Stativ Entscheidungshilfe bitte

  • 15 mm unten sind schon arg dünn. mein sirui hat unten 19 mm, mehr als meine RZ67 mit maximal dem shiftadapter und der 75er shortbarrel-linse würde ich da nicht draufpacken. das paket hält es dann aber gut und sicher.


    was wiegt denn deine wista?

    dislikes? wenn es dir in deiner kleinen welt weiterhilft...
    likes? lieber nicht. unnötig.

  • 15 mm unten sind schon arg dünn. mein sirui hat unten 19 mm, mehr als meine RZ67 mit maximal dem shiftadapter und der 75er shortbarrel-linse würde ich da nicht draufpacken. das paket hält es dann aber gut und sicher.


    was wiegt denn deine wista?

    Die wista alleine wiegt ca 3 kilo.


    Ich hätt noch am gebrauchtmarkt ein gitzo gilux tatalux, finde aber keine daten dazu.


    Könnt ihr bestimmte modelle von stativen empfehlen?


    Lg jakob

  • Ich habe zwei aus Carbon, die ich aus persönlichem Gebrauch empfehlen kann. DIe wirklich schweren Holz- und Alu-Stative von Berlebach, Ries, Linhof, Manfrotto, ... lasse ich mal weg, denn Du scheinst Dich ja für leichte Stative für die 3 Kilogramm leichte Wista mit erschütterungsarmem Zentralverschluss und Brennweitenlimitation bis 300 Millimeter zu interessieren.


    Aus Carbon kann ich das Gitzo Systematic GT5543LS empfehlen. Kostet aber viel. Ich erwarb es gebraucht. Es hält alles, wiegt aber rund 3 Kilogramm. Ich benutze es mit einem Gitzo-3-Wege-Kopf, dem flachen G1570M (schwer), und mit einem Gitzo-Kugelkopf, dem GH3780 (leicht).


    Aus Carbon kann ich aber auch das 1,5 Kilogramm leichte Leofoto Ranger LS-323C empfehlen. Das kostete neu ein Viertel des Gitzo-Stativs. https://www.leofoto.eu/de/leofoto-ranger-ls-323c.html Weil es so günstig war, nahm ich noch einen Nivellierkopf mit Getriebe dazu, einen Arca-Swiss-Klon, https://www.leofoto.eu/de/g2-geared-panning-clamp.html. Ich habe diese Kombination jetzt seit einem ganzen Jahr im Einsatz, zwei Mal pro Woche, mit der Linhof Technika bis 360 Millimeter. Weil auch Schwarzschildverlängerungen bis eine Minute damit absolut kein Problem sind, ist das das Stativ, das ich zuerst greife ... Auch mit dem Kugelkopf Markins Q10 funktioniert dieses Stativ sehr gut.


    Das Leofoto hat nur drei Segmente, also zwei Auszüge, bei einem Beindurchmesser von 32 Millimetern. Mittelsäule fehlt. Das macht das Stativ recht schmal. Es hat eine stabile Platte aus einem Guß mit den Beinaufnahmen, was die Stabilität fördert. Deswegen schafft es auch 20kg. Die Beine lassen sich weiter abspreizen, auch damit nichts umfällt, selbst wenn ein Regenschirm befestigt ist. Außerdem kommt man wegen der fehlenden Mittelsäule auch bis zum Boden.


    Wenn Du ein Budget hast, empfehle ich Leofoto, wenn es um kompromisslose Qualität geht, empfehle ich Gitzo. Aber nicht, dass das Leofoto bisher geschwächelt hätte, im Gegenteil.


    Ich glaube, Stabilität, Schwingungsanfälligkeit und Dämpfungseigenschaften hängen von folgenden Faktoren ab: wenig Auszüge, großer Beindurchmesser, keine Mittelsäule, Abspreizwinkel der Beine, flacher Kopf, flache Kamera (keine Sinar ...), Carbon. Schau doch mal auf https://thecentercolumn.com/

  • Ich finde schlicht und ergreifend ein Stativ reicht eh nicht um alles verünftig abzudecken.
    Ich tendiere daher zu 1x leicht und transportabel. Bei Bodennähe sind da alle stabil.
    Wenns es bei leicht und transportabel eng wird (hoch und erschütterungsfrei), ist da keines richtig stabil.
    Da kommt die No.2 ins Spiel, gross und schwer. Die mag nicht getragen werden und Bodennähe
    wird verabscheut. Aber da betritt ja No.1 wieder ins Spiel, wo ich eher das Packmass für wichtig
    halte. Den Etat kann man prima aufteilen, wobei es No.2 oft für nen Apfel ohne Ei gibt.
    Ich würde mich aber nie für nur eines entscheiden, auch nicht für den Start. Ich habe
    immer beide im Auto und kann dann entscheiden.

  • ..... gross und schwer. ..... und Bodennähe wird verabscheut.

    Bei allem anderen geb ich Dir recht, ich hab aber sowohl ein 5-er Gitzo wie auch ein noch größeres und schwereres Bilora, zu denen ich neben der Mittelsäule auch eine Platte habe, dann kommt man auch mit den grossen und schweren Stativen bis auf wenige cm an den Boden.

  • Da hast du recht, aber die langen Beine können schon gut Patz brauchen.
    Man sieht Stative sind so ne Sache für sich. Eins ist jedenfals für mich sicher:
    Stative können, so unscheinbar sind, recht viel Kummer machen.
    Je grösser das Format desto wichtiger werden die Kamerastützen.
    Von den Köpfen ganz zu schweigen.
    Eine einfache Kamera auf einem guten Stativ macht mehr Freude
    als die tollste Kamera auf irgendwas, was wohl für Rankgewächse gedacht war.

  • Ich habe u.a. ein Sirui N3204X, das hat ebenfalls vier Beinsegmente wobei der kleinste Durchmesser hier 22mm beträgt. Das Teil ist noch relativ kompakt und trägt meine Wista 45 ohne Probleme. Ich würde auch vermuten, dass etwas dünnere Beine auch noch ausreichen, wenn man keine schweren Optiken oder Stativköpfe nutzt und keine langen Auszüge benötigt. Wobei 15mm schon arg dünn sind.

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