Die Statsanwaltschaft ermittelt.

  • Genau das werde ich nicht machen und mich auf eine Ebene mit

    Denunzianten und sonstigen Idioten stellen.

    Die für mich einzige Art der Sache zu begnen wäre für mich mit schönen Bildern

    der Stadt zu zeigen das Fotografie eigentlich nicht böse ist. Aber Mensche sie kriminalisieren.


    Aber eigentlich ist es auch schon wieder zu viel Aufwand.

  • War unterwegs und habe das gerade erst gelesen.


    Ohne jetzt näher auf irgendetwas einzugehen, wäre meine Empfehlung SOFORT einen Anwalt einzuschalten, wenn es finanziell nur irgendwie drin sitzt.

    Ziel: Entkräftung der Vorwürfe und Schutz Deines Eigentums.

    Antrag auf Herausgabe der GERÄTE ,da sie als Beweismittel für den Tatvorwurf zwar Relevanz haben aber sonst unbrauchbar zum Nachweis der Tat sind.

    Wegen des Negativmaterials würde ich den Anwalt schon alleine wegen Einsicht in das Beschlagnahmeprotokoll einschalten.


    Die ganze Massnahme ist irgendwie unverhältnismäßig.

  • Die ganze Massnahme ist irgendwie unverhältnismäßig.

    Sehr höflich ausgedrückt -- sie ist kompletter Irrsinn. Man könnte auf die Idee kommen, *seine* Privatsphäre wurde durch das in seine Wohnung sehen verletzt, schließlich kann er in seine Bude stellen, was er will und auch nackig dort rumlaufen.


    VG & besonders viel Erfolg beim sich Wehren

    Andreas

  • Mir ist vor 2 Jahren fast das gleiche passiert, nur das die Durchsuchung auch noch in meiner Abwesenheit stattfand. Wenn du einen Anwalt beauftragst und keine Rechtsschutzversicherung hast musst du wissen das im Moment wahrscheinlich ein Ermittlungsverfahren läuft. Sollte die Durchsuchung im Nachhinein als unrechtmäßig beschieden werden, werden diese Anwaltskosten nicht durch den Staat übernommen da es noch ein Ermittlungsverfahren und kein Strafverfahren ist wo du ja „noch nichts tu befürchten hast“ und aus Sicht der Staatsanwaltschaft deshalb keinen Anwalt brauchst. Aber klar, in so einem Moment will man sich angemessen verteidigen und das kann ein Anwalt am besten. Is echt ne Scheisserfahrung,..

  • Für mich stellt sich für uns alle hier perspektivisch die Frage, welches „normale“ Verhalten als Fotograf noch derart ist, dass man damit nicht irgendwelche bizarren staatlichen Maßnahmen auf sich lenkt. Ich wurde mal vom Sicherheitsdienst des örtlichen Marktkauf aus dem Laden geführt, weil ich eine Noblex um den Hals trug und keine Tasche zum Unterbringen hatte. Ich habe sie dann ins Auto gebracht und mein Handy (Nokia 808 mit 40 MP) um den Hals gehangen. War gar kein Problem, damit hineinzulaufen.


    Ich nutze die Straße, die ich aus meinem Fenster sehe für allerlei Tests an alten Geräten, zumeist ohne Film und wurde auch schon freundlich angesprochen - bis dato aber ohne Besuch eines Einsatzfahrzeuges.


    Was also reicht als Verdachtsmoment aus? Das bloße Erblicken einer Kamera in einer Wohnung?

  • Die erfolgten Massnahmen stellen sich für mich nicht als das Problem dar.

    Viel schlimmer finde ich das meine mehrfache Anwesenheit hinter einer

    Kamera in meinen eignen 4Wänden langt um eine Straftat zu impliziert und ein

    dementsprechendes Prozedere der Justitz auf den Plan zu rufen!

    Die Verurteilung hat ja schon stattgefunden da ich ja unangemeldeten Besuch

    zur Sicherung von Beweisen erhalten habe.


