meiner kleiner grüner Kaktus, Teil 2, Tessar

  • neue Aufnahme, nun mit dem alten 135er Tessar auf der Nagaoka

    Fomapan 100, Rodinal 1+50, Nagaoka 4x5DII und Carl Zeiss Tessar 13,5 cm bei f8


    das "Bokeh" des Tessar ist deutlich angenehmer wie das des 135 Fujinon und überhaupt ist es super spannend mit eine Objektiv dieses Alters zu arbeiten




  • ja genau, ich bin fasziniert von dem alten Objektiv und gleichzeitig auch etwas enttäuscht vom Fujinon 135, das bei Blende 8 in diesem Fall ein gar grauseliges Bokeh liefert.

    Ich hoffe nun nicht auf weitere Experimente, aber ausschließen lässt sich das ja wohl nicht....

  • enttäuscht vom Fujinon 135, das bei Blende 8 in diesem Fall ein gar grauseliges Bokeh liefert

    Ich vermute, dass die Konstruktöre andere Anwendungen im Blick hatten. Nach allem, was ich im Lauf der Zeit hier so lese, bleibt wohl nur die Suche nach alten Objektiven oder nach Spezialkonstruktionen, wenn man nicht die typische "Fachfotografie mit Großformat" betreiben möchte.

  • ja genau, ich bin fasziniert von dem alten Objektiv und gleichzeitig auch etwas enttäuscht vom Fujinon 135, das bei Blende 8 in diesem Fall ein gar grauseliges Bokeh liefert.

    Ich möchte da mal etwas zu bedenken geben. Das Bokeh im abgeblendeten Zustand ist nicht nur auf die Linsenkonstruktion zurück zu führen, sondern auch auf die Anzahl der Blendenlamellen. Insofern spielt der Verschluss, in dem das Objektiv sitzt, auch eine entscheidende Rolle, da darin ja auch die Blende sitzt. Die neuen Copal- und Prontor-Verschlüsse mit ihren 5 geraden Blendenlamellen erzeugen logischerweise abgeblendet ein unruhiges, weil eckiges Bokeh. Alte Compure oder Compounds mit 10 oder mehr Lamellen sind da ungleich sanfter im Umgang mit den unscharfen Bildbereichen.

  • bleibt wohl nur die Suche nach alten Objektiven oder nach Spezialkonstruktionen, wenn man nicht die typische "Fachfotografie mit Großformat" betreiben möchte.


    Dieter, wirst Du mit zunehmendem Alter etwas biestig?

    Nu laß doch den Jung mal, Du hattest einst doch selbst viel experimentiert - abseits der "typischen" Fachfotografie :-)


    Ich möchte da mal etwas zu bedenken geben..


    Ich ebenfalls.

    Ich dachte bisher, für ein Bokeh bräuchte es auch einen Hintergrund ?

    Hier sehe ich nur Tiefenunschärfe..

  • Wunderbar, ich dachte schon..:-)


    Tja, ein interessantes Thema eigentlich, dieses "Typische".

    Ich meine mich zu erinnern, daß es in der Werbefotografie üblich war, Dinge in der herrlich anzusehenden Unschärfe verschwinden zu lassen ( meisterhaft weggepflügt, wohlbemerkt), durchgängige Schärfe dort also keinesfalls typisch war.


    Auch der Kaktus hier fiele in dieses Genre - Tabletopf, hihi :-)

    Mir selbst dürfte der Purche übrigens etwas mehr im Lichte strahlen, auf das auch die Unschärfen noch fluffiger kommen.



    Das Bokeh im abgeblendeten Zustand ist nicht nur auf die Linsenkonstruktion zurück zu führen, sondern auch auf die Anzahl der Blendenlamellen.


    (Schönes) Bokeh und Abblendung sind fast schon widersprüchlich :-)


    Zum Mythos Lamellenzahl und Bokeh dürfte Herr Nasser in einem komplexen Aufsatz übers Bokeh endgültig für Klarheit gesorgt haben - die Wiedergabe der Blende im Bild hat wenig mit Bokeh zu tun, und sie hat nichts mit der Blendenform selbst, sondern mit der Lichtquelle (Größe) und deren Abstand zu tun.

    Darüberhinaus ließen sich für mich keine weiteren Eigenschaften hinsichtlich des Bokehs herauslesen.


    etwas enttäuscht vom Fujinon 135, das bei Blende 8 in diesem Fall ein gar grauseliges Bokeh liefert.


    Tatsächlich gibt es die Eigenheiten der Unschärfe und des Bokehs ja auch im Vordergrund, wird von uns aber selten als Bokeh verstanden.

    Vor dem Entsorgen des Fuji lohnt sich vielleicht ein Versuch mit unscharfen Vordergründen, denn in der physikalischen Optik ists vorn meist reziprok anders als hinten.

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