Aufbau, Wartung und Pflege eines Durst 138s

  • Ich bin nun (recht überraschend) stolzer Besitzer eines Durst 138s mit S/K Kopf. Ein Kellerfund, in bemitleidenswerten Zustand, vollkommen demontiert, verdreckt und verharzt.

    Aaaaber: Damit kann ich dann hoffentlich irgendwann 13x18 Vergrößern :)

    • Die Säule (und so ziemlich alles andere) ist von einem schmierigen, verharzten Öl bedeckt. Mit welchem Schmierstoff (wenn ünberhauzpt) würdet ihr die Säule behandeln, nachdem das alte Zeugs runter ist?
    • Das Fußpedal scheint keine Funktion zu haben - der Ausleger lässt sich einfach hoch und runter schieben - weiss jemand, wie man das wartet/einstellt?
    • Ich habe versucht den Tisch auf den Ausleger zu montieren. der Tisch selbst hat ja eina art Kugelkopf, der mit Hilfe einer großen scraube von unten am Ausöleger befiestigt werden muss (nehme ich mal an). Aber so sehr ich es auch versuche, die schraube scheint den Kugelkop nicht stramm zu halten, der Kipf hat etwa 3 mm "platz". Dementsprechend wackelt alles
    • Die Tischplatte hat an der Seite einen Schalter. Wozu ist der eigentlich da? :)

    Bbestimmt kommen noch mehr fragen auf - aber vielleicht kann mir ja schon jemand weiterhelfen :)


    Liebe Grüße aus Bremen,

    Uwe

  • Einen Lappen in die Hand nehmen in mit dem Benzin von der Tanke alle Metallteile abwaschen.


    Fußpedale: Deckel unten an der Pedale abschrauben und das gleiche Prozedere wie oben durchführen (Seilzug nicht vergessen). Zur Not ein Pinsel, Bürste…, oder komplett ins Benzin eintauchen. Nach dem trocknen mit WD-40 das ganze ölen. Wenn keine Funktion Seil spannen oder lockern.


    Der Hebel unten dem Grundbrett ist die „Handbremse“ für die Fußpedale (Höherverstellung des Tisches).


    PS:

    Wenn alles funktioniert alle Metallteile mit einem Lappen und WD-40 einreiben.

  • Da man dafür keine 20 Liter Benzin braucht, würde ich Waschbenzin nutzen. Und klar dürfte auch sein, dass die Prozedur nur im Freien durchzuführen ist und kein Benzin in die Umwelt kommen darf. Also Folie unter das ganze. Und natürlich mit entsprechender Schutzbekleidung /-brille. Und möglichst dabei nicht rauchen.....

    Viel Spaß und Erfolg bei der Restaurierung.

    Grüsse

  • "" Einen Lappen in die Hand nehmen in mit dem Benzin von der Tanke alle Metallteile abwaschen.

    Nach dem trocknen mit WD-40 das ganze ölen.""


    Ich denke, der Durst steht nicht in der Kfz-Werkstatt.

    Weder halte ich Benzin zum Reinigen,noch WD40 zum Schmieren geeignet; Benzin schmiert,und stinkt nach, WD ist ein räudiges Zeuch mit wenig Sinnvollem drin, was harzige Rückstände hinterläßt. (einfach mal ein paar Tropfen verdunsten lassen!).


    Zum Fettlösen nehme ich i.d.R. Silikonentferner, das ist ein milderes Lösungsmittel als Nitro.

    Die Seile meines Dursts lasse ich gelegentlich durch meine mit stinknormalem Fett, ob nun Wälzlager oder schnöde Vaseline, gleiten.


    Fetten würde ich die Säule und Laufschiene bestenfalls mit etwas Teflonspray.



    Die Tischplatte hat an der Seite einen Schalter.

    Die hat bestimmt auch noch eine Steckdose.

    Laß Dir was einfallen :)



    der Kipf hat etwa 3 mm "platz".

    Wo hat der "Platz"?

    Der Tisch ist schrägverstellbar, zum Scheimpflügen..

  • Na ja!


    1. Bei einem Silicon Entferner würde ich mir echte Gedanke über den Lack machen.

    2. Wer noch nicht mit einem mit einem Teflon Spray hantiert hat soll es man unbedingt in einem geschlossenen Raum ausprobieren.

