• Den Aussagen der russischen Seite nach, scheint es ja nur diesen einen Prototypen zu geben - insofern wird es wohl diese Kamera sein. An gestohlenem Gut kann man Besitz aber nicht Eigentum erwerben, auch nicht gutgläubig. Ich finde die Vorgehensweise von Wolfgang völlig adäquat.

    Davon abgesehen: Ob der vormalige Besitzer nun seine Kameras im Rucksack, auf einem Rollwagen oder um den Hals durch die Welt tragen möchte, was er darf, ändert nichts daran, dass - adäquate Nachweise vorausgesetzt - die Kameras gestohlen worden sind.

  • Den Aussagen der russischen Seite nach, scheint es ja nur diesen einen Prototypen zu geben - insofern wird es wohl diese Kamera sein. An gestohlenem Gut kann man Besitz aber nicht Eigentum erwerben, auch nicht gutgläubig. Ich finde die Vorgehensweise von Wolfgang völlig adäquat.

    Davon abgesehen: Ob der vormalige Besitzer nun seine Kameras im Rucksack, auf einem Rollwagen oder um den Hals durch die Welt tragen möchte, was er darf, ändert nichts daran, dass - adäquate Nachweise vorausgesetzt - die Kameras gestohlen worden sind.

    Klar. Aber kritisch wäre ich da trotzdem. Und von der Person, die ihm die Kamera verkauft hat, das Geld zurückverlangen. Die Website, auf der die Kamera steht, ist auf Russisch. Vermutlich wurde die Kamera also aus der russischen Sprachgemeinschaft in die deutschsprachige gebracht. Jedenfalls würde ich es nicht so direkt verstehen, fertigte jemand eine russischsprachige Website an für eine Kamera, die dann von Westeuropa aus nach Russland ginge. - Allein diese verwickelte Story aufzudröseln, wäre schon spannend.

  • Klar. Aber kritisch wäre ich da trotzdem. Und von der Person, die ihm die Kamera verkauft hat, das Geld zurückverlangen. Die Website, auf der die Kamera steht, ist auf Russisch. Vermutlich wurde die Kamera also aus der russischen Sprachgemeinschaft in die deutschsprachige gebracht. Jedenfalls würde ich es nicht so direkt verstehen, fertigte jemand eine russischsprachige Website an für eine Kamera, die dann von Westeuropa aus nach Russland ginge. - Allein diese verwickelte Story aufzudröseln, wäre schon spannend.

    Ich habe den (nicht nur allgemeingesellschaftlichen) Eindruck, dass auch hier bei diesem Thema nicht ganz unvoreingenommen mit Personen aus der ehemaligen Sowjetunion umgegangen wird. Da schwingen sofort massiv Vorurteile mit, Russe - Rucksack, Koffer, Bahnhof - kann ja nicht mit rechten Dingen zugehen. Nur weil man vielleicht in anderen Ländern etwas unkonventioneller mit Dingen umgeht, muss das ja nicht zwangsläufig sofort nach Verbrechen des von einem scheinbar von einem Raub betroffenen Opfers riechen.

    Die obige Webseite mit der Erklärung zum Prototyp ФЕД-20 ist auf Russisch - natürlich, weil es ja ein sowjetischer Prototyp ist, wie auch sonst alle Geräte, die auf der Webseite vorgestellt werden und man sich dort sehr intensiv mit dem eigenen Erbe auseinandersetzt und wichtige, nach der Wende nach Europa zu Spottpreisen verscherbelten Geräte und im Übrigen auch Orden, Effekten und Auszeichnungen zurückkauft.

    Ein sehr guter Freund von mir - ein Deutscher - hat über sehr lange Zeit, die wichtigste Sammlung mit Geräten sowjetischer Produktion besessen, bevor er sie dann an den recht bekannten Boris Jamchik verkauft hat, um im Gegenzug die Familie des Fotografen Jewgeni Chaldej zu unterstützen. Insofern kann ich sagen, dass der Verkauf von Geräten auch im vierstelligen Eurobereich (Generals-Fed) stattfinden. Da es sich bei der ФЕД-20 um einen Prototypen handelt, wage ich mindestens einen ebensolchen Betrag zu erwarten.

