EU-Umsatzsteuerreformen ab 1. Juli 2021

  • UPS hat mir eben eine Mail geschickt, die über Änderungen der Regeln zur Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer bei Käufen aus Drittstaaten informiert.

    Also z.B. von Kleinkram aus China oder Sachen aus Japan. Oder gar, für ganz Verwegene, bei Einfuhren aus Großbritannien... ;)


    Für mich irrelevant, für andere ev. schon ein alter Hut, aber für einige von euch sicherlich umso wichtiger.



  • Finde ich richtig, letztendlich wurden dadurch die Billigimporte von uns Steuerzahlern subventioniert.

    Ich wäre absolut bei dir, wenn es dabei um Billigimporte in großem Stil als Handelsware ginge.

    Aber bei einem Warenwert pro Einkauf und Sendung (nicht pro Einzelprodukt!) bis 22 € ist hier vor allem der Online-Kauf des Kameraersatzteils aus Fernost, die ShenHao-Objektivplatte aus HongKong oder der Flanschring aus USA gemeint. Und da kann ich keine Subventionierung durch den Steuerzahler erkennen, sondern ein weiteres Abkassieren beim kleinen Steuerzahler. Der kann die Einfuhrabgabe nämlich nicht steuerlich verrechnen wie ein Händler.

  • Bei der 22 € Grenze stellt sich schnell die Frage, wie das realisiert werden soll und ob sich das dann noch lohnt, wenn Post oder Frachtführer fette Gebühren verlangen. Und eine Stunde beim Zoll warten, bis die ihre Frühstückspause rum haben, um eine handvoll Kondensatoren abzuholen lohnt sich auch nicht.


    Interessant wird es dann bei Waren über 150€. Das könnte tatsächlich ein Anreiz für die Händler sein, landgenau abzurechnen. Es gibt letztendlich keine Steuersubventionen bei Billiganbietern, jedenfalls nicht in der Bucht. Das müssten alles Bruttopreise sein, da der Händler nicht wissen kann, wo her sein Kunde kommt. Er ist in seinem Land auf jeden Fall steuerpflichtig. In dee EU gibt es keine Doppelbesteuerung. Ich zahle also wahlweise meine Steuer oder die des Herkunftslandes was die Regel in der Bucht ist. Im Falle vom GB hat man dadurch bereits vor dem Brexit höhere Steuern gezahlt. Wenn ich aber alles korrekt versteuert habe, habe ich bisher im Zweifelsfall zweimal Steuern gezahlt. Im Herkunftsland und hier bei uns.


    Gruss Sven.

  • Ich will's mal hart ausdrücken.

    Es ist ein Stück mehr Umverteilung. Ein Riesenproblem für viele Kleinst-Händler, ein Geschenk für große Importeure. Wieder wird mit einem ordentlichen Hammerschlag die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter aufgemurkst.


    Aber diese Entwicklung nehmen wir ja inzwischen als völlig selbstverständlich wahr, niemand würde je etwas Schlechtes darin sehen.


    Gruß

    Wilfried

  • Vielleicht kann man das ganze auch ganz anders sehen, und zwar wieviel Einfuhrumsatzsteuer dem Staat bisher durch die Lappen ging, auch weil falsch deklariert wurde.

    Dieses Loch musste bisher anders finanziert werden und wurde von uns bezahlt. Nutznießer war jedoch auch der ausländische Händler.

    Dies wird jetzt erschwert. Dadurch kann es wieder für den deutschen Handel attraktiv werden diese Artikel anzubieten.

    Zusätzlich wurden seit 2020 die Postgebühren, wenn auch langsam, für den Transport von Ware vom Ausland erhöht.

    Es kann nicht sein, daß Kleinartikel, zu Spottpreisen von Asien nach Europa versendet werden können, anders herum jedoch richtig Kohle auf den Tisch gelegt werden muss.


    Nur mal so ein Denkanstoß, nicht nur an den eigenen Geldbeutel denken.


    Urnes Umsatzsteuer, landläufig als Mehrwertsteuer tituliert, entsteht bei Ausfuhrlieferungen, also ins Ausland, grundsätzlich nicht. Insoweit ist der Unternehmer nicht zweimal belastet. Wenn dieser dir trotzdem den Bruttopreis berechnet läuft das in seinen Gewinn ( immer außerhalb der EU ).


