Schnellwechselplatte an Toyo 45A

  • Hallo zusammen,


    ich nutze eine Toyo 45A, eine tolle Kamera. Leider hat mein Leofoto Stativkopf allerdings einen Arca-Schnellwechselanschluss und ich habe das Problem, dass sich die Schnellwechselplatte immer verdreht aufgrund der großen Hebelwirkung der Kamera. Wie löst ihr das?

    Vielen Dank!

  • Mache Günstig-Möchtegern-Festhalte-Platten bekommt man manchmal gar nicht ordentlich
    fest, da das "Antirutschzeug" daran einfach doch rutscht. Ich denke mal, du hast deine Platte
    auch richtig festgezogen und nicht solch Quatsch, wie mit einer Münze oder solch idiotischem
    Kram wie die Bügel die machmal daran sind. Gegen das Verdrehen kann auch eine Lage Gummi
    zwiechen Camera und Platte helfen.
    Bedenke immer, an solch einer profanen Platte hängt schnell mal Ausrüstung für ein paar tausend EUR!!!!
    Da an einer popeligen Platte zu sparen ist sicher nicht schlau.
    Bei den Arca-System-Platten sehen zwar alle zuerst gleich langweilig aus, aber der Teufel steckt im Detail,
    Winkel, Auflagefläche,Material usw.
    Ich bin bei Novovoflex gelandet und sehr zufrieden. Den Klemmen, Schienen und Platten vertraue
    ich sogar meine P2 13x18 in senkrechter Position an.

  • Danke für Eure Antworten! Am liebsten sind mir Kameras mit zwei Stativgewinden, aber das bietet die Toyo 45A eben leider nicht. Wenn es eine gerade Kante in der Nähe gibt kann man auch solche mit Verdrehschutz kaufen, aber der Boden der Toyo ist leider etwas gewölbt.


    Vielleicht muss ich wirklich nochmal paar Euro investieren und eine Original-Arca-Platte mit Sechskant-Schraubenkopf kaufen und dann nochmal schauen. Und das Ganze dann quer zum Laufboden.

  • Außer Passstiften oder zusätzlichen Gewinden fällt mir da leider keine Lösung ein.

    Das gleiche Problem habe ich mit meiner Pentax 6x7 wenn ich mit einem großen Teleobjektiv Portraitfotos machen möchte. Dreht man die Kamera mittels Neiger auf die Seite schraubt sie sich immer raus aus der Platte.

  • das Problem oder die Schwahstelle ist da eher das 1/4 zoll Gewinde. Zieht man da mit einem Schlűssel viel zu stark kann der Schraubenkopf abbrechen. Das gleiche kann auch passieren wenn die Schraube brahial angezogen ist und dazu noch Zusatzspannung von der Kamera kommt.

    Wenn die Platte fűr fast immer mit der Kamera verheiratet sein sollte dann kann da auch eine Lage Gummi von einem Fahradschlauch wirklich guten Dienst machen.

  • Das ist eine "normale MF-Platte", ist so etwas wie ein Standard.
    Die dibt es von allen vernünftigen Cameraherstellern sowie Zulieferern.

    Ich hatte damals lange gesucht, um einen Händler zu finden der die Teile verkauft. Die gibt es sicherlich nicht von "allen vernünftigen Kameraherstellern sowie Zulieferern". So oder so, die "Mamiya Pins" scheint es nur in der 45CF zu geben.

  • Mal ne Frage nebenbei, wobei soll sich eigentlich eine GF Kamera um die
    Hochachse verdrehen?

    Aus meiner Erfahrung dann, wenn die Hochachse zur Querachse wird, d.h. wenn man aus bestimmten Gründen die Kamera um 90° seitlich abkippt, um das Objekt vor der Kamera mit dem nötigen Swing aufnehmen zu können. Durch das Abkippen wird ja das Tilten um die Querachse zum Swingen um die Hochachse, und verwandelt so den bei meiner (und vermutlich vielen anderen GF-Kameras?) manchmal zu geringen seitlichen Swing-Bereich bei normaler, aufrechter Kameraposition in einen entsprechend größeren "Swing-ehem.-Tilt"-Bereich. Bei längeren Auszügen kann das dann schon mal zum vorderen Absacken/Verdrehen führen, wenn die Friktion der Befestigung nicht ausreicht. Außerdem soll wohl dadurch das Torkeln unterbunden werden (da wissen SINAR-Besitzer aber Genaueres...).

  • Genau, die Linhof Technikardan z.B. ermöglicht seitlich auch größere und ggf bequemere Verstellung:



    Wenn da die Platte nur mit einer Schraube fest ist verabschiedet sich das ganze (deswegen hat die Kamera aber auch gleich zwei Gewinde).

  • Ah, ich verstehe, Technika und deren Verwandschaft.
    Die Sinar P soll man im WW Bereich auch auf die Seite kippen um grössere Tiltwinkel zu bekommen.

    Was bei Laufbodenkameras natürlich noch dazu kommt ist dass die Auszüge um ein zigfaches steifer sind wenn man sie auf die Seite dreht. Grade bei langen Brennweiten mit großen, schweren Objektiven ist das ein durchaus willkommener Effekt.

  • Aber dafür braucht man doch keine Kamera auf die Seite zu legen

    Doch doch! War mir bisher noch gar nicht bewusst, leuchtet mir aber spontan ein. Ich stelle mir dazu gerade ein dünnes Brett vor, das ich an einem Ende halte und auf und ab bewege. Halte ich das flach, dann schwingt das andere Ende kräftig rauf und runter, halte ich es hochkant, drehe es also um 90°, dann ist es deutlich weniger schwingungsfreundlich.(ersetze "Brett" mit "Laufboden")

  • Doch doch! War mir bisher noch gar nicht bewusst, leuchtet mir aber spontan ein. Ich stelle mir dazu gerade ein dünnes Brett vor, das ich an einem Ende halte und auf und ab bewege. Halte ich das flach, dann schwingt das andere Ende kräftig rauf und runter, halte ich es hochkant, drehe es also um 90°, dann ist es deutlich weniger schwingungsfreundlich.(ersetze "Brett" mit "Laufboden")

    Äh...dann schwingt das Brett vom rechts nach links?!


    Gruss Sven.

  • Äh...dann schwingt das Brett vom rechts nach links?!

    Das wird dann voraussichtlich so sein, wenn Du es in diese Richtung hin und her bewegst, wobei eine Kamera ja normalerweise nicht bewusst seitlich hin und her geschüttelt wird (obwohl, der Wind, der Wind, das himmlische Kind...), aber senkrechte Schwingungen werden wohl wirksamer unterbunden.

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