  • Ich habe den (nicht nur allgemeingesellschaftlichen) Eindruck, dass auch hier bei diesem Thema nicht ganz unvoreingenommen mit Personen aus der ehemaligen Sowjetunion umgegangen wird. Da schwingen sofort massiv Vorurteile mit, Russe - Rucksack, Koffer, Bahnhof - kann ja nicht mit rechten Dingen zugehen. Nur weil man vielleicht in anderen Ländern etwas unkonventioneller mit Dingen umgeht, muss das ja nicht zwangsläufig sofort nach Verbrechen des von einem scheinbar von einem Raub betroffenen Opfers riechen.

    Mä näh, im Gegenteil, einige der herzlichsten und wichtigsten Menschen, die mir im Leben begegnet sind, waren Spätaussiedler, jüdische Kontingentflüchtlinge und Russen. Es hat aber, wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch im ehemaligen "Ostblock" solche und solche Menschen. Ich sage nicht, dass der Anteil hüben oder drüben größer oder kleiner wäre. In England oder hier bei uns gibt es übrigens auch schlimme Finger, denen man nicht nachts über den Weg laufen möchte. Verallgemeinern würde ich das nicht.


    Das mit dem "unkonventionellen Umgang" würde mich von daher auch dann stutzig machen, käme ein Pfälzer mit einem Rucksack voller Tangenten in Oslo an. Ich glaube, den Zoll würde das auch stutzig machen. Im Namen des Zöllnerpatrons würde ich da schon die Quittung und die Einfuhrpapiere sehen wollen.

    Die obige Webseite mit der Erklärung zum Prototyp ФЕД-20 ist auf Russisch - natürlich, weil es ja ein sowjetischer Prototyp ist, wie auch sonst alle Geräte, die auf der Webseite vorgestellt werden und man sich dort sehr intensiv mit dem eigenen Erbe auseinandersetzt und wichtige, nach der Wende nach Europa zu Spottpreisen verscherbelten Geräte und im Übrigen auch Orden, Effekten und Auszeichnungen zurückkauft.

    Das ist zum Beispiel eine plausible Geschichte. Mich interessierte daran nun die Chronologie. Wann norma seine Kamera gekauft hat, wann die betreffende Website aufgesetzt wurde, wann der Diebstahl erfolgte, wann der normas Zwischenhändler die Kamera erwarb.

  • Ich habe den (nicht nur allgemeingesellschaftlichen) Eindruck, dass auch hier bei diesem Thema nicht ganz unvoreingenommen mit Personen aus der ehemaligen Sowjetunion umgegangen wird. Da schwingen sofort massiv Vorurteile mit, Russe - Rucksack, Koffer, Bahnhof - kann ja nicht mit rechten Dingen zugehen. Nur weil man vielleicht in anderen Ländern etwas unkonventioneller mit Dingen umgeht, muss das ja nicht zwangsläufig sofort nach Verbrechen des von einem scheinbar von einem Raub betroffenen Opfers riechen.

    Die obige Webseite mit der Erklärung zum Prototyp ФЕД-20 ist auf Russisch - natürlich, weil es ja ein sowjetischer Prototyp ist, wie auch sonst alle Geräte, die auf der Webseite vorgestellt werden und man sich dort sehr intensiv mit dem eigenen Erbe auseinandersetzt und wichtige, nach der Wende nach Europa zu Spottpreisen verscherbelten Geräte und im Übrigen auch Orden, Effekten und Auszeichnungen zurückkauft.

