Chamonix H-1 und Imagon 250mm

  • Hallo,

    ich möchte gern mit dem 250mm (angeblich tatsächlich 276mm) Imagon an der Chamonix H-1 Kopf bzw. Schulter Portrait aufnehmen.

    Die H-1 hat einen Balgenauszug von max. 340mm und kann nicht erweitert werden.

    Daher bin ich etwas unsicher, ob das funktioniert. Die H-1 ist nur vorbestellt, da momentan nicht lieferbar.

    Job meint es sollte kein Problem sein - im englischsprachigen Forum wird mir abgeraten.


    Ich könnte als noch eine andere Kamera in Erwägung ziehen - z.B. Sinar F2, die ist aber nicht so transportabel (es sind Landschaftsaufnahmen zu Fuß geplant).


    Wie seht ihr das?


    VG,

    Oliver

  • Mann könnte das auch mit der einfachen Linsengleichung ausrechnen:


    1/g + 1/b = 1/f


    g: Gegenstandabstand

    b: Bildabstand

    f: Brennweite


    Bei 2.5 m Abstand und Brennweite 250mm müßte das Bild in 278mm von der Linse entstehen. Da die Linse an der Rückseite des Verschlußes angebracht ist +20mm hinzugerechnet ergibt 298mm (< 340mm max. Auszug der H-1).

    Daher nahm ich an, dass das 250er Imagon an der H-1 funktionieren sollte.


    Oder liegt hier ein Denkfehler vor?


    Oliver

  • Bei 2.5 m Abstand und Brennweite 250mm müßte das Bild ...

    Welches Bild - das Kopf, oder das Kopf/Schulter-Portrait?

    Und auf welchem Format wirst Du fotografieren?


    Dann wäre auch noch die Frage, wie das Bild später aussehen soll - das Imagon ist ein Weichzeichner, welcher der Natur nach reichlich Fokussierspielraum bietet ( und zudem als absolute Ausnahmerescheinung auch noch die Brennweite minimal verändern kann)

  • Oder liegt hier ein Denkfehler vor?

    Nein. Allerdings wenn Dein Objektiv 276 mm Brennweite hat, bist Du schon bei 310 mm Bildweite bei 2,5 m Abstand. Könnte also doch knapp werden. Die Frage ist ob die Gegenstandsweite eventuell eher größer oder kleiner wird. Bei 2,5 m Gegenstandsweite ist der Abbildungsmaßstab etwa 1:9. 4“x5“ Bild entspricht etwa 90x114 cm Wirklichkeit. Für ein Bild nur des Gesichts reicht Dein Auszug wohl eher nicht.


    PS: Abbildungsmaßstab = b : g

    PPS: Sollte jemand einen Fehler in diesen Rechnungen finden, hat er/sie natürlich recht

  • Also ganz ohne rechnen, einfach die H1 und das 250-er Imagon:

    Bei vollem Auszug ist in 130cm Abstand von Mattscheibe zu Objekt ein Objekt von 34cm Höhe "scharf".

    Also ohne Siebblenden, ohne abblenden. Aber wie Ritchie schon schrieb, die Linse hat Fokusshift und es ist die Frage, wo Du scharfstellen willst.

    Aber ich rechne bei einem Kopf/schulter Portrait 40cm in der Höhe, dann hat man an sich genug Spielraum.

  • Allerdings wenn Dein Objektiv 276 mm Brennweite hat

    Sorry, mein Fehler - die Linse hat eine Brennweite von 250mm, wird aber im Gegensatz zu gewöhnlichen Linsen auf die Rückseite des Zentralverschlusses geschraubt. Das Imagon zieht also ca. 26mm vom max. Auszug der Kamera ab. D.h. bei Fokusierung auf Undendlich muß der Auszug nicht um 250mm sondern 276mm ausgezogen werden,


    Die Abbildungsgleich gilt ja nur für dünne Linsen. Das Imagone ist aber ein Linsensystem mit großer räumlicher Ausdehnung. Daher kann die Berechnung nur eine grobe Näherung sein (Matrixmethoden würden genauere Ergbenisse liefern, sind aber für meinen Fall zu kompliziert).


    Meine Überlegung: wenn ich den Balken auf 326mm ausziehe, dann entspricht das einer Bildweite von 300mm. Mit der Brennweite von 250mm ergibt sich aus der Abbildungsgleichung für dünne Linsen eine Gegenstandsweite von 1493mm (1,5m).


    Aber dassind nur Näherungen!


    Hat jemand eine 4x5 Kamera und das 250er Imagon und könnte Auskunft gegeben wie weit der Auszug erfolgen muß?


    Oliver

  • Quote

    Siebblenden geht also nicht.

    Warum? Die Siebblenden sitzen auf der Vorderseite des Verschlußes.


    Quote

    Sieht auch von hier aus so aus, als ob das Imagon dann verkehrt rum sitzt?

    Was ist damit gemeint? Das Objektiv wird so montiert.

    Quote

    Ich würde jedenfalls über HPs Vorschlag nachdenken, einfacher gehts kaum, wenn es knirsch am Auszug wird.

    Da frage ich mich, wie der Verlängerungstubus mit dem Imagon und dem Verschluß verbunden wird. Das Imagon hat nur auf der einen Seite ein Gewinde, mit dem es auf die Rückseite des Verschlußes geschraubt wird.

  • Da frage ich mich, wie der Verlängerungstubus mit dem Imagon und dem Verschluß verbunden wird. Das Imagon hat nur auf der einen Seite ein Gewinde, mit dem es auf die Rückseite des Verschlußes geschraubt wird.

    Eine Idee aus der Distanz. Das Bild zeigt doch, dass auf der Verschlussseite ein Gewindeflansch angebracht ist, dessen Durchmesser größer ist als der des Imagons. Also kann man es ohne Kollision "durchstecken". Tubus sollte - wie im Forum schon häufiger vorgeschlagen - als 3d-Druck entstehen. Wenn der Schwerpunkt der Verschluss-Objektiv-Kombination im Bereich des Gewindes liegt, sollte es reichen, das Verschlussgewinde in das Druckmaterial einzuschrauben (das sollte dann auch für die Gewindelänge dick genug sein). Als Alternative könnte man einen Flansch mit passendem Innengewinde auf der Tubus Außenseite befestigen. 2K-Kleber und/oder Schräubchen liefern genug Stabilität. Grundsätzliche Montageprobleme sehe ich da nicht, allenfalls, dass beim Einschrauben der gesamten Einheit der Verschluss "verdreht" drin steckt. Dagegen helfen Unterlegringe, notfalls aus Papier.


    Optimistische Grüße, hp

  • Das Bild zeigt doch, dass auf der Verschlussseite ein Gewindeflansch angebracht ist, dessen Durchmesser größer ist als der des Imagons. Also kann man es ohne Kollision "durchstecken".

    Stimmt - das könnte eventuell funktionieren. Demnach könnte ich mit der H-1 und dem Tubus Portraits des Kopfes aufnehmen, wenn ich es wöllte und die 340mm der H-1 nicht ausreichen.

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