    Grüße

  • Das Problem ist einfach das die Händler aus China einen Wettbewerbsvorteil haben, sie können für lächerliche Versandkosten Millionen von Kleinteilen in die EU versenden und es fallen keinerlei Steuern an.

    Der Einzelhändler um die Ecke oder der Versender innerhalb der EU muss aber sehr wohl die 19% auf den Preis aufschlagen und dadurch teurer ist.


    Sicher werden dadurch die Ersatzteilchen teuer, na und? Können wir uns das nicht leisten, ich denke schon.


    Es wurde versucht mit China, um dieses Land geht es hier hauptsächlich, eine andere Lösung zu finden aber sie wollen die Welt mit Billigprodukten überschwemmen, das funktioniert am besten wenn sie es für den Kunden Porto - und Steuerfrei anbieten können.

    Die meisten dieser Produkte sind aber nicht einmal den Transport wert und nicht wenige kommen gleich defekt an.


    Leider sind enorm viele kleine und mittelständige Firmen in China damit beschäftigt Dinge herzustellen die eigentlich niemand braucht, wie etwa das 50zigste Stofftierchen für die lieben Kleinen oder die 30zigtse Taschenlampe, und was weiß ich noch für einen Trödel.


    Wir reden alle davon nachhaltig zu handeln, anscheinend wird dadurch auch mal etwas teurer, ach, wer hätte das gedacht?

  • Die meisten dieser Produkte sind aber nicht einmal den Transport wert und nicht wenige kommen gleich defekt an.

    allerdings. ich versuche seit wochen funktionsfähige digitale steckdosenschaltuhren (zum an- ausschalten der beleuchtung einer pflanzenaufzucht) zu bekommen. erfolglos. die dinger sind ausnahmslos alle kaputt. vier stück bestellt, drei gingen von anfang an gar nicht. eine vierte hat anfangs wenigstens geschaltet, aber nach wenigen tagen dann nicht mehr zu den programmierten uhrzeiten.


    gekauft beim conrad. meine vermutung: die dinger werden in schiffsladungsstückzahl gekauft und dann über einen zeitraum von 2-3 jahren abverkauft. blöderweise hat der controller im einkauf aber keine ahnung davon, dass in diesen schaltuhren kleine batterien als puffer verbaut sind, die nach wenigen wochen in eine tiefenentladung rauschen, wenn sie nicht regelmäßig aufgeladen werden. aus dieser entladung sind sie auch nie wieder rauszuholen. man müsste die batterie aus der platine heraus- und eine neue hineinlöten.

    dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
    likes? lieber nicht. unnötig.

  • allerdings. ich versuche seit wochen funktionsfähige digitale steckdosenschaltuhren (zum an- ausschalten der beleuchtung einer pflanzenaufzucht) zu bekommen. erfolglos. die dinger sind ausnahmslos alle kaputt. vier stück bestellt, drei gingen von anfang an gar nicht. eine vierte hat anfangs wenigstens geschaltet, aber nach wenigen tagen dann nicht mehr zu den programmierten uhrzeiten.


    gekauft beim conrad. meine vermutung: die dinger werden in schiffsladungsstückzahl gekauft und dann über einen zeitraum von 2-3 jahren abverkauft. blöderweise hat der controller im einkauf aber keine ahnung davon, dass in diesen schaltuhren kleine batterien als puffer verbaut sind, die nach wenigen wochen in eine tiefenentladung rauschen, wenn sie nicht regelmäßig aufgeladen werden. aus dieser entladung sind sie auch nie wieder rauszuholen. man müsste die batterie aus der platine heraus- und eine neue hineinlöten.

    Denke das ist genau das wovon wir endlich wegmüssen. Insgeheim wünscht sich jeder eine ausreichende Qualität nur müssen wir es anscheinend wieder lernen auch dafür entsprechend zu bezahlen. Wir wollen schließlich auch nicht für ein Butterbrot arbeiten.

    Die Geiz ist geil Mentalität beutet Menschen aus, zerstört Lebensräume und damit Lebensgrundlagen.

    Lieber von allem weniger aber dafür in besserer und vor allem langlebigerer Qualität.

