Wieder dabei

  • Hallo zusammen,


    erstmal meinen Dank an alle für die Willkommenswünsche, das hat mich sehr gefreut.


    Und es freut mich auch, daß meine „neue“ Objektivauswahl hier durchaus wohlwollend ankommt, ich will auch noch einen 6,3/12cm Aristostigmat von ca. 1939 und ein 4,5/16,5cm Eurynar von 1925 in meine Ausrüstung aufnehmen.


    Andreas: Danke für das schöne Foto, ich konnte mich an das Gruppenbild gar nicht mehr erinnern. Es zeigt ja auch noch meinen mittlerweile verstorbenen Hund Randy, der uns auf der ganzen Tour frei ohne Leine begleitet hat.


    norma: Der Hinweis über die Lagerung der alten Angulone kam damals möglicherweise sogar von mir selber. Die alten Angulone sind ja irgendwie schon vor sehr langer Zeit zu meinen liebsten Optiken geworden und ich bin sehr froh, diese drei zu haben


    Ob wohl jemand ein Angulon 6,8/21cm entbehren könnte :)


    Diese alten Angulone waren ja – wie auch Du schreibst – nur durch den Kitt und ohne Fassung zusammengehalten. Und der Kitt war damals eben Kanadabalsam und der wird schon ab ca. 45° C zähflüssig wie Honig, d.h. die einzelnen Linsenglieder lösen sich voneinander. Und das heißt eben auch, ein altes Angulon ist u.U. schon nach wenigen Stunden im knallheißen Auto ein Fall für die Vitrine. Herr Tronnier - der das Angulon in den 1920er Jahren berechnete - hat einfach nicht bedacht, daß es einmal etwas so Heißes wie das Innere eines heutigen Automobils geben könnte. Wir müssen die alten Angulone so aufbewahren, wie es unter den damals üblichen Bedingungen gedacht war.


    Ich habe auch noch ein Angulon mit 90mm und eins mit 120mm aus der allerersten Fertigung mit Einfachvergütung (=Bj. 1948) Wenn jemand Interesse hat, kann ich die gerne mal für Testaufnahmen auf eine Reise schicken.


    Ja, an einem Treffen hätte ich auch Interesse, ich schaue mir mal an, wo es aktuell eins geben wird. Alternativ könnten wir natürlich im nächsten Frühjahr auch das Treffen im Pfälzerwald wiederholen, das letzte Mal ist ja schon lange genug her …


    LG


    Michael

    Will unsre Zeit mich bestreiten,
    ich laß es ruhig geschehn.
    Ich komme aus anderen Zeiten
    und hoffe, in andre zu gehn.

  • Das verstehe ich nicht so ganz. Die (Tiefen)schärfe hat doch was mit dem Zerstreuungskreis zu tun, und der ist rein geometrisch definiert - Strahlensatz/Proportionalität. Wie der "einen Knick in die Optik" bekommen soll, bleibt mir unklar ... sorry wg Beckmesserei, aber das kommt mir etwas vor wie eine "urban legend".

    Keine Panik, ich bin da stabil genug, vor allem, da ich da selbst noch ganz am Anfang bin und weiter testen möchte, aber wenn alles gut geht hab ich erst Anfang nächsten Jahres wieder eine Duka, was es bis dahin etwas schwierig macht ;)

    Rein geometrisch ist es aber imo nicht, sonst wären alle Optiken gleich, oder?

    Tessare z.B. sind auch auf Schärfe getrimmt, in der Unschärfe sind sie oft flirrig und zeigen häufig Doppellinien.

    Das Imagon, das später ein Weichzeichner war, kam als Tiefenbildner auf den Markt.

  • Hallo Peter Volkmar,


    ja, das Imagon ist in späterer Literatur als Weichzeichner "verkommen" und wurde aber tatsächlich ursprünglich als "Tiefenbildner" bezeichnet, das steht auf meinen beiden Exemplaren - 20cm in Compound III und 30cm in Compound V - ja auch noch drauf.


    Die Bezeichnung Tiefenbildner drückt meiner Meinung nach auch einfach besser aus, was ein solcher Achromat in Bezug auf die Schärfeebene eigentlich bewirkt.


    Aber sollten wir eine solche Diskussion nicht lieber im Bereich "Rund um die Linsen" führen? Gerade zum Imagon habe ich sehr viele Informationen und technische Zeichnungen der damaligen Entwickler, die bis in die 1930er Jahre zurück gehen.


    LG


    Michael

    Will unsre Zeit mich bestreiten,
    ich laß es ruhig geschehn.
    Ich komme aus anderen Zeiten
    und hoffe, in andre zu gehn.

  • Alle längeren Brennweiten, die größere Bildkreise abdecken, gehen derzeit vom Preis her durch die Decke. Wenn sie, wie die Fujis im Verschluß sitzen, ist es ganz vorbei. Sehr selten bekommt man hier die 1:10 Lomo, ich hab vor Jahren ein 600-er bekommen, aber sowas hab ich seither auch nicht mehr gesehen. Die Apo Germinare gibt es noch, sehr schwer und wuchtig, extrem gut, werden jeden Tag teurer. Das war nach 90 die Zeiss Ex-DDR Antwort auf die Ronare, angeblich in allen Punkten besser, aber zur falschen Zeit... Von Wray gibt es noch Apo Repro Linsen, Lustare, z.B ein 1:16 890. Gehen auch eher günstig weg, kennt keiner und sind nicht gerade lichtstark.

  • Rein geometrisch ist es aber imo nicht, sonst wären alle Optiken gleich, oder?

