4x5 Negativ Entwicklung Hilfestellung

  • Demnächst kommt mein Stearmanpress 445 Entwicklungstank an und jetzt stellt sich mir die Frage, da 4x5 neu für mich ist, wie ich das mit der Verdünnung von HC 110 mache. Ich will nicht meine ersten Belichtungen durch Unwissen vernichten.


    Man braucht ja eine Mindestmenge Sirup für ein Negativ 4x5 und es passen 4 Negative in den Entwicklungstank. Ich würde gern mit der Verdünnung 1:63 arbeiten. Das wären 7ml HC 110 auf 443ml Wasser. Somit hätte ich dann aber zu wenig HC 110 für 4 Negative verwendet, richtig?


    Soll ich dann einfach 1l Entwickler anrühren und dann aufteilen oder wie gehe ich die Sache richtig an?


    Bin bei solchen Dingen einfach sehr unbeholfen.


    Freu mich schon auf euer geballtes Wissen.

  • Warum willst du mit einer so hohen Verdünnung arbeiten?


    Nimm meinen wohlgemeinten Rat: Mach die Entwicklung mit 1:31 (1:63 wird im Kodak-Datenblatt gar nicht aufgeführt), dann schau dir die Negative an, mach Abzüge, guck was dir nicht gefällt und fange dann deinen Prozess zu optimieren.


    1:31 funktioniert gut. Habe ich jahrelang gemacht bis die CPE bei mir eingezogen ist. HC-110 arbeitet eher körnig, ist aber bei GF nicht so relevant.


    Gruß Sven.

  • Hallo Jakob,


    ich arbeite nicht mit HC110, aufgrund des Datenblatts sehe ich keine Verdünnung 1:63.

    Mit 6ml Konzentrat kann man lt. Datenblatt 1 Blatt 8x10 = 4 Blatt 4x5 entwickeln.

    Du solltest also mit deiner o.g. Berechnung 4 Blätter 4x5 entwickeln können.

    Ich würde diese Kombination jedoch nicht empfehlen, da mir das Risiko zu groß wäre und ich mit einer niedrigeren Verdünnung arbeiten würde.

    Wir sprechen hier um Centbeträge für den Entwickler.

    Edit: Sven war schneller.

    Grüße

  • Ich verstehe euren Gedankengang bezüglich der Verdünnung, aber bei 1:31 habe ich eine Entwicklungszeit von 6 min. Und mir scheint als hätte ich irgendwo mal gelesen, dass wenn man mehr kontrolle haben will, sollte man mehr als 10 minuten entwickeln.

  • Ja. Aber ist kein Problem. Was willst du denn Kontrollieren? Du machst die Entwicklung nach Zettel und bekommst auf jeden Fall ein brauchbares Ergebnis, das technisch erstmal korrekt ist.


    Längere Zeiten und hohe Verdünnung führen zu einer Ausgleichsentwicklung. Ist o.k. wenn man sie haben möchte, aber nicht unbedingt wenn man einen Prozess eintestet.


    Was hast du denn für Film?


    Gruss Sven.

  • Servus,


    du kannst natürlich auch einen Liter ansetzen und das, was übrig bleibt noch für eine Rolle 135/120 nehmen.

    Damit du und ich aber nicht rechnen müssen, gibt's im Netz sonst auch Rechner, die die Einzelmengen für eine Füllmenge X kalkulieren:

    z B. Hier


    Wenn ich SW mache, dann hab ich den Tank immer mit 4 negativen voll und nutze immer die Verdünnung B (Müsste 1+31 sein) und da bekomme ich konstante Ergebnisse. Verdünnter/konzentrierter geht natürlich auch je nach Negativ bzw. Kontrastumfang. Also wenn es in der Richtung nichts spezielles ist, kannst du auch konzentrierter ansetzen. Kontrollieren musst du während des Vorgangs ja eh nicht. Mit deiner Kontrolle ist vermutlich die Kontrolle über die Tonwerte gemeint. Daher ist eine Verlängerung der Zeit durch höhere Verdünnung im Normalfall nicht nötig.


    Im Tank ist auch so ein Nubsi am Einfüllstutzen... Der zeigt die Füllmenge mit 475ml(?) an.

    Wenn deine SP da ist, kann es sein, dass du den Deckel vor jedem Entwickeln mit Gaffa am Tank fixieren bzw. das Ganze abdichten musst. Ich habe bei meinem das Problem, dass der sonst undicht ist. Und dann reicht die Füllmenge nicht ganz, weil es beim kippen raustropft.


    Gruß

    Mario


  • Für den Anfang habe ich mir Foma 100 geholt.


    In 120 verwende ich Delta 100 mit Xtol 1+1 und für 35mm Delta 400 mit Xtol 1+1 und bin mega happy.


    Habe einen Vergleich bei dem Foma gemacht mit Xtol und Hc 110 und da hat mir zweitere besser gefallen. Möchte den Test nochmal wiederholen da ich den Film in Schalen durchgeführt habe.

