Linhof Werbefilm aus den 1960ern

  • Bin ich eben drüber gestolpert, ist recht kurzweilig (und auch noch schön gefilmt):

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  • Ja, etwa ab Minute 16:40 wird über die Unendlich-Justage berichtet. Man sieht dann auch, wie jemand sehr pedantisch an einer Steuerkurve feilt. Natürlich ist das ein Werbefilm und die Szenen sind gestellt, aber vermutlich relativ nah am Arbeitsalltag.


    Die Werbung in den 1960ern war noch nicht so raffiniert wie die Werbung heutzutage. Es gibt ein sichtliches Bemühen um Aufklärung, inzwischen werden ja vor allem Emotionen verkauft.

  • Mich als Mann würde das an dieser Stelle im Film mit gegebenem Zeitkontingent auch nur verwirren. Und dass die Frau am Ende alles versteht, wird ja nicht angezweifelt. Im Gegenteil, sie versteht am Ende mehr als mancher von uns, mich eingeschlossen, hehe ... Wenn ich das richtig sehe, wurden die Rollfilm-Technikas als Frauenkameras beworben. Zumal: wer stellt die Kameras im Film eigentlich her? Meistens - Frauen! In geblümten Kittelschürzen!

  • klar wäre ein männlicher Journalist da auch recht unwissend aufgetreten, schon recht komplex das Werk :D . Anneliese Fleyenschmidt studierte Zeitungswissenschaft, Literatur-und Theatergeschichte, war eine der ersten Moderatorinnen im bayrischen Rundfunk, später auch aufgestellt für die CSU im Stadtrat.

    ..aber man brauchte ja für so ne Sendung auch immer die klassische Polarität 'Meister' und 'Dummerle'. :mrgreen:


    ich finds interessant wieviele Arbeitsplätze da für die einzelnen Aufgaben besetzt waren, unglaublich..heut is soviel automatisiert.

    super Film.

  • Das wird dann aber wohl in einer Zeit gewesen sein, in der die ersten aspherischen Linsen noch per Hand geschliffen wurden, pro Tag 2, mit der Folge, dass der Handelspreis noch oberhalb des Listenpreises lag.

  • hab doch tatsächlich mal darüber nachgedacht die Technika zu verkaufen,

    der Film aber zeigt wie akribisch die daran getüftelt haben,

    da muss man sie doch behalten

    insta....


    Getting photographs is not the most important thing. For me it’s the act of photographing. It’s enlightening, therapeutic and satisfying, because the very process forces me to connect with the world…

    (Michael Kenna)

  • Sehr schöner Film, der aber jeden Arbeitssicherheitsbeauftragten einen Instant-Herztod sterben lässt ....

    Allerdings. Zumal es in der 60ern auch schon Arbeitssicherheit und Unfallverhütung gab. Deren grausliche Missachtung gerade in den mechanischen Werkstätten war auch damals ziemlich justiziabel. Aber es ist ja nur ein Film!


    Sehr amüsant fand ich die große Kardan Color 13x18/18x24. Die war Ende der 60er mein unerfüllbarer Traum. Heute bin ich nicht böse, dass daraus nichts geworden ist. Kleine Nähkästchengeschichte? Ich hatte seinerzeit bei Linhof, Sinar und Plaubel nach Informationsmaterial gefragt. Linhof hat die ausführlichsten Kataloge mit Preislisten geschickt, Plaubel hatte Prospekte und Preislisten, dafür aber gleich einen Besuch in der lokalen Vertretung vorgeschlagen, und Sinar hatte hübsche Prospekte (ohne Preisangaben).


    Nostalgie!

  • Bei Leitz in Wetzlar wird auch noch sehr viel von Hand gefertigt, bei einer Werksführung saß ein Mitarbeiter vor einer " Minitöpferscheibe ",

    bis zu 7 Stunden an einer einzelnen Linse...

    Da wurden sicher in mühevoller Handarbeit die wertvollen Abbildungsfehler in die Linsen des Thambars eingeschliffen. Ich bin sicher, bei Bedarf können die ihre Linsen auch maschinell fertigen....

  • Wenn Du mal gesehen hast, wie steinerne Richtplatten zur Überprüfung von Maßhaltigkeit aufs Tausendstel von Hand geschliffen werden, verkneifst Du Dir solche Aussagen.

    Ender der 80er hatte ich übrigens einen Bekannten, der bei Zeiss gefertigte, sehr große Speziallinsen nachschliff.

  • Ende letzten Jahrtausends war ich auch mal zur Werksbesichtigung in Solms und hab mir die Akribie mit der sie Objektive schleifen vorführen lasses.

    Endergebnis, mein 50 Summicron war dermaßen Gegenlicht empfindlich und eigentlich nur mit der Sonne im Rücken brauchbar, selbst die eingebaute Gegenlichtblende half nichts, die MP hatte nach 100 Filmen einen defekten Tuchverschluss und das 28er 2,8er war derart kontrastreich das es kaum zum aushalten war.

    Der Hype hilft da wohl sehr viel. Merke, was teuer ist muss ja auch gut sein :)

    insta....


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