Hoodoos - Tropic, Utah 2014

  • Sehr schöne Aufnahme, dieser Ort hat etwas Besonderes, denke jedenfalls das es im Bryce Canyon aufgenommen wurde.


    Die intensive Sonneneinstrahlung dieser Location kommt hier sehr gut zur Wirkung ohne das im Bild etwas darunter leidet.

    Die zarten Wolken passen gut zu den filigranen Säulen.


    Für mich insgesamt sehr stimmig.


    Ich würde den Bryce Canyon auch gerne mal wieder besuchen.

    Mit am Interessantesten waren die ganzen Touries die von einem Aussichtspunkt zu nächsten fahren, ein paar Fotos machen, solche die es schon mindestens eine Billion mal gibt, rein in die Stinkekiste und ab zum nächsten Punkt.


    Wer sich die Mühe macht, so wie Du, und sich zu Fuß durch dieses weitläufige Areal bewegt, wird mit einzigartigen Formationen der Geologie belohnt.

    Meist ist es dort unter menschenleer, nur sehr Wenige nehmen diesen Aufwand in Kauf.


    Nur so am Rande, der Bryce Canyon gehört zu den ruhigsten Orten auf diesem Planeten, wenn nicht gerade ein Flugzeug darüber fliegt beträgt die mittlere Lautstärke dort 14 db (A) Das entspricht in etwa dem "Lärm" den ein Schmetterlingsflügel in Bewegung verursacht.


    Die Formationen in dem Park brechen nahezu jede Schallwelle. Das muss man selber erlebt haben um es zu verstehen, zu erklären ist es kaum.

  • Dafür, dass es dort so leise ist, erscheint mir das Bild sehr laut. Es passiert einfach sehr viel im Bild. Die Felsen ragen in die Höhe, nehmen sich was raus, beanspruchen nicht nur Grundfläche, sondern auch "Pegel", und das in alle Richtungen, so winkelig, wie sie zueinander stehen. Diese Formen quellen richtiggehend aus der Tiefe, nicht nur nach vorne, sonder überall hin.


    Aus der Tiefe tritt auch das leuchtende Geröll der unteren Halden hervor. So hell! Immer noch mit Zeichnung, aber gleißend liegt es in der harten Sonne. So hell, dass selbst die dunklen Schatten noch aufgehellt werden. Auch das erscheint mir laut.


    Und die Bäume ... spitze Formen, gesamthaft für sich genommen, nicht in Linien detailliert wie z.B. bei einem blätterlosen Laubbaum im Nebel. Sondern spitz zulaufende Kegel, die sich in allen Größen in der unteren Bildhälfte fortsetzen, als Formechos. Aber diese Echos stehen vor dem hellgleißenden Grund, der diese Wiederholungen vereinzelt, indem die Verbindung dieser Formen untereinander unterbunden wird.


    Dann gibt es aber noch einen "Bruch". Ein "Scharnier", das das Bild umschlagen lässt bzw. das Sehen verändert.


    Das ist für mich der Baum links. Bei dem sieht man die Äste, die sich aus der Mitte symmetrisch nach außen entwickeln. Der scheint nicht ins Bild zu passen. Also sucht man seinen gestalterischen Sinn. Und hier wird es dann nochmal spannender. Der Baum steht am Anfang einer Reihung, nämlich der kegeligen Baumformen, die mir vorher vereinzelt schienen. Das sehen ordnet die Dinge neu, und die Felsen erscheinen als allseitig ausfächernder Kern, um den herum die Bäume sich reihen.


    Wiederholt wird das in den Wolken. Über den Felsen ein heller Kern, darum ein Ring aus freiem Himmel, der eigentlich dem gleißenden Schutt entspricht, und darum ein älterer Ring, der die Reihung der Bäume wiederholt. So ein wenig wie nach einer großen Explosion ...

  • Dann gibt es aber noch einen "Bruch". Ein "Scharnier", das das Bild umschlagen lässt bzw. das Sehen verändert.


    Das ist für mich der Baum links.

    Bei dem Baum war ich mir auch länger nicht sicher, ob er dem Bild gut tut oder besser weg sollte. Wenn man den abdeckt/abschneidet wirkt das Bild ganz anders. Mich hat anfangs vor allem gestört, dass der Baum oben angeschnitten ist. Am Ende glaub ich aber, dass das Bild so wie es ist sehr gut ist.

  • Meine Anerkennung für die brilliante Technik, die Beherrschung der extremen Helligkeit und deren Umsetzung in einen ausbalancierten Print, sehr schön.

    Eine Aufnahme über das Licht, die Grundlage der Photographie, die Landschaft finde ich eher uninteressant, bzw. nachgeordnet.

  • Über die technischen Aspekte braucht man bei dir ja eh nichts zu sagen!
    Mir als Bryce-Unerfahrenem fehlen etwas die Relationen dieser

    wohl sehr wuchtigen Landschaft. Ich denke aber als sehr grosser Print,
    richtig gehängt, relativiert sich das. Dann rücken die Bäume im Vordergrund

    wohl mehr in das Sichtfeld.
    Nachtrag: Interessant finde ich auch das du den Himmel konsequent
    weg ignoriert hast, prima!
    Auf den Bildern der Gegend, die ich mir jetzt angesehen habe empfinde ich den als nicht förderlich.
    Gefällt mir sehr gut.

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