  • Ich glaube, ich verstehe die Überlegungen im Hintergrund. Du willst die Entwickungszeiten verlängern. Das ist sinnvoll. Denn dadurch schaffst Du Dir eine Ausgangsbasis für bequem zu handhabende Verlängerungen und Verkürzungen. 6 Minuten, das geht schon schnell. Das merke ich, wenn ich den FP4+ auf N-1 entwickele, mit HC110H 1+63. Aber das und N-2 bei 5 Minuten gehen gerade noch bequem. Bei geringeren Verdünnungen käme ich ins Rotieren.


    Je kürzer die Entwicklungszeit, umso mehr fallen minimale Abweichungen ins Gewicht. Da muss man dann schon genauer temperieren, genauer den Bewegungsrhythmus einhalten, genauer abmessen, was bei dem HC110-Sirup nicht immer einfach ist. Denn rund 1-2 Milliliter bleiben an der Gefäßwand des Messzylinders hängen ... Genaueres über die Entwicklungszeiten bei 1+63 siehe http://www.covingtoninnovations.com/hc110/german.html


    So billig ist der Entwickler übrigens nicht. Ich bin gerade am Ausrechnen, wie weit ich mit einer Kombination aus D23 und D76 käme (D76H, sagt das Darkroom Cookbook). Da legte ich die Hälfte hin für doppelt soviel Filmfläche, wenn ich die Chemikalien Metol, Natriumsulfit und Borax bestelle, selber anrühre und 1+3 verdünne. Und müsste nicht mit dem Sirup arbeiten. Und könnte Kleinmengen konstanter Qualität anrühren. Was mich nämlich auch sorgt, ist die veränderliche Rezeptur.


    Aber es geht hier um HC110. Ein guter Entwickler. Das Problem bei hohen Verdünnungen, die wirklich Geld sparen und eine Ausgleichswirkung entwickeln, ist das Volumen der fertigen Entwicklerlösungen. Pro Blatt 4x5 braucht man im Falle von HC110 mindestens 2 ml HC110-Sirup. Und bei 1+63 daher 2 x 63 ml Wasser pro Blatt. Bei 4 Filmen 4x5 bräuchte man 504 ml Wasser und 8 ml HC110-Sirup, das macht dann insgesamt 512 ml fertige Entwicklerlösung.


    Die Frage ist jetzt genau die: wieviel fertige Entwicklerlösung passen in Deinen Tank? Die 2 ml Sirup pro Blatt brauchst Du mindestens. Was variabel ist, ist das Wasser und damit die Verdünnung. Wenn die 512 ml in deinen Tank passen, prima! Die Indikatormarke 475 zeigt ja nur die Mindestmenge an. Vielleicht passen noch 37 ml mehr rein, das sind 1/6 Trinkglas ...


    Wenn nicht, musst Du messen, wieviel da reinpasst. Sagen wir, es sind 475 ml, wie Stearman behauptet. http://www.stearmanpress.com/S…%20guide%20two%20page.pdf - Dann nimmst Du Deine 2 ml Sirup pro Blatt, also 8 ml insgesamt, und füllst 467 ml Wasser auf. Das wäre eine Verdünnung von 1+60.


    So weit ist 1+60 gar nicht von den 1+63 entfernt ... Ich vermute zwei Sachen. Erstens dürften die Bilder ähnlich aussehen, egal ob 1+60 oder 1+63. Der Ausgleichseffekt kommt bei 1+114, sagte Ansel Adams. Zweitens könnte es sein, dass die Zeiten sich nicht wesentlich unterscheiden. Sind ja nur 5% weniger Wasser. Für N-1 brauche ich bei FP4+ ja schon eine 15% kürzere Entwicklung, für N+1 etwa 23% länger. Die Dichte in Zone VIII wird ja als Bereich angegeben, nicht als singulärer Wert - die einen sagen 1.25, die anderen 1.29 ...


    Was ich sagen will: probiere es aus. Bleib bei 2 ml Sirup pro Blatt 4x5, fülle bis zum Maximalvolumen auf, entwickle und schau, ob es gut kommt. Das kommt bestimmt gut!

  • Empfohlene 480 ml sind für den SP 45 zu viel. Bei dieser Menge kann man gleich Stand Entwicklung machen, den für die Bewegung der Flüssigkeit gibt es so gut wie keinen Hohlraum mehr. 420 ml reichen vollkommen aus.


    Damit aus dem Tank nichts raus tropft muß ein leichter Unterdruck erzeugt werden in dem man den Tank leicht zusammendrückt bevor man den zweiten Deckel festschraubt.


    Wer mit längeren Zeiten arbeiten will kann a auch die Temperatur von dem Entwickler absenken.

  • Bei meinem SP tropft es weil sich beim Pressen,Spritzen oder Ziehen des Teils
    ein Fehler in der Dichtfläche des Tanks eingeschlichen hat. die Beule ist genau da
    wo der O-Ring dichten soll.



    Da das genau bei den Nasen ist denke ich, das da etwas wenig Material bei der Herstellung im Spiel war.
    Irgendwann werde ich das mal wegspachteln.

  • Das klingt interessant eine leicht angepasste verdünnung zu machen, je nach wasserinhalt.

    inen ausgangspunkt.

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