Wie viele Aufnahmen pro Motiv oder der Weg zum Bild

  • Mich würde mal interessieren wie unterschiedlich die Herangehensweisen an ein Motiv sind.

    Bei mir ist es so, da ist eine Bildidee und somit eine klare Vorstellung wie es aussehen soll.
    Dann folgt Recherche (Licht, Wetter, Perspektive, Belichtung usw). Wenn ich glaube das alles passt
    baue ich die Camera auf und messe das Ganze so gut wie möglich aus und mache das Bild.
    Also einmal Klick pro Motiv. Die Ausname sind Macros wo ich manchmal 2-3 verschiedene Schärfeneinstellungen
    mache.
    Ich verwende sehr viel Zeit mit der Vorbereitung. Was aber auch keine Garantie ist.
    Gestern bin ich auch 1 Std zum Motiv gefahren. Endlich passten Sonnenstand, Tide und Wetter zusammen.
    ich wollte eine 2Std Belichtung einer Brücke mit dem ablaufendem Wasser machen. Was war? Regen und Böhen an der Elbe!
    Aber das tollste Licht auf der Brücke.

  • danke für den thread.


    Ich hatte die letzten Monate das Glück, das die Motive mich gefunden haben.

    D. h. ich spazier so dann und wann durch die Gegend, immer mit irgend einer Kamera, und dann, zack, poppt das Motiv auf.

    Es entstehen die ersten Bilder und ich nehme mir die Zeit um ein zweites, drittes.. mal hinzugehen.

    Nach den ersten Bilder fallen mir dann am Bildrand Dinge auf, die unbedingt dazu gehören.

    Gehe also tief ins Motiv und stelle fest ich muss da nochmal hin, oft auch weil ich Fehler bei der Aufnahme gemacht habe.


    Oft werde ich dann immer weitwinkliger oder feinfühliger, oder ich habe Glück und es passt alles.


    Nach Scan Versuchen entstehen erste Bilder in der Duka, solange bis ich mir für eine Barytvergrößerung auch sicher genug bin.


    Dann kommt der Weg zum OBI, wo der weltbeste Passepartout Schneider arbeitet und ich leiste mir einen schönen Bilderrahmen.


    Puh, es scheint geschafft zu sein und das Motiv entlässt mich aus seinem Bann.


    Na ja, schön wäre es ja, wenn da nicht der Hang zur Perfektion wäre, oder sich neue Motive angekündigt haben.


    Es ist oft ein Fehler mit einer 6x6 mehrere Aufnahmen zu machen, denn da verbergen sich solche Motiv oft ungeplant..


    Alles in Allem, reicht mein Leben vermutlich nicht mehr aus um dem allem nachgehen zu können.

    insta....


    Getting photographs is not the most important thing. For me it’s the act of photographing. It’s enlightening, therapeutic and satisfying, because the very process forces me to connect with the world…

    (Michael Kenna)

  • Gefällt mir gut.
    Ich glaube das ich in meiner Rangehensweise sehr geprägt bin durch
    die Zeit in der ich für Tageszeitungen Bilder auf Ansage mit Layoutvorgaben
    gemacht habe. So nach dem Motto: "In einer Std brauche ich ein Schmuckfoto
    für die Eins, Thema Eiszapfen 3 Spaltig quer, für Text ist kein Platz. Lassen sie sich was einfallen"

  • Gefällt mir gut.
    Ich glaube das ich in meiner Rangehensweise sehr geprägt bin durch
    die Zeit in der ich für Tageszeitungen Bilder auf Ansage mit Layoutvorgaben
    gemacht habe. So nach dem Motto: "In einer Std brauche ich ein Schmuckfoto
    für die Eins, Thema Eiszapfen 3 Spaltig quer, für Text ist kein Platz. Lassen sie sich was einfallen"

    die Eckpunkte sind ja ideal für eine gute Aufnahme, ist ja bereits alles festgelegt und der Fotograf braucht nur noch den Auslöser zu drücken 😉. Ausreichend Zeit für einen Kaffee bleibt auch noch. Einige laufen da zur Hochform auf, für mich wäre es das absolute Aus.

  • Gefällt mir gut.
    Ich glaube das ich in meiner Rangehensweise sehr geprägt bin durch
    die Zeit in der ich für Tageszeitungen Bilder auf Ansage mit Layoutvorgaben
    gemacht habe. So nach dem Motto: "In einer Std brauche ich ein Schmuckfoto
    für die Eins, Thema Eiszapfen 3 Spaltig quer, für Text ist kein Platz. Lassen sie sich was einfallen"

    Ja. Genauso mache das auch. Gnadenlose Effizienz! Ich kann glaube ich gar nicht anders. Gut. Ich warte vielleicht noch bis Wetter so richtig mies und nass ist, damit die Stimmung richtig rüber kommt. Damit kann ich dann auch meine 30 Minuten Mittagspause gut ausnutzen.