    Muss ich jetzt bei jeder fotografischen Aktion mich erst mal umschauen ob mich auch niemand

    beobachtet?

  • Find diese Geschichte auch sehr unangenehm..vllcht hat ja ein bestimmter A-loch- Nachbar einen bestimmten ‚Draht‘ zu einem Polizisten dass das so dermaßen schnell ging.. strange.

    Hoff das geht gut aus, ausschlaggebend is ja dass die auf den Negativen eh nix finden werden was nach ‚Hinterhofspannerei‘ aussieht.

  • Ich finde es in der heutigen Zeit schade, dass man seinen Verdacht nicht mal bei dem Betroffenen vorsichtig äussert, sondern gleich nach dem Staat ruft und sich dann wundert, dass wichtigere Verfahren in die Länge ziehen, weil die entsprechenden Organe mit anderen Sachen beschäftigt sind. Frage mich aber auch was für ein Staatsanwalt die Polizei mit was beschäftigt hat. Wenn es tatsächlich vorher eine polizeiliche Überwachung gab ist dies mehr als merkwürdig.

    Wir haben hier ja kein Schwerverbrechen, auch nicht im Durchsuchungbeschluss aufgeführt.

    Wie auch schon von anderen empfohlen, einen entsprechenden Fachanwalt beauftragen. Eine Einstellung eines Verfahrens kann sich auch über Jahre ziehen, da wir ja grundsätzlich Personalnot beim entsprechenden Personal haben und der Fall garantiert nicht so dringend ist und ggf. noch Gutachter beauftragt werden müssen.

    Grüsse

  • Wir haben hier ja kein Schwerverbrechen

    § 201a Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen

    Es macht wenig Sinn, aus laienhafter Sicht zu beurteilen, was wir hier oder da haben oder nicht haben..



    Genau das werde ich nicht machen und mich auf eine Ebene mit

    Denunzianten und sonstigen Idioten stellen.

    Schlimm ist nur, dass Polizei und Justiz sich offenbar von so einem »frustigen Judas« einspannen lassen.


    Das ist genau die Form von Vorverurteilung, die hier bejammert wird.

    Von nichts zu wissen und gänzlich Unbekannten biblisches Verrätertum vorzuwerfen, hat für mich Heckenschützenqualität.

    Ohne mich, danke.

  • Kpl. Wahnsinn was da passiert, ich hoffe nur, dass das gut ausgeht.

    Vielleicht ist ein weiterer Wohnort Wechsel nötig um aus dem Kreis rauszukommen und um wieder rein und vorurteilsfrei großartige Bilder machen zu können.

    insta....


    Getting photographs is not the most important thing. For me it’s the act of photographing. It’s enlightening, therapeutic and satisfying, because the very process forces me to connect with the world…

    (Michael Kenna)

  • Noch mehr Senf dazu tut im Grunde nicht not. Ich bin ein schlichtes Gemüt: Ich verstehe die gesamte "versteckte" Eskalation nicht. Da fühlt sich jemand beobachtet, dann macht "die Polizei" (?) eine Observation - was haben die denn dann beobachtet? - und zu guter Letzt gibt es einen Durchsuchungsbeschluss. Häh? Aber ok, ist ja alles rechtsstaatlich. Wie war das bei den alten Römern? Irgendwas bleibt hängen.


    Vielleicht ist ein weiterer Wohnort Wechsel nötig

    Das ist hier die klassische lose-lose-Situation. Ich möchte auch nicht in einem Ort leben, in dem sowas möglich ist. Aber Wegziehen heißt "siehste, da war doch was, der drückt sich jetzt" und Bleiben heißt ewiges Spießrutenlaufen.


    Total super. Ich kann nur hoffen, dass sich die Schäden in Grenzen halten.Optimistisch bin ich nicht.


