Farbbild, erster Versuch

  • Mit etwas Luft im Hirn für kreative Gedanken hatte ich dann doch noch eine Idee:

    Ich räuberte im Fischladen (Thermometer) und befreite für den Kernschmelzer einen widerlichen Kaffeekocher von seinem jämmerlichen Dasein :mrgreen:

    Der Purche hat sogar einen Thermostat !

  • Ritchie,

    kannst du bitte ein Paar Fragen hier beantworten?

    • Mit welchem Werkzeug hast du das Papier beschichtet? Pinsel, Schwamm, Rolle….?
    • Lag das Papier bei der Beschichtung auf einem „Heizbett“?
    • Wie ist die Empfindlichkeit von dem Papier allgemein, und gegenüber der Raumbeleuchtung?
    • Wie hast du den „Fetzen“ entwickelt? In der Schale oder einfach mit "Schwamm drüber"?
  • Beschichtet mit eine Haarkamm, aber noch ohne Heizbett - das Thermostat ist noch unterwegs, und ich muß die allgemeine Handhabung des zu beschichtenden Papieres nach dem ersten Versuch noch mal überdenken, bzw. meine anderen Papiere ausprobieren.

    Entwickelt in der Schale, zur Empfindlichkeit sag ich noch nichts.

  • Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - aber es geht auch gelegentlich ein Stück voran.

    Das beschichtete, belichtete und gebleichte Papier zeigte sich mir heute dieserart:




    Ich bezeichne dies, nicht gänzlich ohne Schöpferfreude, als meinen ersten Bromöldruck.

  • Dank Dir, HP.

    Obwohl noch meilenweit vom Vorgestellten entfernt, bin ich für heute mit dem "Werk" hier zufrieden.

    Um dies zu erzielen, hab ich an mehreren möglichen Schwachstellen geschraubt - so hatte ich auch erstmals ein richtiges Relief erzeugen können, was zuvor noch nicht recht gelang.

    Letztlich hatte ich noch das Farbauftragsverfahren modifiziert.

    Das Bild hier ist eigentlich erst der Anfang zu einem Bild, aber ich habs erst mal so belassen, weil mir nach Wochen des Wirkens auch mal etwas Erfolg sichtbar werden wollte:-)


    Morgen werde ich wohl ein neues Teil anfangen, an dem ich mich weiter versuche, was durchaus auch Zerstörung eines Teilerfolges bedeuten kann, auf meinem jetzigen low level .

    Was wiederum Erfahrungszuwachs bedeutet, immerhin...

  • Ralf, der Riß ist nicht wichtig.

    Ich war ja nicht explizit hinter einem Wandbild her, sondern bin fleißig am Üben - da interessieren mich ausgefallene Pinselborsten udgl. nicht.


    Krass finde ich allerdings - man sieht es hier wohl nicht so gut - wie das "Positionieren" der Planze mehr zum (weggschnittenen) Bildrand hin, sowie die weggschnippelte Blattspitze das Bild, selbst die Planze, total verändert...


    Interessant finde ich an dem Projekt auch den gesamten Prozeß des Verstehens.

    Meiner bisherigen Meinung nach ist das Bromölen eine Sache, die nach einem sehr individuellen Vorgehen schreit, welches aber erst mal entwickelt werden will.

    Also hab ich noch mal nachgelegt, einen ordentlichen Schwung div. Farbauftragswerkzeuge besorgt, und ich versuche mithilfe von etlichen Platten und Schrauben das Beschichten etwas serieller zu gestalten.

    Ehrlich gesagt glimmt in meinem Hirn schon der Wunsch nach einer Beschichtungsmaschine auf :mrgreen:

  • Beschichtungsmaschine

    Sowas wie ein großer Polaroidprozessor - wie wäre es mit einem Umbauprojekt: Die Rollen einer Wäschemangel mit Teflonfolie beschichten, Beschichtungsmterial schmal über die Breite verteilen, Sandwich aus Karton, Papier, Schichtmaterial, Schutzfolie durchkurbeln ... :mrgreen:

  • Hi, Sven,


    ich dachte bei der Findung eines Titels tatsächlich an Beides.

    "Bromöldruck" erschien mir für meine ersten Gehversuche doch etwas hochtrabend :)

    Und wenn wir schwarz als Farbe gelten lassen, ist es überhaupt erst die Farbe, die das bleiche Bild zurückholt.


    Jedenfalls ist es durchaus meine Zielsetzung, diesem Thema später auch etwas (bunte) Farbe einzuhauchen.

    Wichtiger scheint mir aber - ich versuche grad durch das Betrachten des Erreichten zu verstehen - grundsätzlich erst mal den Umgang mit dem Medium zu beherrschen.

    Es ist mir schon erkennbar, was über die Beeinflussung der Töne und des Kontrastes bereits bei monochromem Vorgehen machbar ist; den Referenzabzug hatte ich recht weich gehalten, wohingegen der Bromölversuch teils richtig Biß zeigt.

    Was er aber nicht muß, dies hat man ja in der Hand.


    Wirklich irre, dieses Vorgehen :)


    VG,

    Ritchie

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