    Für Stilllife im Studio gehts dann nicht ganz so effizient. Ich hab meistens ein Set aufgebaut und mir etwas in die Hände fällt mache ich Bilder. Zunächst mit der RZ, die steht da auch immer mitbein paar Magazinen rum. Und ist es manchmal soweit, dass ich das Bild sehe, das ich haben will. Dann wechsel die Kamera und mach 4x5 oder 18x24. Ein oder zwei Belichtungen, dass muss reichen.


    Gruss Sven.

  • Ihr zitiert #3, das war alles Brot und Butter in 35mm!
    Jetzt bin ich bei #1, das dauert auch schon mal ein Jahr oder länger.

    Wenn du gelernt hast die Bilder wegzulassen, von denen du im Vorhinein weisst, dass suboptimal sind und nix werden gibt es da keinen großen Unterschied.


    Du hast eine Kamera. Du hast einen Film. Und du hast eine Vorstellung von deinem Bild. Und wenn alles optimal ist machst du das Bild.


    Wenn du das Pressebild machst, weisst du doch auch im Vorhinein welches Bild du wie machen willst. Vielleicht machst du noch ein zweites, weil dir zufällig etwas über den Weg läuft und es dir passt. Das dritte lässt du aber links liegen, weil das Motiv zwar super ist, es aber für 100ASA zu dunkel ist. Gut du hast vielleicht weniger Zeit um die Location vorher zu erkunden.


    Gruss Sven.

  • Andreas war schneller. :thumbup:


    Es sind 2 Aufnahmen /Filme mit der gleichen Belichtung. Entwickeln tue ich die einzeln. Nach der ersten Entwicklung sehe ich ob ich bei dem zweitem Film etwas korrigieren muß.

  • Witzigerweise knipse ich mit der Digitalen immer wild rum und merke dann zuhause, dass nicht in einziges Bild so ist, wie ich es wollte.

    Mit der Großformat mache ich ein einziges Bild (bei extremen Langzeitbelichtungen noch ein zweites zur Sicherheit von wegen Schwarzschild) und das passt dann meist : )

  • ## Wie viele Aufmahmen ..


    Iff bia bie Propewe rauwgerupfft ?? :mrgreen:



    Eine meist. Wenn weit weg von der Heimat, noch ne Sicherungsaufnahme.

    Ich fands schon früher gruselig, Berg von rechts, von vorn - Berg noch mal von rechts - Berg mit Töle, und Berg mit Erna zu sehen.


    Ansteuern tu ich eher gezielt, Tendenz "Fototrip mit Auszeitcharakter".

    Reichlich aufgebaute GF-Kameras, um dann doch nicht zu knipsen (Knipsen und Negativ wegwerfen hatte ich anfangs auch mal), hatten mich gelehrt, daß meine GF-Kameras kein gutes Immerdabeiwerkzeug sind.


    Oder ich schrammel irgendwo vorbei und nehme mir dann vor, das Objekt später mal mit Kamera anzusteuern.

    Letztlich fehlt mir (immer noch) eine süße Rappadappazapp- GF-Kamera, mir entgingen dieserart nämlich zu schöne Motive.

  • Guadarmar

    Changed the title of the thread from “Wie viele Aufmahmen pro Motiv oder der Weg zum Bild” to “Wie viele Aufnahmen pro Motiv oder der Weg zum Bild”.
  • ich hatte dafür mal die Münchener Herrenhandtasche No.III angedacht.
    Schön simpel klein und einfach dachte ich. Aber das ging nicht auf!
    Zu gross, um so einfach zu sein. Dann kam über einen
    gedanklichen Ausflug zur Texas-Leica 690 der absolute Minimalismus
    Rollei 35. Klein, immer auf Tasche und nie die Versuchung das Ding
    aufzurüsten, gross dran rumzustellen oder gar auf ein Stativ zu montieren.

  • ..mehr braucht man nicht... und wann brauchst du tilt und swing?


    Nach Deiner Logik - nie.

    Aber ich bin nicht "man".

    Ich würde auch nicht mit GF fotografieren, wenn ich keinen Bedarf an Tilt und Swing hätte - für mich sind das, motivabhängig, techn. Notwendigkeit, zumindest aber schon mal gestalterische Optionen.

  • @ hd.schardt
    Zeit für die Tasse Kaffe blieb wenn überhaupt beim Trocknen des Films.
    Wie gehst du denn an ein Motiv ran?

    mein Kommentar war ironisch gemeint, deshalb auch 😉. Da ich das Fotografieren nie beruflich ausübte sind mir solche Situationen fremd und blieben mir erspart. Deshalb habe ich großen Respekt vor denen, die unter solchen Bedingungen eine gute Arbeit machen.

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