Wiederholgenauigkeit beim Vergrößern

  • Bei sensiblen Bereichen 1/12 Blende (aber wirklich kaum wahrnehmbar), aber 1/6 Blende ist schon gut zu erkennen.

    Ist eine 1\12 oder 1\6 Blende bei dir überhaupt nachvollziehbar darstellbar? Mal abgesehen von der Blendenrasterung (meine ist wahrscheinlich schon eingerostet, weil die permanent auf 11 steht).


    Also hast du mal einen Probestreifen gemacht ohne Negativ in 1/6 oder 1/12 Schritten und dann versucht den Streifen direkt im Anschluss zu reproduzieren? Mit Filter ohne Filter? Im bevorzugten Zeitenband?


    Also 1/12 halte ich für schwierig, weil die je nach Belichtungszeit durch die Anwärmphase der Lampen ohne Zwischenverschluss nicht nachvollziehbar darstellbar sein sollte. Klar wirkt sich der Fehler bei kurzen Zeiten mehr aus als bei langen.


    Gruss Sven.

  • Hallo Kurt!

    Mit dem LED Kopf habe ich weniger Probleme bei der Wiederholgehbauigkeit, als mit der Halogenleuchte.

    Splitgrade steuer ich da auf die Sekunde (10-100millisekunden genau). Das reicht mir.

    Die Belichtungsstufen erstelle ich in Zeitvariation. Die Blende bleibt möglichst gleich.

    Ich hatte den am Anfang etwas falsch programmiert, Da belichtete der in 1s widerholgenau 10 Belichtungsstufen ins Bild...obwohl der nicht geregelt, sondern nur gesteuert ist. Dh misst die eingesetzte Lichtmenge nicht, das wäre noch eine Option.

    Wichtig ist, dass die etwas vorwärmen, damit sie gleichmäßige Leistung bringen.

    Bei der lebensdauer mache ich mir da weniger sorgen, als bei der alten halogenkonfiguration mit drehfiltern, die ausbleichen.

    Mit den Konstantstromquellen und der Zeitreglung, die die led meist nur 1/10 der zeit laufen lässt(gepulster betrieb) und es wird aktiv gekühlt, da wird das recht lange halten.

    Frischer Entwickler und Fixierer sind immer wichtig.

    Abwedeln ist natürlich schwierig genau zu wiederholen...da hat man dann evtl mehr ausschuss/varianten.

    Vielleicht hilft das ja beim einkreisen der Fehlerquelle.

    MfG

    Michi

    • Official Post

    Halogenlampen in Vergrösserern benötigen eine kurze Anlaufzeit, um auf volle Leistung zu kommen. Beim Ausschalten glühen sie auch noch nach. In beiden Phasen ändert sich die Farbtemperatur und Zusammensetzung des Farbspektrums. Was für klassische SW-Papiere noch realtiv unkritisch ist, kann bei Farbvergrösserungen und Kontrastwandelpapieren zu sichtbaren Unterschieden bei den Ergebnissen führen. Je kürzer die Belichtungszeit, uso so deutlicher tritt der Effekt zu Tage.


    Im Laufe der Lebenszeit der Halogenlampe verändert sich auch das Lichtspektrum. Insofern nutzt ein Spannungskonstanthalter nur dann, wenn exakt gleiche Belichtungszeiten verwendet und das Leuchtmittel nicht gealtert ist.


    Meine Erfahrung mit Kontrastwandelpapieren ist, dass sie bereits nach einem halben Jahr Lagerung andere Ergebnisse zeigen als zuvor. Mit allen anderen Einflüssen (Belichtungszeit, Blendenmechanik, Leuchtmittelverschleiss, Entwickleransatz, Wiederholgenauigkeit des Entwicklungsprozesses) ist es in der Regel notwendig, Korrekturen an den ursprünglichen Belichtungswerten vorzunehmen.


    Grüsse

    Andreas

  • Ist eine 1\12 oder 1\6 Blende bei dir überhaupt nachvollziehbar darstellbar?

    Nee, das war missverständlich von mir formuliert. Ich habe mir anhand von "Way beyond Monochrome" eine Tabelle ausgedruckt, in der Blenden in Zeitschritte übersetzt sind. Hänge ich hier mal an. Wegen der Übersichtlichkeit nur 1/6-Schritte, die seltenen noch kleineren Korrekturen dann nach Gefühl.

  • Meine Erfahrung mit Kontrastwandelpapieren ist, dass sie bereits nach einem halben Jahr Lagerung andere Ergebnisse zeigen als zuvor.


    Man könnte meinen, sie wandeln ihren Kontrast :)


    Das Vor-und Nachglüchen der Beleuchtung läßt sich mit einem Verschluß begegnen.

    Mit einem in allen Zeiten wiederholgenauen Verschluß natürlich.