  • allerdings. ich versuche seit wochen funktionsfähige digitale steckdosenschaltuhren (zum an- ausschalten der beleuchtung einer pflanzenaufzucht) zu bekommen. erfolglos. die dinger sind ausnahmslos alle kaputt. vier stück bestellt, drei gingen von anfang an gar nicht. eine vierte hat anfangs wenigstens geschaltet, aber nach wenigen tagen dann nicht mehr zu den programmierten uhrzeiten.


    gekauft beim conrad. meine vermutung: die dinger werden in schiffsladungsstückzahl gekauft und dann über einen zeitraum von 2-3 jahren abverkauft.

    Was die Geiz-ist-geil-Mentalität und den Qualitätsverfall ausmacht, sind wir einer Meinung.


    Macht aber m.E. nicht so viel Sinn, in dieser Diskussion alles durcheinander zu schmeissen. Oder glaubt hier irgendjemand ernsthaft, dass Conrad seine Bezugsmengen in 20€-Einzelsendungen kommen lässt, um Einfuhrumsatzsteuer zu sparen?


    Hier geht es um nichts anderes als um die Besteuerung von internationalen Minisendungen an Privatleute, und die können durchaus nicht nur vom Chinamann kommen. Ich bezweifle stark, dass der deutsche Einzelhändler irgendetwas davon hat, wenn so eine Sendung statt max. 20 Euro demnächst max. 24 Euro kostet. Im Übrigen könnte er vom Freibetrag ja genauso profitieren, um für einen Kunden ein Ersatzteil kommen zu lassen. Macht nur kaum ein Händler. Wenn sich jemand etwas aus China oder sonstwoher kommen lässt, hat das angesichts langer Wartezeit und höheren Versandrisikos sicher triftigere Gründe als das "50zigste Stofftierchen", wie norma oben schreibt. Und dann wird man notgedrungen auch die 4 € mehr akzeptieren.

    Nur mal so ein Denkanstoß, nicht nur an den eigenen Geldbeutel denken.

    Können wir uns das nicht leisten, ich denke schon.

    Ja, sicher können wir uns das leisten. Obwohl ich ganz persönlich der Ansicht bin, dass ich summa-summarum schon jetzt sehr viel Steuern bezahle.


    Hier kassiert allerdings nur der Fiskus, und dessen Gewinn ist zudem auch noch fraglich, wenn man den erhöhten Aufwand bei der Kontrolle, Erfassung und Abrechnung berücksichtigt. Und so bleibt am Ende nur eine weitere Verkomplizierung und Bürokratisierung der Abläufe. Und die ist mein eigentlicher Kritikpunkt.


    Und wer weiss, was dann als nächstes kommt: Umsatzbesteuerung von privaten Flohmarktkäufen oder Fotobörsen, oder eine Pauschalbesteuerung der Verkäufe im An/Verkauf-Bereich dieses Forums? Da bekommt man ebenfalls ganz leicht eine Argumentationskette hin, dass das dem deutschen Einzelhandel nützt.

    Es kann nicht sein, daß Kleinartikel, zu Spottpreisen von Asien nach Europa versendet werden können, anders herum jedoch richtig Kohle auf den Tisch gelegt werden muss.

    Da hast du recht, aber das bekommt du auch mit +19% nicht in den Griff. Die Schere klafft viel weiter auseinander. Schon mal bemerkt, dass die allermeisten Fotoartikel buchstäblich überall auf der Welt billiger sind als in Deutschland? Auch in Ländern mit höherem Gehaltsniveau als bei uns? Und da schließt sich der Kreis wieder bei der Steuerbelastung. Ob man dem mit noch mehr Steuern begegnen sollte, darf bei aller Begeisterung für die neue Regelung auch ruhig mal bezweifelt werden.

  • „Und wer weiss, was dann als nächstes kommt: Umsatzbesteuerung von privaten Flohmarktkäufen oder Fotobörsen, oder eine Pauschalbesteuerung der Verkäufe im An/Verkauf-Bereich dieses Forums? Da bekommt man ebenfalls ganz leicht eine Argumentationskette hin, dass das dem deutschen Einzelhandel nützt.“



    Da habe ich so gut wie keine Zweifeln das es genau an dieser Stelle landen wird. Immer mit einem guten Vorwand und immer in kleinen Schritten. Jetz ist der Freibetrag 22 Euro vor einem oder zwei Jähren waren es 29 Euro.

