Hallo aus Berlin

  • Sehr geehrte Forenmitglieder/innen,


    Danke für die Aufnahme. Ich lese jetzt erst mal fleißig mit und versuche mir einen Überblick zu verschaffen.

    Bei der analogen Fotografie geht es langsam, also versuche ich einen Schritt vor den anderen zu setzen..

    Zu mir: ich habe Ende 2020 begonnen intensiv

    analog zu fotografieren und meine digitale Ausrüstung im Grunde nur noch zum scannen von Negativen genutzt.

    Ich nutze bisher 35mm und 120 Filme,

    Entwickle seit einem Jahr zu Hause (auch Farbe, unter Gejammer wegen der Temperatur und dem elenden Blix zwar, aber ich mach’s trotzdem 😅)

    Seit einiger Zeit steht ein Durst M605 bei mir im Arbeitszimmer, das ich mühevoll als Dunkelkammer eingerichtet habe (ohne Wasseranschluss/geflieste und gefliesten Nassbereich)

    Vor einer Woche habe ich meinen ersten Abzug gemacht und war stolz wie Oskar, was für ein tolles Gefühl.

    Eigentlich will ich es langsam angehen und erst die beiden anderen Formate kultivieren, aber ich werde eh früher oder später auch bei Großformat landen, weil ich einfach noch weniger Aufnahmen machen will, noch entschleunigter arbeiten will und natürlich die Vorteile der Einstellungen und auch der Bildqualität schätze.

    Klar, mit meinem Vergrößerer komme ich da nicht weiter, aber ich will’s definitiv wagen :)

    Ich suche parallel nach einer Kamera für den Einstieg und versuche erst mal in Berlin jemandem auf die Finger zu schauen, der sich auskennt.

    Liebe Grüße an alle

  • Willkommen bei den ewig Gestrigen :)


    "... Arbeitszimmer, das ich mühevoll als Dunkelkammer ..."

    Kleiner Tip: Sammle alte Zeitungen und lege es mehr oder weniger großzügig unter Deinen "nassen Pfad". Ich habe zwar einen gekachelten Boden, spare mir aber so, das Verkleckerte aufzuwischen oder später eingetrocknete Fixerflecken wegzurubbeln.


    VG Andreas

  • Hallo Andreas, danke dir.

    Ich habe auf meiner Arbeitsfläche 3,2m (zwei IKEA Malm Kommoden nebeneinander, 80cm hoch) meist einen wiederverwendbaren und aufgeschnittenen 120kg Müllsack ausgebreitet :)

    Aber ich werde jetzt - inspiriert von anderen Dunkelkammern - eine Arbeitsplatte oder Wanne aus Metall dort installieren -

    Ich denke da an - nicht lachen - Urinale oder Kastendachrinnen, wisst ihr wie ich meine?

    Etwas, vielleicht auch auf Maß gefertigt, dass dann die Fläche der Kommode bedeckt und so etwa 2m breit ist. Mit einem entsprechend erhöhten Rand oder Lippe, die dann Flüssigkeiten auf der Fläche hält .. so in der Art .

    Das Zimmer ist auch das Arbeitszimmer, etwa 12qm groß und der Kleiderschrank steht auch drin 🤣 aber es nimmt Form an und wird immer strukturierter. Den Durst Laborator (mal sehen ob’s der wird) hänge ich dann an die 3,3m hohe Decke 🤣

  • Ich habe auf meiner Arbeitsfläche 3,2m (zwei IKEA Malm Kommoden nebeneinander, 80cm hoch) meist einen wiederverwendbaren und aufgeschnittenen 120kg Müllsack ausgebreitet :)

    ..... erhöhten Rand oder Lippe, die dann Flüssigkeiten auf der Fläche hält .. so in der Art .

    Ja, das geht sicher auch, hat aber den Nachteil, daß die Brühe noch irgendwohin laufen kann. Wenn etwas aufgesaugt ist, eben mit Papier, kannst Du es bei Feierabend wegwerfen und da tröpfelt nichts.


