Wirkliches Grossformat

  • Ich bin ja auch mit 8x10 und Wetplate im Gelände unterwegs. Größer würde ich aber nie machen, denn das größere Format ist dann doch allzu oft die "Begründung" dafür, langweilige Perspektiven einzunehmen.

    Wie in dem Video und vielen seiner anderen zu sehen.

    Gigantismus ist halt keine Fotografie, auch wenn es imposant aussieht.

  • Ich bin ja auch mit 8x10 und Wetplate im Gelände unterwegs. Größer würde ich aber nie machen, denn das größere Format ist dann doch allzu oft die "Begründung" dafür, langweilige Perspektiven einzunehmen.

    Wie in dem Video und vielen seiner anderen zu sehen.

    Gigantismus ist halt keine Fotografie, auch wenn es imposant aussieht.

    Ehrlich gesagt habe ich es nie so richtig verstanden warum die Formate immer mehr ausufern müssen.

    Du hast schon recht das viele Motive dann wirklich langweilig sind. Am schlimmsten finde ich Portraits die in den ULF gemacht werden, absolut sinnfrei in meinen Augen, und die abgelichteten Personen sehen für mich aus wie eine Karikatur ihrer selbst.


    8x10" ist ein sehr guter Kompromiss, ich wollte nicht mit einem Kleinbus durch die Welt fahren nur um ein Foto zu machen das dann einen Berg mit Schnee zeigt.

    Aber wir Menschen sind nun mal verschieden und das ist auch ganz gut so.

  • Es werden immer grösere Formate fotografier / ausbelichtet um etwas Besonderes zu schaffen oder zu sein.
    Das Besondere ist einzig, selten und teuer. Für einen Fotografen der sein Geld mit Fotografie
    verdient sicher Interessant. Auch die mediale Wirkung solcher Projekte ist nicht zu verachten.
    Was ich in diesem Fall auch durchaus in Ordnung finde.

    Der Auftritt mit GF verhilft dem Knipser auch zu einer Sonderstellung in der Reihe der Kleinbildner.
    Genaus funktioniert es auch auf der grossen Bühne.

    Ich hatte grad das Erlebniss das die Technika 4x5 mit Sucher auf einem Einbein,
    also ohne dem bösen Tuch, schon Overkill in der Umgebung war.
    Dann fahre ich da halt wieder mit der Rollei 35 hin und bin kein Fremdkörper.
    Den Bildern tut es keinen Abbruch, in diesem Fall.

    Was Spass macht hat eigendlich auch nie so richtig Sinn, darum ist es ja Spass!

  • Ehrlich gesagt habe ich es nie so richtig verstanden warum die Formate immer mehr ausufern müssen.

    Du hast schon recht das viele Motive dann wirklich langweilig sind. Am schlimmsten finde ich Portraits die in den ULF gemacht werden, absolut sinnfrei in meinen Augen, und die abgelichteten Personen sehen für mich aus wie eine Karikatur ihrer selbst.


    Die Formate sind ja i.d.R. nicht ausgeufert, sondern kleiner geworden.

    Früher war die 30x40cm ULF-Kamera Standard im Studio.


    Daß viele Motive auf großem Format geknipst gräßlich oder wirklich langweilig sind, liegt ganz sicher nicht am Format.

    Ich habe hier ein schönes Buch, wo diese riesigen Polaroid-Portraits zu sehen sind, teils wundwerwunderschön, niemals aber sinnfrei oder den Abgelichteten zur Karikatur degradierend.


    Von meinem Geschmack ausgehend sah ich die herrlichsten Portraits in z.B. 50x60cm aufgenommen, von zeitgemäßen Fotofreunden oder prof. Fotografen. Sogar naß geplatet.


    Landschaften, ebenfalls in ULF, ob als Silberabzug, Palladium oder Carbon - sensationell.


    Ob es nun die Detailtreue oder die kaum noch vorhandene Tiefenschärfe des ULF-Formates ist - es gibt gute Gründe fürs große Format.

    Und sonst - laß die Jungs doch spielen; diese gurkigen Bilder da, für die ein Reisebus im Equipment offensichtlich längst nicht reicht, müssen wir uns ja nicht angucken:-)

  • Beim großen Format ging es letztendlich immer darum den Vergrößerungsprozess zu umgehen. Insofern ist er eigentlich sehr viel einfacher, als ein kleineres Format auf die gewünschte Größe zu printen. In den 50ern wurden 6x9 Negative standartmäßig im Kontakt geprintet für das Fotoalbum.


    Im Umkehrschluss ist es logisch, das größere Formate (für die Wand) größere Kameras benötigen.


    Gruss Sven.

  • Naja, wenn ich mir das Ergebnis des Videos anschaue, dann hätte vermutlich auch ein nicht mehr ganz neues iPhone genügt. Ich will keinem die Freude am Handwerk nehmen, aber das qualitative Resultat ist hier keine Begründung.

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