  • Halogenlampen in Vergrösserern benötigen eine kurze Anlaufzeit, um auf volle Leistung zu kommen. Beim Ausschalten glühen sie auch noch nach. In beiden Phasen ändert sich die Farbtemperatur und Zusammensetzung des Farbspektrums. Was für klassische SW-Papiere noch realtiv unkritisch ist, kann bei Farbvergrösserungen und Kontrastwandelpapieren zu sichtbaren Unterschieden bei den Ergebnissen führen. Je kürzer die Belichtungszeit, uso so deutlicher tritt der Effekt zu Tage.

    Das leuchtete mir auf Anhieb ein. Je öfter ich aber darüber nachdenke, desto zweiflere ich...

    Und zwar aus folgendem Grund: wenn ich mit meinem Equipment hier (Halogen, elektronischer Timer) nach diversen Probestreifen eine passende Splitgrade-Belichtung gefunden habe, dann kann es mir doch eigentlich egal sein, wie groß oder ob überhaupt ein Anteil der Belichtungszeit aus Vor- und Nachglühen besteht, wenn es passt, dann ist es doch ok, und auch so wiederholbar, oder? Wenn ich natürlich danach anfange, herumzujonglieren, also z.B. kühn statt Blende 8 und 16 Sekunden dann Blende 11 und 32 Sekunden nehme (weil ich vielleicht mehr Zeit um Abwedeln/Nachbelichten haben möchte), dann wird's gefährlich.

  • Das leuchtete mir auf Anhieb ein. Je öfter ich aber darüber nachdenke, desto zweiflere ich...

    Und zwar aus folgendem Grund: wenn ich mit meinem Equipment hier (Halogen, elektronischer Timer) nach diversen Probestreifen eine passende Splitgrade-Belichtung gefunden habe, dann kann es mir doch eigentlich egal sein, wie groß oder ob überhaupt ein Anteil der Belichtungszeit aus Vor- und Nachglühen besteht, wenn es passt, dann ist es doch ok, und auch so wiederholbar, oder? Wenn ich natürlich danach anfange, herumzujonglieren, also z.B. kühn statt Blende 8 und 16 Sekunden dann Blende 11 und 32 Sekunden nehme (weil ich vielleicht mehr Zeit um Abwedeln/Nachbelichten haben möchte), dann wird's gefährlich.

    Hallo Kurt,


    jetzt bloß nicht verrückt machen lassen.

    Die Vor - und Nachglüheffekte spielen bei einer „vernünftig“ gewählten Belichtungszeit nun wirklich keine Rolle. Und das Schwarzschildverhalten auch nicht.

    Hier wird im Moment mehr aufgezeigt „ was passiert wenn“. Und selbstverständlich kann man mit Glühlampenlicht wiederholgenaue Serien produzieren.

    Was haben denn früher die Profis ohne LED - Beleuchtung ect. gemacht.

    Im Augenblick ist mir das alles hier zu hypothetisch.


    Gruß Wolfgang

  • dann kann es mir doch eigentlich egal sein, wie groß oder ob überhaupt ein Anteil der Belichtungszeit aus Vor- und Nachglühen besteht


    Könnte es wohl - nur, Du hattest ja wegen offensichtlicher Abweichungen gefragt...

    Bedenke wohl, worum Du bittest, es könnte Dir gewährt werden :)



    dann wird's gefährlich.


    Gefährlich wird da gar nichts, es sei denn, die Halolampe schlafft wegen schlechter Kontakte am Keramiksockel ab; das könnte knuspern.

    Ich denke mal, daß ein halbwegs erfahrener Laborant sein Equipment gut kennt und sich wundern bzw es untersuchen täte, wenn die Zeiten, die Ergebnisse, immer ungewöhnlicher werden.

  • Also wenn es bei mir um etwas wirklich wichtiges geht, verwende ich immer größere Mengen Chemie.
    Das bedeutet, ich setzte nicht zwei oder drei Liter Entwickler an sondern fünf oder, wenn möglich sogar zehn Liter.

    Als ich früher Großvergrößerungen, z.B. 3x3m für Messestände, angefertigt hatte, ging das immer in Bahnen.
    Das Photopapier war 1,27m breit, so mußten die Grauwerte der ersten Bahn mit der dritten einfach passen.
    Für diese Großvergrößerungen hatte ich jedoch meistens direkt 20 Liter angesetzt.
    Damit konnte ich auch am Folgetag problemlos weiter vergrößern. Abends halt immer schön abdecken.

    Außer der Konstanz der Entwicklungsergebnisse wurde ich dann immer mit braunen Fingernägeln belohnt . . . 8o

    Die zwei schönsten Geräusche der Welt sind: Ein Verschluss der sich öffnet und wieder schließt.

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