Tipps zum Einlegen von dünnen Filmen?

  • Ich hab da ein Problem...

    Mittlerweile habe ich so einige Filme in den Formaten 4x5 und 9x12 erfolgreich in Planfilmkassetten eingelegt und belichtet. Der klassische Einsteigerfilm Fomapan 100, Restposten von APX 100 oder auch Harman Direct Positive Paper - bei allen ist das Einlegen kein Problem, es gelingt mir mittlerweile in Windeseile im Dunkelsack. Jetzt habe ich mir eine Packung RPX 25 gegönnt, der mir aber Schweissperlen auf die Stirn treibt. Ich bekomme die Filme nicht wirklich in die Kassetten, da sie sehr dünn sind (100 micron) und im Dunkelsack sehr schnell an den Kassetteninnenflächen auf Grund der Luftfeuchtigkeit ankleben. Ein Schieben des Films ist auf Grund seiner Instabilität kaum möglich. Habt ihr diese Erfahrung auch schon gemacht? Wenn ja - was gibt es denn für Tricks, um den Film ohne Beschädigung in die Kassette zu bekommen? Ich würde den Film in jedem Fall gerne mal testen...


    Beste Grüße

    Nicolas

  • Nur ein Gedanke … Gibt es Trennpapier zwischen den einzelnen Filmen? vielleicht würde es helfen eine Lage unter dem Film mit einzuschieben und ggf. nach dem Einschieben zu entfernen. Je nach Dicke könnte sie aber evtl. auch verbleiben, wenn der Film ohnehin so dünn ist.

  • Wenn das Einlegen unbedingt im Dunkelsack erfolgen soll könnte man eventuell die Kassetten vorher etwas aufwärmen, damit wäre zumindest das Problem mit dem Anhaften gelöst.

    Leider habe ich keine Duka - der Dunkelsack ist somit erstmal gesetzt. Das Anwärmen erscheint mir ein guter Vorschlag zu sein; ich werde auch versuchen, das Luftvolumen im Dunkelsack etwas zu vergrößern, so dass es nicht so schnell zur Kondensation kommt.


    Nur ein Gedanke … Gibt es Trennpapier zwischen den einzelnen Filmen? vielleicht würde es helfen eine Lage unter dem Film mit einzuschieben und ggf. nach dem Einschieben zu entfernen. Je nach Dicke könnte sie aber evtl. auch verbleiben, wenn der Film ohnehin so dünn ist.

    Ja, es gibt tatsächlich Trennpapiere. Das werde ich mal ausprobieren - könnte funktionieren. Ich werde berichten.


    Besten Dank für eure Rückmeldungen!

  • Ein Stück Film ist ein Stück Film, Ein Stück Film ist ein Stück Film, Ein Stück Film ist ein Stück Film,…..

    Das sagst du 100 mal auf und gehst zum Einlegen auf den Balkon!


    Wenn du jetzt keine Höhenangst hast, ist der Angstschweiss weg, Nix backt mehr an

    und das Feuchtbiotop im Sack ist Geschichte.


    :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

  • zum Luftvolumen im Wechselsack: ich stelle im Sommer einen umgedrehten Karton (der größte,der gerade noch hineinpasst) in den Wechselsack (bei den Armlöchern/Manschetten ausgeschnitten).

    Sonst: Film "von oben reinfallen lassen". Mir ist klar, dass das im Wechselsack schwierig ist.

  • zum Luftvolumen im Wechselsack: ich stelle im Sommer einen umgedrehten Karton (der größte,der gerade noch hineinpasst) in den Wechselsack (bei den Armlöchern/Manschetten ausgeschnitten).

    Sonst: Film "von oben reinfallen lassen". Mir ist klar, dass das im Wechselsack schwierig ist.

    Vielen Dank für den Hinweis - den Karton suche ich gerade. Das erscheint mir der einfachste Ansatz. Das Reinfallen-Lassen werde ich ebenfalls probieren - vielleicht mehr in Richtung Reinrutschen.

    Wie wäre es mit Linhof Planfilmkassetten, und zwar denen, die
    man auch für Glasnegative nehmen kann? Bei denen kann man beim Einlegen mit der lnken Hand die gefederte Rückwand herunterdrücken, so dass man einen größeren Einlegeschlitz hat.

    Die Linhof-Kassetten habe ich schon häufiger gesehen, bisher habe ich allerdings nur Fidelity. Wäre auch noch ein Ansatz, wenn die vorherigen Tipps nicht greifen.


    Der Hinweis von Guadarmar hat auch absolut was für sich - in dem Moment, wenn die Frustration steigt, kann man es eigentlich ganz vergessen. Den biologischen Prozess kann man dann nicht mehr stoppen... :)

  • Dünne Nitril Handschuhe? Dann bleibt der Schweiß im Handschuh und nicht auf dem Film.


    Die Linhofs sind für den dünnen Film auch nicht unbedingt besser. Wenn du da nicht sicher bist, das Film auf der Andruckplatte liegt, schiebst du ihn leicht in die Schiene des Schiebers hinein und merkst es erst beim Fotografieren.



    Gruss Sven

  • So - ich melde Vollzug. Es ist geglückt. Ich habe Handschuhe genutzt und eine Box zur Vergrößerung des Volumens im Dunkelsack. Und ich habe vorher Trockenübungen gemacht.

    Der Trick ist den Film etwas zu biegen, so dass er stabiler wird beim Einschieben - so hat es dann recht zügig funktioniert. Das Wochenende kann kommen.


    Herzlichen Dank an euch alle für die zahlreichen guten Tipps!


    Gruß

    Nicolas

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