    Heinrich Böll, Die verlorene Ehre der Katharina Blum

  • Muss ich jetzt bei jeder fotografischen Aktion mich erst mal umschauen ob mich auch niemand

    beobachtet?

    Da kann ich nur noch zynisch werden: Im Gegenteil, du solltest darauf achten, dass dich jemand beobachtet, damit du hinterher Zeugen hast ... am besten schriftlich bestätigen lassen.

  • Lustig ist so eine Geschichte bei weitem nicht. Aber man muß bei der Sache zumindest versuchen ein wenig objektiv zu bleiben. So eine heftige Reaktion von der Behörde kommt niemals aus dem nichts. Soll es wirklich alles nur wegen einer Balgen Kamera in dem Fester zu sein, dann ist es nur ein weiterer Beweis das die Akzeptanz und das Vertrauen an die Leute mit den „Großen“ Foto / Video -Kameras und Mikrofone bei der Bevölkerung nicht mehr statt findet. Da muß auch fairer Weise die Frage gestellt werden, wie und was zur dieser Lage geführt hat? Und ob an allem das „A.“ um die Ecke an allem schuld ist, oder das wirkliche A. wo anders zu suchen ist?

  • Da kann ich nur noch zynisch werden: Im Gegenteil, du solltest darauf achten, dass dich jemand beobachtet, ...

    Ganz ehrlich? Das macht meines Erachtens wirklich Sinn!


    Bei mir kommt es manchmal vor, dass man mich fragt, was ich da filme. Dann erkläre ich, dass ich fotografiere und lasse die Leute - wenn ich Zeit habe - auch mal auf die Mattscheibe schauen. Wenn die dann sagen: "Da steht ja alles Kopf!", füge ich hinzu, dass das sogar ganz gut ist, weil man dann vom Objekt wegkommt und die bildnerischen Strukturen bzw. die Komposition besser ins Auge fassen kann. Das entschärft vieles. Z.B. auch den baulichen Hintergrund des Grundstücks, dessen pittoreskes Gitter man ablichten möchte.


    So hatte ich unter der imposanten eisernen Kornhausbrücke in Bern mal ein Haus fotografiert, eben, unter der Brücke, eine schöne Villa. Bauwerke, die im Widerspruch standen. Weitwinkel. - Da kam die Hausbesitzerin raus. Erst war sie misstrauisch. Nach dem Durchsehen und Besprechen der Sache bot sie mir aber an, das Haus auch noch von vorne, ohne die Brücke, dafür aber mit der frisch renovierten Fassade abzulichten (was ich leider abschlagen musste, da ich zu dem Zeitpunkt - und immer noch - über keinerlei Farbfotografie-Know-How und auch keine zeitgemäße Digitalausrüstung verfügte, und ehrlich gesagt auch kein lichtbildnerisches Interesse aufbrachte, was sie verstand).


    Ein Kollege hier macht die Kamera (Norma, 8x10, Fomapan) zum Mittelpunkt seiner Portraitsitzungen im öffentlichen Raum bzw. in Beizen. Er ist außerordentlich sichtbar. Man redet bewusst über das Gerät, weil das vielfältige Bezugspunkte schafft. Die Leute werden in den Prozess integriert. Sie kommen von selbst näher, weil sie sich interessieren. - Läuft dagegen hier in Bern ein Zweierteam mit der Videokamera über den Bundesplatz, um Stimmen für die "Tagesschau" aufzunehmen, ducken sich die Leute weg.


    Insofern teile ich Ritchies Einschätzung, dass man sich ein einigermaßen integratives Konzept durchdenken sollte, bevor man als Fotograf sichtbar wird, voll und ganz, immer noch nicht wissend, wer genau sich weswegen aufregt.

  • Ich hoffe das auch in dieser Umgebung eine positive Klarheit geschaffen wird.

    Auch aus dieser Situation kommt man irgendwann raus. Schlimmer sind die „Narben und Wunden“ die bleiben, und manche davon wollen auch mit der Zeit nicht heilen!!!!!

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