.

    Kann man die Eckbleche (ich stelle mir jetzt 3-eckige dünne Bleche für die Ecken vor) nicht einfach /unter/ die Platte kleben?


    VG Andreas

  • Hallo Leon.


    Eine ähnliche Idee habe ich auch im Kopf. Das Material dafür liegt schon bereit. Noch muß ich einen Holzbearbeiter finden Der mir die Luftkanäle im Holz fräsen kann.

    Nur sieht mein Plan so aus;

    Grundplatte als Saugplatte (20-25mm Siebdruckplatte oben eine 1mm starke Metallplatte), als Masken schwarze Passepartouts aus Karton oder dünnen Glasfaser Platten mit manget Streifen. und für den Anschlag 3 kleine Neodym Magneten oder Magnet Schienen.


    Gehen wir das System auch ohne Vakuum.

  • Hallo,

    die bekannten Probleme mit Vergrößerungsrahmen (zum bezahlbaren Preis) endeten bei mir in einem Selbstbau angelehnt an Versamask. Eine dickere Holzplatte mit aufgeklebter Stahlplatte dient als Grundlage, um lasergeschnittene Metallrahmen mittels Magneten auf dieser Platte zu fixieren. Ein ebenfalls per MAgnet zu befestigender Anschlagwinkel dient der Ausrichtung von Papier und aufgelegtem Rahmen. Da ich für den Vergrößerer einen freistehenden stabilen Stand aus Aluprofilen gebaut habe, ist diese Grundplatte gleich integriert. Zum Ausrichten der Planlage sind Gewindhülsen und Madenschrauben eingelassen, die mittels Inbus justiert werden.

  • Meine Versuche beim Bau einer Vakuumplatte sind leider daran gescheitert, dass bei Barytpapier ohne zusätzlichen Rahmen immer irgendwo Luft einströmte. Bis zum Format 40x50 hatte ich mit der Planlage nur mit Rahmen keine Probleme.

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