    3. Das von mir vorgeschlagene WD-40 ist auch nicht als Gleitmittel gedacht, sondern als Schutzmittel gegen die Feuchtigkeit.

    4. DAS Schmiermittel gib es auch in der flüssigen Form und heißt „Weißes Fett“

  • Ich denke, der Durst steht nicht in der Kfz-Werkstatt.

    Weder halte ich Benzin zum Reinigen,noch WD40 zum Schmieren geeignet; Benzin schmiert,und stinkt nach, WD ist ein räudiges Zeuch mit wenig Sinnvollem drin, was harzige Rückstände hinterläßt. (einfach mal ein paar Tropfen verdunsten lassen!).

    Da muss ich Ritchie Recht geben, WD-40 und Benzin sind nicht die geeigneten Mittel zur Pflege des Vergrösserers. Zum Entfetten reicht ein wenig Waschbenzin (stinkt nicht), anstelle von WD-40 (kaum Schmierwirkung) besser ein Maschinenöl (für die Standrohre und/oder Vaseline für die Feintriebe verwenden.


    Falls Du die Anleitung zur Wartung noch nicht besitzt, sie findet sich im Handbuch zum Durst 138S (Operating Manual, englisch) auf der Seite 18f. :

    https://silvergrainclassics.co…nloads/#64-454-wpfd-durst

    Grüße

    Andreas

  • Das fand ich zu flüssig - ich habe Kugellagerfett genommen.

    Maschinenöl ist ja nur ein Oberbegriff, das gibt es ja für verschiedene Anwendungsbereiche und in unterschiedlichen Viskositäten. Aber ja, zu flüssig (Nähmschinenöl etc.) sollte es natürlich nicht sein. Wichtig ist bei dem Schmiermittel, dass es auf Dauer nicht verharzt.

    Grüsse
    Andreas

  • Ich empfehle, statt Benzin, Spiritus zu nehmen. Das entfettet genauso gut und ist weniger giftig.


    Zur Fettung von Teilen hat mir ein ehemaliger Techniker von Durst mal Ballistol-Öl empfohlen. Es soll sparsam eingesetzt werden. Statt Vaseline nehme ich lieber ein modernes Kugellagerfett für Fahrräder.


    Mir ist übrigens vor ein paar Tagen ein Leitz Focomat zugeflogen. Der Zustand ist ähnlich, wie oben beschrieben. Aber es besteht Hoffnung.



    Viele Grüße

    Renate

  • Was ist mit uns allen nur los?????? Wenn wir jetzt schon zum Entfetten von banalen Metallteilen spezielle Lösungsmittel brauchen. Und als Gleitmittel genauso spezielle Öle und Fette. Wird dieses Blech in dem Welt All rumfliegen, oder in die tiefste Schlucht im Ocean Abtauchen? Nein!!!!!! Natürlich kann man da Waschbenzin, Spiritus, Kerosin….., verwenden. Wozu? Das muß man doch noch alles haben. Um gen ganzen Prozess wie den Berliner Flughafen zu gestalten? Für mich ergibt es keinen Sinn. Eis weiß ich aber gewiss. Das in dieser Zeit dieses Gerät schon 3 mal bis zur letzten Schraube zerlegt, geputzt, gereinigt, eingefettet, eingestellt und wieder auf den Beinen stehen könnte

  • Zum Entfetten würde ich auch Renigungsbenzin empfehlen. Die Säule bei meinem 138 habe ich hauchdünn mit Ballistol eingerieben. Hat die Kugel Spiel in ihrer Pfanne? Liegt der Tisch auf den beiden Stangen und hinten mittig auf? Wahrscheinlich muss der Tisch sowieso justiert werden. Kannst Du eventuell mal ein Foto einstellen? Gruß Linhofklaus

  • Hier sieht man den Kugelkopf wie er auf dem Träger sitzt. Auch wenn ich die Schraube bis zum Anschlag reinschraube, sitzt die Platte des Kugelkopfes nicht fest auf dem Träger, er hat etwa 2mm Spiel. Die Tischplatte sitzt dabei in der hinteren Nocke und auf den beiden Stäben. Schraube und Kugelkopf habe ich überprüft, Die Gewinde sehen gut aus soweit ich das sehe. Fehlt da so eine Art Unterlegscheibe?


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