  • Und wer weiss, was dann als nächstes kommt: Umsatzbesteuerung von privaten Flohmarktkäufen oder Fotobörsen

    Das ist doch gelinde gesagt Quatsch und Stimmungsmache, weil völlig verschiedenen Sachen durcheinandergemischt werden. Das eine ist der Verkauf von privat an privat. Da geht mit Sicherheit niemand ran, weil nicht zu kontrollieren.


    Hier geht es doch um die Frage, warum ich steuerfrei beim chinesischen Händler kaufen darf? Den Grund dafür kenne ich nicht. Es gibt ja auch keine Umsatzsteuerbefreiung für ein Brötchen beim Bäcker, was nur 40ct kostet.


    Schon mal bemerkt, dass die allermeisten Fotoartikel buchstäblich überall auf der Welt billiger sind als in Deutschland? Auch in Ländern mit höherem Gehaltsniveau als bei uns? Und da schließt sich der Kreis wieder bei der Steuerbelastung.

    Das klingt auch ein wenig nach Suggestivfrage. Warum ist das denn so? Liegt das an der Mehrwertsteuer? Ein geheimes Kartell von Frau Merkel, dem Fotohandel und Bill Gates? Oder könnte es tatsächlich sein, dass dem gar nicht so ist? Da würde mich mal interessieren, welche Zahlen diese Behauptung unterstützen und mit welchen Volkswirtschaften da verglichen wird.

  • Es geht hier sicher nicht um solche Läden wie Conrad sondern natürlich um den privaten Einkauf direkt in China und das meistens über die bekannten Plattformen.

    Es wird bei dieser Besteuerung nicht bei den 19% bleiben sondern es wird von den Versanddinstleistern sicher noch eine Handlings - und Auslagepauschale dazu kommen. Zumindest solange Corona uns noch im Griff hat und das persönliche Abholen beim Zoll nicht möglich ist.


    Bei höheren Summen ist das anteilig sicher zu verkraften, mein Objektiv aus Japan hat 200 Euros gekostet und der Zustelldienst hat um die 10 Euros Auslage - und Handlingspauschale in Rechnung gestellt.


    Bei einem Artikel für 5 Euros rechnet es sich nicht mehr, auch nicht bei 50 Euros und das ist es war erreicht werden soll und ich finde es nicht weiter schlimm.

    Wenn die Sonnenbrille aus China 2,90 Euros kostet, inklusive Versand dann sollte sich doch jeder fragen was läuft schief auf der Welt?


    Wenn es sich durch eine Steuer und die Pauschalen eindämmen lässt ist das nur gut für uns alle.


    Es macht mehr Sinn gleich einen kompletten Container mit diesen Sonnenbrillen nach D. zu schippern als das sich jeder seine eigene einfliegen lässt.


    Im unserem Bereich ist das jetzt etwas ärgerlich, gerade solche Dinge wie Objektivplatten sind unschlagbar günstig bei unseren Kollegen in China aber dann kaufe ich sie jetzt halt in D. und zahle etwas mehr. Werd es überleben.

  • Lieber von allem weniger aber dafür in besserer und vor allem langlebigerer Qualität.

    Ja, und vielleicht ist ja der Weg dahin nicht mit moralischen Apellen zu beschreiten. Vielleicht ist es ja sinnvoll, wenn ein Gemeinwesen beschliesst, keinen völlig unkontrollierten Handel zuzulassen. Vermutlich weil es dafür gute Grunde gibt, die schwerer wiegen als das fragwürdige Recht darauf, irgendwelchen Müll für wenig Geld kaufen zu dürfen.

  • Nochmal zu den privaten Flohmarktverkäufen: sollten die mehrwertsteuerpflichtig werden, müsste man doch die ehemals bei Anschaffung des verkauften Objekts gezahlte Mehrwertsteuer gegenrechnen dürfen. Man wäre dann unternehmerrisch tätig, hätte dann eine negative Differenzbesteuerung...

    So schlecht wäre das nicht. Und als Unternehmer kann ich dann gleich auch den Wertverlust abschreiben ...

