Negative mit Staub?

  • Bei uns ist am 13.6. eine Volksabstimmung. Da geht es um Pestizide im Trinkwasser. Sog. "Bauern", also subventionierte Tierquäler mit Ministällen, in denen die Kühe sich vollscheißen, und Grundwasservergifter, die zwar die Wiese mit dem Besen kehren, aber zugleich Gift auf grüne Wiesen auspritzen, um das Heu (!) unkrautfrei zu halten, sollen fortan keine Subventionen mehr erhalten, wenn sie Pestizide einsetzen. Hintergrund ist die horrende Verseuchung des Wassers mit diversen chemischen Produkten, https://www.initiative-sauberes-trinkwasser.ch/


    Ich frage mich, ob es die reduzierte Qualität der Negative an Glyphosat oder Chlorothalonil liegt. https://de.wikipedia.org/wiki/Chlorthalonil Früher war das nicht im Wasser, und ich hatte die Probleme, die ich heute habe, nicht. Aber simple Koinzidenzen sollte man auch nicht unbedingt als Kausalitäten handeln. Wundern würd's mich nicht. Wenn schon die Kinder bei uns unfruchtbar werden, wie jetzt nachgewiesen wurde.

  • Hm.

    Ich wohne im Aussenbereich.

    Die umliegenden Flächen in 200m Umkreis sind:

    50% Wiese für Heu oder Silage.

    30% Acker

    20% Wald

    Es wird eifrig Gülle ausgebracht und gespritzt.

    Wir bekommen unser Trinkwasser aus eigenem Brunnen, der nicht tief ist.

    Neben dem extremen Kalk- und Eisengehalt, meinen die Analysen (teuer!), dass es weder erhöhte Nitrat- oder Nitritwerte noch die üblichen Rückstände von Pestiziden oder Fungiziden in unserem Wasser gibt.

    Wenn ich dann sehe, wie stark die Ausbringung von Gülle und Spritzmitteln inzwischen hier (NRW in D) reglementiert und kontrolliert (!) wird, dann habe ich den Eindruck, dass die momentanen Regelungen hier ausreichen.


    Bezüglich der möglichen Wirkung im Entwickler: die Trinkwasserkontrollen sind engmaschig und ich halte es für unwahrscheinlich, dass hier relevante Konzentrationen erreicht werden können.

  • die Trinkwasserkontrollen sind engmaschig

    Ja.

    Und es gibt auch die totale Lebensmittelüberwachung :mrgreen:


    Die Kontrolleure wissen heute gar nicht mehr, was da alles drin ist im Wasser.

    "Tausende von unbekannten Stoffen", so ein Klärwerker.

    Und was die nicht kennen, wird natürlich auch nicht überprüft.

    Und was drin ist, kriegen sie nicht richtig raus.

    Wobei, wenn sie was sie rauskriegen, wird der verseuchte Schlamm wieder auf den Acker vor Deiner Türe gekippt.

    Das wird wird aber eher selten kommuniziert, woraus sich der Eindruck einer engmaschigen Kontrolle ergeben könnte.


    Der absolute Hit derzeit sind wohl Kunststoffe - Fasern vom Waschen der Kleidung, und Flüssigkunststoffe, die inzwischen überall verarbeitet werden - Duschzeugs, Cremes usw.

    Kriegen sie nicht raus, und kommt als Schlamm wieder zu Deinen Mohrrüben.

    Macht aber nichts, weil die dadurch verursachten Schmerzen, Krebs und sowas, mittlerweile durch die Medikamentenrückstände aus Schmerzmitteln bestimmt schon gelindert werden ( teils mehrere mg/Liter).


    Mich regt das aber nicht auf; wegen der ausgepißten Kokainrückstände im Wasser bin ich inzwischen recht locker.

  • aksak_maboul


    Grundsätzlich finde ich die Initiative gut, gilt die dann nur für Pestizidbehandlung der Wiesen oder grundsätzlich?


    Es ist halt einfacher Pestizede zu spritzen, statt händisch die Wiese von giftigen Unkräuter zu befreien.


    Bei dem geforderten Verbot daß Antibiotika nicht prophylaktisch eingesetzt werden darf, liegt dann der Schwarze Peter bei den Tierärzten, die dann vom Landwirt / Fleischproduzent unter Druck gesetzt werden, dass im Stall wegen eines infizierten Tiers auch alle anderen Tiere mit Antibiotika behandelt werden müssen.


    Der Witz ist ja, daß die in der Fleischproduktion massenweise eingesetzten Antibiotika teilweise in der humanen Medizin als Notfallantibiotika eingesetzt werden.


    Nutzt bestimmt, wenn sich in der Massentierhaltung schon Resistenzen gebildet haben...


    Grüße

  • Richie,


    Du hast schon recht, das ist aber auch ein Effekt der immer empfindlicher werdenden Analytik, das ist so ähnlich wie mit einem Mikroskop: Mit steigender Vergrößerung siehst Du immer mehr von immer weniger, am Ende siehst Du alles von Nichts.


    Bei den Stoffen, die auch in kleinsten Konzentrationen problematisch sind, sind es vor allem Hormone (Medikamente) oder Stoffe mit hormonähnlicher Wirkung (Phthalate), neuerdings noch Nanomaterialien. Die Wirkung letzterer ist im Wesentlichen noch unbekannt, bei Phthalaten streitet man sich gerne und die Medikamente und ebenso Koks(metaboliten) findet man tatsächlich in "größeren" Mengen im Abwasser, wenn ich auch nicht glaube, daß es mg/l (Milligramm) sondern eher µg (Mikrogramm) sind -- Milligramme würden nach Verdunsten einen sichtbaren Dreckrand in einem Schälchen, hinterlassen und davon wäre das meiste wohl eher Kalk.


