Reparatur/Reinigung von Schneider Kreuznach Grossformatobjektiv

  • Liebes Forum,


    es geht um ein 210 er Super Symmar Xl und der Beseitiung einer sichelförmigen Ablagerung, die sich vom Linsenrand Richtung Zentrum ausgebildet hat, vermutlich kein Glasspilz, möglicherweise eine asymptomatische Schneideritis? Leider beeintächtigt die Ablagerung die Bildqualität, was sich bei Bl 45 bemerkbar macht (Scan ist in einer Bildecke etwas heller, ähnlich einer Verschleierung, könnte möglicherweise durch Nachbelichten ausgeglichen werden).

    Die Frontlinse müsste wohl abgenommen werden, darunter oder dahinter befindet sich die Ablagerung. Könnt Ihr eine Werkstatt empfehlen, die in der Lage ist, die Reparatur auszuführen und das Objektiv anschließend zu justieren?

    Danke für Empfehlungen.


    Zagata

  • Danke für die Infos,

    es ist wohl keine Separation, klassische Schneideritis ist mir bekannt und bedingte einen Umtausch, ca. ein Jahr nach Kauf der Optik, hätte ich heute weniger Probleme mit. Greiner wird von Schneider zwar benannt, scheint aber nur bestimmte und recht eingeschränkt, Reparaturen auszuführen.

    Falls es mir gelingt, versuche ich ein Schadensbild einzustellen.

    Führt eigentlich Rodenstock noch Reparaturen von Grossformatobjektiven durch?

  • Meines Wissens ist das ein Belag auf der Vergütung welches häufiger bei den Super Symmar XL Objektiven auftritt, nicht nur bei dem 210mm.

    Das scheint eine chemische Wechselwirkung zwischen dem aufgedampften MC Material und einem anderem Stoff innerhalb des Objektives zu sein.

    Solche Wechselwirkungen sind nicht neu, in fast 100% aller vergüteten Leitz Objektive, die von den 1940ern bis in die frühen 1970er hinein gebaut wurden, ist mehr oder weniger Belag sichtbar.

    Der lässt sich auch nur dadurch entfernen indem die Vergütung mit weggeputzt wird.

    Vermutlich ist es bei Deinem Schneider Objektiv auch so.

    Die Schneideroptik ist hoch vergütet, diese Oberflächen sind nicht mehr so glatt wie bei unvergüteten oder einfach vergüteten Objektiven, d.h. der Belag sitzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Vergütung.


    Solche chemischen Reaktionen sind schwer vorherzusagen und treten mitunter erst nach Jahren auf.

    Mir fällt dann auch immer gleich das Nikon AF 2,8/35-70mm ein, bei allen diesen Objektiven hat sich ein Belag auf einer inneren Linse gebildet der das Objektiv wertlos gemacht hat.

    Wer es sich leisten wollte konnte bei Nikon eine neue Linse einbauen lassen, davor wurde es gereinigt und der Übeltäter entfernt der es verursacht hat, was es genau war habe ich nie herausbekommen.

    Bei den Leitz Objektiven was es der Lack der zur Reflexreduzierung verwendet wurde. Aus Kostengründen waren die Linsen schon in den fertig lackierten Fassungen montiert und wurden dann bedampft, die Schicht hat sich mit auf die Farbe gelegt und das Elend ging dann irgendwann los.


    Besser ist es mit den Schneider Symmaren, diese haben ebenfalls alle einen Belag auf den innen liegenden Linsen, der lässt sich aber ohne weiteres mit einem Mikrofasertuch entfernen. Die Gläser dieser Objektive haben auf der eigentlich Vergütungsschicht noch eine aus Quarz aufgedampft bekommen was sie fast unkaputtbar gemacht hat.

    Daher gibt es so gut wie keine Symmare mit Putzspuren, ist sicher den Meisten noch nie aufgefallen.

    Bei der Super Angulonen, Tele Xenaren und den anderen Objektiven dieser Zeit wurde das ebenfalls gemacht.


    Das ist auch ein Grund warum diese älteren Typen zu meinen bevorzugten Objektiven gehören.

  • Hallo Zagata,

    der Nebel ist bei den Super Symmaren XL leider oft da. Das 110mm ist sehr oft betroffen; beim 150mm habe ich es noch nie gesehen. Ich hatte mal ein 4.5/80mm mit Nebel. Dieses war dann ein Totalschaden, weil es niemand in Deutschland reparieren konnte/wollte. Bei dem Model sind wohl die Linsen festgeklebt und man müsste es aufbrechen (was sich niemand in D traut). Ich hatte mich zunächst auch an Herrn Greiner gewandt.

    Ich hoffe, dass das 210mm sich reparieren lässt. Es ist ja nicht gerade ein günstiges Objektiv...

    Viele Grüße

  • Beim Super-Symmar 4,5 80mm xl ist das meines Wissens aber eine Eintrübung der damals verwendeten Glassorte und betrifft in der Regel die ganze Linse. Die betroffene Linse sieht dann leicht milchig aus.

    Nicht wie das Schadenbild, wie es Zagata beschrieben hat ( wo bleibt eigentlich das Schadenbild, das wollte er doch nachliefern ).

    Dann müssten wir vielleicht auch nicht so viel spekulieren.

    Grüße

  • Vielen Dank für die Spekulationen, die Idee mit der angegriffenen Vergütung erzeugt emotionale Evidenz in mir, bliebe noch der Piktoralismus als letzte Verwendungsmöglichkeit, welch ein Graus.

    Die Ablagerung im Objektiv ist nicht in sich geschlossen, sieht zwar milchig aus, hat aber eine Baumstruktur, wie viele aneinander gelegte Bäumchen und scheint sich nicht weiter auszubreiten.

    Wie stellt man hier eigentlich Fotos ein, gibts da eine Bedienungsanleitung?

    LG

    Z.

  • Wenn du einen Beitrag erstellst, steht unten Smileys Dateianhänge Einstellungen.

    Du gehst auf den Reiter Dateianhänge und kannst dann max. 10 Bilder pro Beitrag mit Max. Größe von 2MB je Bild hochladen ( auf Hochladen klicken, war aber klar, oder :) ).

    Ggf. Bilder vorher auf genannte Größe verkleinern.


    Grüße

  • Nein.

    Viel feiner und vor allem nicht undurchsichtig, wenn Du denn den "Hand-Klecks" meinst.

    Sowas habe ich noch nicht auf Gläsern gesehen.

    Ist das zwischen den Linsen oder auf einer Oberfläche?

  • die Strukturen sind feiner, wie Leon schon schrieb.

    Leider macht meine Digiflitsche keine Macros, ich gebe aber noch nicht auf und versuche weiter ein Schadensbild einzustellen.

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