  • als Unternehmer

    hättest du erst einmal eine Einnahme, die du zusätzlich versteuern musst (Gewinn aus Veräußerung von Betriebseigentum). Bei Vorsteuerabzugsberechtigung müsste natürlich gleich die Umsatzsteuer (MWSt) an den Fiskus weitergeleitet werden.

    Ob du das wirklich möchtest ...

  • Das eine ist der Verkauf von privat an privat. Da geht mit Sicherheit niemand ran, weil nicht zu kontrollieren.

    War von mir vll etwas überpointiert – aber bist du da nicht ein bisschen naiv? Wenn ich über ebay bei einem amerikanischen Privatmann etwas kaufe, gibt der beim Versand den Wert an und darauf zahle ich selbstverständlich Einfuhrabgaben. Bei einem "Verkauf von privat an privat". Kontrollierbar durch die Versandabwicklung. Das lässt sich prinzipiell auch übertragen. So prüft die Deutsche Post seit letztem Jahr, ob z.B. in einem Großbrief nach Holland Dokumente drin sind oder ein schmales Büchlein. Wenns sich von außen nach Buch anfühlt, musst du umfrankieren auf das mehr als doppelt so teure Päckchen. Was ich damit sagen will, Kontrolle ist möglich. Und was man nicht im Einzelfall kontrollieren kann, kann man pauschalisieren. Etwa über die Standgebühr an Flohmärkten. Also Möglichkeiten, Transaktionen zu besteuern gibt es fast immer. Aber ausweiten sollten wir das Geunke hier jetzt nicht – nachher liest noch jemand vom Fiskus mit und kommt auf Ideen ... ;)

    Hier geht es doch um die Frage, warum ich steuerfrei beim chinesischen Händler kaufen darf?

    Weil die steuerliche Erfassung von Minisendungen sich wegen des Aufwands bisher nicht lohnte?

    Ein geheimes Kartell von Frau Merkel, dem Fotohandel und Bill Gates?

    Quatsch.


    Der Preisvergleich?

    Eine rein persönliche Beobachtung, wenn man so wie ich bis zum Ausbruch von Corona weltweit viel gereist ist.

    In jedem Zielort, in dem ich mal war, zogen mich logischerweise die Fotoläden an.

    Da bekommt man einen guten Überblick, was bekannte Fotogeräte andernorts kosten.

    Und ja, ich habe einiges Fotozeugs mit nach Deutschland gebracht. Und ja, ich habe alles ordnungsgemäß verzollt und versteuert. Und das war für mich auch ok so.

    Aber an der Beobachtung, dass wir hier vergleichsweise in einem Hochpreisland leben, ändert das nichts. Und ich glaube, es ist klar, dass ich von wertigen Fotoartikeln rede und nicht von Wegwerfbrillen, Stofftierchen oder kaputten Schaltuhren oder was sonst oben alles genannt wurde.


    Und bevor ich mich hier jetzt noch in Rage schreibe, lassen wir's gut sein mit dem Thema. Die 4 oder 5 Euro mehr bei einer meiner seltenen Sendungen sind mir nicht so wichtig. Mich stört lediglich die zu erwartende Verkomplizierung und Bürokratisierung und ich musste dem allgemeinen Hurrageschrei hier mal etwas entgegensetzen. Blindfischs Info war klar und steht für sich. Und ob manche von uns die neue Regelung nun toll finden und andere nicht, spielt eigentlich auch gar keine Rolle.

  • Ob du das wirklich möchtest ...

    War ja überwiegend scherzhaft gemeint. Der Gedanke war, dass ich eine für 3.000€ gekaufte Kamera nach 3 Jahren für 1.300€ verkaufe, dass ich dann 1.700€ Verlust geltend machen kann 😁


    Aber ich denke auch, dass Privatverkäufe von selbst genutzten, gebrauchten Geräten nicht MwSt-pflichtig werden. Das Ganze darf natürlich nicht durch massenweise An- und Verkäufe in einen gewerblichen Charakter mutieren.


    Auf die 20€ Chinakäufe kann ich übrigens auch verzichten. Aber ob ich die neue Regelung gut oder schlecht finde, weiß ich noch nicht. Wenn der bürokratische Aufwand teurer wird als der finanzielle Nutzen der Maßnahme, wäre das nicht gut.

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