    Die werden bei der Filmentwicklung kaum eine Rolle spielen, im Kodak HC-110 sind zB 50-100g Hydrochinon pro kg, bei einer Verdünnung von 1:100 bleibt ~1g/l, die Mikrogramm Anderes im Wasser sind eben nur ein Millionstel davon.


    VG Andreas

  • Medikamente und ebenso Koks(metaboliten) findet man tatsächlich in "größeren" Mengen im Abwasser, wenn ich auch nicht glaube, daß es mg/l (Milligramm) sondern eher µg (Mikrogramm) sind --


    Tachchen, Andreas,


    In einer Doku auf NDR hatten se mal eine Kanne voll Wasser aus der Elbe geschöpft, und bereits dort Schmerzmittel (Name vergessen, könnte Diclophenac gewesen sein) in Kleinstmengen nachgewiesen.

    Dann hatten se ein norddeutsches Klärwerk aufgesucht, das an einem kleinen Fluß (Name vergessen :mrgreen: ) stationiert ist.

    Dort wurden selbige Schmerzmittel in mg/L nachgewiesen !


    Zum Glück hab ich so Zeug nicht rumliegen hier, aber mir war so, als ob in den Tabletten auch nur mg Wirkstoff drin sind?


    Und ich glaube nicht ausschließlich an die empfindlicher gewordene Analytik.

    Es wurde in der Doku ganz klar betont, daß eh nur die bekannten Stoffe untersucht werden.

    Wenn wir aber nun wirklich alles aus Plastik herstellen, brauchen wir uns über die Ablagerungen/Anreicherungen nicht zu wundern.

    Und bei den Funden dort können wir sogar noch dankbar sein, weil ein Student sich der sache für Seine Doktorarbeit annahm.


    Daß mein Film davon betroffen sein könnte, ist dabei noch meine geringste Sorge :-)


    VG,

    Ritchie


  • Ja, Ritchie, dem Film wird es egal sein, das seh ich auch so.


    Analytik war nie so meins, da muß man so pingelig sein, ich habe lieber Präparate gekocht. Aber die Entwicklung in der Analytik in den letzten 30 Jahren was Bestimmungsgrenzen angeht ist schon enorm, Dioxine werden im ppb (Parts per Billion, eins auf eine Milliarde, also 1g in 1000 t) bestimmt. Es gibt Medikamente, in denen ordentlich Wirkstoff drin ist (Ibuprofen 600 = 600 mg oder so), andere haben nur wenige 1..10 mg, noch andere Mikrogramm.


    Aber Deine mg/l können nicht stimmen. Wenn alle Abwässer (Waschmaschine, Spülmaschine, Duschen und Pipi) entsprechend dem pro Kopf Verbrauch von 150 l auch 150 l im Ablauf der Anlage sind, dann müßtest Du am Tag 150mg schlucken und die Kläranlage nichts abbauen. Da aber nicht jeder im Dorf dieses Medikament nimmt (merke: Analytik findet nur, was es kennt, sprich bekannte Stoffe), müßtest Du (bei 10% Patienten) schon 1,5g pro Tag futtern. Oder das war ein Summenwert.


    Aber langsam wird's off topic.


    VG Andreas

  • koks im entwicklerwasser: das gibt sicher ´ne ordentliche push-entwicklung!


    und den schweizern sollte als man deutscher (und als franzose) für die abstimmung am 13.6. unbedingt den mut für das kreuz an der richtigen stelle wünschen. schließlich landet der pharma- oder chemodreck irgendwann im rhein oder der rhone. und mit verzögerung dann bei den nachbarn. halb baden-württemberg bekommt sein trinkwasser aus dem bodensee.


    an welchem hebel man als schweizer da sitzt, hat man ja 1986 bewiesen.

    dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
    likes? lieber nicht. unnötig.

  • So das ethanolosierte Neg.



    13x18 2400DPI RGB-Scann (Dia) 100% nach dem Ethanol-Bad.
    Die Punke nebst Lilla kann man getrost als eleminiert bezeichnen.
    Mir kommt das Negativ detailreichen vor, kann auch Einbildung sein.
    Ich hätte das Neg teilen sollen um Vorher Nachher zu sehen.
    Dumm gelaufen halt!
    Das Ethanol war übrigens simples Bio-Ethanol vom Billigheimer.

  • Genau wie von Foma vorgeschlagen.
    13x18 Schale mit 250ml Discounter Ethanol (hat 96%), mit Aqua Dest auf 70% verdünnt, gefüllt.
    Dann den Film mit der Emulsion nach unten 45min mit Bewegung alle 5min gebadet.
    Mit fliessend Wasser gespült und zum Schluss noch in Aqua Dest mit Netzmittel gebadet.

    Ich werde demnächst das mit dem Ethanol mal gleich in der Entwicklung mit einbauen.
    Ich denke daran ein Negativ nach dem Spülen zu teilen und die eine Hälfte normal und
    die andere Häfte mit Ethanol weiterbehandeln.
    mal schauen obs nen Unterschied gibt.

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