    Ein sehr guter Freund von mir - ein Deutscher - hat über sehr lange Zeit, die wichtigste Sammlung mit Geräten sowjetischer Produktion besessen, bevor er sie dann an den recht bekannten Boris Jamchik verkauft hat, um im Gegenzug die Familie des Fotografen Jewgeni Chaldej zu unterstützen. Insofern kann ich sagen, dass der Verkauf von Geräten auch im vierstelligen Eurobereich (Generals-Fed) stattfinden. Da es sich bei der ФЕД-20 um einen Prototypen handelt, wage ich mindestens einen ebensolchen Betrag zu erwarten.

    In diesem konkreten Fall würde ich das aus einem anderen Winkel betrachten. Ich komme selber aus dieser „Ecke“ und deswegen ist mir nicht aus der Presse bekannt wie man mit dieser „Erbschaft“ und „Nachlassenschaft“ ab den Null Punkt umgegangen, und heute noch umgeht. Auch auf welche Art wertvolle Sachen den Besitzer gewechselt haben und wie Die die Grenze passiert haben. Deshalb denke ich das hier eine gesunde Skepsis schon an der richtigen Stelle ist.


    Mich bei dieser Sache haben schon ein Paar Details stützig gemacht.


    Als sich diese Klasse Kamera aus dem Nichts (fasst wie die Tage Bücher von dem „Häuptling“) als FED -20 entpuppte, habe ich erst tief schlucken müssen. Denn FED hat zur keinem Zeitpunkt mit dem GF Format rum experimentiert. Ich habe gestern und heute das komplette russisch sprachige WED durgesucht und nirgendwo taucht eine FED-20 auf, genauso wie in der ganzen Literatur die ich all die Jahre angesammelt habe. Wem die Seite mit der FED-20????? gehört und wo der Inhaber lebt konnte ich auch nicht Erfahrung bringen (fehlt auch das Impressum). Auch über einen Bekannten Kamera Sammler mit diesem Namen schweigt das russisch sprachige WEB.

  • Falls jemand doch interesse hat ...

    Aus der Ukraine

    Beide für 10.000 USD

    Hihihi!!!


    Es gibt die Kamera also doch.


    -


    Folgendes nur am Rande und in Klammern und bitte nicht darauf reagieren:


    (Bitte nicht zuviel Werbung für Russland und Ukraine machen. Mir gefällt, dass sich im Westen fast niemand für diese Länder interessiert. So kann dieser Teil der Welt seine Eigenheiten hoffentlich noch lange Zeit bewahren. Wenn der eiserne Vorhang in den Westköpfen fällt, wird sowieso alles von Kommerz und Hedonismus vereinnahmt. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nicht alles zum Besten steht und vieles ändern muss. Ich hoffe aber, dass die dortige Bevölkerung ihre eigenen Wege finden wird.)

  • ...

    Denn FED hat zur keinem Zeitpunkt mit dem GF Format rum experimentiert. Ich habe gestern und heute das komplette russisch sprachige WED durgesucht und nirgendwo taucht eine FED-20 auf, genauso wie in der ganzen Literatur die ich all die Jahre angesammelt habe. Wem die Seite mit der FED-20????? gehört und wo der Inhaber lebt konnte ich auch nicht Erfahrung bringen (fehlt auch das Impressum). Auch über einen Bekannten Kamera Sammler mit diesem Namen schweigt das russisch sprachige WEB.

    aha, das is interessant, hab ich auch nicht gewusst.. also FED und 4x5 Format, allerdings hast du da auch mehr Unterlagen dazu.


    Anscheinend gibts aber doch ne handvoll, vllcht Vorserienmodelle, die über irgendwelche Kanäle verkauft wurden und nach und nach jetzt irgendwo auftauchen.
    Die sehen auch identisch aus, dieser komische, dicke Balgen, die Standartenkonstruktion/ form, das seltsame Rückteil/ Mattscheibenhalter..strange.


    aber wie bei den KB Feds und den russischen Moskva Super Ikonta-Versionen I, II, sieht man ja, dass die Russen im Osten Deutschlands nach Übernahme zB der Zeiss-Werke sich nicht zu schade waren deutsche Restbestände einfach weiter zu benutzen und zu verkaufen.. bis zur Moskva 5, die dann nahtlos eher nach dem Vorbild Voigtländer Bessa III produziert wurde mit dem Industar..