    VG Andreas

  • Ich brauche eine größere Wohnung, aber das Problem kennen viele :)

    Jedenfalls fange ich an, in der analogen Fotografie und Dunkelkammer aufzugehen, ich habe ja digital begonnen und kannte analoge Fotografie noch aus der Kindheit und frühen Jugend. Jetzt wird es wirklich zur künstlerischen Erfüllung und ich investiere gerne das überschüssige Geld da rein (kein Auto, keine Kinder, kein großes Eigentum außer ne Leica und ne Hasselblad ☺️)

    Auf Dauer will ich aber das Großformat zumindest ausprobieren; wenn ich Menschen auf die Finger schaue, die es nutzen, merke ich mich, wie sehr ich mich mit dem Geschehen

    identifiziere.

    Seit ich Familie, Freunde und Berlin mit der Hasselblad fotografiere, entwickle und Abzüge mache merke ich einfach eine deutliche Steigerung des persönlichen Ausdrucks und künstlerischen Freiheit.

    Großformat kann auch ein Gespinst sein, aber es reizt mich einfach.

    Die Frage ist nur, mit welchem Fabrikat fange ich an, kaufe ich neu oder alt etc. Ist es möglich, hier eine Art Kaufberatung einzuholen? Vorerst lese ich natürlich erst mal weiß ich mit, um mich auf einen gewissen Stand zu bringen.

  • erst mal Willkommen in diesem Raum der andersartigen.


    Dein Einstieg ist sicher nicht mehr weit und du wirst dann plötzlich Fragen stellen die du dir jetzt nicht mal ansatzweise vorstellen kannst.


    Vielleicht werden es auch weniger Bilder werden, wer weiß das schon.

    Und entschleunigt fühlt es sich meist nur am Anfang an, denn das ganze drumherum ist auch Arbeit und wird schon auch benötigt.

    Einfach nur in aller Ruhe die Kamera auf's Stativ stellen ist es eher nicht.

    Wasserwaagen, Libellen und Lichtmessgeräe werden zum beschleunigten Leben dann dazu kommen,

    mit dem Maßband den Balgen ausmessen und dann die Lernkurve der angepassten Entwicklung.


    Aber es wird es wert sein, es werden weniger zufällige Bilder und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Handwerk wird deine Nachtlektüre.

    Es wird nicht kompliziert werden, nur anders und dann auch spannender.


    Die Frage nach einer guten Einsteigerkamera ist einfach zu beantworten, Intrepid bietet ein gutes Konzept an, nicht der Weisheit letzter Schluss aber zum Laufen lernen bestens geeignet.

    Dann bei Impex eine Packung Fomapan 100, etwas Rodnial und Ostern ist gerettet.

    insta....


    Getting photographs is not the most important thing. For me it’s the act of photographing. It’s enlightening, therapeutic and satisfying, because the very process forces me to connect with the world…

    (Michael Kenna)

  • Danke euch!


    Frohe Ostern vorweg!


    Toller Tip mit dem Letteverein!


    Ich komme von Nikon/Leica/Hasselblad (je eine 🤣) und will mich natürlich qualitativ einreihen. Sinar/Plaubel oder ne günstige neue Chamonix.. Intrepid weiß ich nicht recht.. die würde ich zumindest vorher mal in die Hand nehmen wollen.. #vorurteil 😃


    ..ansonsten sollte es 4x5 für den Anfang sein und dann mal sehen, ob ich überhaupt höher gehe.

    Ein 8x10 großes Negativ in der der Hand halten zu können, ist schon was beeindruckendes.

    Aber davon kann ich dann nur Kontakte machen… bei 4x5 krieg ich ja noch einen Vergrößerer, der in meine kleine Bude passt. 😀

    Also ich hab richtig Lust.


    Es ist wirklich die Kombination der Dinge, die diese Art der Fotografie mit sich bringt, die mich reizt, Verstellungsmöglichkeit UND Größe der Negative UND die Konzentration und das Drumherum.


    Ich hatte ja kurz mal an einen Hasselblad Flex/Arc Body gedacht, aber schnell wieder Abstand genommen.


    Momentan schiele ich auf eine Sinar F2, weil ich aber auch nur wenig anderes kenne.


    Es scheint mir wirklich, dass die Großformatfotografie als Themengebiet so groß oder sogar noch größer ist als alles andere, das ich schon weiß über KB/MF und ich weiß schon einiges (aus der Sicht eInes Hobbyisten).

    Das ist ne Riesenherausforderung und total abenteuerlich :)

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!