2021-06-05 Röntgenfilm

  • Hier habe ich einen orthochromatischen Fuji UM-MA Mammographie Röntgenfilm verwendet.

    Originalformat ist 18x24cm und auf 9x12cm zurecht geschnitten.

    Preis etwa 72 Euros inkl. Steuer für 100 Blatt, also 18 Cent für eine 9x12cm Blatt.

    Da diese Filme recht hart arbeiten habe ich mich für ein unvergütetes Objektiv entschieden und mein Suter "Stella" 5/160mm verwendet und auf f/22 abgeblendet.

    Entwickelt in Silvermax 1:24 / 8,5Minuten, exakt so wie der Ilford FP4+

    Belichtet auf ISO80

    Scan mit Epson V700


    Der Film hat einen blauen Träger, er ist nach dem Fixieren und trocknen also nicht farblos. Ob der Entwickler damit etwas zu tun hat weiß ich noch nicht.


    Wirklich einigemaßen ausgeglichene Ergebnisse habe ich mit den Negativen bekommen die ich auf Zone II vorbelichtet habe, die anderen Bilder waren zu hart, die Schatten nahezu ohne Zeichnung.

    Das lag aber auch dem sehr starken Sonnenschein und den daraus folgenden harten Kontrasten.


    Damit hat jeder alle Informationen die ich sammeln konnte, denke dass das Sinn macht alles zu teilen was man so im Laufe der Zeit ermittelt.


  • Das ist ein sehr schönes Bild.


    Jetzt scheiße ich dann noch klug, weil das hier so Sitte ist. Die Vorbelichtung hätte ich - wegen des Suter-Objektivs - vielleicht doch in I platziert. Aber das ist Geschmackssache - ich habe ja mitgekriegt, dass Du den Look unvergüteter Objektive suchst, und Deine Behandlung der Schatten ist absolut legitim. Wie gesagt, ich finde Dein Bild toll.


    Mir gefallen die Lichter, die Du nicht wischi waschi hast zulaufen lassen. Dadurch ergibt sich ganz unten am Pfosten ein sehr schöner Silhouetteneffekt an der Brennnessel. Und in der Mitte und oben hat man schöne Schlagschatten. Und das Holz macht einen verwitterten Eindruck.


    Bei solchen Bildern ist es meines Dafürhaltens so, dass der obere Rand und der untere Rand immer unscharf werden, weil die Objektebene in Richtung des Fotografen verlassen wird. Die Bäume und der Boden stehen einfach näher hervor, und da hört dann die kameraseitige Tiefenschärfe auf. Deshalb nehme ich für sowas gerne Objektive mit langer Brennweite. Noch länger.


    Und puff, tata!, sind wir bei Shen Hao : der Pfosten wurde mit 160 Millimetern auf 9x12 aufgenommen. Aus einer Entfernung von vielleicht 2-3 Metern? Im blanken Sonnenschein. - Ich sag's mal so: solange norma keinen Abstand von 40 Kilometern und kein Objektiv mit 480 Millimetern Brennweite benutzt, morgens um 5 Uhr 35 in der Dämmerung, mit dicken Regenwolken und schwülem Gedünst in der Luft, braucht er den Partialkontrast zwischen V und VIII Lichter auch nicht zu verstärken, zumal er schon ein hart arbeitendes Material benutzt.


    Was ich gelernt habe: dass auch in solchen Bildern Vorbelichtung Sinn machen kann. Ich habe noch einige Packungen Rollei Ortho 25. Solche Motive probiere ich jetzt einfach auch mal aus, mit Vorbelichtung. Gute Anregung.

  • In meinen Bildern habe ich es halt lieber wenn überall Zeichnung vorhanden ist.

    Lichter oder Schatten ohne Textur sind nur Löcher in die das Auge fällt und das Bild in Grunde genommen töten.

    Es gibt auch davon Abweichungen aber im Allgemeinen ist das sicher der beste Weg.


    Mein Hang zu sehr kontrastreichen Aufnahmen hat mich in der Tat dazu gebracht lieber unvergütete oder einfach vergütete Objektive zu verwenden.

    Sie liefern dann die ausgeglicheren Ergebnisse.


    Habe auch mit "normalem" Film Aufnahmen gemacht und mein 135mm Apo Sironar S verwendet, die Kontraste sind kaum zu bewältigen, denke das ich es mit scannen noch hinbekomme aber mit Vergrößern wird es wohl nichts werden. Die Negative hätte ich auch gleich vorbelichten sollen.

    Natürlich sind die Negative unglaublich von der Schärfe her aber es ist einfach nicht das Richtige für mich.


    Am liebsten immer noch das 6,3/130 Doppel Protar oder eben in 170mm, alternativ auch gerne das Busch 6,8/190mm und vielleicht noch ein unvergütetes Angulon in 90mm.


    Komme immer wieder zu der Überzeugung das die MC Objektive nicht mit mir kompatibel sind. :cursing:

  • ..braucht er den Partialkontrast zwischen V und VIII Lichter auch nicht zu verstärken, zumal er schon ein hart arbeitendes Material benutzt.


    Bei dem Mammo-Film und meiner Aussage geht es nicht um Partialkontrast, sondern um die verbesserte Darstellung der Zonen an sich .

    "Schatten ohne Zeichnung" - das ist kein Partialkontrast.

    Über den könnte man sich Gedanken machen, wenn überhaupt erst mal 7 Zonen bewältigt werden.

    Ich feinshifte dann zuweilen über versch. Entwickler:



    Ich sag's mal so:


    Ich sags mal anders:

    Kauf Dir doch mal ein Päckchen Röntgenfilm, dann reden wir gerne jenseits der Theorie darüber.

    Tataa-Puff.

  • Missverstanden:

    Nicht jeder Röntgenfilm ist blau.

    Dieser schon.


    Grundschleier: ja, Ergebnis habe ich irgendwo.


    Die Blaufärbung hat merkbaren Einfluss bei Konttastwandelpapieren.

  • leon, du teste doch schon seit einiger zeit mit röntgenfilm herum, oder? kannst du etwas zum schwarzschildverhalten sagen?


    und: ist der fuji ein einschichter oder ein zweischichter?

    dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
    likes? lieber nicht. unnötig.

  • Der Fuji UM MA ist nur auf einer Seite beschichtet.


    Schwarzschild meine ich mich zu entsinnen, kaum: hatte mal zwei Bilder mit F22 mit 3s und f32 mit 6s ohne sichtbaren Unterschied oder so. Habe ich aber hier irgendwo berichtet.

    "Bei 6 sek Belichtungszeit scheint er noch KEIN Schwarzschildverhalten zu haben. Aber nur zufällig bei einem Testbild aufgefallen."

  • Der Fuji UM MA ist nur auf einer Seite beschichtet.


    Schwarzschild meine ich mich zu entsinnen, kaum: hatte mal zwei Bilder mit F22 mit 3s und f32 mit 6s ohne sichtbaren Unterschied oder so. Habe ich aber hier irgendwo berichtet.

    "Bei 6 sek Belichtungszeit scheint er noch KEIN Schwarzschildverhalten zu haben. Aber nur zufällig bei einem Testbild aufgefallen."

    danke

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