  • Direkt alles auf die Raubkopien (das war strafbar) würde ich jetzt nicht plädieren. Unzählige Werke sind in der Vorkriegszeit von den Deutschen entwickelt und auf dem Territorium gebaut worden. Wehrend und Nachkriegszeit sind auch unzählige Sachen auch direkt oder indirekt von den Deutschen oder Japanischen Gefangenen entwickelt oder gebaut worden. Dan auch die Reparation Entschädigung.


    Ob es möglicher Weise in den späteren Zeiten bei den offensichtlichen „Raubkopien“ mit der beidseitigen Einverständnis passiertt ist, werden wir wahrscheinlich heute nicht mehr erfahren.

  • In diesem konkreten Fall würde ich das aus einem anderen Winkel betrachten. Ich komme selber aus dieser „Ecke“ und deswegen ist mir nicht aus der Presse bekannt wie man mit dieser „Erbschaft“ und „Nachlassenschaft“ ab den Null Punkt umgegangen, und heute noch umgeht. Auch auf welche Art wertvolle Sachen den Besitzer gewechselt haben und wie Die die Grenze passiert haben. Deshalb denke ich das hier eine gesunde Skepsis schon an der richtigen Stelle ist.


    Mich bei dieser Sache haben schon ein Paar Details stützig gemacht.


    Als sich diese Klasse Kamera aus dem Nichts (fasst wie die Tage Bücher von dem „Häuptling“) als FED -20 entpuppte, habe ich erst tief schlucken müssen. Denn FED hat zur keinem Zeitpunkt mit dem GF Format rum experimentiert. Ich habe gestern und heute das komplette russisch sprachige WED durgesucht und nirgendwo taucht eine FED-20 auf, genauso wie in der ganzen Literatur die ich all die Jahre angesammelt habe. Wem die Seite mit der FED-20????? gehört und wo der Inhaber lebt konnte ich auch nicht Erfahrung bringen (fehlt auch das Impressum). Auch über einen Bekannten Kamera Sammler mit diesem Namen schweigt das russisch sprachige WEB.

    Ich bin mit Dir in vielen Dingen völlig согласен geo rg. Ich meinte ja auch, dass es heutzutage zum Teil sehr reiche vormalige Sowjetbürger sind, die zumeist leider nicht aus der Intelligenz stammen aber mit monetärer Substanz ausgestattet sind, welche quasi den Rücktransfer der vormalig durch andere dubiose Transaktionen in den Westen gelangten Kameras und sonstiger vor allem patriotischer Werte durch Rückkäufe vornehmen und dabei ordentlich Geld in die Hand nehmen.

    Zu Deiner zweiten Passage, meine ich, dass FED oder die Marke ja nicht geschützt (war) oder ist und vermutlich eine FED-20 somit auch nicht zwangsläufig, nur dem Namen nach auch aus der Produktions-Provenienz der FED Strafkommunen und Werke stammen muss. In der Literatur findet man (ich zumindest) dazu aber wirklich nichts, genauso aber auch nicht zu diversen anderen Geräten dieser Zeit, die es jedoch trotzdem gibt. Ich denke, wenn man sich an Boris Jamchtchik wenden würde, dass dieser sicherlich Licht in das Dunkel bringen könnte: leica-by-boris bei eBay oder https://www.arsenal-photo.com

  • Ich möchte die momentane Situation hier mit meinen Äußerungen nicht zu spitzen. Auch wie diese Kamera zustande kommen konnte habe ich eine Idee. Aber das alles nicht in der breiten Öffentlichkeit.


    Tatsache ist das der Wolfgang nicht nur recht seltene, sondern auch recht gute und robuste Kamera besitzt. Und ich finde das ist gut so!

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