Rodenstock WeitwinkelBistigmat 18x24

  • Nun habe ich ja endlich meinen lange gewünschten Hinterlinsenverschluss.

    So weit, so gut.

    Nun kann ich ja alles adaptieren, vom Brillenglas bis zum Glasbaustein. 🤓


    Seit einigen Jahren liegt dieses extrem alte Objektiv bei mir rum.

    Zeit es zu testen.



    Ist die Fokusdifferenz zwischen Mattscheibe und Aufnahme bei heutigen Filmen noch relevant?


    Hat von euch jemand Erfahrung mit so einem alten Objektiv?


    Grüße, Thomas.

  • Hallo, Thomas,


    gestern erst habe ich meinen Fang eines leider unbezeichneten Objektives ausprobiert. Es kam an einer Holzkamera 13x18 auf einer Holzplatte ohne Steckblenden.



    In der Bucht habe ich jemanden gefunden, der Sinarplatinen "nachdruckt" und mir eine mit etwa passendem Durchmesser bestellt. Mit einem scharfen Messer konnte ich den Durchmesser so anpassen, daß das alte Objektiv reinpaßte, dann Löcher vorbohren, festschrauben -- voila.


    Wegen fehlender Bezeichnung und Angaben habe ich das an die große Sinar gepackt, zu meiner Überraschung festgestellt, daß es sogar 8x10 ausleuchtet (vermutlich ohne Verstellreserve), die Brennweite zu ~210mm und die größte Blende zu 25 bestimmt. Das Versuchsergebnis, im Dunklen mit Taschenlampe auf dem Teppich den so bestimmten Bildkreis anzugeben, laß ich lieber.


    Der erste, leider durch Lichteinfall etwas verhunzte Versuch (boaaah, ist die Feder vom Mattscheibenteil stramm!) auf 18x24 Uralt-Orwo NP27 (abgelaufen 1974; f25/8, Rodinal 1:40 + 0,5g KBr/L, 20'/20°C) ergab =>



    Die gleiche Aufnahme mit einem Sironar-N 5,6/210 ist "nicht so schön" geworden wie das Gezeigte und wesentlich schärfer.


    Zu Deiner Frage: ich mußte nach Objektivwechsel nur ganz wenig drehen, um die Schärfe einzustellen.


    Bin gespannt auf Deinen ersten Versuch.


    Viele Grüße

    Andreas

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