Anleitung zum Testen von grossen, schweren Objektiven mittels eines selbst gebauten Adapters!

  • Hallo Grossformat Community,


    nachdem ich im Forum "An-u. Verkauf" mit einem 1200er Apo-Ronar im viel Resonanz hatte, habe ich in alten Unterlagen geblättert und eine interessante Sache gefunden, wie man grosse x-beliebige Objektive (Messingplatten, Holzplatten etc.) mit 2 Sinar 8x10inch verwenden oder testen kann.

    Da ich mal einen englischen Fotografen/Künstler im Studio (2000er Wende) betreut hatte, kam eine Anfrage, wie man alte Objektive diverser Hersteller und Objektivplatten auf Sinartechnik adaptieren kann. Nach einigen Überlegungen mit meinen Mitarbeitern kamen wir auf die Idee, 2 Sinars 8x10inch mit einer Objektivstandarte und Hinterlinsenverschluss in der Mitte zu koppeln. S. Grafik

    Von der einen Sinar wurde die Mattscheibe herausgenommen und als Objektivstandarte umgebaut.

    Die Grundbasis war eine Aluplatte die genau auf die Grösse des Sinarrückteils beschnitten und zentrisch ausgesägt wurde. Dadurch konnten an die Aluplatte verschiedenste Objektive mitsamt ihren Platten/Platinen angeflanscht u. verriegelt werden. Es war manchmal unglaublich, was mit den ältesten (Monster) Objektiven zustande kam. Leider habe ich von den Aufbauten keine Bilder mehr.


    Früher wurden meistens bei den übergossen Objektiven eine Standarte mit der Platine mit verbaut, damit bei Objektivwechsel nicht jedesmal auf u. zu geschraubt werden musste. Wenn man den Aufbau von Reinhart Wolf betrachtet, war es ganz früher auch schon so!

  • Wenn man den Aufbau von Reinhart Wolf betrachtet, war es ganz früher auch schon so!

    Oh Gott, "ganz früher". =O

    Das war in den 1980ern! Jetzt komme ich mir aber gerade sehr alt vor. ;)

    Reinhart Wolf hat diese Langaufbauten mit der Sinar vor allem bei seinen Wolkenkratzerfotos in New York eingesetzt.

    Ich hatte damals an der Uni bei ihm einen Kurs belegt.

    Ein großartiger Fotograf und cooler Typ. Leider viel zu früh verstorben.

  • Von Sinar gab es auch eine spezial Front Standarte 5x7/13x18 cm für ganz fette Objektive, leider extrem selten bis gar nie zu finden.

    Ja der Wolf hatte das auch für seine Burgen/Schlösser Aufnahmen in Spanien verwendet, nicht nur für NewYork! Der grosse Nachteil dieser langen Rohre ist einfach, durch die immer schlimmer werdende Luftverschmutzung hat man selten noch so eine klare Sicht das man solche Objektive überhaupt noch befriedigend einsetzen kann. Am ehesten noch nach einem Regen Tag wenn es allen Dreck runter gewaschen hat. Mir ist das vor allem bei meinen Drohnen Aufnahmen aufgefallen. Deshalb habe ich mich eher für kurze Brennweiten entschieden, ist für mich praktikabler, hat aber auch seine Nachteile, runde Teile werden dann öfters zu Eiern....!


    Gruss Armin


    P.S. Dazu braucht man dann auch einen Balgen der entsprechend ist, also z.B von 5x7 auf 8x10 inch fast was genau so selten zu finden ist!

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  • Da reihe ich mich ein.

    Bitteschön... habe noch auf einer DVD ein Foto aus 2001 gefunden, dies war für einen Oldtimer Sammler ein Test. Objektiv ?? Damals auf 8x10inch Negativfilm belichtet und danach auf einem Trommelscanner gescannt/digitalisiert.

    Oh Gott, "ganz früher". =O

    Das war in den 1980ern! Jetzt komme ich mir aber gerade sehr alt vor. ;)

    Reinhart Wolf hat diese Langaufbauten mit der Sinar vor allem bei seinen Wolkenkratzerfotos in New York eingesetzt.

    Ich hatte damals an der Uni bei ihm einen Kurs belegt.

    Ein großartiger Fotograf und cooler Typ. Leider viel zu früh verstorben.

  • Genau solch einen seltenen Balgen von 5x7 auf 8x10 inch habe ich, falls jemand Bedarf hat! ;)

  • Ja der ist schon was.
    ich kannte den aber nur um vom 8x10 Rückteil über eine 5x7 Hilfsstandarte mit einem 5x7auf4x5 Normalbalgen zur Frontstandarte oder einer weiteren
    Hilfsstandarte zu kommem.
    Und dann wird das Licht zu dunkel und das Studio zu klein.

  • Dein "Modellauto" Bild finde ich bei näherer Betrachtung immer cooler.

    War das Absicht den Betrachter so zu fehlzuleiten oder bin ich mir selbst
    auf den Leim gegangen?
    Ich dachte erst so: Ja, nettes Modell und Figur, aber beim Untergrund hätte
    man sich ja mal Mühe geben können, blöder Plüsch.

  • ^^ 1. war dies der Wunsch eines sehr bekannten Sammlers, noch Split ins Studio zu schmeissen...über die Inszenierung, tja.. da waren damals die Geschmäcker anders.

    2. War es eines der grössten Studios 2001 (12.000 Kubik) in Europa mit der einzigen 26m Rundhohlkehle, Durchmesser 16m, maximal Abstand 24m!

    Da sieht vieles wie ein Modell aus.

  • In dem Buch "Kreatives Grossformat" Band 2 von Urs Tillmanns sind einige Bilder von Reinhart Wolf abgebildet. Es sind schon beeindruckende Fotos. Sie wurden alle in New York aufgenommen, alle auf 8 x 10 inch und alle mit verschiedenen Ronaren. In dem Buch sind auch weitere wichtige technische Angaben zu den Bildern abgedruckt worden.


    Viele Grüße

    Renate

  • Hallo Anne


    Schönes Bild was du da zeigst und ja vor 10 Jahren hätte ich dir den Balgen abgekauft, heute sehe ich alles anders. Gehe immer mehr und mehr in Richtung Weitwinkel, nicht für alles aber für vieles. Und ein 1000/1200 oder sogar das 1780mm Nikkor sind für mich gestorben.

    War das in den Rene Staud Studio's so hies das doch oder irre ich mich da, habe leider ein schlechtes Namens Gedächnis!


    LG Armin

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  • Hallo Armin

    nein, das war in den Swisstudios, seinerzeit. S. alter Flyer…das Studio heisst heute anders: https://1291productions.com/studios


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