Die Statsanwaltschaft ermittelt.

  • Mensch Leute bleibt doch auf dem Boden der Realität! Ich habe das alles schon längst hinter mir!!! Jedes Wort was hier geschrieben wird, oder jede Web Seite auf der irgendwelche Fotografen ihre Bilder freigeben wird von der Behörde beobachtet.

  • Thure, der Geo hat recht - ich würde an Deiner Stelle hier oder sonstwo außerhalb des Rechtsanwaltbüros nichts verlauten lassen.


    Folgendes muß Dir bewußt sein:

    Für Staatsanwalt und Richter liegt der Fall nämlich bereits klar.

    Eine Observierung wurde genehmigt, eine Durchsuchung wurde ebenfalls genehmigt


    Der Verstoß gegen 201a ist denen also offensichtlich gegeben, und Deine Ausrüstung gilt bereits (nach §74, auf den sich 201a berufen darf) als ein zu sicherndes Tatmittel.

    Das Recht, die Kamera wohlfeil vorm Fenster zur Schau zu stellen, wird Dir der Richter nicht absprechen, hoffe ich.

    Sollte die Beweislage jedoch Anderes ergeben, solltest Du später rückblickend nicht am Anwalt gespart haben.

    Bis dahin gilt auf jeden Fall §2 des Delinquentengesetzbuches:

    Nur der Anwalt redet.

    Die drehen sich nämlich alles zurecht, bauen dafür auch gerne Fallen.

  • Moin!

    Wenn dem so ist, wie es ist, muss es aber konkrete Anlässe, einen realistischen Anfangsverdacht für ein

    Vergehen geben.

    Nur weil ich eine Kamera ins Fenster stelle, oder sie durch den Garten schleppe,

    wird kein Staatsanwalt oder Richter tätig.


    Da scheint jemand in eine total vermurkste Nachbarschaft geraten zu sein - und das [seit Mai] in so kurzer Zeit!


    mfg hans

  • Meine Erfahrung: Es ist egal, wo man hinzieht. Irgendein Arschloch wohnt da immer.


    Bei mir im Haus gibt es auch einen Blockwart. Als der alte Blockwart gestorben ist, wurde er schnell durch einen neuen ersetzt. Solche Leute sind bei Vermietern Gold wert.


    Viele Grüße

    Renate

  • So habe ich es bis jetzt auch gesehen.

    Jetzt weiss ich, das es für die Justitz genügt,

    wenn eine Kamera auf einem Stativ steht und man

    dahinter steht und es jemanden stört, ein Verfahren

    einzuleiten und Beweise zu sichern.

    Hm, das hört sich aber zu einfach an.


    Da muss sich einer - aus dem ganzen Vorlauf zu schließen, Strafanzeige, Observierung, Durchsuchung - ja durchaus seit längerem schon aufgeregt haben, und zwar mit plausibler Begründung, sonst wäre die Polizei nicht tätig geworden.


    Er muss das dann auch auf sich persönlich bezogen und sich in irgendeiner Weise kompromittiert gefühlt haben. Das steht ja in diesem Paragraf 201a. Er muss also überzeugend geltend gemacht haben, dass das eben nicht irgendeine Camera Obscura war, die die Welt draußen unspezifisch abbildet, sondern ein Ding, von dem er sich abgezielt und verfolgt fühlte. Vielleicht wuchs er in der DDR auf, wo er vielleicht sogar bespitzelt wurde ... Eigentlich kämpft da jemand um ein Menschenrecht, wenn man so will. Das machen auch nicht sooo viele, heutzutage.


    Dass die Polizei nichts mit Planfilm und Planfilmkameras anfangen kann, sei ihr vergönnt: früher musste man dafür eine mehrjährige Ausbildung absolvieren, und die - imposante - Gerätschaften bekam man nicht nachgeschmissen wie heute, da jeder digital fotografiert. Das alles muss für die Polizei als Exekutive Neuland sein, das muss man verstehen.


    Für mich sieht das so aus, als werde das alles sehr umständlich und missverständlich. Sicher brauchst Du einen Anwalt, spätestens, wenn die Sache nicht bis Ende nächster Woche eingestellt worden sein sollte. Letztenendes werden Deine Negative dokumentieren, worin Dein fotografisches Interesse bestand.


    Nur blöd, dass niemand die Courage hatte, vor dem Einschalten der Polizei mit Dir persönlich zu reden und die Sache transparent zu machen.

  • +1!

    Mein persönlicher A....loch-Nachbar kopiert Zeitungsartikel, in denen was von Mittagsruhezeiten steht und verteilt sie anonym unsigniert in sämtliche umliegenden Nachbarbriefkästen.


    Da wird auch gerne schonmal das achsolaute Schnippen der Rosenschere in der Mittagszeit lautstark über den Zaun hinweg verurteilt.

    ... überleg mal, das Kopieren ist vielleicht gar nicht so schlecht. Angesprochen muss sich ja nur derjenige fühlen, den es betrifft. Sodann weiss man ja, woher es kommt - wozu noch signiten? Drittens könnte er ja auch anders von Privatjustiz bis öffentlichem Recht. Beides will man nicht. Viertens: mit dem unpersönlichen Verteilen lässt er den persönlichen Kommunikationskanal offen. Da kann er dann über den Zaun schreien.

  • Ich hätte so etwas nicht für möglich gehalten. Hätte ich ne Diggiknipse mit Megazoom auf der Fensterbank liegen gehabt wäre nix passiert. Die hätte ja eh keiner gesehen.

    Aber wenn man mit Rucksack und Stativ früh das Haus verlässt ist man eh schon verdächtig.

    Na ja, die Polizei hat ihren Job gemacht und Justiz schützt die Bürger vor bösen Knipsern.

    Was mache ich mit den ganzen Leuten die ihr Handy in meine Richtung halten und ihren Arsch durch die Welt schicken?

    Das sind sicher die Geister die das knipsende Volk gerufen hat.


    Es lebe das Postkartenbuch!

  • Ich hätte so etwas nicht für möglich gehalten. [...]

    Moin!


    Schlimm ist nur, dass Polizei und Justiz sich offenbar von so einem »frustigen Judas« einspannen lassen.


    Nachdem sich die Vorwürfe als Gegenstandslos herausgestellt haben,

    würde ich nicht zur Tagesordnung übergehen,

    sondern Anzeige gegen Unbekannt, wegen Nötigung,

    Verleumdung und übler Nachrede erstatten.


    mfg hans

  • Mir fällt es schwer zu glauben, dass so eine Aktion wegen eines (oder mehreren) Nachbarn in die Welt gesetzt wird. Fakt ist das wir momentan sehr schwere und unsicheren Zeit erleben. Und da kann es schnell passieren das die eine oder die andere harmlose Sache Komplet entgleist. Es wird wahrscheinlich schon reichen wen man mit einer Holz Kamera z.B. im Hamburger Hafen gesichtet wird um Verdacht zu schöpfen!

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