    Da hast du schon sehr recht! Die Wellenlänge des Lichts ist der andere Faktor. Die sind aber eben beide kontinuierlich und nicht schlagartig (das war es, was mich so sehr irritiert hatte). Die Unterschiede in den Optiken kommen aus den bewusst nicht korrigierten (z.B. Imagon) bzw nicht korrigierbaren Restfehlern. Gerade die Idee des Imagons finde ich total faszinierend.


    Klugsch...modus aus. Das gehört wirklich in einen anderen Faden.


    [und ich sollte mit der blöden Nachkarterei aufhören]

  • Michael hat ja schon angekündigt, dass er zum Imagon was anfängt. Wenn ich zu den alten Linsen was hab, mach ich das auch. Dauert aber wie gesagt noch was. Bisher hab ich nur Vergleichsaufnahmen mit 300-ern bei 22 auf oo, da sieht man aber keinen Unterschied zwischen Symmar, G-Claron, Aristostigmat und Trioplan....

  • norma: die vom Optiker geschliffene negative Vorsatzlinse müsste dann in eine Fassung, die ich ins Filtergewinde eindrehe? Welche Werte bräuchte ich denn für das 480er Apo-Ronar? Bzw. was wäre überhaupt sinnvoll? Ziel wäre so zwischen 700 und 800mm, wenn möglich ...


    geo: die Rollfilmkassette, die wiegt halt, und man hat kein Einzelnegativ, was nachteilig ist, wenn man einzeln entwickelt. Außerdem muss man die Mattscheibe rausnehmen. Ich benutze die Rollfilmkassette, wenn ich ein Motiv habe, an dem sich zeitlich was ändert, ohne dass ich die Kamera bewege.


    Clickma: vielen Dank! Das will schon was heißen - aber ich muss ablehnen, konsequenterweise: ich selber verleihe grundsätzlich nix mehr, nachdem mal jemand meinte, er müsste mir das Objektiv reinigen ;) Ich würde es mir aber vielleicht gerne irgendwann mal anschauen ...

  • Es wäre das EInfachste einen alten Filter zu nehmen aus dem das Filterglas heraus zu nehmen geht, also entweder geschraubt oder mit einem Federring gesichert.

    Beim 480mm Apo Ronar solltest Du aber beim Optiker fragen welche maximale Größe die Rohlinge haben.


    Ein 480mm Objektiv hat 2,1 Dioptr. das müsstest Du in etwa mit einer negativen Linse mit -0,9 Dioptr. kombinieren, dann hast Du 1,2 Dioptrien, also 830mm bei etwa f/16

    Alternativ kannst Du auch das 360mm nehmen und eine -1,5 Dioptrien Linse nehmen, dann kommst auf 780mm allerdings dann bereits bei f/19,5


    Das sind alles ungefähre Richtwerte, also nicht auf den Milimeter genau.

  • geo: die Rollfilmkassette, die wiegt halt, und man hat kein Einzelnegativ, was nachteilig ist, wenn man einzeln entwickelt. Außerdem muss man die Mattscheibe rausnehmen.

    muß nicht unbedingt sein. Gehen tut beides wie Rollfilm so auch Blattfilm. Du hast doch die Horseman VH an der kannst du doch auch beides nutzen. Von der nimm ich das Mattschebenteil und Spanne es an einer Seite an den Horseman 4x5 Rotary Back an einer 4x5, und an der anderen entweder den Spiegelsucher oder den Rollfilmtråger oder nur den Spiegelsucher aus einer und Rollfilmträger auf der anderen. Auf jeden Fall ich kann es mir kombinieren wie ich es haben will, Rollfilm oder 6x9 Planfilm Kassette. Bei der Rittreck brauche den ganzen Quatsch auch nicht da lässt sich das komplette Rückteil abnehmen in das ich eine entsprechende Maske einspannen kann und aus einem 13x18 Filmbogen 2 x 9x13 oder 4 x 6,5 x 9 machen kann. Habe ich an der Kiste das 4x5 Rücktei dran geht es genau so mit einer anderen Maske. Das erste Bild aus meinem Link ist genau auf diese Art entstanden.

  • Das Planfilmrückteil sammt Matscheibe abnehmen und Rollfilmkassette ran machen
    ist ja nun kein Hexenwerk an der Sinar. Aber dann kann man auch einen Ausschnitt
    aus dem 4x5 Negativ Rausvergrössern/Croppen, ist aber ja nicht Sinn der Sache.
    Ich nutze 6x9 Rollfilm nur für Farbe, aber das Tauschen Mattscheibe gegen Magazin
    ist nie ein Problem. Einfach nen Beutel ans Stativ hängen und Magazin raus/Mattscheibe
    rein.

  • habe ich auch, und viele andere Sachen. Aber braucht man das alles um nur ein gutes Foto zu machen???

    Die RB67 ist ein absolut feines und überzeugendes Gerät. Die Spiegelvorauslösung ist eines der wichtigsten Features. Dazu kommen die sehr guten Objektive und die universellen und sehr einfach zu handhabenden Magazine. Allein der wundervolle Spannhebel an der Kameraseite ... - Was mich störte und zu Klappkameras mit Balgen brachte, waren das Gewicht und das Volumen. Nicht unbedingt der Kamera an sich, aber das Gewicht der Objektive! Das war mir zu schwer. Da finde ich eine Field-Kamera mit GF-Objektiven handlicher und leichter.


    Zum "Dogma Format": ja, es geht auch darum, nachweisen zu können, dass man das betreffende Bild in der Tat so und so disponiert hat und nicht im nachhinein noch einen gefälligen Ausschnitt herausgesucht hat. Das gibt dem Bild durchaus so ein wenig "Authentizität".

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